Archiv für Dezember 2007

Lifelog Spielehefte 2007 – Jahresrückblick Teil 2 von 2

Natürlich war auch 2007 nicht alles schlecht und es hat durchaus die ein oder andere Perle neu an den Kiosk geschafft, die Spieleheftlaunches im Überblick:

Buffed 09+10/2007Buffed
Chefredakteur: Heinrich Lenhardt
Segment: MMORPG-Spielemagazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 09+10/2007 (22.08.2007)
Ausgaben derzeit: #3

Lenhardt kann’s noch immer. Buffed – Das Magazin für Rollenspieler ist zweifellos der Heftlaunch des Jahres 2007. Im Gegensatz zur eingestellten eGames hat man sich ganz klar auf den Schwerpunkt Onlinerollenspiele konzentriert und versorgt damit die Leser alle zwei Monate. Das Heft ist im Hochpreissegment angesiedelt, hat allerdings nicht unter den computectypischen Sparmaßnahmen zu leiden. 132 Seiten bestes Papier und sieben Sammelkarten. Das Layout ist erfrischend und nicht das triste Grau-in-Grau. Ebenfalls ungewöhnlich für Computec, der Leser wird endlich mal nicht gesiezt. Die Verkäufe geben dieser Strategie recht, Ausgabe #1 war nahezu ausverkauft und Heft #2 war vielerorts ebenfalls vergriffen. Hoffen wir, dass es so bleibt und sich die anderen Heftes des Verlages an Buffed ein Beispiel nehmen dürfen.

Kids Gamer 01/2007Kids Gamer
Leitende Redakteurin: Silke Menne
Segment: Multiformat Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 2,99
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2007 (12.09.2007)
Ausgaben derzeit: #2

Ein Heft, das die Welt nicht braucht, Kids Gamer reiht sich nahtlos in die uninteressante Massenware des Verlages ein. Das Layout hätte schon im Jahr 2000 niemand mehr von den Socken gehauen und Zielgruppe sind mal wieder die ganz jungen Spieler, die sich beharrlich weigern irgendwelche Zeitschriften zu kaufen. Den großen Erfolg dürfte Computec angesichts 50.000er Druckauflage und vierteljährlicher Erscheinungsweise nicht erwarten. Noch uninteressierter als die Käufer zeigten sich bei Heft #2 die Anzeigenkunden, es gibt nur verlagseigene Werbung.

NMAG 10/2007NMAG
Chefredakteure: Jonas Weise, Marvin Dere
Segment: Nintendo-Magazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 1,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/2007 (28.09.2007)
Ausgaben derzeit: #4

Print 2.0? Ausnahmsweise geht Print diesmal nicht digital, sondern den Weg zurück. Aus einem Fanprojekt und einem PDF wird ein gedrucktes Heft. Ausnahmeweise mal kein Prozentsystem oder eine Februar-Ausgabe mit dem EVT vor Weihnachten. NMag ist eine wohltuende Abwechselung am Kiosk. Leider ist man ziemlich vom Lektorat abhängig, in Ausgabe #3 hat man sich da nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert. Kein extra Heftumschlag und wohl eine der günstigsten Papiersorten sorgen sicherlich dafür, dass man schon mit relativ geringen Verkäufen schwarze Zahlen schreibt, verpassen dem Heft leider aber ein etwas billiges Image. Zu Unrecht!

PC Games Hardware Extreme 01/2008PC Games Hardware Extreme
Chefredakteur: Thilo Bayer
Segment: PC Spielehardware-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,99
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2008 (19.12.2007)
Ausgaben derzeit: #1

Scheinbar scheint es auch einen Markt für Übertaktungsfreaks zu geben, denen einige Seiten im Mutterheft nicht reichen und mehr wollen. PCGX erscheint im Pocket-Format, welches die Konkurrenz für ihre WoW-Sonderheftreihe recht erfolgreich einsetzt. Ob der Markt für dieses wirklich „Special“-Interest-Heft groß genug ist, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

play³ 05/2007play³
Leitender Redakteur: Maik Bütefür
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,30
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 05/2007
Ausgaben derzeit: #9

Eine märchenhafte Geschichte ohne Happy End? Inhalt, Ausstattung und Verkäufe haben gestimmt, um CyPress zu retten hat es angesichts des unfassbaren Ausmaßes des PC PowerPlay-Desasters nicht gereicht. Die PlayZone aus dem Stand mit doppelt so hohen Verkäufen geschlagen und auch der GamePro-Konkurrenz gemacht. Und dann? Ja, dann wanderte das Heft von CyPress zu Computec. Die Redaktion wollte nicht wechseln, also lässt man das Heft von den PlayZone-Redis machen. Nebenbei streicht man dreißig redaktionelle Seiten und erntet die CyPress-Lorbeeren in Form von einer beeindruckenden Anzeigenperformance ab. Als wäre das nicht genug, wird auch noch nach der Preisschraube nach oben gedreht. Bitter.

play vanilla 05+06/2007play vanilla
Chefredakteurin: Petra Fröhlich
Segment: Multiformat-Magazin/Frauenzeitschrift
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 05+06/2007 (04.04.2007)
Ausgaben derzeit: #5

Das Spieleheft nur für Frauen oder eine Frauenzeitschrift nur Spiele? Eher letzteres. Schön bunt, wenig Tiefe, Casualgames, Sims und Co. Natürlich auch gerne mit Anzeigen, die nur durch Kennzeichnung mit selbigen Wort als solche zu erkennen sind. In der Unternehmenspräsentation vom 3. Quartal 07 wurden noch 40.000 verkaufte Exemplare angegeben, in den aktuellen Mediadaten (Stand: November 07) sind es gerade mal noch 26.000. Wie immer gilt, Verlagsangaben sind mit Vorsicht zu genießen und die saftige Preiserhöhung von 2,50 auf 3,90 dürftige ihr übriges leisten.

SLM – Das Second Life-Magazin 12/2007SLM – Das Second Life-Magazin
Chefredakteur: Peter Vignold
Segment: Spielemagazin
Verlag: Runwayverlag GmbH
Preis: € 3,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/2007 (15.11.2007)
Ausgaben derzeit: #2

Der Hype um Second Life ist längst wieder abgeflaut, trotzdem entschied man sich im Bendorfer Runwayverlag dazu dem Onlinespiel ein eigenes Heft zu spendieren. Als nicht SL-Spieler kann ich die inhaltliche Qualität der 100 Hochglanzseiten nicht beurteilen, die Kollegen von „Das Zeitschriftenblog“ geben dem Magazin keine sechs Monate.

Wii Player 05+06/2007Wii Player – Das Magazin
Redakteur: Christoph Kraus
Segment: Nintendo-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,30
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 05+06/2007 (18.04.2007)
Ausgaben derzeit: #5

Entgegen erster Befürchtungen recycelt man nicht die N-Zone noch ein zweites Mal, stattdessen darf man sich eher die Artworks mit der play vanilla teilen. Der Inhalt ist für die viel beschworenen Casualgamer voll in Ordnung. Nun müsste man ihnen noch erzählen, dass es das Heft überhaupt gibt und sie es kaufen oder zumindest mal angucken sollten. Die 68 häufig schon am Kiosk ziemlich zerknickten Seiten finden bislang kaum Käufer. Unabhängig davon, was die Mediadaten sagen.

Außerdem erschien noch folgende Papercut Instantmassenware:
A-Z der Nintendo DS Cheats, Mega PlayStation, Pocket Monster Solutions, PS2 Mega Cheats, X360 Megacheats

Sowie folgende Konsolen-Sonderhefte mit genrefremden Mutterheft:
c’t Special: PlayStation 3; TV Pur präsentiert JUMP

Nekrolog Spielehefte 2007 – Jahresrückblick Teil 1 von 2

Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu. Zeit um zurückzublicken, von welchen Spieleheften wir uns trennen mussten:

EDGE 07+08/2007EDGE
Chefredakteur: Harald Wagner
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,00
Erscheinungsweise: achtwöchentlich
Erstausgabe: 12/2005 (12.10.2005)
Finalausgabe: 07+08/2007 (30.05.2007)
Ausgaben gesamt: #19

Was passiert, wenn man von einer eher mäßigen Übersetzung den Preis im Laufe der Zeit von 2,99 auf satte 5 Euro anhebt und die Erscheinungsweise von vier- auf achtwöchentlich umstellt? Genau, man erhält ein nahezu unverkäufliches Heft. Vom Tod der deutschen Edge dürfte schlussendlich kaum jemand noch etwas mitbekommen haben.

eGames 11+12/2007eGames
Chefredakteur: Stephan Freundorfer
Segment: Online-Spielemagazin
Verlag: Bauer Verlag
Preis: € 3,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 12/2006 (25.10.2006)
Finalausgabe: 11+12/2007 (24.10.2007)
Ausgaben gesamt: #12

Ein Magazin für Onlinespiele-Spieler? Klingt gar nicht mal so übel, schließlich gibt es kein anderes Heft, welches diese Zielgruppe bedient. Und so geht die eGames auch mit satten 200.000 gedruckten Heften an den Start. Problem an der Sache wieder nur, man ist zu breit aufgestellt, kein Spiel bekommt genug Platz. Weder Shooter noch MMORPG. Die Tatsache lässt sich 1:1 in die Verkaufszahlen übertragen. Erst wechselt man auf zweimonatliche Erscheinungsweise, nur kurz danach ist Schluss. Am Ende dürften es kaum noch erträgliche 20.000 Exemplare gewesen sein.

PC PowerPlay 10/2007PC PowerPlay
Stellv. Chefredakteur: Florian Stangl
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: CyPress GmbH
Preis: € 2,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/2004 (19.11.2004)
Finalausgabe: 10/2007 (26.09.2007)
Ausgaben gesamt: #35

Vier Layouts in drei Jahren, einen sich nach der DVD-Affäre dauerhaft im Urlaub befindenden Chefredakteur, Verkaufszahlen von wohl weniger als 50.000 und mit jeder der 35 Ausgaben Verlust gemacht, das ist die Erfolgsbilanz der PC PowerPlay. Als Sahnehäubchen obendrauf verdanken wir dem Heft und dem unfähigen Verlagsleiter Alessandro de Bochdanovits, dass es den CyPress Verlag heute nach zwölf Jahren nicht mehr gibt.

play 04/2007play THE PLAYSTATION
Chefredakteur: Stephan Girlich
Segment: PlayStation Magazin
Verlag: CyPress GmbH
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 09/1997 (27.08.1997)
Finalausgabe: 04/2007 (21.03.2007)
Ausgaben gesamt: #119

Erst von Ex-Chefredakteur Dirk Gemeinhardt abgewirtschaftet, dann von CyPress kaputt gespart. So lassen sich die letzten Jahren der play beschreiben. 20.000 Käufer gab es zuletzt, zu wenig um fortzubestehen. Doch statt eines totalen Relaunches machte man das Heft lieber dicht und startete, zugegeben sehr erfolgreich, die play3. Von selbiger quetscht Computec derzeit nach der CyPress-Pleite allerdings sehr erfolgreich Seele und Inhalt des Heftes aus und erntet bei massiven Kostensenkungen und einer Preiserhöhung die Lorbeeren.

OPM2 04/2007PlayStation 2 – Das offizielle Magazin
Chefredakteur: Christian Blendl
Segment: PlayStation Magazin
Verlag: CyPress GmbH
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2001 (23.11.2000)
Finalausgabe: 04/2007 (28.03.2007)
Ausgaben gesamt: #80

Wurde im Zuge des play3-Launches eingestellt. Vorausgegangen war ebenfalls ein starken Auflagenverlust durch einen völligen Fehlgriff beim Relaunch des Heftes und dem Zusammenlegen des Heftinhaltes mit der play THE PLAYSTATION.

PLAYZONE 01/2008PLAYZONE
Leitender Redakteur: Maik Bütefür
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/1998 (11.11.1998)
Finalausgabe: 01/2008 (19.12.2007)
Ausgaben gesamt: #112

Jeder bekommt was er verdient, früher oder später. Die stets fehlerlose und unfehlbare PLAYZONE wurde von den Lesern auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Ob miserables Layout, gähnend langweilige Texte oder nicht als Werbung gekennzeichnete Anzeigen. Von den ehemals knapp 160.000 Käufern blieben nach zahllosen Fehlgriffen und -tritten nur noch 19.500 übrig. Der Leser ist nicht blöd. Wenn Verlag und Redaktion mit konstruktiver Kritik und Vorschlägen nichts anfangen können, muss man die einzige Sprache sprechen, die immer verstanden wird: Das Heft am Kiosk liegen lassen.

PSX Cheats 01/2007PSX Cheats & Codes
Chefredakteur: Heiner Hink
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: OSP Verlag
Preis: € 4,00
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 04/2000 (30.06.2000)
Finalausgabe: 01/2007 (05.01.2007)
Ausgaben gesamt: #37

Mit Tipps und Tricks-Heften lässt sich im Jahr 2007 kein Blumentopf mehr gewinnen, außer man heißt „World of Warcraft“-Sonderheft. So schließt PSX Cheats & Codes nach knapp sieben Jahren. Der Nachfolger des Publish Verlags, OSP, hat sich von allen seinen PC- und Spielezeitschriften getrennt und gibt heute in erster Linie Sudoku-Hefte heraus.

Lifelog, Teil 2 des Jahresrückblickes folgt in den nächsten Tagen.

Best of Editorial: …fit for fun? (fun generation 11/1999)

Wenn man mit einem Relaunch gründlich daneben gelangt hat, kann man das auf zwei verschiedene Wege wieder gerade biegen. Entweder auf „Joa, alles neu macht der Mai, darum haben wir unser Layout überarbeitet und könn(t)en viel mehr Text auf eine Seite schreiben als bisher“ ohne irgendwelche Fehler einzugestehen, wie es die PC PowerPlay nur allzu gerne getan hat oder man redet Tacheles. Das folgende Editorial stammt noch aus einer Zeit, in der alles besser war ;-)

…fit for fun?

Liebe Leser,

es gibt Momente im Verlagsleben, da sind Konsequenzen unausweichlich – unabhängig von Sympathien. Roberts äußert ambitionierter Versuch, aus der Fun Generation eine fun.generation für den „intellektuellen“ Leser zu konzipieren, ist – offen gesagt – rein im Bezug auf die Verkaufszahlen brutal gescheitert. Das tut uns persönlich extrem leid für ihn – Konzeption hin, Konzeption her. Robert hat sich mit seinem Team in fun.generation reingekniet wie kaum jemand zuvor – bis über gesundheitliche Grenzen hinaus. Wenn der Erfolg trotzdem ausbleibt, kommt das fast einer Tragödie gleich.

Und wenn Dragoslav Stepanovic, weithin anerkannter „Fußball-Philisoph“ und Ex-Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen, in noch so kritischen Situationen mit der lapidaren Bemerkung „Lebe geht weider…“ Optimismus versprüht, dann gilt das in unserem Fall einerseits für Robert, der in führender Position bei CyPress bleibt, und andererseits auch für die Fun Generation. Eine Person mit X-Files-verdächtigen hellseherischen Fähigkeiten wollte uns etwas voreilig und voller Schadenfreude schon mausetot und metertief begraben sehen, doch dem ist nicht so. CyPress gründet auf Fun Generation, das Multi-Mag ist die Mutter allen Erfolges. So ein Magazin lässt man schon aus rein emotionalen Gründen nicht sterben. Einzig eine Woche Verlängerung der normalen Produktionszeit haben wir uns gegönnt, um Fun Generation radikal zu ihren Wurzeln zurückzuführen. Wieder hin zum reinrassigen Spiele(r)magazin, in dem das im Vordergrund steht, was eingefleischte Zocker nun mal interessiert, und das sind Spiele, Spiele und nochmals Spiele. Unabhängig von Hersteller, Plattform und Erscheinungsland stellen wir nahezu ausnahmslos alle verfügbaren Titel vor; von uns selektierte Highlights umfassend, den Rest in kompakter, aber nicht minder kompetenter Form. Oberste Priorität war für diese Ausgabe und wird es auch in Zukunft sein, absolute Knaller-Titel möglichst früh in Testform zu präsentieren. Das ist in dieser fun mit Crash Team Racing und FIFA 2000 für die PlayStation gelungen, Ready 2 Rumble und UEFA Striker begeistern restlos auf dem Dreamcast und auch Rares heißersehntes 3D-Spektakel Jet Force Gemini konnten wir auf den letzten Drücker ins aktuelle Heft nehmen. Natürlich haben wir auch am Layout gefeilt, was durch das veränderte Konzept unumgänglich war. Wir hoffen, der neue Look gefällt!

Ein eminent wichtiger Faktor für eine komplett funktionierende fun ist freilich Video Games- und MAN!AC-Gründervater Winnie Forster, der im Zusammenspiel mit Oliver Ehrle künftig die News und Specials aller Art in der fun steuern und recherchieren wird.

Während also in Höchberg vorrangig die Joypads glühen, liegt unsere News-Center-Zentrale in Winnies Redaktions-Domizil am idyllischen Ammersee. Für die nächste fun wird übrigens an neuen Rubriken gefeilt, lasst Euch überraschen!

Let’s get ready to rumble!

Euer fun-Team

P.S.: Um die Verwirrung um unser Logo noch zu steigern: Aus FunGeneration (06/95 – 04/99) wurde fun.generation (Ausgabe 05/99 – 10/99) und jetzt fun generation (11/99 – ?).
Alles klar?

Worst of Editorial: Wielkommen in Ultimate PlayStation (PSX Games 10/1997)

Englische Spielehefte haben eine lange Tradition auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt. Mal sind ihre Übersetzungen relativ brauchbar, wenn sie von menschlicher Hand in Deutschland gemacht werden (XBM, CVG). Mal sind sie auch völlig für die Tonne, wenn scheinbar nur Babelfish auf die Texte losgelassen wird. Ein besonderes „Highlight“ dieser Kunst möchte ich euch hier an dieser Stelle präsentieren. Das Editorial ist der ersten „deutschen“ Ausgabe der PSX Games (Ab Heft #3 PSX Force) entnommen. In England erschien das Heft zwischen 97 und 99 unter dem Namen „Total PlayStation“ bei Rapide Publishing. Der Verlag ging 99 pleite.

Zuerst jedoch noch die Covertexte:

Das ganz Neue Magazin für PlayStation Spieler

Batman & Robin
Batman: Der erster atemberaubender einblick!

Parappa’s Unsere Umfassende Beurteilung Enthüllt Alles!

Hochqualitative PlayStation Nachrichten, Reviews und Tips, die einfach ihresgleichen suchen!

Ja, das hat es wirklich so an den Kiosk geschafft und lief von 10/97-2/99 zum Preis von DM 7,80 / € 3,99. Später wurde die Übersetzung jedoch besser.

Die Worte der Weisen

Diese Ausgabe ist die erste ihrer Art. Ultimate PlayStation durchläuft augenblick einen Umarbeitungsprozeß und ab nächsten Monat wartet eine noch bessere Ausgabe auf Sie. 100 Seiten – reiner, unverfälschter PlayStation-Spaß! Sie fragen sich natürlich, wo der Hase begraben liegt? Da ist keiner Ultimate PlayStation ist nur DM 7,80.

Aber das ist nächsten Monat. Heute wollen Sie lesen, was in der Ausgabe so alles drin ist – ausreichend. Zunächst einmal ist da das weitläufig begrüßte Discworld 2 das einige gemischte Reaktionen unter dem Team auslöste, und auch ein eingehender First Look in das Batman & Robin – Geschehen – kann dieser Titel allein das Vertrauen in Acclaim Produkte nach einer langen, niedergeschlagenden Reihe an ernsten, abgeleiteten und, ganz offen sagt, schlechten Cash-Ins wiederherstellen?

Wir können Ihnen ferner auch einen umfassenden Guide zu jedem Spiel, das jemals innerhalb dieses geheiligtem Wälzers reviewed wurde, anbieten, und zwar einschließlich einer aktuell vergebenen Punktzahl, um seine Qualität im Hinblick auf neuere Titel aufzuzeigen. Freuen Sie sich auf einen der wohl wichtigsten Buyers’ Guides, den Sie jemals in ihren Fingern hielten.

Immer dieser Platzmangel! Doch blättern Sie bitte weiter und freuen Sie sich anschließend auf die nächste Ausgabe. Die wird wirklich umwerfend.

Was es war!

Miles

Nein, ich habe nichts getrunken. Meine Shifttaste hat ebenfalls keinen Wackelkontakt, böswillig Tippfehler wurden nicht von mir eingebaut, ich habe keine Bindestriche vergessen und wahllos Gedankenstriche gesetzt und ich hab auch nicht versucht die Kommasetzung zu korrigieren ;)

Spielepresse in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme

Der letzte Blogeintrag hatte zu Folge, dass ich einen Hinweis bekam, ich würde selbstgerecht Urteilen und keine Lösungsvorschläge parat haben. Nun, ist es meine Aufgabe oder die der Redaktion ein Heft zu produzieren, welches seine Käufer findet?

Den Auflagenschwund sehe ich ganz klar als hausgemachtes Problem an. Zulange wurden versucht Dinge zu retten, die nicht mehr zu retten sind; zu oft wird nur auf Auflagenstrohfeuer gesetzt, die nur einmalig oder kurze Erfolge bringen; zu wenig hat man sich der Weiterentwicklung der Käuferschaft angepasst. Liebe Redaktionen und vor allem liebe Verlagsleitungen: Willkommen in der Gegenwart!

Die Übeltäter
Vier Entertainment-Verlage bestimmen das Geschehen der Spielepresse an deutschen Kiosken. Die beiden großen Computec und IDG, sowie die beiden kleinen Cybermedia und Live Emotion. Dazu gesellen sich noch Axel Springer und Heinrich Bauer mit ihren Zwitterheften (Konsole+PC) Computer Bild Spiele und Bravo Screenfun, sowie die Redaktionswerft mit ihrem „Liebhaber“ Titel GEE und Airmotion mit 360-Live. Die Probleme der einzelnen Hefte und Verlage mögen recht unterschiedlich sein, lassen sich aber auf einen gemeinsamen Punkt reduzieren: Das was produziert wird, wollen immer weniger Leute kaufen.

Der Stand am Kiosk
PC

Nach dem wenig rühmlichen Abgang des Pleitegeiers PC PowerPlay schreien wieder nur noch drei PC-Spielehefte am Kiosk nach Käufern.

PC „wir haben über eine Millionen Leser, aber nur 150.000 Käufer“ Games, „wir sind das meistabonnierte Spieleheft Europas“ GameStar und PC „Flachwitz“ Action.

Um einmalig den schnellen Käufer zu bekommen sind sich Computec und IDG für fast nichts zu schade. Computec erschlägt zum Beispiel den geneigten Leser gern mit einer Vielzahl an Varianten.

Was hätten Sie denn gern?
Das pure „Lesevergnügen“ Magazin, die Ausgabe mit DVD oder doch eher die mit zwei DVDs und 32 Extraseiten + Poster zur Vollversion? Vielleicht aber auch die Plastiktüte zum saftigen Preis von 9,99 zusätzlich mit Poster, Kalender und Eiskratzer (!) oder doch lieber das Package mit Magazin + PC Games World of Warcraft?

Beim Schwesterheft sieht es nur unwesentlich besser aus: Heft + DVD, Heft + DVD + Film oder Heft + Plastik… äh Premiumtüte.

Auch IDG entschied sich diesen Monat nun dazu in den Höchstpreissektor einzusteigen. Neben den Standards Magazin, DVD und XL (2 DVDs) gibt es nun auch eine XXL-Ausgabe. Diese beinhaltet zusätzlich neben der XL-Ausgabe noch ein Extraheft und einen Kalender.

Wenn eine Zeitschrift in fünf verschiedenen Varianten ausliegt, verliert man zwangläufig die Übersicht. Wer hat die Zeit sich jede anzusehen, welche den eigenen Geschmack am besten trifft und vor allem, welches Regal bietet genug Platz um all diese Ausgaben auch zur Geltung zu bringen?

Vor allem bei den PC-Spieleheften gilt: Viel hilft viel.
Vier Vollversionen bei der GameStar XL, drei Spiele bei der PC Action, drei Spiele bei der PC Games Extended. Um zu zeigen, dass die Hefte viel Inhalt haben, ist gleich das Inhaltsverzeichnis mit auf dem Cover abgedruckt. Damit nicht die Gefahr besteht am Kiosk unterzugehen, werden noch die Sonderfarben Gold und Silber, sowie die Neonfarben von Grün, Pink und Orange eingesetzt.

Was passiert nun, wenn alle das machen? Richtig, der Effekt verpufft. Dann liegt ein grell-buntes Farbenmeer vor mir und keiner der Titel erregt meine Aufmerksamkeit. Das Auge weiß gar nicht, wohin es zuerst gucken soll, es fühlt sich überfordert.

Nun könnte man meinen, im Umkehrschluss: Weg mit den Knallfarben und weniger Text aufs Cover. Nein, auch das hilft nicht. Monothematische Cover ohne Text sind Auflagengift. Die Erfahrung durfte die PC Games bereits machen. Wenn beides nicht die Lösung ist, was dann?

Die Mischung macht’s. Leider ist die Games Aktuell aus der IVW ausgetreten und die 360-Live war nie drin, also kann ich mich an der Stelle nur auf die Aussage der Chefredakteure stützen. Beide Hefte setzen auf das Konzept dem Titelstoryartwork viel Platz einzuräumen. Gleichzeitig werden weitere wichtige Themen, maßvoll aber bestimmt in Textform erwähnt. So wird man deutlich auf andere Themen aufmerksam, sollte einen die Coverstory nicht interessieren, wird aber auch nicht gleich erschlagen.

360-Live soll mit diesem Konzept zum meistverkauften, unabhängigen Xbox-Magazin aufgestiegen sein und die Games Aktuell soll sich auch deutlich besser verkaufen als zu Zeiten von „Cover bis auf den letzten Millimeter gefüllt“. Dies sind natürlich nicht die alleinigen Gründe, zu den Inhaltlichen später mehr.

Vollversionen
Durch die Flut des süßen Giftes „Vollversion“ hat man sich den Markt kaputt gemacht. Ob die CBS damit angefangen hat und damit die Schuld trägt oder PCG, GS und Co. weil sie auf diesen Zug aufgesprungen sind, sei dahingestellt. The Partners, 4-4-2-Fußball-Manager oder Carmageddon TDR 2000 sind Vollversionen um der Vollversionswillen. Damit generiert man keine Verkäufe, die Titel haben keine Zugkraft.

Wer nicht gerade sein Hobby zum Beruf gemacht hat und einer „normalen“ Arbeit nachgeht, wird kaum die Zeit haben jeden Monat fünf Spiele komplett durchzuspielen. Die pure Masse an Vollversionen ist nicht nur für den Verlag teuer, sie ist auch schier nutzlos für den Käufer. Ein hochwertiger Titel regt durchaus zum Kauf an, eine Hand voll schlechter hingegen nicht, zumindest nicht mehr. Denn mittlerweile ist auch ein Übersättigungseffekt eingetreten. Die Vollversionen werden eh zwischen allen Heften hin und her gereicht, wenn man noch ein paar Monate Geduld hat, tauchen die meisten Wunschtitel auch im eigenen Heft auf, wenn man mal von Übertiteln wie Diablo II absieht.

Problem an den Vollversionen ist der gefühlte Mehrwert, den ein Heft dadurch erlangt. Auf den möchte man als Käufer natürlich nicht verzichten. Wenn man an kein Heft gebunden ist „Gelegenheitskäufer“, zieht man ein Heft mit Vollversion dem ohne Vollversion vor.

Erschreckend, aber wenig überraschend ist wohl die Nutzungsquote der Vollversionen. Laut Aussagen einiger Redakteure soll sie bei weit unter 10% liegen. Wen wundert’s? Ich werde Racing Simulation 3 nicht noch mal spielen, wenn es zum dritten Mal in einem Heft landet, schon gar nicht, weil mir Rennsimulationen sonst wo vorbeigehen.

Konsole
Die Vorgeschichte

Ende 2000/Anfang 2001 fand die erste, richtig große Marktbereinigung in diesem Segment statt. Das Dreamcast-Aus bedeutete natürlich das Ende für alle Sega-Magazine. Das schwächelnde N64 und der noch weit entfernte GameCube trugen auch Total! und Nintendo Fun Vision zu Grabe und der völlig überhitzte PlayStation-Sektor kostete „Auf der Welle mitschwimm“-Heften wie SuperPlay und Planet for PlayStation genauso das Leben wie den Alteingesessenen World of PlayStation und PowerStation. Da es zu dem Zeitpunkt mit Multiformat sehr schlecht aussah, ging dort allen Heften, bis auf der Man!ac das Licht aus.

Übrig blieben im Prinzip nur die Starken, im einzelnen OPM1 und OPM2, play, PlayZone, N-Zone, Big.N. Die Hefte mit Ramschpreis (PSG und players) strichen die Segel, während die PlayZone ihren zweiten Frühling erlebte und OPM2 Kurs auf die 100.000 nahm. Eitelsonnenschein konnte man das zwar nicht im PlayStation-Sektor nennen, dennoch lief alles verhältnismäßig gut.

In Nintendobereich konnte man leider nicht davon reden. Zwar versuchten sich drei Verlage am Cube-Magazin, erfolg hatte letztlich keiner. Genauso kam die Big.N (später N-Games) nicht mehr über ihr Nischendasein hinaus. Die N-Zone behielt ihre marktdominierende Position, wenn auch auf niedrigem Auflagenniveau.

Der neue Sektor der Xbox-Magazine blieb auch ein kleiner „elitärer“ Kreis. Dahingeschluderte Übersetzungen wie XBM für € 5,90 oder ein seelenloses grau-in-grau à la Xbox-Zone für 6,99 konnten keine Erfolge verbuchen.

Daran den neuen Multiformatbereich aus PS2/GCN/Xbox zu besetzen, zeigten die Verlage nur verhaltenes Interesse. Einzig und allein IDG startete mit der GamePro einen Versuch, der Erfolg haben sollte. Die GamePro ist kein klassisches Multimag mehr, wie die Man!ac sondern irgendwo ein „gewöhnliches“ Konsolenheft ohne Freakcharakter, nur halt für alle Systeme. Der letzte Konsolentestballon vom media Verlag platzte wohl aufgrund der übermächtigen GamePro.

Das geschah danach
Der kurzweilige „Auflagenboom“ verpuffte schnell und es wurde mit den Fehlern begonnen, die wir als Leser heute zu spüren bekommen. Die Technik und das Internet schreiten schnell voran und gehen auch an den Konsoleros nicht vorbei. Resultat: Die Auflagen gehen runter.

Panisch verbrät man zu erst einen Stammleser nach dem anderen, in dem an im Kern guten Heften immer mehr rumfuscht. Da werden Testübersichten mit einem riesigen Zirkus eingeführt um sie nur kurze Zeit später wieder aus dem Heft zu kicken. Marktforschung und Fokusgruppenbefragungen lösen die klassischen Leserumfrage und das Hören auf Leserfeedback größtenteils ab. „Ihr schreibt zu viel, fasst euch kurz!“, „alles wirkt so gedrungen, mehr Bilder, größere Schrift, weniger Text“ sind die dortigen Ergebnisse. Resultat am Kiosk: Die Auflagen gehen runter.

Statt sich zu überlegen, ob die durchgeführten Neuerungen so gut waren reitet man sich immer und immer tiefer in die Probleme. Die Redaktionen schrumpfen und die Umfänge sinken, die Textqualität nimmt rapide ab. Resultat: Die Auflagen gehen runter.

Gefangen im Teufelskreis gehen zum Beispiel der play die Lichter aus.

Jetzt
Aufgrund von Managementfehlern haben wir keinen CyPress-Verlag mehr, Computec konzentriert die Macht derweil bei sich.

Ob die neue play3 von Computec, PlayZone, N-Zone, GamePro etc. . Das was am Kiosk liegt besteht aus 100 Seiten, bei ganz viel Werbung auch mehr, muss aber nicht, hat eine Redaktion von drei-vier Leuten + Praktikanten und geht von den Auflagen nur in eine Richtung – nach unten.

PC-Spiele- und Konsolenhefte – Gemeinsam sind wir schwach
Zurück zum Vorwurf die Probleme sind hausgemacht. Wer erinnert sich nicht gerne daran zurück, wie er die Tage am Kalender bis zur nächste Ausgabe seines Lieblingsheftes runtergezählt hat und am Erscheinungstag zum Kiosk rannte, um sich die neue Ausgabe zu kaufen und anschließend komplett zu verschlingen?

Und heute?
Nach einer Stunde habe ich eine PlayZone komplett durchgelesen. Vielleicht dauert es auch ein paar Minuten länger, weil ich während des ein oder anderen Artikels eingeschlafen bin. Die Ausgabe werde ich danach nie wieder in die Hand nehmen, höchstens um noch mal die Wertungen abzutippen. Bei der GamePro frage ich mich, wie ein Multiformater seinem Namen wirklich gerecht werden will, wenn viele Titel aufgrund des Platzsmangels aus dem Heft fliegen. Oder nur ne halbe oder Drittelseite platz bekommen. Schnell die wichtigsten Fakten runtertippen, für mehr ist kein Platz. Die 800-1200 Zeichen reichen nicht, um einen schönen Text zu schreiben, den man gerne auch noch ein zweites Mal liest.

Weiteres Problem: Die Zahl der festen Redakteure sinkt. Wenn überhaupt, wird der „Redaktionspool“ mit Praktikanten aufgefüllt. Schön in den Job so mal reingucken zu können und auch schön kostengünstig für den Verlag, zwiespaltig für den Leser. Kaum hat man sich an einen Schreiberling gewöhnt, kennt seine Vorlieben, weiß inwieweit sie mit dem eigenen Geschmack übereinstimmen, ist er auch schon wieder weg. Auch die Textqualität schwankt infolge dessen, weil nicht jeder von Haus aus Topartikel abliefert. Gewisse Feinheiten kommen erst nach einiger Übung unter Realbedingungen. Dies soll kein Vorwurf an die Praktikanten sein, es schlummern bestimmt etliche gute Schreiber unter ihnen, aber den Unterschied an Schreiberfahrung liest man in der Anfangszeit leicht mal heraus. Nur kann es nicht Ziel und Zweck sein, im vierteljährlichem Rhythmus, den Lesern neue Leute vorzusetzen, die diese Erfahrungen erst wieder machen müssen.

Wenn ich anführe, wie unterschiedlich die Hefte 1999 waren und wie sehr sie ihr eigenes Profil hatte, bekomme ich als Antwort lediglich: „1999 ist nicht 2007 – vieles von damals funktioniert heute nicht mehr“, sowie das Eingeständnis „man ist näher zusammengerückt, aber wer sich bewegt verliert“.

Ich halte dagegen: Wer sich nicht bewegt, verliert auch.

Hab ich irgendwo geschrieben, dass ich die 40 Seiten Tipps & Tricks zurück will? Nein.

„Was dann?
Tests? Hardware? News? Previews? „Reports“ über Raubkopien, Online-Sucht und Killerspiele? Noch mehr Vollversionen? Drei oder vier DVDs? Poster? Booklets?“

Unverständnis
Irgendwie hab ich so das Gefühl, man möchte das eigentliche Problem nicht so ganz verstehen. Ich will nicht noch mehr Beilagen haben. Die sind hin und wieder ganz schön als Geschenk für die treuen Leser, mehr aber auch nicht. Mit einer WoW-Premiumtüte hole ich mir einmalig WoW-Käufer, niemanden sonst. Und denen wird danach auch das Heft wieder egal sein. Diese „Quickwins“ bringen schlicht keinen dauerhaften Erfolg. Den bekommt man nur, wenn man den Leser an das Heft durch gute Texte bindet.

Das Problem ist, Qualität braucht Zeit um sich durchzusetzen. Schnelle Erfolge wie mit einer Knallervollversion oder einem tollen Extra kann man damit nicht erzielen.

Für ein FIFA, Need for Speed, Tony Hawk, WoW-Addon oder einen neuen Sims-Teil brauche ich kein Heft, dass mir sagt, „alles toll, aber das gleiche wie jedes Jahr“. Die Spiele kaufe ich mir unabhängig davon, was eine Zeitschrift sagt. Es hätten auch alle Hefte C&C3 verreißen können und ich hätte es mir trotzdem gekauft.

Ich möchte gerne einen guten Überblick haben, über alles, was im Monat erscheint. Da brauche ich keinen 16-Seiten-Test aber auch keinen Sechstelseiter mit einer Aussagekraft von Null.

Wertungssysteme jenseits von Gut und Böse
Das in Deutschland so weit verbreitete Prozentsystem ist für viele Spiele einfach untauglich geworden. Noch viel schlimmer ist die Art und Weise, wie es zum Einsatz kommt. Ich kann ein Casualgame nicht gerecht bewerten, in dem ich Grafik, Sound usw. zusammenaddiere und meine damit Aussagen zu können, wie viel Spielspaß es macht. Genauso ist es witzlos behaupten zu können ein MMORPG, einen 200h Strategietitel oder wieder auch ein Casualgame mit einer Motivationskurve bewerten zu können. Um Spiele eines solchen Ausmaßes zu testen, hat keine Redaktion der Welt Zeit so lange zu spielen, um eine gescheite Kurve zu zeichnen. Genauso verhält es sich mit Spielen für die Mittagspause. Da will ich ne Viertelstunde am Stück Spaß haben und nicht wissen, ob es mir nach zehn Stunden hintereinander zum Hals heraushängt. Es soll viele Tage kurz Spaß machen und nicht in an zwei Tagen je zehn Stunden, das ist nicht das Ziel solcher Spiele.

Zielgruppe gesucht
Um bei den PC-Heften zu bleiben. Die haben natürlich auch das große Problem, dass viele Spieler an World of Warcraft oder Sims hängen und nichts anderes mehr spielen oder kaufen. Zu beiden Spielen gibt es regelmäßig gut laufende Sonderhefte. PC Games World of Warcraft soll laut Computec 60.000 mal über die Ladentheken wandern und auch buffed Print hat voll eingeschlagen. Kein Datenträger und € 5,90 teuer. Die Zeitschrift war vielerorts ausverkauft, die übriggebliebenen Hefte kann sich der Verlag auch vergolden lassen. Bei Heft #2 sieht es ähnlich aus. Was hat buffed also anders gemacht? Es hat ein frisches buntes Layout und hebt sich vom Einheitsbrei ab. Die Schreibe ist angenehm zu lesen und ausnahmsweise wird der Leser mal nicht gesiezt, obwohl das Heft auch ältere Käufer anspricht. Die Ausstattung ist mit 132 Seiten und Hochglanzpapier gut.

Beklagt wird die Fragmentierung der Zielgruppe. WoW, Guild Wars, Sims, Counter-Strike, GTA, Half-Life. Wie man diese Leute denn noch für neue Spiele begeistern sollte? Schwierige Frage, in der Tat. Nur, warum werden diese Zielgruppen bestenfalls mit sündhaft teuren Sonderheften abgespeist? 40 Seiten Tipps und Tricks für alle möglichen „normalen“ Spiele ziehen nicht mehr, WoW-Instanzenführer werden den Kioskbesitzern aber aus den Händen gerissen. Warum bietet man den MMOlern keine entsprechende Rubrik?

Alte Strukturen
Warum hängt man seit Jahren an dem Schema News, Previews, Tests, Magazin und Hardwareteil, obwohl die Käufer neue Ansprüche haben? Gut, es gibt immer mal wieder zaghafte Versuche mit Reports über Killerspiele, Raubkopien und Onlinesucht – aber wer will die immergleichen Themen lesen? Warum landen Reportagen, warum Casual beispielsweise boomt, in Heften wie GameStar/dev? Von einem nur im Abo oder am Bahnhofskiosk erhältlichen Magazin, haben die wenigsten Leute je gehört. Da nützen auch die spärlichen Eigenanzeigen in den Hauptheften nichts. Wie soll ich als Leser am Kiosk auf neue Inhalte oder besondere Reportagen im Heft aufmerksam werden, wenn solche Themen maximal in einer kleinen Zeile auf dem völlig verstopften Cover angefeaturert werden?

Wenn auf die Frage, was ich denn fürs Heft möchte, nur nach Beilagen gefragt werde, müsst ihr euch nicht wundern, wenn der Leser euch mit der Zeit auf eben diese reduziert und nur bei Gefallen von selbiger zugreift. Die daraus resultierende Konsequenz ist die Abwärtsspirale von Qualität (Texte) und Quantität (Seiten), in der wir uns bereits befinden. Hier muss zwingend ein umdenken stattfinden, denn sonst rennen einem die Leser schlicht und ergreifend weg.

Bei Qualität sind Käufer da, ohne nicht!
Man braucht an dieser Stelle auch nicht mit dem Argument „Der Markt schrumpft“ kommen. Es ist noch kein Jahr her, da wurden unter den Namen OPM2 und play inhaltsgleiche Hefte verkauft. Die Konsequenz war, dass die Auflage der play auf 20.000 fiel. Vor allem 2006 hat man bei CyPress viel falsch gemacht, sehr viel. Man hat an einigen Punkten aber begriffen, dass es auf dem bisherigen weg nicht weiter geht. Eine play ohne eigenes Profil, ohne eigene Inhalte und mit schlechter Ausstattung findet keine Käufer.

Aus der Krise gibt es nur einen Ausweg: Kompletter Neuanfang. Mit siebenköpfiger Redaktion, neuem Look, frischen Texten und guter Heftausstattung geht play3 an den Kiosk. Oh wunder, die Auflagenzahlen erreichen die eines OPM2 – jedoch ohne „das offizielle“ im Namen und ohne die Demo-DVD. Das Argument „Heftfusion“ habe ich auch bereits gehört, zählt jedoch nicht. Denn play3 hat mit Ausnahme der Redaktion nichts mehr mit play und OPM2 gemeint, nicht mal die Leseransprache. Eine Fusion hat also höchstens auf dem Papier stattgefunden. Aus dem Stand heraus verkauft man locker flockig doppelt so viel, wie die PlayZone.

Nach nicht als Werbung gekennzeichneten Anzeigen, dem Streichen von 32 Seiten, mehreren Redesigns und Änderungen aufgrund von „Leserwünschen“ und nicht zuletzt dem Schrumpfen der Redaktion auf klägliche drei Leute plus Praktikanten ist von der ehemaligen Nr. 1 (knapp 160.000 verkaufte Hefte Q. I/00) nicht mehr als ein klägliches Häufchen Elend mit keinen 20.000 Verkäufen übriggeblieben – trotz Premiumvariante. Das Heft dürfte nur noch aus zwei Gründen existieren: Prestige „Unser Verlag hat Magazine für jedes System“ und Querfinanzierung. Alleine könnte sich die PlayZone wohl nicht mehr tragen.

Aus Fehlern lernt man oder eben auch nicht
Das Prinzip „Wir sparen so lange, bis vom Heft nichts mehr übrig ist“, ist brutal gescheitert. Eine PlayZone kauft, mit Ausnahme von ganz wenigen, niemand mehr freiwillig.

Das erste, was Computec nach der Übernahme der play3 gemacht hat, war dem Heft erstmal dreißig Seiten zu streichen in der Kombination „weniger Seiten bei viel mehr Werbung“. Gleichzeitig hat man dem Heft auch seine eigene Redaktion gestrichen. Gut, bis auf ein Redakteur wollte niemand mit rüber zu Computec, allerdings hielt man es auch nicht für nötig die anderen zu ersetzen. Anstelle dessen hat man die PlayZone-Redaktion, um den einzig gewechselten play3-Redakteur auf vier Leute „aufgestockt“ und die play3 kurzerhand mit recycelten PlayZone-Artikeln gefüllt. Die Frage ist, wieso sollte man die Artikel nun in der play3 lesen wollen, wenn man sie schon in der PlayZone nicht lesen will? Da nützt es auch wenig, wenn leitende Redakteure ihre Texte noch mal komplett neu schreiben. Klar, es gibt aufgrund der unterschiedlichen Erscheinungstermine mal „frische“ Artikel, aber wer Artikel im PlayZone-Stil lesen will kauft sich die PlayZone und nicht die play3.

Interessant wäre an dieser Stelle auch mal die Frage an die Verlagsleitung: Würdet ihr die Hefte noch kaufen, die ihr produzieren lasst oder lest ihr sie noch gerne? Manchmal beschleicht einen das Gefühl, die Führungsetage hätte jeglichen Bezug zur Leserbasis komplett verloren.

Auch am Boden des tiefsten Abgrunds, geht es immer noch ein Stückchen weiter nach unten
Redaktion verkleinern, Lesern recycelte Artikel vorsetzen, Seiten streichen. Eigentlich, so müsste man meinen, hätte Computec bereits jedes nur mögliche Register gezogen. Nicht ganz, eines fehlt noch: Eine reale Heftpreiserhöhung (nicht nur relativ durch schlechtere Ausstattung). Genau die hat der play3 bislang noch gefehlt. Der einzig noch fehlende und damit logische Schritt wurde mit Ausgabe 01/2008 vollzogen.

Dass sich all das langfristig nicht positiv auf die Auflage auswirken wird, dürfte klar sein. Aber ist es wirklich das Ziel von über 40.000 wieder bei unter 20.000 zu landen? Für die Verlagsleitung scheinbar schon.

Who the fuck is Live Emotion?
Die Frage stellen sich auch viele andere Menschen. Geht man in Foren oder fragt man Leute in der Schule bzw. auf der Arbeit. Fast niemand kann mit dem Verlagsnamen oder den Heften Wii Magazin und Xbox Games etwas anfangen. „Was’n das? Ich kenn 360-Live und N-Zone, den andern Krams hab ich noch nie gehört“. Beim ehemaligen BriStein Verlag ist die nicht die Qualität das Problem, sondern die Bekanntheit. Aus unerfindlichen Gründen kriegen es die wirklich netten Menschen dort, nicht auf die Reihe selbst die popeligste Webseite zu erstellen. Ok, deren Handy-Zeitschrift hat eine, gepflegt wird sie allerdings kaum. Es gibt keine Verlagsseite mit Logo, Cover der aktuellen Ausgaben und Mediadaten. Auch kein Forum oder sonst irgendwie auch nur den kleinsten Hinweis auf die Existenz dieser Hefte. Wer etwas zu den Zeitschriften sucht, landet mit viel Glück entweder im Pressekatalog oder bei meinen Blogeinträgen. Ich freu mich zwar über jeden neuen Leser, das kann aber eigentlich nicht Sinn der Sache sein.

Print und Online
In Zeiten, in denen das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, kann und darf man es sich nicht leisten dort überhaupt nicht vertreten zu sein. Die Konkurrenz schläft nicht, schon gar nicht die Online-Magazine. Die haben gegenüber Print zwei ganz entscheidende Vorteile: Auf eine Webseite passt unendlich viel News/Preview/Test rauf und sobald ein Artikel fertig ist, geht er online (sofern nicht irgendwelche Exklusivdeals dies verbieten).

Leserinteressen ändern sich immer mal wieder. Waren es früher Cheats und Tests, sind es heute oft Previews, mit denen Auflage gemacht wird. Die Aktualität von zweimonatlichen Heften von Heften wie Xbox Games und Wii Magazin tendiert gegen null. Für heiße Neuankündigungen kommen sie zu spät und wenn es Preview gibt, kann die monatliche Konkurrenz besagte Titel schon als Test vorstellen.

Eine gute Schreibe allein reicht nicht, um den Aktualitätskampf mit den Wettbewerbern zu gewinnen.

Unter Wert verkauft?
Statt mit einem zu hohen Preis hat die Games Aktuell meiner Meinung nach eher mit einem zu niedrigen zu kämpfen. Ein Euro für Heft mit ca. 100 Seiten (abhängig vom Werbeanteil), 1,99 für das gleiche nur mit Vollversion bzw. CD, 2,99 mit DVD. Egal ob mit oder ohne Datenträger und Vollversionen, den Auflagenerfolg kann man der GA nicht zusprechen. Der extrem niedrige Preis hat so etwas von Wegwerfcharakter. Statt des positiven „kostet nur so wenig, nehme ich mit“ liegt für mich eher ein „kostet nur so wenig, brauch ich nicht“ vor. Dies ist besonders schade, da sich das Heft vom Schulnoten-Trashmag zu einer anspruchsvollen Lektüre mit guten Tests und Specials entwickelt hat. Die inhaltliche Konzeption ist sehr hochwertig, erreicht aber leider nicht die richtigen Leute. Über 50% der Leser sind laut Verlag jünger als 20 Jahre, werden jedoch gesiezt. Ältere Käufer fühlen sich vom Ramschimage eher abgeschreckt – vollkommen zu unrecht. Die Games Aktuell sitzt zwischen allen Stühlen und hat ihren Platz leider noch nicht gefunden.

Unterm Strich bleibt dennoch etwas positives für Verlag UND Käufer: Das Heft soll schwarze Zahlen schreiben. Das ließe zumindest ein kleines bisschen hoffen, vor eventuellen Schnellschüssen der Vorstandsetage verschont zu bleiben.

Geld für Objekte ohne Zukunft
Vollkommen unklar bleibt vor allem eine Frage, warum keine Kapazitäten für anspruchsvolle Hefte frei gemacht werden. Noch weniger lässt sich erklären, warum für Hefte wie Kids Gamer Geld da ist. Große Erwartungen kann man an das Heft angesichts einer 50.000er Druckauflage und vierteljährlicher Erscheinungsweise nicht haben. Nicht viel anders sieht es für das Wii Player-Magazin aus. Sowohl Käufer als auch Anzeigenkunden zeigen sich an den Heften gänzlich uninteressiert.

Da war doch mal was anspruchsvolles… Nein. Die Idee entbehrt nicht einer gewissen Komik. In England ist die EDGE ein Prestigeobjekt des Future Verlages mit einer verkauften Auflage von 30.000 Stück. Gewinn kann man mit dem Heft keinen machen, aber Ansehen bekommen.

Wie soll sich eine 5 Euro teure, schlechte Übersetzung auf dem deutschen Markt etablieren, wenn sie nicht mal im Heimatland auf einen grünen Zweig kommt?

Ein anspruchsvolles Heft für erwachsene Leser zu machen heißt nicht, eine Hand voll ausgewählte Tests ohne jegliche Wertung am Ende zu schreiben, nur Interviews abzudrucken oder Seitenweise irgendwelche Gadgets zu fotografieren (GEE), genauso, wie es nicht damit getan ist ein Heft mit Kolumnen und Reportagen vollzustopfen, den Vorschau und Testteil aber eher hinten anstehen zu lassen (EDGE).

Auf das wir ewig Kinder bleiben!
Junge Leute greifen weniger zu Zeitschriften, geben weniger Geld für sie aus. Die Jugendzeitschriften wie Bravo zeigen es. Mädchenzeitschriften steigen aus dem Segment ganz aus und positionieren sich im Bereich junge Frauen. Trotzdem wird bei den Spieleheften weiterhin auf die junge Leserschaft gesetzt. Obwohl diese nicht größer wird. Es gibt genügend Menschen, die in den 90er mit Video Games und PC Player aufgewachsen sind. Sie spielen immer noch und wollen unterhalten werden, aber warum gibt es für sie kein Magazin?

22.500 Zeichen, Spielepresse in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme.
Bestimmt hätte ich auf noch mehr Punkte eingehen können und sicherlich ist auch die ein oder andere Frage unbeantwortet geblieben. Dies soll für den Anfang jedoch erst einmal reichen. Über Feedback würde ich mich sehr freuen, ob per Kommentar, Mail oder icq.

Evil, der Magaziniac.

play3 01/2008 – Mehr Preis, weniger Inhalt, mehr schlechter Stil

Heute morgen lag sie wieder im Postkasten und wie bereits erwartet, setzen sich die Frechheiten der vergangenen Ausgabe fort. Nein, damit meine ich nicht, dass mir meine Ausgabe mit derartig ramponierten Cover geschickt wurde, dass sogar die DVD-Schicht abgekratzt ist (die Schutzfolie des Heftes war komplett heile = nicht Schuld der Post), sondern die Art und Weise, wie mit den Kunden umgegangen wird.

Hoffentlich hat’s keiner gemerkt.
Weder dass die Redaktion getauscht noch das der Preis angehoben wurde. Das Editorial bleibt unpersönlich. Zwar pranken nun 5,30 auf dem Cover, im Editorial wird es aber mit keinem Wort erwähnt. Ebenfalls hat man beim Abo noch mal kräftig hingelangt. Statt der bisherigen 10% Preisvorteil gibt es nur noch unbedeutende 6%. Im Klartext, der Preisvorteil sinkt von 49 auf 34 Cent. Angesichts des neuen Heftpreises ein klarer Fall von „Wir bekommen den Hals nicht voll genug“.

Dazu passt auch, dass das Heft wieder nur 100 Seiten hat. Glücklicher Weise sind schon eine ganze Reihe Anzeigenkunden der letzten Ausgabe wieder abgesprungen, dennoch reicht es für 14,75 Seiten Werbung + ein NFS-Werbeposter. Daraus resultieren nach Abzug der Eigenwerbung 82,25 redaktionelle Seiten, also der bisher zweittiefste Stand. Die Preiserhöhung wird dadurch also noch drastischer.

Artikelrecycling
Besonderes Highlight ist diesmal die Vorschau von Tom Clancy’s Endwar. Neben einer ausgetauschten Zwischenüberschrift („Die Stimme als Controller“ statt „Der Controller als Walkie-Talkie“), ein paar anderen Screenshots und dem Meinungskasten von Maik Bütefür ist der Text absolut identisch mit dem in PlayZone 12/2007. Allerdings hat man bei der play3 kurzerhand den Christoph Holowaty als Autor rausgekickt und Maik Bütefür eingesetzt.

Bei Call of Duty 4 merkt man zwar, dass sich Herr Crnjak bemüht hat eine neue Einleitung zum Artikel zu schreiben und Herr Opl einen Meinungskasten beisteuert, ansonsten wurde der Artikel der PlayZone aber übernommen. Gleiches Spiel bei Medal of Honor: Airborne: Hier eine neue Überschrift, da ein Sätzchen eingefügt, ansonsten den Text übernommen.

Maik Bütefür hat sich beim Neuschreiben des NfS: Pro Street Tests mehr Mühe gegeben. Lustigerweise findet er die Grafik in play3 einen Prozentpunkt schlechter und ihm macht das Spiel auch eine Nuance weniger Spaß. Gleiches für die Endwertung und den Inhalt gilt auch für seinen Beowulf-Test. Bei Warhammer 40.000 Squad Command wurde der Wortlaut dann leider mehr oder weniger komplett übernommen – Der Meinungskasten ist neu formuliert.

Immerhin, einige von der PlayZone ohne Wertungskasten und umfangreichen Test abgewatschte Spiele mussten neu „aufgerollt“ werden.

Was bleibt unterm Strich diesen Monat über?
Eine massiv im Preis verteuerte play3 ohne Rückgrad oder eben eine verbesserte PlayZone. Einzig und allein die Tastatur scheinen die Redakteure nun im Griff zu haben (oder das Lektorat?) und das Layout läuft mit den Spaltenbreiten nicht mehr Amok.