Neu im Handel: DS Magazin

Jetzt kommt geballte DS-Power auf dich zu!
Darauf haben alle DS-Fans gewartet: Das neue DS Magazin ist da und liefert dir Infos zu allen angesagten Spielen rund um den Nintendo DS![…]“

Wetten, dass nicht?DS Magazin
Mit dem DS Magazin versucht die Redaktion des recht erfolglosen Kinder-Anime-Heft „Neox“ also an Handheld- bzw. Spielkonsolenmagazin. Schon am Cover (Pokémon, Pokémon und äh Pokémon) wird deutlich, dass wahrscheinlich es ein wenig weit hergeholt ist, von „allen angesagten Spielen rund um den Nintendo DS“ zu sprechen. Wie bei Heften dieser Zielgruppe üblich, darf ein mit Tesafilm aufgeklebter Plastikabfall, in dem Fall drei DS Touchpens und eine Sammelbox für sechs DS-Spiele, natürlich nicht fehlen. Der Spaß umfasst 52 Seiten und kostet € 2,95.

Immerhin ist das Heft übersichtlich in Spielevorschau, Spieletest, Special und Service eingeteilt und weist sogar einen Spiele-Index auf.

Wie bei Zeitschriften für die junge Zielgruppe üblich, geht es in erste Linie um die Optik, die Texte sind eher schmückendes Beiwerk. Ganz im Sinne gewisser Fokusgruppenbefragungen, die leider auch für deutlich erwachsenere Hefte herangezogen werden, ist der Text in drei Kästen gegliedert. Story, Gameplay, Gesamteindruck. Mit drei bis vier Sätzen je Kasten ist dann auch schon alles bzw. das Allernötigste gesagt. Drittelseite gibt es auch, der Infogehalt ist dementsprechend noch geringer.

Im Testteil setzt sich das bekannte Gliederungsschema im selben Umfang fort. Am Ende befinden sich im Infokasten zusätzlich noch Pro- und Kontrapunkte, sowie eine Schulnotenwertung.

In der Mitte des DS Magazins befinden sich sechs Poster, wer an das von „Lego India Jones“ will, muss sich allerdings damit abfinden auch auf zwei Testseiten zu verzichten – sehr ungünstig gelöst.

Die Top 3-Listen sind über fünf Seiten verteilt, auch hier gilt: Schön bunt, Text nebensächlich und maximal vier Sätze. Dies ist scheinbar selbst den Redakteuren zu wenig und so wird zum Beispiel bei Naruto das letzte Wort abgeschn-.

Anschließend gibt es noch eine Seite Cheats und vier Seiten Most Wanted und Erscheinungstermine.

Wie sich das bei Kinderheften gehört, ist ein Gewinnspiel mit vielen Preisen sehr wichtig. Damit es sich für den Verlag auch lohnt, haben die 14 verschiedenen, in unterschiedlicher Anzahl vorhandenen Preise, jeder ein eigenes Keyword. Im Idealfall werden also 14 Premium-SMS zu je 50 Cent an eine Kurzwahl gesendet. So lernen die lieben Kleinen auf ganz praktische Art und Weise den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Dass eine alternative Teilnahmemöglichkeit per Postkarte besteht, wird auf der Gewinnspielseite nicht erwähnt. Lediglich im Impressum befindet sich ein Satz dazu – Ein Impressum wird von (Klein)Kindern unter Garantie nicht gelesen.

Fazit:
Am Ende lässt sich noch mal ganz klar sagen, was schon von Beginn an feststand: Es handelt sich um ein Kinderheft, trotz des hübschen Heftnamens wird nur selektiv für eben diese Zielgruppe berichtet. Von Einhaltung 100% Nintendo DS auf dem Cover oder den Sätzen im Editorial kann also keine rede sein.

Die Art und Weise des Gewinnspielaufbaus ist im Hinblick auf die Zielgruppe arg fragwürdig, überrascht aber leider wenig.

Einen Lichtblick gibt es dennoch, die Optik ist besser als bei vergleichbaren Heften, wie Computecs „Kids Gamer“.

4 Antworten zu „Neu im Handel: DS Magazin“

  1. xsgamer sagt:

    Der Einzigste und überzeugende Kaufgrund sind wohl die Touchpens (die sonst ganzschön teuer sind) ist gekauft :D

  2. Rodon sagt:

    Respekt, Evil! So ein Magazin kauft sich nicht jeder! Super Artikel ^^..

  3. Sascha sagt:

    ich find das Magazin toll
    ihr habt das ein wenig fies ausgedrückt

  4. Monique sagt:

    Ich finde das DS Magazin auch ganz super!

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