Archiv für August 2020

Magaziniac intern: Hassliebe InDesign

Für jede Aufgabe benötigt es das passende Werkzeug – und an InDesign führt bei der Zeitschriftenproduktion schlicht kein Weg vorbei.

Zu Beginn meiner Ausbildung zum Mediengestalter im Jahr 2009 hab ich das erste Mal an einem Mac gesessen – und das erste Mal mit InDesign CS2 gearbeitet. Wenn man sich an die Vielzahl an Paletten gewöhnt hat, ist das Programm auch kein Hexenwerk mehr und bereits nach vier Wochen konnte ich mir die Frage stellen, warum ich die Abi-Zeitung damals mit Microsoft Publisher gemacht habe – so schwierig ist das in InDesign doch gar nicht.

Vorgeschichte
Damals (TM) war die Creative Suite von Adobe im Anschaffungspreis auch noch richtig teuer, teils mehrere Tausend Euro, Abomodelle gab es nicht. Ein Update auf eine neue Version gab’s nur, wenn der Rechner einen dazu Zwang – etwas, was Apple und OSX häufiger in den kommenden Jahren tun sollten. Die erste Umstellung kam beim Wechsel von G4 & G5 Power-Macs auf Intel-Macs. CS2 lief nur noch emuliert – war schneckenlahm und stürzte gerne ab – also folgte mein erster großer Versionssprung auf InDesign CS5. Neben der neuen Benutzeroberfläche fiel vor allem eines auf: Nach ein paar Updates machte das Arbeiten richtig Spaß. In der Zeit hat die Software noch richtige und vor allem praktische und sinnvolle Optionen hinzugewonnen, die den Arbeitsalltag erleichtern: Ein Preflight – haben die Bilder die richtige Auflösung, sind sie nicht verzerrt, gibt es Übersatztext? Geil. Auch so Kleinkram, dass Eckeneffekte nicht mehr für alle Ecken identisch sind, man Schriften und Objekte skalieren kann ohne die Maßangaben zu zerschießen – viele Verbesserungen lagen im Detail – InDesign CS2 hatte viele gute Ideen, CS5 hat sie nutzbar gemacht.

Für Version CS6 gab’s keinen Wechselgrund und danach hat Adobe das Abomodell eingeführt, was in der Branche erstmal auf eher wenig Gegenliebe stieß. Wie so oft, wird man in der Applewelt irgendwann dazu gezwungen neue Software zu erwerben, nämlich ab dem Punkt, wo im Zusammenspiel mit einer neuen OSX-Version Bugs auftreten, die die Software nicht mehr nutzbar machen. Über den Distiller lassen sich keine PDFs mehr erstellen, InDesign stürzt beim Beenden ab, Acrobat hat eine komplett zerschossene PDF-Darstellung, wenn man Werkzeuge benutzt und egal wie wenig Bock man drauf hat, über einen Wechsel in Adobes Cloud kommt man nicht mehr herum.

In den folgenden Jahren kommen immer noch mal kleine Detailverbesserungen (QR-Codeerzeugung, verschiebbare Tabellenzellen, Absatzlinien, verbesserte Ausrichtungswerkzeuge, Silbentrennung nach Duden, Benutzeroberfläche in dunkelgrau), Bugfixes, die einem das Layout zerschießen, weil runde Ecken auf einmal wirklich rund wie in Illustrator sind, im großen und ganzen stagniert die Entwicklung jedoch. Nein, ich brauche keine KI-gestützte Bildplatzierung – ich weiß, welchen Ausschnitt ich möchte. Nein, ich will nicht, dass du mir automatisch das Layout verschiebst, wenn ich das Seitenformat für ein anderes Heft anpasse.

Stillstand
Problematisch ist vor allem, dass InDesign gar keine Diagrammfunktionen bereit hält und die von Adobe Illustrator noch immer aus Mitte der 1990er Jahre stammt und nach deren Einführung NIE WIEDER von Adobe angefasst wurde und Diagramme deswegen erstmal immer nach Scheiße aussehen und ein Oberflächeninterface aus der Hölle haben. InDesign kann zwar mit Vektorgrafiken umgehen, aber nur rudimentär. Ein Pinselstrich lässt sich Problemlos als Vektor aus Illustrator rüberziehen, aber eben dann nicht mal als Ganzes bearbeiten, sondern ist in eine kleine Fläche zerlegt, deren Schwungform man nicht mehr mit Pfaden anpassen lassen. Formwerkzeuge? Nur absolut rudimentär vorhanden.
Tabellen mit runden Ecken? Nur möglich, in dem man über Bildrahmen die Tabelle beschneidet. Am Ende kommt man immer zum Ziel, der Weg dorthin ist aber oft komplizierter als es nötig wäre.
Was auch extrem nervig ist: Man braucht im Druck eine Beschnittzugabe, da man nicht randlos drucken kann. Also hat man um die Arbeitsfläche einen in der Regel 3 bis 5mm dicken „Rand“, in den Motive und Flächen weiterlaufen und die am Ende weggeschnitten werden – nicht immer bekommt eine Druckerei das ordentlich hin. Soweit so normal. InDesigns Voreinstellungen haben mit dieser Realität allerdings nicht zu tun. Beschnittmarken, Seiteninformationen, Farbkontrollstreifen und was man noch so alles auf eine Druckseite klatschen kann, werden in der Voreinstellung immer mit dem Abstand von 2,117mm platziert statt die Einstellung aus dem Dokument zu ziehen. Wenn ich 5mm Beschnitt habe, will ich auch, dass meine Beschnittmarken an den Beschnitt anliegen und nicht darin zu sehen sind. Denn dann sieht man sie, wenn eine große Onlinedruckbude mal wieder grob das Heftchen verschnitten hat. Klar, man kann diese Einstellung händisch vornehmen, aber macht das wer? NEIN! Ich sammel seit inzwischen elf Jahren Druckmarken und Seiteninformationen aus dem Beschnitt, weil 4/5 der Anzeigenkunden es einfach nicht hinbekommen.

Bugs aus der Hölle
Aber wenn es nur das wäre… Wie bereits erwähnt, entwickelt Adobe seit vielen Jahren InDesign kaum noch weiter. Trotzdem schaffen sie es immer wieder neue Bugs ins Programm einzuschleppen. Nicht nur kleine nervige Dinge, sondern Sachen, die eine produktive Arbeit unmöglich machen. Normalerweise gilt, arbeite niemals mit Version .0, warte lieber bis Version .1. Im Falle von InDesign 2020 gilt: Arbeite NUR mit Version 15.0.1. Denn mit Version 15.0.2, erschienen im März 2020, hat Adobe die Software komplett zerschossen.

Man arbeitet/erstellt in der Regel sein Dokument lokal, verpackt den Ordner (Bilder und Schriften werden gesammelt), schiebt den Ordner ins Netzlaufwerk, lässt den Redakteur über InCopy dran arbeiten und der Ordner wandet weiter durch den Workflow. Blöd nur, wenn überall Geisterordner mit dem Namen des bearbeitetem Ordner auftauchen, in denen sich lediglich eine „AdobeFnt21.lst“ befindet (eine Auflistung der verwendeten Schriften). Und diese Ordner immer und immer wiederkommen und man irgendwann auch mal den richtigen Ordner samt Dokument löscht. Nach dem Adobe bereits mit 15.0.3 den Bug gefixt haben wollte musste man auf Uservoice zugeben, dass dies nicht der Fall ist – mit inzwischen Programmversion 15.1.1 soll es laut deren Aussage nicht mehr auftreten. Die Kommentare sagen etwas anderes.

Auf einem Apple-Rechner ist die Systemschrift Helvetica Neue. Und Helvetica geht eigentlich immer und passt zu so ziemlich allen. InDesign kann seit Version 15.0.2 mit Apple-Systemschriften (ziemlich egal welche) aber nicht mehr richtig umgehen und behauptetet immer wieder, die Schrift sei nicht vorhanden. Auch dieser „Game Breaking Bug“ ist seit März (Stand heute, 26.8.) nicht behoben.

Seitenzahlen sind in InDesign ein Sonderzeichen, die sich automatisch anpassen. Blöd, wenn daraus dann aus jeder Zahl ein „ss“ wird. Der Bug wurde mit Version 15.1 eingeschleppt – wurde mit 15.1.1 behoben, war aber auch wirklich zu gravierend, um ihn ein halbes Jahr ungefixt zu lassen.

Edit 27.08.20
InDesign 15.1.2 ist heute erschienen. Der „AdobeFnt21.lst“-Bug soll nun wirklich gefixt sein, dafür sind die Seitenzahlen wieder kaputt. Was könnt ihr eigentlich? /Edit

In Photoshop hat sich vor ein paar Jahren ein Problem eingeschlichen, dass ein 1×1 Pixel großes Bild auch 50 MB groß sein kann. Wie das geht? Das Bild ist mit sogenannten „Document Ancestors“ vollgemüllt. Warum ich das gerade jetzt anführe? Nun, ich habe für die nun anlaufende Berichterstattung zur PlayStation 5 mit entsprechenden Bildern zu tun gehabt. Und auch wenn das Bild am Ende nur Briefmarkengroß ist, es frisst viel Speicherplatz, lässt das InDesign-Dokument auch auf teilweise mehrere Hundert MB anschwellen (ausreichend viele „kaputte“ Bilder vorausgesetzt) und ein PDF in „Kleinster Dateigröße“ mit Bildern in lausigster Qualität, die nur noch aus Komprimierungsartefakten bestehen, sind 30 MB groß. Gut, dass bereits 2016 ein wahrlich netter Mensch ein Script geschrieben hat, das den Müll wieder aus den Bildern entfernt. Ach wüssten doch nur Sony, Samsung (bei deren Bildern fing das Drama um 2015 herum an), KSM Anime, Marvel, Disney und Co. von diesem Script…

Das Abomodell von Adobe ermöglicht auch für kleines Geld legal in die Welt der Kreativsoftware einzusteigen. Leider hat es vor allem dazu geführt, dass der Hersteller faul geworden ist und nur noch, sorry, ungetestete Scheiße über die Update-Kanäle ausspielt.

Ich nutze jeden Tag InDesign, an „schlechten“ Tagen auch mal zehn Stunden und ich mag es wirklich gerne. Was Adobe aktuell abliefert ist aber einfach nur noch Müll – So kann ich nicht arbeiten.

Was’n Quark
In den 90er Jahren nutze man zur Zeitschriftengestaltung vor allem ein Programm: QuarkXpress. Die Firma dahinter hat sich noch schlimmer verhalten als Adobe dies heute tut und so verwundert es auch nicht, warum QuarkXpress quasi fast überall durch InDesign ersetzt wurde. Wie eingangs erwähnt bin ich mit InDesign CS2, einer Software von 2005, in die Zeitschriftenproduktion eingestiegen. Warum ist man also überhaupt von QuarkXpress weg, wenn InDesign inzwischen so ein Frickelmonster geworden ist? Die Antwort darauf ist leider viel zu einfach, ein Blick in die Feature-Tabelle von QuarkXpress genügt:

Seit Version 2015 kann Quark Ebenen auf Musterseitenvorlagen. Seit 2016 kann sich die Größe eines Textrahmen an den Text anpassen. Unabhängig davon, was man von Verläufen hält, erst seit 2016 kann Quark diese mit mehr als 2 Farben darstellen. Erst seit 2017 können Texte Schattierungen bekommen. Man kann ebenfalls erst seit dieser Version dem Text eine Kontur verpassen und der Text ist immer noch Text und editierbar. Erst 2019 hat Quark gelernt, dass man auch Tabellenstile, also wie eine Tabelle aussehen soll, verwenden kann. Ebenfalls neu seit 2019: Man kann den Referenzpunkt festlegen, von wo aus ein Objekt gedreht werden soll (links oben, mitte, rechts unten etc.). Quark kann nun auch Bilder in unterschiedlichen Formaten exportieren und speichert diese auch nicht mehr in 72dpi Bildschirmauflösung ab, sondern so, wie man es gerne hätte.

Kurzum, jetzt im Jahr 2020 ist QuarkXpress etwa auf dem Funktionsstand angekommen, den InDesign CS2 im Jahr 2005 hatte – FÜNFZEHN Jahre später. Dahin wechselt man nicht mehr zurück.

Affinity Publisher
Das Programm sieht geil aus, ist spottbillig, hat keine Altlasten und ist superschnell und hat coole Features, was die Gestaltung von Formen betrifft. Und kann auch einigermaßen brauchbar InDesign-Dokumente importieren. Für die Printproduktion ist es dennoch im aktuellen Zustand (Version 1.8.4) nicht geeignet. Warum? Affinity fing mit dem Designer als Illustrator-Killer an und schob dann noch Photo als Photoshop-Konkurrent nach – kommt also aus der Bildbearbeitungsecke. Das schlägt sich auch in der Arbeitsoberfläche nieder: Es gibt keine globalen Ebenen, jedes Objekt, jedes Bild, jedes Textrahmen ist auf einer eigenen Ebene. Selbst bei kurzen Artikeln hat man schnell ein unübersichtliches Schlachtfeld auf dem Rechner.
Komplett disqualifiziert sich Publisher aber im Umgang mit PDFs. Sinn und Zweck eines PDFs ist es, dass es überall identisch aussieht. Und dass ich keine Schriften extra brauche, um das Dokument richtig angezeigt zu bekommen. Affinity Publisher möchte PDFs aber als native Objekte behandeln und bettet diese nicht so wie sie sind ein. Bekommt man also von seinen Kunden ein PDF, in der Schrift noch Schrift ist und nicht in Bilder oder Pfade umgewandelt ist (beides will man nicht), wird das PDF unter Garantie zerschossen. Denn kein normaler Nutzer hat die Hausschriften von Panasonic, Samsung, der Telekom oder auch irgendeiner kleinen Bude auf dem Rechner. Dass Publisher auch sonst mit der Darstellung und der Ausgabe von PDF-Dateien so eine liebe Mühe hat, ist da nur noch eine Randnotitz…

Genug geärgert – nach der Abgabe ist vor der Abgabe. ;)

M! Games – The Last Man Standing

Wenn mir vor 15 Jahren jemand erzählt hätte, was im Jahr 2020 mal mein Lieblingsheft wird, den hätte ich vermutlich mehr als nur dezent seltsam angeschaut. Umso mehr freut es mich, dass es das „Gallische Dorf“ Cybermedia in Mering noch immer gibt.

Der Ist-Zustand
Machen wir uns nichts vor: Der Sektor der Spielehefte ist mausetot – und das nicht erst seit Corona. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein, lassen sich am Ende jedoch auf eine einfache Aussage herunterbrechen „Es lohnt nicht mehr wirklich“. Denn auch wenn die Produktionskosten sinken (kleinere Redaktionen, weniger Layouter, Inhalte zwischen verschiedenen Kanälen und Heften tauschen, geringere Druckkosten) – den Schwund an Käufern und Anzeigen ausgleichen können sie nicht. Im Gegensatz zu den Technik-Heften und Testportalen hat sich bei den Spielemagazinen auch kein großer Markt mit Logo-Lizenzen etabliert. Hinzu kommt, dass E-Paper-Verkäufe sehr überschaubar ausfallen und Flatrate-Angebote wie „Readly“ nur Centbeträge pro Leser abwerfen und in Deutschland meinem Geschmack nach nur die GameStar ein richtig gutes Bezahlangebot im Netz hat.

Auch wenn ich immer noch diverse „Zombie“-Hefte kaufe, wirklich Spaß zu lesen bereiten sie mir nicht mehr. Die Optik reißt mich nur noch selten vom Hocker und wenn ich fix mal ein Heft durchblättere, hab ich eigentlich die meisten Inhalte schon online gesehen. Die Datenträger, sofern noch vorhanden, kann man sich auch sparen. In der „guten alten Zeit (TM)“ war die DVD der „GamePro“ ein absolutes Highlight. In der aktuellen Ausgabe gibt es noch 6 Vorschauen, 2 Tests und 3 Specials, darunter eine Folge GameStar TV – immerhin Plus-Content. Keine News, kein Testcheck oder sonst irgendwas, was die DVD legendär machte oder für Archivierungszwecke rechtfertigen würde. Das Videoarchiv heißt heute Youtube.

Damals…
Zur Hochzeit meiner Spielemagazinsammelleidenschaft zogen auch die Klassiker „Mega Fun“, „Fun Generation“, „Video Games“, „Next Level“ in mein Regal und natürlich auch die alten Jahrgänge der „Man!ac“. Die „M!“ mochte ich neben der „XL“ am wenigsten. Die „Fun Generation“ war mein ungeschlagener Favorit, gerade in ihrer letzten Inkarnation (ab 11/99). Nach mittlerweile 11 Jahren als Printmediengestalter muss ich mein Fanboysein doch ein wenig revidieren. Meine Fresse, haben die zwischendrin eine Scheiße zusammenlayoutet. Quarkxpress als DTP-Software war die Hölle [und alternativlos] und bei ständig wechselnden Layoutern ist es auch kein Wunder, dass permanent etwas schief geht. Weil es in den Kommentaren neulich aufgegriffen wurde „Computec spart sich das Lektorat“ – mag sein, der Schaden dürfte sich in Grenzen halten. Denn auch in den 90er und 2000ern wurden die Magazine Korrekturgelesen und die Ergebnisse dazu waren eher mäßig…

Heute…
Die „Man!ac“ bzw. heute „M! Games“ hat den Vorteil, dass sie sich in die moderne Zeit retten konnte und so von den heutigen Entwicklungen profitieren kann.

Gedruckt wird in Deutschland, bei Dierichs Druck in Kassel. Man mag es kaum glauben, aber wenn man die Transportkosten von Ungarn oder Polen nach Deutschland wieder draufschlägt, nimmt sich das preislich kaum noch was – trotz besserer Papierqualität. Hinzu kommt der unschätzbare Vorteil Ansprechpartner zu haben, die verstehen, was man von ihnen möchte, mit ihrem System zur Druckdatenverwaltung umgehen können und Abo- und Variantcover durchaus ohne Mehrkosten anbieten können. Oh und der Versand der Aboexemplare läuft ohne Zwischendienstleister und auf Wunsch in Schutzfolie. Etwas, was Computec und Vertriebs- und Abodienstleister DPV leider nicht mehr gewillt sind zu tun. Deswegen ist dort nur noch mein Abo der „Making Games“ erhalten geblieben, da es das Heft nicht mehr im Bahnhofsbuchhandel gibt – und jede Lieferung ist ein einziges Ärgernis.

Bedingt durch die Tatsache, dass die „M! Games“ sich ihre Inhalte nicht mit anderen Heften teilen muss, konnte sie sich ihr eigenständiges Layout erhalten. Es ist übersichtlich, zeitlos (überwiegend weiße Hintergründe), enthält verspielte Elemente (Infografiken, Freisteller) und noch die Original-Wertungsgesichter der Multiformat-Magazine. Durch Routine und seit Jahren dieselbe Layouterin (Cynthia Grieff) ist es auch wenig fehleranfällig.

Warum mag ich „M! Games“ noch?
Im Heft steht einfach noch eine ganze Menge drin. Egal ob „GamePro“ oder „Games Aktuell“ – bei beiden hab ich eher das Gefühl ein Best-Of der Webseite zu bekommen. In der „GamePro“ 9/20 sind gerade mal 5 Tests, in der „Games Aktuell“ 8/20 sind es 9. Auch die Vorschauen oder Hintergrundberichte sind nicht allzu interessant für mich – kennt man eben schon. Die „M! Games“ 8/20 hat ganze 18 Titel im Test. Dazu noch 26 Download-only-Spiele. Es gibt eben auch ein Leben neben Triple A und Blockbuster. Im Newsteil gibt es Nerdkram, zusätzlich noch eine Importecke. Klar, die Doppelseiten machen den Bock auch nicht fett, sorgen aber dafür, dass man abseits des Mainstreams noch ein bisschen was mitbekommt ohne sich in spezialisierten Youtube-Kanälen verlieren zu müssen.

Cybermedia schafft mit der „M! Games“ etwas, was ihre Mitbewerber bei mir nicht mehr hervorrufen: Das Gefühl in einem Monatsheft rundum informiert zu sein. Dafür gebe ich gerne 5 Euro im Monat aus und hoffe es auch noch lange tun zu können.