10/2008 – Neue Kleider für die N-Zone

Der September wird heiß im Sektor der Spielemagazine und die N-Zone läutet mit ihrem Relaunch den Auftakt ein.

N-Zone 10/2008Beim Cover fällt neben der falschen Ausgabennummer (wir sind jetzt bei #138 und nicht #135) sofort das dezent überarbeitet Logo auf. Blau ist es zwar immer noch, dafür aber leicht überarbeitet und etwas kleiner. Zudem wird der Binderstrich wieder als selbiger dargestellt und nicht mehr durch Wii ersetzt. Durch das geschrumpfte Logo ist der Barcode etwas nach oben gewandert und verschandelt nun nicht mehr der Covermotiv.

Bereits der Blick ins Editorial zeigt jede Menge Neuerungen. So gibt es nun knallige Rubrikstreifen oben und unten, eine kräftigere und besser lesbare Schrift und endlich eine augenschonende Überschriften. Nicht geändert hat sich hingegen die Textformatierung, man setzt immer noch auf linksbündigen Franseltext statt auf eleganten Blocksatz.

Zum Diktat!
An dieser Stelle zum Mitschreiben für den Menschen, der über die Papierqualität des Heftes entscheidet:

Das Klopapier zieht die gesamte Wertigkeit unseres Heftes nach unten. Mag unser Layouter David Mola noch so eine gute Arbeit abgeliefert haben, es sieht auf dem Papier einfach SCHEISSE aus.

Bitte handschriftlich zehn DIN A4-Seiten damit füllen, verinnerlichen, an mich schicken UND ändern. Danke.

Weiter mit dem Layout
Dominierte beim letzten Heftlayout ganz überwiegend eine hässliche und vor allem graue Matschpampe, sind nun endlich frische Farben ins Heft eingezogen, die News kommen in einem frischen blau deutlich knackiger daher.

Der Vorschauteil ist in einem kräftigen Rot gehalten und beginnt nun auch nicht mehr plötzlich und unerwartet, sondern mit der Most-Wanted-Übersicht, dazu gibt es Charts und eine kurze Auflistung, welche Spiele auf den kommenden Seiten zu finden sind. Die Vorschaukästen sind schlicht gehalten, dank ihrer kräftigen Farben sehr auffällig. Leider sind die Angaben Spielzahl und Webadresse zum Opfer gefallen.

Bildunterschriften sind nicht mehr transparent hinterlegt, sondern weiß und fressen somit Löcher in die Bilder. Hier sollte noch etwas feinschliff betrieben werden. Die Angabe von wem die Bilder stammen, ist in eine Box am Seitenrand gewandert. Dort steht nicht nur der Schreiberling drin, sondern auch der Layouter, den man für die jeweiligen Artikelgestaltung nun loben oder schlagen kann.

Die hervorragende „Jetzt reicht’s“-Reportage aus der letzten Ausgabe hat noch einen Nachschlag spendiert bekommen. Termine und Charts folgen auch hier gilt: Das neue Layout wirkt wunder.

Neues und Altes
Das Infocenter wurde in seiner bisherigen Form aufgelöst, unverständlich bleibt aber, warum die ganzen Bestenlisten weiterhin vor dem Testteil liegen. Bei der Introseite zu den Tests wurde kein Stein mehr auf dem anderen gelassen, alles wirkt nun deutlich lebendiger.

Knackig bleibt’s auch im Testteil selbst, versäumt hat man allerdings eine Reform des Wertungssystems. Noch immer werden Steuerung, Grafik und Sound im 100er System ausgewürfelt. Eine Rüge gibt’s zudem für die Awards: Der Einzelspieler-Hit ist nichts weiter, als ein einfacher Smiley, der direkt aus MS Word stammen könnte.

Es folgen wie gewohnt die Importseiten, die man endlich ohne Augenkrebs zu bekommen anschauen kann. Die Leserbriefseiten wirken nun auch ansehnlicher. Unschön, aber für Computec typisch: Die Hits der Redaktion sind mit dem hauseigenen Downloadportal verknüpft.

Finale
Die neu geschaffene Retrorubrik, natürlich im dazugehörigen Look, ersetzt das lose Sammelsurium von VC-Tests und Jäger und Sammler. Der Eindruck wirkt dadurch sehr viel harmonischer. Cheats & Codes haben auch den neuerlichen Relaunch überlebt, immerhin ist der sinnbefreite Einleitungstext des leitenden Redakteurs herausgeflogen.

Damit ist die Ausgabe auch schon fast geschafft, es folgt noch eine facegeliftete Nachspielseite und die Heftvorschau – dann hat man einen überwiegend gelungenen Relaunch zu ende gelesen.

Fazit:
Feinschliff, wie an den Awards, wird es in den kommenden Monaten sicherlich noch geben. Danke an dieser Stelle an David Mola: Du hast einen klasse Job gemacht.

Jeglicher Diskussionsgrundlage entzieht sich weiterhin die Papierqualität, hier muss endlich ein Umdenken in der Chefetage stattfinden!

5 Antworten zu „10/2008 – Neue Kleider für die N-Zone“

  1. Gala. sagt:

    Schöner Eintrag.
    BEIM Wertungssystem kann ich zwar nicht zustimmen.
    Ich finde das 100er system einfach um längen variabler als irgendwelche schulnoten oder zehner systeme.

    Aber welches System würdest du der N-Zone wünschen?

  2. Evil sagt:

    10er System.

    Das 100er-System hat einfach keine Aussagekraft. Ist egal, ob du nun eine Motivationskurve zeichnest, von 100 die Kritkpunkte abziehst oder die Einzelwertungen zu Spielspaß hochsummierst.

    Du hörst keinen 52% oder 53% Sound, du siehst keine 81% oder 82% Grafik, du merkst keine 74% oder 75% Steuerung und du fühlst auch keine 85% oder 86% Spielspaß.

    Die zweite Zahl liegt bei jedem 100er-System im subjektiven Bereich des Testers, egal welche „Methode“ zur Wertungsfindung eingesetzt wird.

    Gern genommen:
    „Ja, aber wenn zwei Spiele 8/10 bekommen, weiß ich doch gar nicht, welches besser ist — beim 100er-System wären es z. B. 82% und 84% geworden.“

    Spieletesten ist nicht „Stiftung Warentest“ anhand eines festgelegten Bewertungskataloges, sondern IMMER ein Stückweit eine subjektive Angelegenheit. Das Prozentsystem spielt da nur eine vermeintliche Genauigkeit vor, die es einfach nicht gibt.

    Viel wichtiger ist zu wissen, inwieweit sich der Geschmack des Testers mit dem eigenen deckt. Vielleicht stimmt mein Geschmack viel eher mit Tester A + Spiel A und den 82% überein, als mit Tester B + Spiel B und dem 84%-Titel.

    Auch wenn es sich meinetwegen bei beiden Spielen um miteinander vergleichbare Arcade-Rennspiele handelt, ist es gut möglich, dass ich mit dem „besseren“ 84%-Titel weniger Spaß habe als mit dem „schlechteren“ 82%-Spiel.

    Bei einem 10er-System lass ich mich durch sowas nicht beeinflussen. Beide Titel 8/10, ich guck welches mir eher zusagt und lass mich nicht von vermeintlicher Genauigkeit hinters Licht führen.

    Ob ein neues Madden/NBA Live/what ever nun 84% oder 85% bekommt, interessiert doch auch niemanden. Normales EA-Update, wird sich unabhängig davon geholt, was Fachmagazine sagen.

  3. Gala. sagt:

    Achja.. vielleicht hab ich mich auch nur sehr an die Prozente gewöhnt. In den Online Mags wo ich als Redakteur tätig war hatten wir die auch.

    Aber mittlerweile vergebe ich dann eh nur bis zu 5 Finger ;)

  4. Rudi Ratlos sagt:

    Danke Evil, für diesen Text! Da hast du doch sicher kein Copyright drauf, oder? Denn dann kann ich den benutzen, wenn wieder ein paar Schwachmaten mit der Verteidigung des 100er-Systems anfangen und spare mir die eigene Schreibarbeit ;)

  5. Evil sagt:

    Bei Kommentaren soll mich das nicht stören, lange du Magaziniac als Urheber nennst ;)

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