Level 1 – Das Phantom-Spieleheft

6. Februar 2010 von Evil

Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass ich über Level 1 „Das nicht erhältliche Spielemagazin“ schrieb. An der Grundsituation nichts geändert, das Heft ist weiterhin nirgends zu bekommen, der Verlag klatscht aber alle paar Monate ein weiteres, zufälliger Weise vergriffenes Heft in seinen Onlineshop. Zeit Level 1 von Raptor Publishing noch einmal zu beleuchten.

Ein Start mit Hindernissen

Level 1 wurde im September 2006 von Raptor Publishing zum Preis von € 1,99 an den Start geschickt. Problem schon damals, bis auf einen Teaser auf der Verlagswebseite gab es zum Heft keinerlei Infos – auch nicht für die Pressegrossos. Dies führte schon von Beginn an zu der bizarren Situation, dass Level 1 zwar problemlos im Bahnhofsbuchhandel zu finden war, am Kiosk, an der Tanke und im Supermarkt jedoch nicht auftauchte. Ebenfalls im Internet unter pressekatalog.de, wo sich die anderen Raptor-Titel, wie Koneko und Peach tummeln, gab es keine Level 1. Mit der monatlichen Erscheinungsweise hatte man es auch nicht so, weshalb man sich die Vorschau oder zumindest den Erstverkaufstag (EVT) von vornherein schenkte.

Die verlorene Nr. 9

Ein Jahr lang ging das Spiel immerhin gut, auch wenn statt der geplanten zwölf nur acht Hefte erschienen. Nr. 8 (August/September 2007) erschien noch ganz normal. Ausgabe Nr. 9 gibt es nicht oder doch?

Level 1

Das mit Nr. 10 betitelte Novemberheft konnte ich damals auch noch als Nr. 10 am Bremer Hauptbahnhof erwerben. Nr. 9 hingegen nicht; beim Versuch es nachzubestellen hieß es beim Verlag, das Heft sei vergriffen. Heute hingegen ist Ausgabe Nr. 9 wieder verfügbar, nennt sich allerdings Nr. 10.

Das Jahr 2008

Von Ausgabe Nr. 11 (Dezember 07/Januar 08) an waren für Level 1 nun € 2,90 fällig. Nr. 12 (Februar) erschien wieder ganz normal irgendwann im Februar, danach habe ich die Zeitschrift nie wieder im Handel gesehen – bis heute. Die Raptor-Webseite, eine seit Verlagsgründung bestehende und schlecht gepflegte Dauerbaustelle ging in der Zwischenzeit mal wieder auf Tauchstation. Durch einen glücklichen Zufall wurde mal wieder eine Mail beantwortet und so kam die 13. Ausgabe zu mir nach Hause. Eine Monatsangabe auf dem Heft hat man sich gespart, laut EAN-Code (der Preisstreifen, der auf den Heften drauf ist), handelt es sich dabei um die Mai-Ausgabe.

Danach war absolute Sendepause. Verlagswebseite offline, im Raptorshop, der in der Animezeitschrift Koneko abgedruckt ist, tauchten keine Level 1-Ausgaben mehr auf und das Eigenanzeigenmotiv von Level 1 wurde stets von der März 2007-Ausgabe geschmückt.

2009 – Wir wissen nicht, was wir tun

Im Januar war’s dann endlich soweit, Raptor hat die Webseite endlich wieder ansatzweise mit Inhalt befüllt und einen Shop eingerichtet. Allerdings waren dort nur die ersten fünf Level 1-Ausgaben aufgeführt. Bis Mai sollte es dauern, bis endlich weitere Ausgaben hinzukamen. Das Sammlerherz war allerdings wenig erfreut:

Level 1

Laut EAN-Code handelt es sich bei Nr. 14 um das Juli-Heft von 2008 – ausverkauft.
Nr. 15 trägt die Angabe „September 2008“, soweit, so nachvollziehbar. Ausgabe Nr. 16 allerdings… gibt es nicht. Laut Shop natürlich schon, dabei handelt es sich um die mit Nr. 17 betitelte Dezember 2008-Ausgabe. Ausgabe Nr. 18 ist inhaltlich mit Ausgabe 17 identisch, hat anstelle von Little Big Planet aber Tomb Raider Underworld als Titelthema und wird im Webshop mit Ausgabe Nr. 15 bezeichnet.

Wer an dieser Stelle noch den Durchblick hat, möge sich bitte melden.

Heft Nr. 18 (im Shop Nr. 17) soll wohl die erste Ausgabe des Jahres 2009 darstellen. Daraufhin folgen zwei Märzausgaben (einmal Killzone 2, einmal Fear 2 als Covermotiv), die als Nr. 18 und 19. bezeichnet werden. Ausgabe Nr. 20 mit Ghostbusters als Coverstory soll irgendwann im Mai/Juni im Handel gewesen sein, zumindest lässt der EAN-Code drauf schließen. Nachbestellen war allerdings nicht möglich, die freundliche Person, die mir kurz auf eine Mail antwortete, weigerte sich allerdings mir eine Bestellbestätigung zu schicken und nur weniger Tage später wurde auch diese Ausgabe von meinem Lieblingsaufdruck geziert: Sold Out

Inzwischen muss man auch bei Raptor Publishing gemerkt haben, dass man eine selten dämliche Verkaufspolitik fährt, wenn man ein Heft hat, welches nur im Onlinehshop zu existieren scheint, in den eigenen Heften jedoch nicht beworben wird und auch sonst irgendwie nicht zu kaufen ist. Deswegen taucht im Dezember Level 1 auch wieder in den Eigenanzeigen auf: Titelstory „Wet“. Die Ausgabe wird am 4. Dezember 2009 in den Onlineshop aufgenommen, wie erwartet, kann man Nr. 21 – 10/2009 nicht nachbestellen, natürlich ausverkauft.

Wohnort: Arsch der Welt?

Nun möchte man vielleicht meinen, der Blogautor wohnt irgendwo in einem kleinen Dörflein, wenn er sich jetzt schon seit mehr als 4.000 Zeichen darüber aufregt, dass er ein Spieleheft trotz zahlreicher Versuche nicht im Handel kaufen kann. Die Suche nach dem Heft am Kiosk trieb den Autor durch vier Bundesländer und namentlich durch die „kleinen“ Städte Bremen, Hannover, Magdeburg und Leipzig, ohne jedoch fündig zu werden.

2010 – Weg frei zu zwölf neuen Ausgaben?

Raptor Publishing ist derweil dabei, sich weiterhin sehr gut in die eigene Tasche zu lügen. Dieses Jahr ist noch keine Ausgabe von Level 1 erschienen, in der Facebook-Gruppe des Verlags heißt es jedoch:

Level 1

Was meint die Verlagswebseite dazu (seit Januar 2009)?

Level 1

(Da wird keine Werbung geblockt, das Bild fehlt wirklich)

Und die Mediadaten?
Die gibt es zwar nicht zum freien Download, ein paar Angaben spuckt mediadaten-online.com allerdings auch ohne Bezahlung aus: Erscheinungsweise 9x jährlich, Preis € 3,90, Druckauflage 45.000.

Na dann, eigentlich ist das Heft nun so teuer, dass sich das Anbieten eines Abos lohnen würde. Ansonsten versuch ich am 12. März wieder mein Glück, denn dann soll laut einer Newsmeldung auf Raptor.de die nächste Ausgabe erscheinen und wer weiß, vielleicht kann ich mir den Running-Gag beim Nekrolog-Spielehefte in diesem Jahr schenken.

Sachdienliche Hinweise zu Aufenthaltsorten des Heftes am Kiosk und/oder die Ausgaben 14 bis 21 werden gerne angenommen.

IVW-Zahlen IV/2009 – Xbox-Hefte sehen grün

20. Januar 2010 von Evil

Seit heute stehen die kompletten IVW-Zahlen zum Abruf bereit und damit sind nun auch die Zahlen der Hefte bekannt, die nicht vorab melden. Zumindest für die beiden Xbox-Magazine hat sich das Warten gelohnt.

Verkaufte Auflage IV/2009:
(Vergleich mit IV/2008)

360 Live: 18.710
(+24,10% / +3.634 Exemplare)

Wii Magazin: 25.226
(-9,77% / -2.730 Exemplare)

Xbox Games (XBG): 25.113
(+3.73% / +904 Exemplare)

Wie üblich, enthalten die Zahlen von Wii Magazin und Xbox Games ihre 5.300 bzw. 4.100 nicht näher definierten sonstigen Verkäufe. Die Zahl ist seit der ersten IVW-Meldung unverändert.

Blick in die kompletten Zahlen:

360 Live konnte nicht nur am Kiosk, sondern auch bei den Abonnenten zulegen und weist ca. 500 Abonnenten mehr aus. Die Aboauflage liegt nun bei etwa 1.800 Exemplaren.

Buffed musste zwar im Einzelhandel Federn lassen, baut die Zahl ihrer Abonnenten aber weiterhin aus, über 600 konnten hinzugewonnen werden. Mittlerweile beziehen fast 5.500 Leser ihre Buffed im Abo.

Die CBS ist im Einzelhandel zwar fast stabil, im Abo ging’s um gut 21% nach unten auf 21.595. Den entgegengesetzten Trend gibt es bei der GameStar zu beobachten. Minimale Verluste bei den Abonnenten von knapp 3% (allerdings Marke von 60.000 nach unten durchschritten), satte Verluste am Kiosk: -30% auf knapp 74.000 Exemplare. Die sonstigen Verkäufe sind wieder verschwunden.

Die GamePro verzeichnet weiterhin ein für Außenstehende nicht nachvollziehbares Wachstum bei den Abonnenten, +12% auf 11.365.

Games Aktuell schlägt sich ebenfalls gut, +34% auf etwa 3.100 Exemplare. Um fast 30% hat Computec die Druckauflage zurückgefahren. Ähnliches hat sich auch bei der PC Action abgespielt, allerdings liegt deren Druckauflage immer noch etwas über Games Aktuell-Niveau, obwohl bei Hefte laut IVW praktisch gleich aufliegen.

Relativ wacker gehalten hat sich die PC Games am Kiosk, nur knapp 4% Verlust. Das große Minus von mehr als 17% bei den Gesamtverkäufen entstand vor allen Dingen durch das komplette Streichen der Bordexemplare. Allerdings haben sich auch 15% der Abonnenten verabschiedet. Dass die Druckauflage „nur“ um 20% gesunken ist, dürfte vor allem daran liegen, dass es von der PC Games immer noch sehr viele Heftvarianten gibt (Magazin, DVD, Extended, Premium, Extraklasse).

Bei der play3 schmelzen die aus den vielen Vorgängerheften zusammengesammelten Abonnenten weiterhin ab, es geht um knapp 10% auf eine immer noch sehr ansehnliche Zahl von 8.200 Abonnenten hinab.

Ein letzter Blick noch auf die SFT:
Dicke Minuszeichen, wohin man auch sieht, beispielsweise -40% im Einzelverkauf. Wie es Stern und Focus dieser Tage formulieren würden, die Auflage muss Geld machen und nicht auf bestimmten Marken liegen: SFT führt Lesezirkel und Bordexemplare stark zurück.

Blätterwald #26 vom 15. Januar 2010

15. Januar 2010 von Evil

Willkommen zum ersten Blätterwald im Jahr 2010 mit einem Blick in Computecs aktuelle Unternehmenspräsentation und weiteren IVW-Zahlen.

Computec:

IVW-Zahlen IV/2009 (vergleich mit IV/2008)
Buffed: 44.022 (-15.896 Exemplare)
Games Aktuell 34.351 (-5.562 Exemplare)
Play3 33.277 (-9.411 Exemplare)

Bei Buffed sei der Fairness halber noch angemerkt, dass IV/2008 das bisher beste Quartal war und die Zahlen von IV/2009 nicht die schlechtesten sind – I/2009 waren noch ein paar Hundert weniger.

Neue Verlagsangaben
PC Games MMore 69.000 (-6.000)
PC Games Runes of Magic 25.000 (neu)

Über die weiterhin unveränderten Zahlen zu Games and More (65.000), N-Zone (19.000) und X3 (19.000) darf sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Neues PC Games Hardware Sonderheft
Ab dem 27. Januar ist das PCGH-Sonderheft „World of Warcraft“ vs. „Aion“ im Handel. Der Preis liegt bei € 5,99, der Umfang bei 84 Seiten.

N-Zone ohne Abo-DVD
Ab nächsten Monat fällt die optionale DVD, die es für einen Aufpreis im Abo gab weg. Heft 02/2010 ist die letzte Ausgabe, die auf Wunsch mit DVD ausgeliefert wurde.

Weiteres aus der Unternehmenspräsentation I/2010

  • Die Mitarbeiterzahl ging von 150 auf 140 zurück. Das Verhältnis von Vertriebs- zu Anzeigenerlösen hat sich von 3:1 auf 2:1 verändert
  • pcgames.de hat kräftig zugelegt, 660.000 statt 500.000 Unique User (Vergleich 12/09 mit 09/09). pcaction.de konnte die Zugriffszahlen verdoppeln, von 50.000 Unique User im September ging es auf 100.000 herauf. Cynamite.de konnte sich von 130.000 auf 150.000 steigern, Videogameszone.de von 100.000 auf 170.000 und Buffed von 710.000 auf 750.000. Alle Zahlen laut AGOF-Meldung
  • Das englische Portal der PCGH, pcgameshardware.com, wird nicht mehr aufgeführt

Weitere Verlage:

Multimania – mehr Seiten und höherer Preis
Zunächst die gute Nachricht, der Heftumfang ist von 84-92 Seiten auf 100 angestiegen. Der Preis ist ebenfalls mitgewachsen, von € 3,50 auf nun € 4,50.

IVW-Zahlen IV/2009 – Erdrutsch bei PC Action

14. Januar 2010 von Evil

Der fröhliche freie Fall geht weiter, auch für das abgelaufene vierte Quartal gibt es nicht allzu viel Positives zu berichten, die Zahlen im Überblick:

Verkaufte Auflage IV/2009:
(Vergleich mit IV/2008)

Computer Bild Spiele: 274.451
(-4,0% / -11.568 Exemplare)

Game Master: 38.115
(-11,1% / -4.747 Exemplare)

GamePro: 34.836
(-3,2% / -1.141 Exemplare)

GameStar: 133.210
(-22,5% / -38.656 Exemplare)

PC Action: 34.439
(-38,5% / -21.596 Exemplare)

PC Games: 100.493
(-17,7% / -21.663 Exemplare)

PC Games Hardware: 49.040
(-29,3% / -20.300 Exemplare)

SFT: 120.804
(-33,0% / -59.562 Exemplare)

Der Rest:
360 Live, Buffed, Games Aktuell, N-Zone, play3, Wii Magazin und Xbox Games melden nicht vorab. Die Zahlen folgen wie üblich eine Woche später mit der Analyse.

Lifelog Spielehefte 2009

29. Dezember 2009 von Evil

Geprägt von der Krise, anders kann man das Spielemagazin-Jahr 2009 nicht beschreiben, große Neugründungen gab es in diesem Jahr keine. So kam nicht ein einziges monatliches Spielehefte auf den Markt. Am Ende haben es dann doch vier Hefte in diese Liste geschafft, von denen sich zwei aber erstmal noch beweisen müssen, denn es gibt von ihnen bislang erst jeweils eine Ausgabe.

Die Sims – Das offizielle Magazin

Die Sims – Das offizielle Magazin 01/2009Chefredakteur: Dirk Steiger
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009 (02.06.2009)
Ausgaben derzeit: #4
Webseite

Ein offizielles Sims-Magazin… Nunja, der Inhalt ist sehr stark auf die weibliche Spielerschaft ausgerichtet, soll heißen, äußerst Modebezogen und mit vielen Lifestyleelementen. Übrigens, liebe Grüße von Deinem EA ;)

Elektrospieler

Elektrospieler 01/2009Chefredakteur: Robert Bannert
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: CSW-Verlag
Preis: € 6,95
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2009 (20.11.2009)
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

Ambitioniertes Multiformat-Magazin, bei dem Tests nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Hochwertig ausgestattet und sehr bildlastig. Polarisierend.

PC Games Spezial: Runes of Magic

PC Games Runes of Magic 01/2009Chefredakteur: ?
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009 (06.05.2009)
Ausgaben derzeit: #4

Eine Erfolgsgeschichte wiederholt sich? Wie gut das RoM-Heft läuft, darüber schweigt sich Computec aus. Dennoch entwickelte sich aus einem Special eine regelmäßige Sonderheftreihe, die derzeit zweimonatlich erscheint.

Return

Return 04/2009Chefredakteur: Frank Erstling
Segment: Retro-Multiformat-Magazin
Herausgeber: SIGN SET Werbegrafiken
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 04/2009 (12.10.2009)
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

Retro-Magazin für die 8-Bit-Generation. Sehr hochwertig aufgemacht für ein „Hobbyprojekt“. Derzeit nur auf Bestellung und noch nicht am Kiosk erhältlich.

Und sonst?

VU Verlagsunion versorgte uns wieder mit übersetzter Ware von Papercut und LCD Publishing aus England, allerdings erschienen deutlich weniger Hefte als noch ein Jahr zuvor. Papercut steuerte lediglich Ausgabe #2 vom WoW-Poster »Games Magic« und das Pokémon Poster »TV Mania« bei. Ein weiteres Posterheft mit dem Titel »TV Gamer« erschien nie.
LCD Publishing beglückte uns mit dem 36-Seiten-Heft »Games Total« und den Poster-Magazinen »Manga Mania« und „Action Power Extra“. Ersteres ist bereits nach einer Ausgabe wieder eingestellt, letzteres erschien vor zwei Wochen schon zum dritten Mal.

Als One-Shot von VPM Young Media erschien das »Lissy DS Magazin«. Panini brachte uns das Mädchen-Spieleheft »Games4Girls«, welches nach zwei Ausgaben aber bereits wieder eingestellt wird.

Computec schonte den Geldbeutel seiner Leser, es gab weniger Premium-Ausgaben: PC Action und play3 brachten es auf jeweils drei, von N-Zone erschienen nur noch zwei. Einzig die PC Games brachte es auf die vollen vier Premium-Hefte.

Das Sonderheftprogramm 2009, eine mehr oder minder komplette Übersicht:
Von der Games Aktuell erschien mit „Die Geschichte der Videospiele“ lediglich ein Sonderheft, auch von der N-Zone erschien nur eines zum Thema Pokémon. GamePro hat ein PS3-Kompendium veröffentlicht. Von Buffed gab es immerhin zwei Mal Tipps und Tricks. Gleich vier Mal durfte die play3-Redaktion ran: Ein Horror-Special, Tipps und Tricks, PS3-Slim und Assassin’s Creed 2. Nicht ran durfte die PC Action-Redaktion, es erschienen keine Sonderhefte.

Abgeschossen hat den Vogel wieder einmal mehr die PC Games. Zwei Mal bunte Tipps- und Lösungssammlungen, eine WoW-Bibel und ein WoW-Reiseführer, einmal Anno 1404, einmal Risen, einmal Tipps zu Aion und einmal zu 4Stories.

Nekrolog Spielehefte 2009

27. Dezember 2009 von Evil

Die letzten Tage des Jahres 2009 brechen an – Zeit um zu schauen, welche Spielemagazine uns dieses Jahr verlassen mussten. Fünf sind es an der Zahl, darunter auch ein ehemaliges Schwergewicht, Bauers Bravo Screenfun.

Bravo Screenfun

Bravo Screenfun 06/2009Chefredakteur: Holger Reher
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Bauer Verlag
Preis: € 4,50
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 04/1997 (Testausgabe) bzw. 11/1997
Finalausgabe: 06/2009 (20.05.2009)
Ausgaben gesamt: #141

Die Leidensgeschichte der Bravo Screenfun ist lang und von zahllosen verlegerischen Fehlentscheidungen geprägt. Alles begann damit, als dem Heft eine zweite CD beigelegt wurde und der Heftpreis von € 3,00 auf € 3,99 stieg. Mutig so einen Preis bei der jungen Zielgruppe des Heftes zu verlangen. Noch mutiger war es allerdings, ab 2004 den Begleit-CDs oft eine Alterfreigabe von 16 Jahren zu verpassen. Ohne die Waffe Personalausweis musste der damals 16jährige Autor dieses Blogs gelegentlich ohne Bravo Screenfun vom Kiosk ziehen. Es ging weiter, die DVD wurde eingeführt, der Heftpreis stieg abermals auf nun € 4,50 und die Auflage fiel munter weiter. Ein verkorkstes Redesign und zahlreiche 16er und 18er Coverthemen später wurde die Redaktion um Anatol Locker im April 2007 direkt nach dem zehnten Heftgeburtstag vor die Tür gesetzt. Ran durften dann ein paar Jungs um Stephan Freundorfer und Thorsten Küchler, die versuchten ihrer Zielgruppe gerechte Spiele zu servieren. Der Relaunch plante auch, dass die Bravo Screenfun von nun an statt bei den Spieleheften bei den Kinderzeitschriften platziert werden sollte. Die wenigstens Kioskbesitzer folgten der Aufforderung.

Pubertären Jungs mundet es ganz und gar nicht, wenn man ihnen ihr liebstes Spielzeug (Ballerspiele ab 16, besser ab 18) vorenthält und so setzte die Auflagenentwicklung ihre Talfahrt fort. Nur ein Jahr später (ab 05/2008) wurde die Screenfun von Holger Reher Redaktionsteam erstellt oder passender beschrieben: abgewickelt. Der einstmals schicke DVD-Inhalt, geprägt von RPG-Maker-Spielen, verkam zur Trailershow, das ganz hübsche Layout des zweiten Teams wurde durch Marke „Eigenkreation und zwei Minuten“ ersetzt und von Heftinhalt konnte man auch nicht mehr sprechen. Buntbedrucktes Papier mit ein paar versehentlich draufgeklecksten Buchstaben trifft es eher. Die Rückkehr der Coverstorys um Call of Duty, Tenchu, Call of Juarez, Far Cry, Killzone und allem, was sonst für kleine Kinder nicht geeignet ist, brachte keinen Aufschwung mehr. Mit kläglichen 11.616 verkauften Exemplaren aus dem ersten Quartal 2009 und den Worten „die nächste Ausgabe erscheint am…“ verabschiedete sich die Bravo Screenfun am 20.05.2009.

Games4Girls

Games4Girls 02/2009Chefredakteur: Jo Löffler
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Panini Verlags GmbH
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 01/2009 (05.08.2009)
Finalausgabe: 02/2009 (18.11.2009)
Ausgaben gesamt: #2

Panini versuchte sein Glück im Bereich der Kinderspielehefte und wollte eine Game Master für Mädchen machen. Schön bunt, aber wer soll’s kaufen? Kinder in dem Alter wissen ganz genau, was sie wollen und sind dort auch beratungsresistent. Der Versuch war mutig, die zweite Ausgabe, die aktuell noch am Kiosk liegt, verkauft sich aber wohl so schlecht, dass bereits zwei Wochen nach erscheinen von Ausgabe #2 die Hefteinstellung bekannt gegeben wurde. Ein wenig überraschend ist es dennoch, da Panini an anderen Stellen bereits einen deutlich längeren Atem bewies und Ausgabe #3 erst im Mai 2010 erscheinen sollte.

gamesTM

gamesTM 01/2010Chefredakteur: Richard Löwenstein
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Airmotion Games GmbH
Preis: € 3,90
Erscheinungsweise: zuletzt monatlich
Erstausgabe: 04/2008 (05.03.2008)
Finalausgabe: 01/2010 (02.12.2009)
Ausgaben gesamt: #18

Auch Versuch Nummer #2 die gamesTM in Deutschland zu etablieren scheiterte. Dabei wollte Richard Löwenstein doch alles besser machen, als die Vorgänger vom Pro Verlag. Geringerer Preis, bessere Ausstattung, kein übersetzter Eindruck etc. pp. Heftformat größer, anderes Coverdesign, zweimonatliches Erscheinen, Klammerheftung statt Klebebindung und wieder andere Covergestaltung – genützt hat das alles nichts. Die noch am Kiosk befindliche Ausgabe 01/2010 ist die letzte, wenigsten geht sie mit einer ordentlichen Verabschiedung von uns. Aber tröstest euch, auch in den Niederlanden ist bereits 2008 nach einem Dreivierteljahr der Versuch gescheitert das Magazin zu etablieren. GamesTM läuft wohl oder übel nur als Prestigeobjekt von Imagine Publishing in England.

Kids Gamer

Kids Gamer 04/2009Leitende Redakteurin: Silke Menne
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2007 (12.09.2007)
Finalausgabe: 04/2009 (09.09.2009)
Ausgaben gesamt: #9

Was das sollte, weiß Computec wohl selbst nicht, hatte man mit der alten Games and More (1998-2000) doch bereits Erfahrung im Segment der Kinderspielehefte und wusste, wie ein ansprechendes Heft aussehen kann. Kids Gamer hätte um 1995 herum aktuell ausgesehen, wäre aber auch schon damals zu der Zeit aufgrund der Erscheinungsweise absolut überflüssig gewesen. Die Artikel konnten zu keiner Zeit dem direkten Mitbewerber Game Master das Wasser reichen und so wurde Kids Gamer im Zuge der allgemeinen Portfoliobereinigung von Computec aussortiert.

Wii Player – Das Magazin

Wii Player 08-11/2009Leitender Redakteur: Christoph Kraus
Segment: Nintendo-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 2,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 05+06/2007 (18.04.2007)
Finalausgabe: 08-11/2009 (15.07.2009)
Ausgaben gesamt: #12

Computec versuchte die Wii-Spieler zu erreichen, die man mit einem normalen Spieleheft nicht erreichen kann – und scheiterte. Wer nur Titel á la Wii Fit und Kochkurs für den DS zockt, kauft keine N-Zone, also bekommt er oder sie ein Heft, dass sich nur mit solchen Spielchen befasst. Nützt nur nichts, denn Wii Player lag stets bei den Spieleheften, also dort, wo eben beschriebene Zielgruppe nicht hinschaut. Als Beilage zu einer Fernsehzeitung oder Frauenzeitschrift wäre Wii Player sicherlich ein Renner gewesen, so verstaubte es bestenfalls am Kiosk. Das ewige Hin- und Her mit dem Heftpreis von € 2,99 über € 3,30 zu € 3,90 zu € 2,90 half letztlich auch nicht dem Heft einen klaren Kurs vorzugeben.

Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass noch einige Titel noch fehlen mögen:

  • „X3 – Das beste für deine Box“ war zwar schon offiziell eingestellt, erscheint aber nun als Zweimonatsmagazin zum Sonderheftpreis weiter
  • PC Games Hardware Extreme ist ein Hardware-Magazin und fehlt deswegen in der Liste
  • Games Total, ein Sondermüllprodukt des englischen Abfallproduzenten LCD Publishing, erschien als einzelnes Heft nur einmalig. Eine zweite Ausgabe wurde allerdings im Bundle mit einem weiteren nährwertlosen Kinderheft verkauft. Ob weitere Folgen ist nicht bekannt. Ich halte es wie mit den Papercut-Heften und nehme nur halbwegs ernste Magazine auf
  • Gamers.de Print wurde gratis verteilt, war also nicht normal am Kiosk erhältlich. Mir liegen auch keine Exemplare vor
  • Die Einstellung von Cheat Commander wurde nicht wirklich kommuniziert, die letzte Ausgabe erschien aber bereits 2008
  • Level 1. Der Running-Gag um das Spielemagazin von Raptor Publishing geht ins dritte Jahr. Anfang Januar folgt eine neue Episode über fruchtlose Versuche ein aktuelles Heft zu bekommen

Lifelog Spielehefte 2009 folgt in den kommenden Tagen.

Magaziniac Jahresrückblick 2009 – Live Emotion

22. Dezember 2009 von Evil

Wieder ist ein Jahr vergangen und es wird wieder Zeit einen Blick in die Statistiken zu werfen. Den Anfang machen die Hefte des Live Emotion-Verlags.


PlayBlu Jahrgang 2009 (02/2009-01/2010)

PlayBlu  2009 (02/2009-01/2010)

Die Zahlen sind, wie bei LiveEmotion üblich wenig spektakulär. Wie immer umfasst jede Ausgabe 124 Seiten, die sich aus 116 Seiten Heft und 8 Seiten Poster zusammensetzen. Der komplette Jahrgang umfasst also 744 Seiten. Rein anzeigentechnisch ging das ganze Jahr über rein gar nichts, zumindest, wenn man klassische Anzeigen zählt. Der schlechteste Wert waren 2 2/3 Seiten in Ausgabe 06/2009, der beste 5,83 Seiten in Heft 03/2009. Ein bisschen mehr sind’s am Ende wohl doch, so Späßchen wie der Test des Monats zählen wohl auch dazu und die Poster kommen sicherlich auch nicht aus reiner Nächstenliebe ins Heft…

135 PS3 Spiele wurden getestet, davon 8 US-Importe, sowie 56 PSP-Spiele (Platinum-Tests ausgenommen).

Die Durchschnittswertungen pro Ausgabe (PS3)
02/2009 – 73,6%
03/2009 – 70,4%
04/2009 – 74,2%
05/2009 – 71,7%
06/2009 – 78,3%
01/2010 – 78,5%

Die Durchschnittswertungen pro Ausgabe (PSP)
02/2009 – 67,2%
03/2009 – 72,4%
04/2009 – 72,3%
05/2009 – 78,4%
06/2009 – 65,2%
01/2010 – 67,2%

Die Top-PS3-Spiele im Jahr 2009 – Wertung 90% und drüber
95% – Uncharted 2: Among Thieves
93% – Colin McRae Dirt 2, Fallout 3: Game of the Year Edition, Resident Evil 5, Resistance 2
92% – Batman: Arkham Asylum, Blazblu Calamity Trigger US, Burnout Paradise: The Ultimate Box, Rockband 2: Special Edition,
Street Fighter IV, Virtua Tennis 2009
91% – Motorstorm Pacific Rift
90% – Assassin’s Creed 2, DJ Hero, Fight Night Round 4, Guitar Hero 5, Guitar Hero: Metallica, The Beatles Rock Band

Die Flop-PS3-Spiele im Jahr 2009 – Wertung unter 50%
35% – Leisure Suit Larry: Box Office Bust, MLB Front Office Manager US
38% – Destroy All Humans: Der Weg des Furons
39% – Damnation, Papala Frenzy
43% – World Championship Offroad Racing
44% – Rock Revolution
45% – Star Wars: The Clone Wars – Republic Heroes
48% – G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra

Die Top-PSP-Spiele im Jahr 2009 – Wertung 85% und drüber
95% – GTA Chinatown Wars
89% – FIFA 10
88% – Gran Turismo
86% – Loco Roco 2, Monster Hunter Freedom Unite, Resistance: Retribution
85% – Beaterator, Skate Park City

Die Flop-PSP-Spiele im Jahr 2009 – Wertung unter 50%
35% – Mana Khekmia Student Alliance
39% – Transformers: Die Rache
41% – G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra
42% – Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes
44% – Ben 10: Alien Force
45% – Freak Out: Extreme Freeride
46% – Harry Potter und der Halbblutprinz

PlayBlu  2009 (02/2009-01/2010)


Wii Magazin Jahrgang 2009 (01/2009-07/2009)

Wii Magazin 2009 (01/2009-07/2009)

Jede Ausgabe umfasst die üblichen 124 Seiten inkl. Poster, der komplette Jahrgang hat also 868 Seiten. Wie auch beim Schwesterheft gilt: Klassische Anzeigen werden kaum gebucht, maximal sind etwas über fünf Seiten Anzeigen drin und da sind bereits die Gewinnspiele mit eingerechnet. Ansonsten gibt’s auch hier Tests des Monats, Covereinlinker und Pappeinlagen mit Tipps oder Raving Rabbids.

205 Wii-Spiele wurden getestet, sowie 231 Spiele für den DS.

Die Durchschnittswertungen pro Ausgabe (Wii)
01/2009 – 69,4%
02/2009 – 58,1%
03/2009 – 59,1%
04/2009 – 72,3%
05/2009 – 67,1%
06/2009 – 66,4%
07/2009 – 71,7%

Die Durchschnittswertungen pro Ausgabe (NDS)
01/2009 – 69,6%
02/2009 – 65,0%
03/2009 – 68,8%
04/2009 – 68,3%
05/2009 – 66,9%
06/2009 – 68,4%
07/2009 – 70,0%

Die Top-Wii-Spiele im Jahr 2009 – Wertung 90% und drüber
95% – Metroid Prime Trilogy
90% – Anno: Erschaffe eine neue Welt, Guitar Hero 5, Guitar Hero: Metallica, New Play Control! Pikmin 2, Rock Band 2, The Beatles Rock Band, Wii Sports Resort

Die Flop-Wii-Spiele im Jahr 2009 – Wertung unter 30%
16% – Jeep Thrills
17% – Game Party, More Game Party
18% – Bratz Kids Party
19% – Babysitting Party
23% – Popstar Guitar
24% – Hollywood Studios Party, Kirmes Party
29% – Germany’s Next Topmodel 2009, Wer wird Millionär 2. Edition, World Championship Sports Summer

Die Top-NDS-Spiele im Jahr 2009 – Wertung 90% und drüber
95% – Grand Theft Auto: Chinatown Wars, Scribblenauts
93% – Chrono Trigger, Mario & Luigi: Abenteuer Bowser
91% – C.O.P. The Recruit
90% – Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf, Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Die Flop-NDS-Spiele im Jahr 2009 – Wertung unter 50%
31% –ANT Nation
36% – International Athletics
37% – World Championship Sports Summer
38% – Crash: Herrscher der Mutanten, Sherlock Holmes DS, Shrecks Schräge Partyspiele
39% – Tony Hawk’s Motion
41% – Oben
43% – Barnyard Bauernhofspiele
45% – Harry Potter und der Halbblutprinz
47% – Rock Revolution
48% – Ico Soccer, Tintenherz
49% – AMF Bowling Pinbousters

Wii Magazin 2009 (01/2009-07/2009)


Xbox Games Jahrgang 2009 (02/2009-01/2010)

Xbox Games 2009 (02/2009-01/2010)

Auch hier gilt immer die Kombination von 116 Seiten Heft und 8 Seiten Poster macht zusammen pro Jahrgang 868 Seiten. Ausgabe 05/2009 kann gerade mal zwei klassische Seiten Anzeigen präsentieren. Mit den Nummern 07/2009 und 01/2010 hat man immerhin mal einen kleinen Spurt einlegen können, knapp 8 bzw. 6,5 Seiten Anzeigen sind es geworden (Gewinnspiele mit eingerechnet). Der Rest kommt über Test des Monats, Einleger etc. zusammen.

144 Xbox 360-Spiele wurden getestet, davon 9 US- und 1 UK-Importe.

Die Durchschnittswertungen pro Ausgabe (Xbox 360)
02/2009 – 65,5%
03/2009 – 70,8%
04/2009 – 64,9%
05/2009 – 71,0%
06/2009 – 76,2%
07/2009 – 77,4%
01/2010 – 76,9%

Die Top-Xbox 360-Spiele im Jahr 2009 – Wertung 90% und drüber
93% – Colin McRae Dirt 2, Fallout 3: Game of the Year Edition, Grand Theft Auto: Episodes from Liberty City, Resident Evil 5
92% – Blazblu: Calamity Trigger US, Burnout Paradise: The Ultimate Box, Forza Motorsport 3, Street Fighter IV, Virtua Tennis 2009
91% – Batman: Arkham Asylum
90% – Assassin’s Creed 2, DJ Hero, Fight Night Round 4, Guitar Hero: Metallica, The Beatles: Rock Band

Die Flop-Xbox 360-Spiele im Jahr 2009 – Wertung unter 50%
30% – Onechanbara Bikini Samurai Squad
31% – Raven Squad
35% – Leisure Suit Larry: Box Office Bust, MLB Front Office Manager US
38% – Destroy all Humas: Der Weg des Furons (PAL/US), Rapala Fishing Frenzy
39% – Damnation
40% – Night at the Museum: Battle of the Smithsonian UK
42% – Brave: A Warrior’s Tale
43% – World Championship Offroad Racing
44% – Rock Revolution
45% – Star Wars: The Clone Wars – Republic Heroes
46% – Secret Service US
48% – G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra

Xbox Games 2009 (02/2009-01/2010)


Ob ich mehr Rückblicke in diesem Umfang auch für andere Verlage erstellen kann, mag ich zurzeit nicht versprechen. Ansonsten liest man sich zu Life- und Nekrolog Spielehefte wieder.

Magaziniac Schnellansicht #1 vom 06. Dezember 2009

6. Dezember 2009 von Evil

Leser der früheren Stunden erinnern sich, die Blätterwald-Rubrik wurde Anfang 2008 eingeführt, weil nicht jedes Schnipselchen einen eigenen Blogeintrag rechtfertigt, es aber Schade darum wäre, wenn die vielen, kleinen Meldungen untergehen würden. Da ich leider nicht immer Zeit habe, ein umfangreiches „Angesehen“ zu schreiben, jedoch aber nur ungerne Relaunches, Sonderhefte und oder einfach so eine besondere Ausgabe unter den Tisch fallen lasse, gibt es ab sofort die Rubrik „Schnellansicht“.

Computer Bild Spiele 12/2009

Computer Bild Spiele 12/2009Der große Relaunch. Ganze zehn Jahre hat es gedauert, die CBS sieht nun nicht mehr nach einem Computer Bild-Klon, sondern tatsächlich nach einem Spieleheft aus, auch wenn die riesigen Tabellen natürlich geblieben sind. Die Aufmachung an sich ist wirklich richtig gelungen, hat jedoch mit kleineren Problemen zu kämpfen. Durch das immer noch übergroße Heftformat müssen Artworks des Öfteren auf eine Größe aufgeblasen werden, die die Bildauflösung einfach nicht hergibt, das führt zu Unschärfe und pixeligen Kanten. Das Tiefdruckverfahren, mit dem die CBS aufs Papier kommt, leistet hier auch noch seinen Teil dazu bei, dass Bilder immer ein wenig matschig und unscharf wirken. Bei einem Preis von mittlerweile € 4,99 für die Gold-Version haben ich an die Haptik einfach andere Ansprüche als bei einem Drei-Euro-Ramschtitel.

Eine Frage, die mir beim Durchblättern der neuen CBS immer wieder durch die Kopf gegangen ist, konnte ich leider nicht auf die Schnelle beantworten: Darf eine CBS gut und wie ein Spieleheft aussehen oder muss sie den hässlichen CB-Touch haben, um Erfolgreich zu sein? Die IVW-Zahlen werden es zeigen. Zumindest hat die CBS eine Entwicklung durchgemacht, die ich von ihr nicht erwartet hätte.

Elektrospieler #1/2009

Elektrospieler #1/2009Wirklich ein schwieriges Unterfangen. Das Heft trägt sehr deutlich die Handschrift von Robert Bannert. Das gibt es heute auch nicht mehr allzu oft, dass man ein Heft aufschlägt und genau weiß, es kann nur von diesem einen Redakteur und von niemandem sonst stammen. Soweit, so wertneutral. Wie im Interview bereits angekündigt, hat Elektrospieler Print einige Reportagen, ein paar kurze Tests, weil’s irgendwie sein muss und viele schöne Artworks. Damit wären wir auch schon wieder beim Thema Robert: Streckenweise wirkt der Elektrospieler so, wie ein Gothic-Magazin und nicht wie ein Spieleheft. Ich befürchte, damit ist das Magazin viel zu speziell, um eine ausreichend große Käuferschaft zu finden. Vom Gegenteil würde ich mich dennoch sehr gerne überzeugen lassen. Ein Highlight aus vergangenen fungeneration Tagen: Auf der letzten Seite befindet sich ein Comic der kleinen Gruftschlampe.

GamePro Sonderheft: PlayStation 3 XL

GamePro Sonderheft 01/2010 PlayStation 3 XLHachja, die sogenannten Magbooks. Zeitschriften mit großem Umfang und hohem Preis. € 12,95 lässt sich IDG das gute Stück mit 196 Seiten Umfang und DVD kosten. Der Inhalt zielt nicht ganz auf die GamePro-Leserschaft, denn man hat die „ihr-Anrede“ gegen ein ätzendes Gesieze umgetauscht. Wie bei Copy&Paste üblich, klappt das leider nicht immer und Henry Ernst duzt die Leser zwischendurch auch mal. Ebenso verbleiben nicht mehr gültige Preisangaben in den Texten. Die Optik ist ein leicht abgewandeltes GamePro-Design in weniger bunt. Zudem hat man den monströsen Wertungskasten rausgeschmissen und am Ende einen Kasten mit Pro&Kontra sowie einer Gesamtwertung im Prozentsystem runtergesetzt.

Von der Idee her ist das Sonderheft für PS3-Slim-Neueinsteiger ganz nett, die Umsetzung kann mich allerdings nicht so vom Hocker hauen. Angesichts dieses Preises hätte es auch gerne ein vollständiges PS3-Kompendium sein dürfen, also eine Übersicht über alle PS3-Titel. Zudem ist der Umfang im Vergleich zu den anderen XL-Ausgaben von IDG ziemlich knauserig bemessen. Sowohl der Windows-Guide (€ 12,99) als auch das Mac OSX-Handbuch (€ 14,95) bieten jeweils ca. 300 Seiten inkl. DVD.

30.000 Exemplare hat IDG drucken lassen. Hoffen wir trotzdem, dass ausreichend Hefte davon verkauft werden und eine Option auf weitere Ausgaben besteht. Denn zumindest theoretisch lässt sich in einem dieser Magbooks mehr Inhalt und Tiefe vermitteln, als man je in einem normalen Heft unterbringen könnte.

Games4Girls 02/2009

Games4Girls 02/2009Das Heft macht dort weiter, wo Ausgabe #1 aufgehört hat: Beim Hypen von typischen Mädchenthemen. Nach Hannah-Mania steht nun Twilight auf dem Programm. Inhaltlich hat sich nicht wirklich was getan, soll soweit in Ordnung sein, wenn’s der Zielgruppe gefällt… Die nächste Ausgabe soll erst am 5. Mai kommen. Lustiges Detail am Rande: Der Anzeigenvermarkter hat das Heft bereits von seiner Seite entfernt und eine Meldung zur Hefteinstellung gibt es auch schon – na das sind ja rosige Aussichten.

GamesTM 01/2010

gamesTM 01/2010Es hat sich ausgespielt – auch der zweite Versuch das britische Multiformat-Magazin in Deutschland zu etablieren ist gescheitert. Erfreulich ist zumindest, dass man sich ordentlich verabschiedet und nicht mit den Worten „Die nächste Ausgabe erscheint am…“ verschwindet. So gibt es einige kleine Spielereien, der Slogan „Das unabhängige Mutiformat-Magazin“ wurde durchgestrichen und durch „endgültige“ ersetzt. Auf der letzten Seite gibt es ein kleines „Best of gamesTM“ und man darf sein Wunschdatum für die nächste Ausgabe eintragen. Inhaltlich hat sich in der letzten Ausgabe noch etwas Schönes im Retroteil versteckt: Es findet sich die komplette Final Fantasy-Titelstory der Retro Gamer 69 im Heft.

Mobile Gamer 15/2009

Mobile Gamer 15/2009Satte 11 Monate mussten wir auf eine weitere Ausgabe der Mobile Gamer warten. Anzeigenkrise sei Dank? Die Pause ist jedenfalls so lang gewesen, dass man erstmal ein „neu“ auf den Titel klatschen musste. Apropos Titel: Da prangt leider auch ein neues Logo, das alte mit dem Batteriebalken ist leider Geschichte. Der Inhalt ist gewohnt überragend und zeigt einmal mehr, dass sich auch in schwierigen Zeiten erstklassige Hefte produzieren lassen, bei denen Inhalt, Optik und Preis stimmen. Leider geht es auch hier nicht ohne unerfreuliche Nachrichten, denn weitere Ausgaben der Mobile Gamer sind keineswegs sicher. Für 2010 gibt es erstmal keinen Termin, man überlegt noch zwischen unregelmäßigem Sonderheft (defakto einstellung) und zweimonatlich. Drücken wir ganz Fest die Daumen, kaufen uns unser eigenes Exemplar und hoffen, dass im von der Redaktion angepeilten März ein positives Ereignis am Kiosk liegt. Denn wenn es dieser Tage um ein Spieleheft am Kiosk richtig schade wäre, dann wäre es die Mobile Gamer.

X3 12/2009

X3 12/2009Geschickte Taktik: Erst den Umfang reduzieren, dann das Heft vermeintlich einstellen, es als Sonderausgabe mit dem ursprünglichen Heftumfang wieder erscheinen lassen und dabei noch eine saftige Preiserhöhung von € 3,60 auf € 4,99 vollziehen. Und, es scheint sogar mehr oder minder gut zu klappen. X3 kommt als Zweimonatsmagazin, aber leicht verändertem Konzept wieder.

Typische Rubriken wie News, Xbox Live und Community sind aus der aktuellen Ausgabe rausgeflogen. Man beschränkt sich auf einige Testhighlights und Tipps&Tricks. Zwei Previews und ein umfangreicheres Hardware-Special gibt es auch noch. Das besondere an der Heftstruktur, die Tipps befinden sich jeweils direkt hinter dem dazugehörigen Test und nicht gesammelt am Ende. Ungewohnt ist das auf alle Fälle, ob das nun gut oder schlecht ist, möge jeder für sich persönlich entscheiden.

Blätterwald #25 vom 27. November 2009

27. November 2009 von Evil

Computec:

13/2009 – Außer Spesen, nichts gewesen
Es hätte alles so schön sein können, Computec schiebt bei der PC Games ein 13. Heft ein und im Zuge dessen korrigiert man auch bei den anderen Heften die Nummer gleich mit, sodass Dezember auch Dezember ist und sich nicht Januar oder gar Februar nennt. Nach PC Games und PC Action sollte sich dies auch bei den Konsolenhefte fortsetzen, play3 13/2009 – denkste. Obwohl sie angekündigt war, kommt sie nicht.

Statt die Nummer irgendwie zu vereinheitlichen herrscht leider nun das völlige Chaos. Beispiel gefällig?

Der Januar der play3 beginnt am 02. Dezember, der Januar der PC Action am 09. Dezember, der Games Aktuell Januar am 16. Dezember, der PC Games Januar am 23. Dezember und der PC Games MMore Januar am 30. Dezember.

Vetriebstechnische Gründe hin oder her: Das ist absoluter Unfug und schafft keinerlei Klarheit, was eigentlich aktuell ist und was nicht.

Computec EVTs 2010:

2010 ändert sich auch der ein oder andere Erstverkaufstag, gewohnte Termine sind daher aus dem Kopf zu streichen.

Games Aktuell: Bereits in diesem Jahr sind die Erscheinungstermine stellenweise Achterbahn gefahren, 2010 gilt folgendes: Das Heft erscheint zukünftig immer am dritten Mittwoch des Monats, nicht mehr am vorletzten Mittwoch des Monats.

Games and More: Zukünftig gibt es nur noch zwei monatliche Ausgaben, nämlich im November und Dezember – wohl um vom dortigen Anzeigengeschäft profitieren zu können. Von Januar bis Oktober kommt das Heft alle zwei Monate, jeweils am ersten Mittwoch.

PC Games MMore: Bisher war jeder letzte Mittwoch eines Monats der Tag des World of Wacraft-Heftes. Ab März 2010 wird der EVT dauerhaft um eine Woche vorgezogen. Nebeneffekt der Aktion, man erscheint zukünftig zwei Tage vor GameStar World of Warcraft. Die verkaufte Auflage wird jetzt mit 70.000 Exemplaren angegeben, zuvor wurden noch 75.000 angegeben.

X3: Entgegen bisheriger Erwartungen bleibt uns das Magazin auch nächstes Jahr erhalten. Nach einer längeren Pause erscheint X3 dann ab März zweimonatlich. Der EVT wird um eine Woche vorgezogen. X3-Tag ist dann jeweils der zweite Mittwoch eines ungeraden Monats, am Preis von € 4,99 für 100 Seiten ändert sich nichts.

Weitere Computec-News:

Neue Heftformate
Computec Media wechselt bei elf ihrer 13 Publikationen das Heftformat aus. Aus DinA4 mit den Maßen 210×297mm wird das Format 210×280mm. Die Umstellung beginnt im Februar zunächst bei PC Action, Games Aktuell, Buffed, N-Zone, PC Games und PC Games MMore und wird im März bei Play3, PC Games Hardware, Games and More, Widescreen Vision und X3 fortgesetzt.

Wechsel in der Buffed-Chefredaktion
Heinrich Lenhardt hatte seinen Abgang ja bereits angekündigt, nur die Nachfolge stand bislang nicht fest. Ab Ende 2009 übernimmt Computec Urgestein Alexander Geltenpoth das Printruder von Buffed.

Neues Play3-Sonderheft
Hype lass nach. Assassin’s Creed 2 ziert dieser Tage nicht nur unzählige Titelseiten, sondern wird am 2. Dezember auch mit einem eigenen Sonderheft bedacht. Das gute Stück mit der Nummer 01/2010 wird € 6,99 kosten und eine DVD beinhalten.

PC Games weiter auf Free2Play-Trip
Nach dem das Onlinespiel Runes of Magic seit einem halben Jahr erfolgreich mit einem Sonderheftbedient wird, legt Computec nach. Ab dem 2. Dezember ist ein PC Games-Sonderheft (PC Games Bestseller) zum Spiel 4Story im Handel. Auch hier beträgt der Preis € 6,99.

Wechsel des Aboservices
Computec wechselt den Aboservice, anstelle von CSJ darf nun dpv ran. Das äußert sich in zweierlei Dingen. 1. ist der Aboservice nun endlich länger zu erreichen und 2. wird die Münchener Nummer leider gegen eine 01805er-Servicehotline ausgetauscht.

IDG:

Nichts Neues in München
Die Mediadaten für 2010 sind da und was hat sich getan? Nichts. Sowohl bei GamePro als auch bei der GameStar bleibt alles beim Alten. EVTs, Anzeigenpreise und Heftnummern. Ende Dezember wird es also wieder eine GameStar 02/2010 – Januar geben. Es wäre auch zu schön gewesen…

Live Emotion:

Nichts Neues in Bochum
Die Mediadaten lassen zwar noch auf sich warten, im aktuellen Wii-Magazin gibt es aber bereits die Terminplanung der Hefte für 2010 zu begutachten. Es ändert sich auch hier nichts. Wii Magazin und Xbox Games ziehen weiterhin ihre sieben Ausgaben pro Jahr durch, PlayBlu bleibt bei sechs kleben und darf erneut für dreieinhalb Monate Sommerpause machen.

Weitere Verlage:

gamesTM wird eingestellt
Ausgabe 01/2010 ist die vorerst letzte Ausgabe, das Heft konnte leider nie besonders viele Käufer überzeugen und ließ sich jetzt nicht mehr halten. Die letzte Ausgabe erscheint am 2. Dezember. Passend dazu der Thread im gamesTM-Forum.

Gamefront erhöht Preis
Nach Jahren der Preisstabilität ist mal wieder eine Erhöhung fällig. Mit der nächsten Ausgabe, die bereits im Dezember kommen soll, kostet das Heft dann € 6,50 statt € 4,90. Versprochen wird zudem endlich wieder mehr Ausgaben zu produzieren.

Auflagenzahlen ConsolPlus/GamersPlus III/09
Sofern kein Fehler beim erstellen der Auflageninfo passiert ist, denn die verkaufte Auflage ist nach Verlagsangabe unverändert:
ConsolPlus: verkaufte Auflage -> 20.318 (+/- 0 gegenüber II/09)
GamersPlus: verkaufte Auflage -> 21.985 (+/- 0 gegenüber II/09)

Heruntergegangen ist auf alle Fälle die Druckauflage. Bei ConsolPlus sind es nun 58.540 Exemplare, bei GamersPlus sollen es 57.326 sein.

Auflagenzahlen Games4Girls
Verkaufzahlen zur Games4Girls sind da, von den 89.958 gedruckten Exemplaren will man 35.766 abgesetzt haben

Quelle: Verlagsangabe

Game Master kommt ab Juli 2010 früher
Ab Juli 2010 zieht Panini langsam, aber sicher den Erscheinungstermin vor. Ende vom Lied, statt wie bisher zwischen drittem und vorletztem Mittwoch eines Monats zu pendeln wandert der EVT nach vorne, der Januar 2011 wird letztlich am 8. Dezember beginnen.

Neues Entertainmentheft »Big Picture«
Der Titel erscheint erstmalig am 3. Dezember zum Preis von € 2,99. Chefredakteurin ist Susanne Rieger, die zuletzt beim DVD Magazin war. »Big Picture« berichtet über Kino, Blu-rays, DVDs und Spiele. Eine Teaserwebseite gibt bereits einen Einblick auf das Cover.

GEE-Auflage
Auch vom Hamburger Spieleheft gibt es frische Mediadaten. Dort wird die gedruckte Auflage mit 32.320 Exemplaren angegeben, die verkaufte Auflage soll 22.820 Exemplare betragen.

Lesetipps:

Der nächste Eintrag wird eine neue Rubrik im Magaziniac.Blog.

Angesehen: PlayBlu 01/2010

18. November 2009 von Evil

LiveEmotions PlayBlu ist am heutigen Tage ein Jahr alt geworden, Zeit dem Heft einen Kontrollbesuch abzustatten.

PlayBlu 01/2010Dieser Tage gibt es eigentlich nur zwei Themen, Modern Warfare 2 und Assassin’s Creed 2. Letzteres zierte bereits einige Titel (gamesTM, Games and More, PC Games), wird noch weitere zieren (Play3 Sonderheft 01/2010) und ist auch auf der aktuellen PlayBlu vertreten. Damit fällt die Titelstory zwar nicht sonderlich innovativ aus, ist aber zumindest ansehnlich und zieht nach zwei völligen Griffen ins Klo zumindest wieder die Coverbilanz wieder ins Positive. Denn bei LiveEmotion scheint es nur zwei Extreme zu geben: Entweder ist das Cover ganz hübsch und vorzeigbar in der Öffentlichkeit oder es ist so abgrundtief hässlich, dass man es selbst Mitte der 90er gut vor Zuschauern versteckt hätte. Ob hübsch oder hässlich, als Posterbeilage gibt es immer zufällig das Spiel, das auch Covermotiv ist.

Wenig Anzeigen…

Als Grafiker möchte man in der Weihnachtszeit im Normalfall das Anzeigenteam zum Mond schießen, sei es aufgrund irgendwelcher Sonderformate, die eigentlich jedes Layout sprengen oder einfach nur aufgrund der Tatsache, dass es für viel zu viele Anzeigen viel zu wenig Seiten gibt. Dieses Luxusproblem hat die Grafik bei LiveEmotion wahrlich nicht. Während die play3 diesen Monat unter 28 Anzeigenseiten geradezu zusammenbricht, herrscht bei der PlayBlu gähnende Leere. Eine Drittelseite von einem Gameshop, zwei Viertelseiten Namco-Bandai-Gewinnspiel und eine ganze Seite Tekken (auch Namco-Bandai), das ist alles, was sich an Werbung im Heft befindet. Dazu kommt dann noch Sacred 2 auf der letzten Umschlagsseite und die vermutlich auf einem Gegengeschäft beruhende Panini-Books-Anzeige auf der U3. Da mag der im Interview von Martin Mirbach erwähnte Abgang des ehemaligen Anzeigenleiters Michel Kieselstein noch so schmerzhaft sein, irgendwann muss diese Phase auch mal überwunden sein. Zumindest für Außenstehende drängt sich hier die Frage auf, was die Anzeigenabteilung eigentlich so den lieben langen Tag treibt und wie eigentlich Kohle reinkommt, denn zumindest sichtbar ist an Werbung kaum etwas da und der niedrige Heftpreis von € 3,50, der im Jahre 2002 eingeführt und seit dem im Prinzip nicht mehr verändert wurde, kann es auch nicht sein.

Wenig „Aktuelles“…

Der Heftaufbau der PlayBlu bleibt klassisch. Drittelseite Editorial + 3 Doppelseiten „Heißmacher“ aufs Heft. Es folgen Newsschnipsel, Erscheinungstermine und ein Alibi-Feature, bevor ein paar Previews kommen. Aufgrund der Erscheinungsweise nimmt PlayBlu leider kaum an der Vorberichterstattung teil, längere Previews sind eher die Ausnahme, als die Regel.

Wenig Augenschmaus…

Jeden Monat steht man in der Grafik, zumindest bei den Toptiteln, vor der schweren Aufgabe, mit welchen schönen Artworks die Artikel ausgeschmückt werden sollen. Normalerweise, denn bei PlayBlu bzw. LiveEmotion im allgemeinen, hält man nicht viel von pompösen Artikeleinstiegsseiten, selbst die Titelstorys bleiben trist und viele Gestaltungsoptionen verstreichen ungenutzt. Wovon man allerdings viel hält, ist das Auge des Lesers mit Füßen zu treten. Gewiss, es ist bestimmt nicht leicht eine Heft, wie die PlayBlu zu setzen. Denn Extrakästen, Bilder und Fließtext alle zwei Monate so Konsequent entgegen jedem ästhetischen Empfinden anzuordnen bedarf einer Menge Übung. Es auch nicht die Ausnahme, dass eine Zeile so stark zusammengestaucht aussieht, dass kaum noch Wortabstand vorhanden ist oder Löcher von der Größe eines Fußballfeldes im Blocksatz sind, es ist die Regel.

„Warum nur?“ Diese Frage brennt mir schon seit langem auf der Seele. Bevor dieses vermeintlich tolle Einheitslayout kam, waren die Hefte zwar auch schon optisch keine Überflieger, aber zumindest konnte man sie sich anschauen, ohne völlig die Krise zu bekommen.

Sinn und Zweck eines Artikellayouts kann es doch nicht sein, dass ich die Seite so schnell, wie nur irgend möglich zu Ende gelesen bekommen, weil ich das Leiden nicht länger ertragen kann. Versteht mich nicht falsch, ich mag die Hefte vom Inhalt her, aber die Artikelaufmachung ist einfach unerträglich.

Wenig nachvollziehbare Neuerungen…

Es ist nun auch nicht so, als würde das Heft konsequent auf der Stelle treten und sich gegen jede Veränderung zur Wehr setzen, das ist keineswegs der Fall. Warum bestimmte Dinge aber eingeführt werden, lässt sich nicht nachvollziehen. Da wären z. B. die sporadisch auftretenden Tests des Monats, die auf der zweiten Umschlagsseite beginnen. Was soll ich mit einem Test als Hefteinstieg? Oder warum wird „auf vielfachen Leserwunsch“ ein Tipps und Tricks-Teil mit einem Umfang von neun Seiten eingeführt, wenn nach eigenen Angaben gerade mal 3% der Leser sich noch für diesen interessieren? In diesem Zusammenhang bedenken: Es erscheinen nur sechs Ausgaben pro Jahr, die Sommerausgabe liegt dreieinhalb Monate im Handel. Nach Abzug des Posters bleiben 116 Seiten übrig, von denen elf allein jede Ausgabe bereits schon mit Bestenliste, Testindex und Glossar belegt sind und an diesen Seiten knabbert jetzt eben auch noch ein umfangreicher Tipps- und Lösungsteil, der für nur 3% der Leser relevant sein soll. Warum?

Ein Jahr PlayBlu… und nu?

Ich muss gestehen, dass ich vor einem Jahr noch sehnlichst darauf gewartet habe, dass zu Computecs play3 endlich eine Alternative erscheint, weil die Monopolstellung dem Heft sichtlich geschadet hat. Vom Hocker hauen konnte mich letztlich aber weder die blaue 360 Live „PS3M“, noch LiveEmotions PlayBlu. Es ist schön, dass die PS3 wieder in Bochum beheimatet ist, nicht schön ist hingegen, dass sie, wie auch schon bei der letzten Konsolengeneration, im Verlag nur die zweite Geige spielt.

Was ist in diesem einen Jahr passiert? Nun, durch die neuen Mitbewerber wurde die play3 aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst und erfreut sich unter der Leitung von Thorsten Küchler bester Verfassung. Bleibt zu hoffen, dass auch bei LiveEmotion die PlayBlu wachgeküsst wird und endlich „life emotions“ zeigt. Das benötigte Herzblut bringt die Redaktion mit, es umsonst fließen zu lassen, wäre unverzeihlich.

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