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Blätterwald #2 vom 12. März 2008

Bravo Screenfun derzeit ohne Chefredakteur:
Darüber wer die neue Screenfun macht, schweigt sich der Bauer Verlag noch aus. Einen Schritt in Richtung Umsetzung des Vorhabens „Neue Redaktion soll überteuertes Heft retten“ wurde derweil schon getätigt, Chefredakteur Stephan Freundorfer hat die Screenfun bereits verlassen und wurde aus dem Impressum gestrichen.

Computec und die Anzeigen
Heute ist die dritte Ausgabe von Computecs Kinderspieleheft „Kids Gamer“ in den Handel gekommen. Eine ganze halbe Seite konnten die Anzeigenverkäufer an den Mann bringen.

Die Krone schießt jedoch mal wieder die Eigenwerbung ab. Auf einer Seite wird das übliche Marketinggeblubber über den hauseigenen Onlineshop Sqoops abgelassen. Im Gegensatz zu den Schwesterheften hebt sich die Anzeige hier jedoch nicht vom Heftlayout ab und ist auch nicht mit „weiß auf lila“ mit dem Wörtchen „Anzeige“ gekennzeichnet. Der Text ist mehr oder weniger wortwörtlich das Gleiche, lediglich der Hinweis auf den 18er-Onlineshop fehlt. Zielgruppengerecht wurde die Anrede auf „Du“ geändert. Das vermeintliche Special ist auch im Inhaltsverzeichnis aufgeführt, eine Unterscheidung zwischen redaktionellem und werblichem Inhalt ist für die junge Zielgruppe des Heftes somit unmöglich.

Cheats lohnen sich nicht mehr
Der Softsale Cheat Checker kommt nur noch vierteljährlich.

Cheats lohnen sich doch
Papercut und VU Verlagsunion können es nicht lassen, Tipps & Secret für PS3 + PS2 lautet der Name des neusten Tipps-Heftes. Same Shit, different day: € 7,90 für 84 Seiten schlecht ins Deutsche übersetzte Texte.

Softsale recycelt sich selbst…
… und zwar teuer. Im April 2005 kam das „Softsale Megapack Digital 2“ für € 3,99 auf den Markt. Es enthielt Vollversionen und Komplettlösungen zu „Emergency – Fighters for Life“ und „Jagged Alliance 2“. Seit heute liegen die beiden Spiele samt Lösungen wieder am Kiosk. Allerdings als „Spieleklassiker Vol. 1 & 2“ für diesmal jeweils € 3,99.

Wer das Déjà-vu-Erlebnis immer noch nicht los wird, beide Hefte lagen auch schon 2002 für € 7,57 bzw. € 7,99 am Kiosk.

Redaktionswerft rüstet DVD Magazin auf
Der Preis steigt um 40 Cent auf € 3,90 inkl. Spielfilm-DVD, dafür gibt es ab sofort Klebebindung und 124 Seiten Umfang.

Blick über die Grenze:
Das österreichische Spielemagazin consol.AT bekommt ein neues Schwesterheft. Am 1. April (kein Scherz) erscheint consol.mobile mit einer Druckauflage von 15.000 Exemplaren. Das kostenlose A5-Heft wird unter anderem bei T-Mobile Austria verteilt.

Aktuell und demnächst im Handel (Auswahl)
Retro #7
Mobile Gamer #11
N-Zone Sonderheft 1/08 – 100 Seiten Super Smash Bros. Brawl für 5,30. (EVT 26.3)
N-Zone Premium 4/08 – 100 Seiten inkl. Doppelposter, Cheatbooklet und DVD für 7,90.

Blätterwald #1 vom 16. Februar 2008

Bravo Screenfun – Wir sind „aktueller“
Trotz neuer Redaktion, neuem besserem Layout, neuer Covergestaltung, neuer Zielgruppe und neuer Platzierung am Kiosk (Kinderzeitschriften) purzelt die Screenfun-Auflage weiter munter vor sich hin auf aktuell 44.706 Exemplare. Dies bewog den Bauer Verlag nun scheinbar dazu das Heft in der Terminplanung um eine Woche vorzuziehen. Damit erschien die Märzausgabe am 13. Februar. € 4,50 sind für Zielgruppe der 6-14jährigen immer noch zu viel. Der Preis wird auch nicht niedriger, wenn das Märzheft bereits im Januar erscheinen würde. Herzlichen dank, dass ihr dieses kindische Nummernspielchen nun auch mitspielen müsst.

Games Aktuell I: Glasperlen sollen nun auch hier die Auflage stützen
Die Seuche der silbernen Plastiktüten hat nun auch die Games Aktuell erwischt. Sie ist nun als zehntes Computec-Magazin in einer Premiumausgabe erhältlich. Wie gewohnt, gibt es für mehr als 100% Preisaufschlag bzw. in diesem Fall € 4,49 zusätzlich ein Schlüsselband mit Games Aktuell-Aufdruck und ein Rainbow Six: Vegas 2 + Condemned 2-Doppelposter.

Games Aktuell II: Sonderwerbeformen stinken
Es gibt Werbeformen, die sind bei den Leser nicht sonderlich beliebt. Dazu zählen beispielsweise Anzeigen auf dem Cover oder als Artikel getarnte Werbung „Advertorials“. Wenn das ganze von einem Anzeigenkunden kommt, hat man da relativ wenig entgegenzusetzen, kann man in der heutigen Zeit nicht wählerisch sein. Der Spieleshop Sqoops gehört allerdings der Computec Media AG selber, man hat also sehr wohl Einfluss darauf wie die Anzeigen in den Heften aussehen. Das Cover der Games Aktuell wird nun den zweiten Monat in Folge mit einem Sqoops-Gutschein verschandelt.

Games Aktuell III: Papierqualität
Zugegeben, es ist nicht mehr die ganz grottige Sorte mit der OXM und N-Zone jeden Monat abgespeist werden. Diesen Monat hat das Papier nicht mehr den „grauen Glanz“, ist aber leider genauso dünn und wabbellig geblieben. Schade, das kommt nach der Preiserhöhung gar nicht gut.

play3 schrumpft weiter

„[...] Das bringt uns auch zum Punkt Michael. Ich kann und darf hier aber gar nicht viel zum Thema sagen. Es ist richtig, dass Michael nicht mehr Teil der Redaktion ist und auch nicht mehr bei Computec angestellt ist. Wer ohnehin mit ihm in Kontakt stand, kann sich vielleicht auf privatem Wege nach dem Befinden oder den Gründen erkundigen, hier muss ich leider zum nächsten Punkt übergehen. [...]“

Quelle

Der Stuhl von Michael Pruchnicki wurde vorerst nicht neu besetzt. Anstelle dessen darf N-Zone-Volontär Sebastatian Stange nun zusätzlich für die play3 schreiben. Für play3 bedeutet dies, dass die Kernredaktion nun wieder genauso klein ist, wie bei der PlayZone, bevor Toni Opl nach dem CyPress-Ende dazustieß – nämlich drei Personen umfassend.

VU Verlagsunion und Papercut melden sich zurück: Total Gamer Cheats
Es hat schon ein wenig was von dem Royal VIP Casino, das einen permanent, mit leicht wechselnden Namen, in Spammails beehrt. Top Gamer Cheats, Console Solutions, PlayStation A-Z Bible, Mega Gamer, X360 Mega Cheats, Top Games, Action Games. Anstelle mal einen Namen beizubehalten, wird alle paar Monate ein neues Heft mit vermeintlich gleichem bzw. leicht verändertem Inhalt auf den Markt geworfen, welches häufig auf nicht mal drei Ausgaben kommt.

Jetzt ist mit über einem Monat Verspätung mal wieder ein schlecht eingedeutschtes 220-Seiten-Tippsbuch dran. Wie gewohnt hat die Übersetzung bereits auf dem Cover versagt. „Hints“ ist im Gegensatz zu Cheats und Codes nicht in den allgemeinen deutschen Sprachgebrauch übergegangen. „Mehr als 1130 Video-Games im Heft!“ ist auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.

Und noch einen „Hint“ für euch: Im Gegensatz den Lesern von der Insel ist es uns hier ziemlich egal, ob ihr „official“ oder „unofficial“ seid. Also schmiert euch die 1:1 Übersetzung „inoffiziell“ sonst wo hin und macht für den hiesigen Markt „unabhängig“ von.