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Magaziniac-History: Handheld

Eine neue Konsole erscheint und wie selbstverständlich erscheinen früher oder später die entsprechenden Singleformat-Hefte, die ausführlich über „ihr“ System berichten. Bei den tragbaren Konsolen „Handhelds“, und mögen sie noch so erfolgreich sein, gaben und geben sich die deutschen Verlage immer äußerst zurückhaltend. Zeit zu schauen, was es an Magazinen in den deutschen Blätterwald schaffte.

 

1998: Die Reise beginnt

 Pocket Power Color 01/1999Acht Jahre nach dem Europastart des Gameboys und mit Erscheinen des Gameboy Colors schafft es mit „Pocket Power Color“ das erste Gameboy-Magazin auf den deutschen Markt. Die Ehre gebührt dem BriStein Verlag, der sich Ende 1998 dazu entschließt das DM 5,90 teure Magazin zu publizieren. Auf dem Titel macht sich in typischer Nintendo-Magazin-Manier ein Mario breit, eines der Titelthemen ist in prophetischer Voraussicht das „Pocket Monster-Phänomen“.

 

1999: Das Erwachen

 Fun Color 06/1999Wie üblich lässt sich über alle Dinge, die hübsch, jedoch erfolglos waren eines sagen: Sie waren ihrer Zeit voraus. Im Frühjahr 1999 erscheint die zweite Ausgabe von „Pocket Power Color“ bereits zum reduzierten Preis von DM 3,90. Damit ist es auch schon um das erste deutsche Handheld-Magazin geschehen. Die Idee ist gut und lobenswert, die Umsetzung ebenfalls annehmbar, der Zeitpunkt jedoch zu früh.
Am 8.10.1999 erschienen Pokémon Rot & Blau in Deutschland und verhelfen dem Gameboy zu einem unglaublichen Popularitätsschub. Der Pro Verlag beglückt sein schwächelndes Nintendo Magazin „Nintendo Fun Vision“ mit einer Schwester Namens „Fun Color“. DM 4,90 kostete das gute Stück. Auch wenn sich natürlich quer durch die bunte Spielewelt getestet wird, liegt der Schwerpunkt doch mehr oder weniger auf der Pokémon-Berichterstattung. Die Erscheinungsweise wird zweimonatlich angesetzt.

 

2000: Willkommen Pokémon

 Game – The Gameboy Color Mag 05/2000Offizielle Verkaufszahlen gab und gibt’s es zu keinem Handheldmagazin, wenn jedoch weitere Hefte erscheinen, muss zumindest ein gewisses Marktpotenzial vorhanden sein. Allerdings wird dieses nicht von den deutschen Verlagen gesehen. So erscheint im April mit der DM 9,90 „Gameboy Bible“ ein Tipps-Heft von CyberPress Publishing, d. h. die Redaktion sitzt in Frankreich. Mit wahrscheinlich drei erschienenen Ausgaben bei vierteljährlichem Erscheinen ist das Vergnügen auch eher kurz. Mit „Game – The Gameboy Color Mag“ kommt der erste monatliche Titel zum Preis von DM 4,90. Getestet wird auch hier eine bunte Mischung an Spielen, das Thema Pokémon schwebt jedoch über allem. Herausgeber ist Quay Magazine Publishing – Massive Poster und komplette Solution, die Übersetzung aus dem Englischen zeigt nur wenig liebe zur deutschen Sprache. Sechs Ausgaben erscheinen, mit dem Novemberheft ist der Spuck bereits zu Ende. Mit Gameboy Power erscheint jedoch im Dezember bereits ein Nachfolgeheft mit „Neuem Fokus“, wo auch immer dieser liegen mag. Weiterhin werden Spiele verschiedenen Genres getestet und weiterhin ist Pokémon sehr dominant.

Des Weiteren erscheint in diesem Jahr noch mehr englische Massenware, auch wenn die Begriffe „Gameboy“ oder „Color“ im Titel auftauchen, so berichten die kurzlebigen und schlecht übersetzten Hefte hauptsächlich über Pokémon und nur am Rande über andere Gameboyspiele.

Die glücklichen Vertreter sind: Color Club (3 Ausgaben), Color Gamer (4 Ausgaben), Gameboy Fun (5 Ausgaben), Gameboy Power Pokémon (9 Ausgaben)

 

2001: Die nächste Generation

 GBX – Gameboy Xtreme Magazine 07+08/2001Der Pokémon-Hype flaut langsam ab oder normalisiert sich. „Fun Color“ hat zwar die Große Schwester „Fun Vision“ überlebt, muss jedoch Mitte des Jahres die Segel streichen. Am 22. Juni erscheint in Europa des Gameboy Advance. Das erste Heft lässt nicht lange auf sich warten, es ist die zweimonatliche GBX aus dem Hause Thin Ice Media. Das Hochglanz-Magazin ist mit DM 9,90 nicht ganz billig, hat jedoch jede Ausgabe eine Videokassette beiliegen. Auch wenn man nicht um das Thema Pokémon herumkommt, so nimmt es doch einen deutlich geringeren Stellenwert ein, als bei den bisher erschienenen Heften. Von „voller Solution“, „massiver Review“ und ähnlichen Stilblüten verschont einen natürlich auch diese Übersetzung nicht. Im gleichen Preissegment mit gleichwertiger Übersetzung präsentiert Paragon Publishing „Games Guide… to Gameboy Advance“ ein „einmaliges“ Vergnügen.

Ende des Jahres versucht es BriStein noch mal mit einem Handheldmagazin – diesmal ernsthaft. „Advance“ kommt vierteljährlich zum Preis von DM 9,80 und umfasst großzügige 132 Seiten. Die Optik ist an das weiße Standard-Layout der Schwesterhefte angelehnt.

 

2002

Mit der Ausgabe März/April erscheint die letzte Ausgabe von GBX, es folgt die Degradierung zur Beilage im neuen Gamecube Schwesterheft „G-Force“, von dem jedoch nur zwei Ausgaben erscheinen. Advance erscheint weiterhin regelmäßig.

 

2003

Die fünfte Ausgabe von Advance erscheint, die Sommerpause verlängert sich jedoch bis zum St. Nimmerleinstag.

 

2004

Es gibt kein Kaufmagazin für Mobile Spielkonsolen am Kiosk

 

2005: Ein neuer Anfang

PSP – Das offizielle Magazin 01/2005Der Nintendo DS erscheint, die PSP soll kommen, was liegt näher als ein neues Handheldmagazin zu beiden tragbaren Konsolen zu machen? Das denkt man sich auch beim Prime Verlag (bekannt durch das Cube Magazin von Richard Löwenstein) und werkelt an einem Heft namens „Mobile Player“. Dazu schaltet man auch fleißig Anzeigen im Cube Magazin. Dummerweise halten es die Anzeigenkunden für nicht sehr naheliegend in einem Heft für tragbare Konsolen zu werben und nachdem der Start mehrmals verschoben wird, kommt es letztlich nicht auf den Markt.

Ernst hingegen macht CyPress zum PSP-Launch am 1. September mit dem Titel „PSP – Das offizielle Magazin“. Wobei man ernst auch gerne in Anführungszeichen setzen kann, denn das extremst auf Lifestyle getrimmte und € 4,99 teure Heftchen besticht vor allem durch seine komplett inhaltsleeren Testtexte, sodass man zwangweise auf die Wertung angewiesen ist, um ein Spiel überhaupt einordnen zu können.

Dass man es auch richtig machen kann, zeigte Cybermedia mit der zum Start € 3,30 teuren Mobile Gamer. Fast perfektes Layout, eine gute Themenauswahl, interessante Tests und eine zweimonatliche Erscheinungsweise lassen hoffen.

 

2006

Sony hätte gerne das PSP-Magazin monatlich, was die Verkaufszahlen jedoch nicht hergeben. Stattdessen labelt CyPress das Heft nach einer Pause zu „Play Portable“ um, reduziert den Lifestylerotz ein wenig und lässt das Heft von nun an drei Mal pro Jahr erscheinen.

Die Freunde über ein zweimonatliches Handheldmagazin wärt nicht lang, Mobile Gamer wird in eine fünfmonatige Sommerpause geschickt und erscheint fortan vier Mal pro Jahr

 

2007

Play Portable kann weder inhaltlich, noch von den Verkaufszahlen einen Blumentopf gewinnen. So ist die Ausgabe 01/2007 die letzte, Computec Media führt das Magazin nach der Übernahme der CyPress-Überreste nicht fort.

Papercut spendiert mit „A-Z der Nintendo DS Cheats, Codes & Secrets“ noch ein Tippsbuch, von dem in Deutschland nach der ersten Auflage auch keine weiteren Ausgaben erscheinen.

 

2008

Mobile Gamer erscheint vier Mal, ansonsten passiert nichts.

 

2009

Keine Anzeigen, kein Heft. Cybermedia lässt im November die einzige Mobile Gamer-Ausgabe des Jahres 2009 erscheinen. Gleichzeitig verabschiedet man sich von der Monatsangabe und nummeriert die Ausgaben fortlaufend durch.

 

2010

Keine Mobile Gamer in diesem Jahr.

 

2011

Zum Nintendo 3DS-Launch erscheint eine Mobile Gamer. Man gibt sich gleich realistisch und kündigt an nicht genau zu wissen, wann eine weitere Ausgabe erscheint. Immerhin, aber sehr schade.

 

Sonderhefte

Im Laufe der Jahre brachte die N-Zone mehrere Sonderhefte zum GBA, NDS und 3DS in den Handel. Ebenfalls erschienen als Sonderheft der Kinderzeitschrift Neox ein DS Magazin, sowieso vom Mädchenheft Lissy. CyPress brachte einmalig ein NDS-Sonderheft auf den Markt, das an die Play Portable angelehnt war. IDGs GamePro versuchte sich auch einmal an einem Nintendo DS-Sonderheft. Zu guter letzt erscheint seit 2007 1x jährlich, meist in der Mitte des Jahres, ein Nintendo DS-Sonderheft von Game Master.

Ich hoffe, euch hat die kleine Zeitreise gefallen, Feedback ist gerne gesehen. :)

 

Heftübersicht (unvollständig)

Leider fehlen die Chefredakteursangaben, da ich momentan keinen Zugriff auf meine Hefte habe und entgegen anders lautender Behauptungen nicht jede Zeitschrift komplett im Kopf habe:

A-Z der Nintendo DS Cheats, Codes & Secrets #1A-Z der Nintendo DS Cheats, Codes & Secrets
Chefredakteur: ?
Segment: Tipps-Buch
Verlag: Papercut Publishing
Preis: € 7,99
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 01/2007
Finalausgabe: 01/2007
Ausgaben gesamt: #1

Advance 01/2003Advance
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy Advance-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2001
Finalausgabe: 01/2003
Ausgaben gesamt: #5

Fun Color 03/2001Fun Color
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy-Magazin
Verlag: Pro Verlag Gesellschaft für Publikationen mbH
Preis: DM 4,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 06/1999
Finalausgabe: 03/2001 (vermutlich)
Ausgaben gesamt: #10 (vermutlich)

Game – The Gameboy Color Mag 11/2000Game – The Gameboy Color Mag
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy-Magazin
Verlag: Quay Magazine Publishing
Preis: DM 4,90
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 05/2000
Finalausgabe: 11/2000
Ausgaben gesamt: #6

Gameboy Bible 12/2000Gameboy Bible
Chefredakteur: ?
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Cyber Press Publishing
Preis: DM 9,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 04/2000
Finalausgabe: 12/2000 (vermutlich)
Ausgaben gesamt: #3 (vermutlich)

Gameboy Fun #1Gameboy Fun
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy-Magazin
Verlag: LCD Publishing
Preis: DM 6,90
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 1/2000
Finalausgabe: 05/2000 (vermutlich)
Ausgaben gesamt: #5 (vermutlich)

Gameboy Power 01/2001Gameboy Power
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy-Magazin
Verlag: Quay Magazine Publishing
Preis: DM 5,90
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/2000
Finalausgabe: 01/2001 (vermutlich)
Ausgaben gesamt: #2 (vermutlich)

Games Guide to... Gameboy Advance 01/2001Games Guide to… Gameboy Advance
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy Advance-Magazin
Verlag: Paragon Publishing
Preis: DM 9,90
Erscheinungsweise: einmalig
Erstausgabe: 01/2001
Finalausgabe: 01/2001
Ausgaben gesamt: #1

GBX – Gameboy Xtreme Magazine 03+04/2002GBX – Gameboy Xtreme Magazine
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy Advance-Magazin
Verlag: Thin Ice Media
Preis: € 5,00
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 7+8/2001
Finalausgabe: 3+4/2002
Ausgaben gesamt: #5

Mobile Gamer #16Mobile Gamer
Chefredakteur: Martin Gaksch
Segment: Multiformat-Handheldmagazin
Verlag: Cybermedia Verlag
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 10+11/2005 (09.09.2005)
Ausgaben derzeit: #16

Mobile Player Mobile Player
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Segment: Multiformat-Handheldmagazin
Verlag: Prime Verlag
Preis: € 3,80
Erscheinungsweise: geplant zweimonatlich
Erstausgabe: nie erschienen
Finalausgabe: nie erschienen
Ausgaben gesamt: #0

Play Portable 03/2006Play Portable/PSP – Das offizielle Magazin
Chefredakteur: ?
Segment: PSP-Magazin
Verlag: CyPress Verlag
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: 3x jährlich
Erstausgabe: 01/2005
Finalausgabe: 01/2007
Ausgaben gesamt: #6

Pocket Power Color 02/1999Pocket Power Color
Chefredakteur: ?
Segment: Gameboy-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: DM 3,90
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 01/1999
Finalausgabe: 02/1999
Ausgaben gesamt: #2

Magaziniac-History: Sega – Teil 2

Willkommen zum zweiten und letzten Teil der Magaziniac-Geschichtsstunde über Sega-Zeitschriften. Dieser Eintrag behandelt den Zeitraum vom Start der Dreamcast-Magazine 1999 bis zu ihrem Ende im Jahr 2001. Außerdem gibt es die Heftübersicht über alle deutschen Sega-Zeitschriften und als Bonus ein Interview mit Hans Ippisch.


1999 – Reborn

Dem »Sega Magazin« 02/1999 liegt ein Schlüsselband bei, der Ausgabe 07/1999 eine Videocassette. Der Dreamcast-Start wird in den Editorials deutlich kritischer betrachtet.

Dreamcast - Das offizielle Magazin 10/1999Am 16.09. erscheint mit »Dreamcast – Das offizielle Magazin« das erste Dreamcast-only-Magzin in Deutschland. Die Zeiten, in der es nur eine Sega-Zeitschrift gab, sind nun endlich vorbei. Das Heft ist allerdings äußerst lifestylelastig ausgerichtet und mit dem viel zu großen Ego vom Future Verlag ausgestattet. Immerhin, der Preis von DM 12,00 (€ 6,14) ist inkl. Demo-GD für 132 Seiten in Ordnung. Beim Wertungssystem geht man ungewöhnliche Wege und entscheidet sich für ein 5er Sternchensystem.

Sega Magazin 11/1999Stichtag für das »Sega Magzin« ist der 04.10. An diesem Datum erscheint die runderneuerte Ausgabe 11/1999. Das Format ist wieder auf die Originalgröße geschrumpft, das ziemlich in die Jahre gekommene Layout wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich nun in Bestform. Einmalig liegt die Ausgabe der gesamten »Mega Fun«-Auflage bei. Entgegen den in den Jahren bzw. Monaten zuvor geäußerten Plänen, wird das »Sega Magazin« leider eine 32seitige Beilage bleiben.

Dreamcast Kult 01/1999Ring frei für den nächsten Mitbewerber: Am 13.10. erscheint »Dreamcast Kult« vom media Verlag zum ersten Mal. Der Preis liegt bei DM 6,50 (€ 3,32) für 100 Seiten Hochglanzpapier. Die Erscheinungsweise ist zweimonatlich. »Dreamcast Kult« sollte das erste und einzige Sega-Heft werden, welches seine Leser siezt. Die Erstausgabe hat mit Peter Weiß nur einen einzigen Redakteur im Impressum stehen. Alle Spiele werden im 10er System benotet, Einzelwertungen gibt es nicht.

Dreamcast Magic 01/2000Nächstes Dreamcast-Heft, nächstes Konzept. Eins muss man den Verlagen für ihre Dreamcast-Hefte lassen, sie haben sich wirklich Gedanken um ihre Zielgruppen gemacht und behaken sich erstaunlich wenig. Mit »Dreamcast Magic« geht der OZ-Verlag am 09.12.1999 ein weiteres Dreamcast-Magazin an den Start. »Dreamcast Magic« umfasst zweimonatlich 84 Seiten zum Preis von DM 5,90 (€ 3,02). Es gibt mit Lösung, Spiele, Hardware und Internet nur vier Rubriken. Tests gibt’s keine, »Dreamcast Magic« setzt auf Tipps, Lösungen und Previews.


2000 – Marktbereinigung

Dreamcast - Das offizielle Magazin 07/2000Unruhig sollte es bei Futures »offiziellem Dreamcast Magazin« bleiben. Im Januar steigt der Preis auf DM 12,80 (€ 6,54). Das Heftformat schrumpft auf DinA4. Einen Monat später ist das bisherige Wertungssystem Geschichte und man setzt ebenfalls auf 10er System. Mit der Mai-Ausgabe sinkt der Heftumfang auf 100 Seiten. Mit der Juli-Ausgabe werden die Menschen durch Spieleartworks auf dem Cover ersetzt. Den gewünschten Erfolg brachte die Änderung nicht, bereits einen Monat später wird »Dreamcast – Das offizielle Magazin« eingestellt.

Dreamcast Kult 10/2000Für den media Verlag hingegen scheint es mit »Dreamcast Kult« nicht schlecht zu laufen. Ende September liegt das Magazin mit dem Titel »Dreamcast Kult – Das offizielle Magazin« am Kiosk. Es kommt von nun an monatlich mit GD-Rom. Der Preis ist dementsprechend natürlich auf DM 12,80 (€ 6,54) gestiegen. Selbstironie darf nicht fehlen und so wünscht das gesamte „KULT-Team“, welches mittlerweile mehr als einen Mitarbeiter umfasst, viel Spaß beim Leser und Zocken.

Viel geht nicht mehr bei Computecs »Sega Magazin«. Lustig ist vor allem auf der einen Seiten zu erwähnen, dass das eigene Heft ohne die »Mega Fun«, der es beigelegt wird, schon längst tot wäre. Auf der Anderen im Editorial aber volle Kanne gegen die PS2 zu bashen und das Heft mit Eigenwerbung zu den Schwesterheften »PlayStation Zone« und »PlayStation Games« zu tapezieren. Im September mit Ausgabe 10/2000 übernimmt Uwe Kraft von Hans Ippisch die »Sega Magazin«-Chefredaktion. Am 02.11.2000, kurz vor dem europäischen PS2-Launch, erscheint die Ausgabe 12/2000 der »Mega Fun«. Computec entscheidet sich wenige Tage später dem Magazin den Stecker zu ziehen und somit ist am gleichen Tag auch das »Sega Magzin« eingestampft – nach 85 Ausgaben.

Dreamcast Lösungen 01/2000Am 10.11.2000 versucht sich der BriStein Verlag mit »Dreamcast Lösungen« an einem reinen Tipps-Magazin für Segas letzte Konsole. DM 9,80 (€ 5,01) werden für 132 Seiten verlangt. Ein Editorial gibt es nicht, vierteljährlich soll das Magazin auf den Markt kommen.

»Dreamcast Magic« wurschtelt so vor sich hin, außer ein paar kleinen Detailänderungen passiert nicht viel.


2001 – Das endgültige Aus

Mit der Januar-Ausgabe verlässt der bisherige leitende Redakteur von »Dreamcast Kult – Das offizielle Magazin«, Peter Weiß, das Heft. Neben einem neuen Logo gibt es einmalig eine Bonus-GD-Rom in CD-Hülle.

Von »Dreamcast Lösungen« erscheint die zweite und letzte Ausgabe. Am 15.03., 14 Tage eher als gewohnt, kommt »Dreamcast Magic« 04/2001 in den Handel. Das Topthema sind natürlich die Gerüchte, um den Ausstieg von Sega aus dem Konsolemarkt. Wenig später verabschiedet man sich von seinen Leser auf der Webseite des Magazins, der Verlag sehe keinen Sinn mehr an einer Dreamcast-Zeitschrift.

Mitte März widmet »Dreamcast Kult – Das offizielle Magazin« die Coverstory Segas Ausstieg. Am 11.04.2001 erscheint die 14. und letzte Ausgabe. Der Verlag hat bereits auf die Kostenbremse getreten und die Papierqualität deutlich reduziert. Auf der Webseite heißt es später, dass Ausgabe 06/2001 nicht wie geplant am 16. Mai komme, es im Herbst aber auf jeden Fall noch weitere Ausgaben geben solle. Gab es letztlich nicht und somit ist »Dreamcast Kult – Das offizielle Magazin« 05/2001 die letzte deutsche Dreamcast-Zeitschrift, die es an den Kiosk schafft.


Interview

Evil: Hallo Hans, kommen wir direkt zum »Sega-Magazin«. Warum seid ihr erst so spät in den Sega-Markt eingestiegen? In England gab es schon Ende der 80er Sega-Zeitschriften und auch bei uns hatten sich mit Gamers und SegaPro schon zwei Hefte etabliert. Habt ihr euch nicht vor hohen Markteintrittsbarrieren befürchtet?

Hans Ippisch: Außenstehenden mag es als später Zeitpunkt erscheinen, doch man muss dabei berücksichtigen, dass Computec Media erst 1991 mit der Herausgabe von Print-Magazinen begonnen hat und damals ein sehr kleiner Verlag mit weniger als 5 festen Mitarbeitern war. Das Multiformatmagazin „Playtime“ war 1991 das erste monatliche Heft. Als nächstes widmeten wir uns mit „PC Games“ und „Amiga Games“ (10/92 waren die Startausgaben) den damals lukrativsten Special-Interest-Segmenten. 1993 folgte dann das Sega Magazin.

Evil: Durch den Namen und die Verwendung des Sega-Logos hat euer Sega-Magazin auf mich optisch den Anstrich eines offiziellen Magazins gemacht. Wie sah eure Beziehung zu Sega aus?

Hans Ippisch: In der Tat hatten wir natürlich die Lizenz von Sega zur Verwendung des Logos. Doch inhaltlich wurde das „Sega Magazin“ immer so geführt wie auch „PC Games“ und „Amiga Games“, nämlich unabhängig und stets im Sinne der Leser. Der einzige Unterschied war, dass wir von Sega exklusives Vorabmaterial zu vielen Themen erhalten haben.

Evil: Englische Zeitschriften haben sowohl beim Mega-CD, als auch später beim Saturn den Kioskausgaben Demo-CDs beigelegt. Bei euch gab’s erst Ende 1996 Demo-CDs und auch nur im Abo. Aus welchem Grund? Gerade Mitte der 90er hatten Cover-CDs doch eine große Zugkraft, weswegen wurde diese fürs »Sega Magazin« nicht genutzt?

Hans Ippisch: Computec Media war auf dem Gebiet „Datenträger im Zeitschriftenvertrieb“ immer der Vorreiter. Die Vorläuferfirma CP Verlag begann 1987 mit dem C64-Diskettenmagazin „Magic Disk“. Die ersten echten Begleitdisks zu Spieleheften veröffentlichte Computec Media 1992 mit den Erstausgaben von „Amiga Games“ und „PC Games“. 1995 folgten bei „PC Games“ und „Amiga Games“ die ersten CD-ROMs. Im Konsolenbereich bestand aber immer das Problem, dass echte „Demo-CDs“ nur von den jeweiligen Hardwareherstellern bezogen werden können – und der Preis für die Datenträger ein Vielfaches dessen war, was man für andere Datenträger zahlen musste. Das führte dazu, dass unter Berücksichtigung der überschaubaren Marktgröße sich eine CD bei der Komplettauflage niemals hätte rechnen können. Und man deshalb das Angebot auf Abonnenten beschränkte.

Evil: Ab Mitte 1996 wart ihr das einzige deutsche Sega-Heft. Was habt ihr anders gemacht, wie konntet ihr als einziges Sega-only-Magazin überleben?

Hans Ippisch: Das Heft wurde mit Herzblut und Leidenschaft gemacht – und war von Anfang wirtschaftlich erfolgreich. Letzteres war wohl der entscheidende Unterschied.

Evil: Im Heft, vor allem aber auf den Leserbriefseiten, wurde sehr viel über die Konkurrenzkonsolen hergezogen. In so extremer Form ist mir das in keinem anderen Heft begegnet. Musste das wirklich sein? Multiformat-Hefte, wie »Mega Fun«, haben schließlich gezeigt, dass mehrere Konsolen unterschiedlicher Hersteller friedlich in einem Heft platz finden können.

Hans Ippisch: Damals neigten die Leser zu sehr aggressiven Ausführungen, für sie waren die Konsolen wie eine Religion – heute hat sich das ja in das Internet und die diversen Foren verlagert. Im Rückblick kann man sagen, dass man manchmal etwas übereifrig war. Aber wenn man in Briefen lesen musste, dass auf dem Modul eines Nintendo 64 dank neuer Komprimierungstechnologien mehr drauf passt als auf eine CD, was natürlich völliger Unsinn war, dann konnte es schon passieren, dass die Sachlichkeit etwas auf der Strecke blieb. Lesenswert waren die Seitens somit immer – und beliebt auch. ;-)

Evil: Leider ist nie eine der Sega-Zeitschriften IVW-geprüft gewesen. Könntest du uns trotzdem grob verraten, in welchen Auflagenregionen ihr euch so um 94/95/96 herum bewegt habt? Es wäre interessant zu erfahren, wie groß das Sega-Segment am Kiosk mal war.

Hans Ippisch: Die verkaufte Auflage bewegte sich damals im Bereich zwischen 40 und 60 Tsd. Exemplaren.

Evil: Als es mit dem Saturn zu Ende ging, wurde das »Sega Magazin« zu einer Beilage der »Mega Fun«. Es wurde aber mehrfach betont, dass man zum Dreamcaststart wieder mit einem Magazin am Kiosk vertreten sei. Daraus wurde ja nun nichts, warum habt ihr drei anderen Mitbewerbern kampflos (?) das Feld am Kiosk überlassen?

Hans Ippisch: In Tat hatten wir Absprachen mit Sega bzgl. eines Dreamcast-Magazins. Die wirtschaftlichen Eckdaten waren allerdings, was Lizenzgebühr und Datenträgerkosten angeht, so wenig attraktiv, dass wir davon Abstand nahmen.

Evil: Mit der Einstellung der »Mega Fun« wurde auch das »Sega Magazin« eingestellt. Im November 2000 war der Dreamcast aber noch nicht tot. Warum konnte es nicht als Beilage eines anderen Magazins weitergeführt werden?

Hans Ippisch: Der Dreamcast-Markt in Deutschland war schlicht und einfach zu klein, als dass sich das wirtschaftlich gelohnt hätte. Auch wenn ich im Jahr 2001 immer noch Appetit auf Kentucky Fried Chicken bekommen habe, als ich Crazy Taxi gespielt habe.


Heftübersicht

Dreamcast – Das offizielle Magazin 08/2000Dreamcast – Das offizielle Magazin
Chefredakteur: Thomas Gerhardt
Segment: Dreamcast-Magazin
Verlag: Future Verlag
Preis: DM 12,80 (€ 6,54)
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1999 (16.09.1999)
Finalausgabe: 08/2000 (13.07.2000)
Ausgaben gesamt: #10

Dreamcast Lösungen 01/2001Dreamcast Lösungen
Chefredakteure: Martin Mirbach / Florian Seidel
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: BriStein Verlag GmbH
Preis: DM 9,80 (€ 5,01)
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2000 (10.11.2000)
Finalausgabe: 01/2001
Ausgaben gesamt: #2

Dreamcast Kult 05/2001Dreamcast Kult – Das offizielle Magazin
Projektleiter: Jochen Ferber
Segment: Dreamcast-Magazin
Verlag: media Verlagsgesellschaft mbH
Preis: DM 12,80 (€ 6,54)
Erscheinungsweise:
Erstausgabe: 01/1999 (13.10.1999)
Finalausgabe: 05/2001 (11.04.2001)
Ausgaben gesamt: #14

Dreamcast Magic 04/2001Dreamcast Magic
Chefredakteur: Fred Wipperfürth
Segment: Dreamcast-Magazin
Verlag: OZ Verlag GmbH
Preis: DM 5,90 (€ 3,02)
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2000 (09.12.1999)
Finalausgabe: 04/2001 (15.03.2001)
Ausgaben gesamt: #9

Gamers 02+03/1996Gamers
Chefredakteur: Reza Abdolali
Segment: Sega-Magazin
Verlag: MVL GmbH
Preis: DM 6,00 (€ 3,07)
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/1992 (Januar 1992)
Finalausgabe: 02+03/1996
Ausgaben gesamt: #32

Gambler 04/1996Gambler
Chefredakteur: ?
Segment: Sega-Magazin
Verlag: X-plain Verlag GmbH
Preis: DM 6,00 (€ 3,07)
Erscheinungsweise: einmalig
Erstausgabe: 04/1996
Finalausgabe: 04/1996
Ausgaben gesamt: #1

Sega Magazin 12/2000Sega Magazin
Chefredakteur: Uwe Kraft
Segment: Sega-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: DM 6,58 (€ 3,37); im Abo mit Mega Fun
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 09+10/1993 (September 1993)
Finalausgabe: 12/2000 (02.11.2000)
Ausgaben gesamt: #85

SegaPro 09/1994SegaPro
Chefredakteur: Peter Wolter
Segment: Sega-Magazin
Verlag: Alchemy Publishing
Preis: DM 5,80 (€ 2,97)
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 11/1992 (23. Oktober 1992)
Finalausgabe: vermutlich 09/1994 (02.09.1994)
Ausgaben gesamt: vermutlich #22


Ich hoffe, euch hat dieser Eintrag gefallen, Feedback wird gerne angenommen.

P.S.
Meine Sammlung von Gamers und SegaPro ist noch unvollständig. Wenn einer von euch dem Abhilfe schaffen könnte, würde ich mich sehr freuen.

Magaziniac-History: Sega – Teil 1

Willkommen zur dritten Magaziniac-Geschichtsstunde. Dieses Mal dreht es sich um die Sega-Hefte. Teil 1 behandelt den Zeitraum 1992 bis 1998.

Die Reaktionen auf meinen Eintrag zu Futures »ODCM« waren nicht nur positiv, deswegen noch mal ein kleiner Hinweis vorweg:

Liebe Sega-Freunde,
ich will euch nichts Böses. Nur weil ich mal eines „eurer“ Hefte verrissen habe, bin ich kein Sega-Hasser. Mir liegt es fern in irgendwelche System-Grabenkämpfe einzusteigen. Die Spiele zählen, nicht die Konsole, auf der sie laufen.

In dem Sinne: Viel Spaß beim Lesen, ich freue mich auf euer Feedback!


1992 – Das Gründungsjahr

Gamers 01/1992Deutschland ist, was die Gründung von Singleplattform bzw. Konsolenzeitschriften, die nur einen Hersteller behandeln, ein wahrer Spätzünder. Erst im Januar 1992 wird die erste Sega-Zeitschrift gegründet. »Gamers« heißt das gute Stück, kostet fünf Mark (€ 2,56) und hat einen Umfang von 76 Seiten. Die Leitung übernimmt mit Heinrich Lehnhardt ein prominentes Gesicht.

Optisch gibt sich »Gamers« nüchtern und setzt durchgängig auf weiße Hintergründe. Auch der Wertungskasten ist mit Gesamtwertung in Schulnoten (15er System) und Positiv- und Negativpunkten auf ein Minimum reduziert. Das Inhaltsverzeichnis ist leider noch sehr unübersichtlich, eine komplette Auflistung des Testteils fehlt Beispielsweise. Ab der zweiten Ausgabe gibt es immerhin ein Tabelle mit allen Tests und ab dem fünften Heft werden auch die Previews endlich sofort ersichtlich dargestellt.

»Gamers« Nr. 3 ziert ein „Nr. 1“-Button, angesichts fehlender Mitbewerber ist es aber auch nicht sonderlich schwer, die Marktführerschaft in seinem Segment zu haben. Boris Schneider, damals noch ohne „Johne“ im Nachnamen, stößt zum Team. Ebenfalls neu sind Einzelwertungen für Grafik und Sound. Auch früher wurden bereits zu schlichte Wertungssysteme vom Großteil der Leser nicht erwünscht.

Mit der Oktober/November-Ausgabe steigt der Heftpreis von »Gamers« auf sechs Mark (€ 3,07), der Heftumfang beträgt inzwischen 100 Seiten. Eine Ausgabe später dank guter Anzeigenauslastung gar 132 Seiten. Nebenbei hat das Dezember/Januar-Heft endlich ein brauchbares Inhaltsverzeichnis. Gleichzeitig ist es mit der Ruhe vorbei und mit »SegaPro« tritt der erste Mitbewerber auf die Bühne.

SegaPro 11/1992»SegaPro« stammt von Paragon Publishing, umfasst 84 Seiten, kostet DM 6,50 (€ 3,32) und erscheint monatlich. Die Übersetzung ist nicht immer ganz geglückt oder wurde schlicht vergessen und sich einheitlich für „du/dein“ oder „ihr/euch“ zu entscheiden, war auch nicht ganz einfach.

Vom Erscheinungsbild her ist »SegaPro« das exakte Gegenteil der »Gamers«. Die Abo-Anzeige spricht für sich: „»SegaPro« ist 100% farbig – eine der buntesten Zeitschriften des Universums“. Dem ist nicht wirklich viel hinzuzufügen. Jede Seite hat mal mehr, mal weniger bunte Hintergründe, die das Lesen unterschiedlich stark beeinträchtigen. Ist irgendwo zu wenig Platz, wird die Schriftgröße halt ein wenig runter gedreht – kann man’s nur noch mit der Lupe entziffern, hat der Leser eben Pech.

Das Wertungssystem der »SegaPro« kennt vier Einzelwertungen für Grafik, Sound, Spielablauf und Anforderung, sowie eine Gesamtwertung „ProScore“. Genutzt wird das Prozentsystem.


1993 – Unruhige Zeiten

Mit der März-Ausgabe erhält »SegaPro« endlich ein Editorial. Mit einheitlichem Heftdesign hat man es nicht so, die Rubriken tauschen von Ausgabe zu Ausgabe immer wieder ihre Plätze hin und her und die Vorschau aufs nächste Heft landet dort, wo Platz ist. Ab September gibt’s das Editorial endlich auf Seite 3 und im Oktober wird das Logo modernisiert. Das Dezember-Heft bringt nun endlich eine richtige deutsche Redaktion mit. Chefredakteurin der »SegaPro« wird mit Eva Hoogh ebenfalls kein ganz unbekanntes Gesicht.

Gamers Special 01/1993Bei der »Gamers« geht’s derweil auch nicht sehr geordnet zu. So ist die Februar/März-Ausgabe die letzte mit Heinrich Lehnhardt und auch sonst wird die Redaktion bunt durchgemischt. Ab März erscheinen vierteljährlich »Gamers« Special zum Preis von DM 9,80 (€ 5,01). Mit der Oktober/November-Ausgabe gibt es nun auch für Gameplay und Dauerspaß Einzelwertungen. Ab der Dezember/Januar-Ausgabe muss zusätzlich ein Award her.

Sega Magazin 09+10/1993Seit September ist mit dem »Sega Magazin« ein weiterer Mitbewerber am Start. Es kostet fünf Mark (€ 2,56) und umfasst 100 Seiten. Das Heftformat ist etwas kleiner als DinA4. Die Texte sind etwas kürzer als bei den Mitbewerbern, in Sachen Farbe und bunte Hintergründe steht das »Sega Magazin« der »SegaPro« in nichts nach. Genutzt wird ein Prozentsystem mit Einzelwertungen für Grafik und Sound, sowie einer Gesamtwertung.

Beim Mega CD II ist die Redaktion hin und weg vom Medium CD und kann ihre Freude nur begrenzt im Zaum halten. Bereits im zweiten Heft darf man sich auf den Leserbriefseiten über Konkurrenzbashing freuen.


1994 – Mehr und weniger

Gamers 09/1994Bei der »Gamers« gibt es mit der Ausgabe 03/1994 einen Wechsel in der Chefredaktion, Ulrich Mühl führt sie nun alleine, statt mit Matthias Siegk zusammen. Die Sonderheftreihe »Gamers Special« wird eingestellt. In Ausgabe 04/1994 werden die Pro- und Kontrapunkte aus dem Wertungskasten ausgegliedert. Ab September kommt »Gamers« monatlich, es gibt Sammelkarten und die Zeiten des glänzenden Papiers sind vorbei. Der Award bekommt ein Facelifting.

SegaPro 09/1994»SegaPro« tritt 1994 in ihr letztes Jahr an. Im Juli sinkt der Preis von DM 6,50 (€ 3,32) auf DM 5,80 (€ 2,97), das Layout wird überarbeitet, die Redaktion wird ausgetauscht und von Paragon Publishing geht’s zu Alchemy Publishing. Die Chefredaktion hat von nun an Peter Wolter inne. Vermutlich erscheint mit Ausgabe 09/1994 am 2. September die letzte »SegaPro«, genaue Recherchen gestalteten sich hier als äußerst schwierig.

Sega Magazin 02/1994Im Januar erscheint das »Sega Magazin« monatlich und legt zu beginn eine überdimensionale Sonic 3-Story bei. Der Heftumfang ist stets mit 100 oder mehr Seiten ordentlich, allerdings sind satte 32 Seiten für Tipps und Tricks vorgesehen und auch ein Poster nagt an der Seitenzahl. Am 27. April erscheint das erste Tipps und Tricks-Sonderheft. In Ausgabe 06/1994 wird in den Leserbriefen auf die zweimonatliche Konkurrenz hingewiesen, die auch nicht mehr Seiten hat. Am 29. Juni erscheint das zweite Tipps und Tricks-Sonderheft – es sollte gleichzeitig das letzte werden. Im November ist es dann auch beim »Sega Magazin« soweit, die erste Preiserhöhung von fünf Markt auf DM 5,80 steht an. Hans Ippisch freut sich in der Dezember-Ausgabe, dass die Leser die Preiserhöhung so gut weggesteckt haben. Computec geht einen uns allen bekannten Weg und reduziert erstmal die Papierqualität.


1995 – Ein Etablierter kommt ins Straucheln

Gamers 12/1995Im März sieht sich »Gamers« dazu gezwungen den EVT „anzupassen“ und so bekommt auch das Sega-Segment seine falsche Heftnummerierung. Mitte Juni übernimmt Reza Abdolali die Chefredaktion der »Gamers« von Ulrich Mühl.

Der November wird kein schöner Monat für die Redaktionen der „MVL-Titel“. Der Verlag ist pleite »Gamepro« und »Electronic Entertainment« werden eingestellt, »Total!« 12/1995 und »Gamers« 01/1996 erscheinen nicht.

Deutlich weniger aufregend verläuft es beim »Sega Magazin«. Ab August wird ein 16seitiges »Saturn Magazin« in die Heftmitte geheftet. Der Saturn wird zur absoluten Wunderwaffe und wischt mit Pentium-PC und PlayStation den Boden auf. Man orakelt, für die PlayStation wird es mangels Modulschacht schwierig mit einem Action Replay werden… Da hatte die Glaskugel wohl einen kleinen Sprung. Vor allem auf den Leserbriefseiten kennt das Konsolengebashe gegen Ende des Jahres kein halten mehr.


1996 – Tod einer Legende

Gambler 04/1996Der neugegründete X-plain Verlag führt das Nintendoheft »Total!« fort und versucht dies auch mit der »Gamers«. Die Ausgabe 02+03/1996 muss aufgrund von Rechtsstreitigkeiten jedoch zurückgezogen werden. Es wird noch eine Ausgabe 04/1996 unter dem Namen »Gambler« produziert. Danach ist das »Sega Magazin« das einzig noch in Deutschland verbliebende Sega-Heft.

Das »Sega Magazin« rüstet sein Abo auf: Ab Ausgabe 10/1996 gibt es alle zwei Monate eine Saturn-Demo-CD. Thema Saturn, das „Heft in Heft“ »Saturn Magazin« wird immer präsenter. Zieht man den noch immer 32seitigen Tipps und Tricks-Teil ab, bleiben nicht mehr allzu viele Seiten »Sega Magazin« übrig.


1997 – Alleinherrschaft

Sega Magazin 01/1997Mehr oder weniger zum 1. Geburtstag ohne Mitbewerber vergrößert das »Sega Magzin« sein Format auf DinA4.

„Würden wir immer alle wüsten gegenseitigen Beschimpfungen von Saturn-Usern und PlayStation-Freaks abdrucken, könnten wir locker zehn Seiten füllen. Wir versuchen uns, soweit es geht, aus allem rauszuhalten, was leider nicht immer gelingt.“ (05/1997, S. 95)

Der Versuch ist allerdings mehr als halbherzig. Es vergeht keine Ausgabe, in der nicht auf den Leserbriefseiten gegen die PlayStation gebasht wird und für die Saturn-Konsole nicht irgendwelche Pro-Argumente gefunden werden.

Mit Ausgabe 06/1997 steigt Abopreis um 10 Mark (€ 5,11). In Ausgabe 09/1997 will man endlich vom „Saturn vs. Rest der Konsolen“-Gebashe Abstand nehmen und zukünftig keine derartigen Leserbriefe mehr abdrucken. Zwei Monate später ist der Vorsatz bereits gescheitert.

Ausgabe 10/1997 trennt sich endlich von der komplett sinnbefreiten Heftteilung »Sega Magazin« und »Saturn Magazin«, außerdem wird der »Helmi«-Comic auf den Leserbriefseiten eingeführt. Mitte Dezember feiert man mit Heft 01/1998 die 50. Ausgabe.


1998 – Abozwang

Das Jahr 1998 beginnt mit der Februar-Ausgabe. Der 32seitige Tipps und Tricks-Teil wird rausgeschmissen, stattdessen gibt es vier Poster. Um den Preis stabil halten zu können, sinkt der Heftumfang von 100 auf 84 Seiten.

Sega Magazin 05/1998Zudem werden aufgrund der geänderten Produktsituation weitere Änderungen für Ausgabe 05/1998 angekündigt. Diese werden dann auch schon in Ausgabe 03/1998 bekannt gegeben. Der Paukenschlag: Das »Sega Magazin« erscheint ab Ausgabe 05/1998 nur noch im Abo zusammen mit Computecs Multiformatmagazin »Mega Fun«.

Im Aprilheft werden die Zukunftspläne vorgestellt: Zum Start der neuen Sega-Konsole will man mit einem neuen Heft inkl. Demo-CD am Kiosk zurück sein. Die computectypische Konstruktion, dass der leitende Redakteur das Heft führt, wird aufgehoben, Hans Ippisch wird zum Chefredakteur.

Da das »Sega Magazin« nun der »Mega Fun« beiliegt, wird der Erstverkaufstag um eine Woche vorgezogen und das Mai-Heft erscheint am 1. April. Der Heftumfang schrumpft auf 32 Seiten. Der PAL-Saturn ist im Laufe des Jahres tot, Ende 1998 kommen die letzten Demo-CDs für die Abonnenten des Saturn-CD-Abos.


Hiermit endet Teil 1 Magaziniac-History über die Sega-Zeitschriften. Teil 2 folgt in den kommenden Tagen und beginnt 1999 mit dem „Dreamcast-Jahr“ und endet 2001 mit Segas Ausstieg aus dem Konsolengeschäft.

Dir hat dieser Eintrag gefallen? Magaziniac-History ist auch für
Xbox Magazine von 2002 bis 2007 und PlayStation-Magazine von 1996 bis 2008 erschienen.

Magaziniac-History: Sony

1996 bis 2008 – Wir stehen wieder am Anfang?!

Willkommen zum zweiten Teil der Magaziniac-Geschichtsstunde. Heute wird sich dem Segment mit den ehemals meisten Heften gewidmet. Vom kometenhaften Aufstieg bis zum beispielslosen Niedergang – Die PlayStation-Magazine (Teil 1 Microsoft Xbox-Magazine).

1996 – Der Anfang
Mitte des Jahres überleg man sich im Feldkirchener DMV Daten- und Medienverlag, dass man sich noch mal an einem Singleformat-Magazin versuchen könnte. Nach dem „N“ im Jahre 1993 bei den Anzeigenkunden gescheitert war (gab ja schließlich Club Nintendo), war klar, es muss eine Lizenz her. Also angelt man sich die offizielle Lizenz und Mitte Juli ist es soweit. Das offizielle PlayStation-Magazin erscheint mit Ausgabe 08/1996 zum ersten Mal. Das Logodesign übernimmt man von Futures OPM in England, sowie die Gestaltung der Demo-CD. Ansonsten wirft man allerdings alles, was an englischer Layoutkunst vorhanden ist, über Bord und schafft eines der hässlichsten und schlechtesten PlayStation-Magazine, das je erschienen ist.

Da es keinerlei Mitbewerber gibt, kann man sich permanent selbst feiern nach dem Motto „Jubiläum, 5 Ausgaben PSM“, Sony in den Popo kriechen und sich zu allem Überfluss ein Wertungssystem Jenseits von Gut und Böse leisten. Spielidee + Grafik + Sound + Präsentation + Gamplay + Motivation + Preis und Leistung / 7 = Gesamtwertung in Schulnoten.

Das Wertungssystem führt dann auch schon mal zu solchen Kuriositäten, dass ein FIFA 99 eine Spielideenote von 1,5 bekommt, das Rollenspiel Granstream Saga sich mit 3,0 zufrieden geben muss.

1997 – Der Markt erwacht
Trotz des Preises von DM 12,80 und der unterirdischen Qualität verkauft sich „das Offizielle“ immer besser. In Höchberg bei CyPress entscheidet man gegen ein Nintendo-Heft und werkelt an „play PLAYSTATION“, dem ersten unabhängigen PlayStation-Magazin. Erwartet werden 30.000 verkaufte Exemplare, als das Heft am 27. August 1997 an den Kiosk kommt. Doch man hat sich ein ganz klein wenig verkalkuliert. Die DM 6,50 teure „play“ schlägt wie eine Bombe ein und es bricht Goldgräberstimmung aus. Am 2. Oktober kommt frisch aus England die miserabelst übersetzte „PSX Games“ (später PSX Force), am 15. Oktober liegt „World of PlayStation“ am Kiosk. Gegen Ende des Jahres nagt die „play“ schon an der 100.000er Marke.

1998 – Der Boom geht weiter
Im Januar unterbietet Computec den Preis der „WoPS“ noch mal und schickt die Erstausgabe von „PlayStation Games“ für DM 3,90 mit Demo-CD ins Rennen. Einen Monat später möchte auch BriStein etwas vom Kuchen abhaben und „PowerStation“ erblickt das Licht der Welt. Erste Tipps- und Trickshefte wie „PlayStation Solutions“ und eine Testausgabe von „PlayStation Cheats and More“ kommen.

Im 3. Quartal 1998 hat „das Offizielle“ schon 162.000 Käufer, „play“ kommt auf 145.000 und „PlayStation Games“ 103.000.

Da muss doch noch mehr drin sein, denkt sich Computec und „PlayStation Zone“ geht im November als direkter Konkurrent zu dem inzwischen zum Weka Verlag gehörendem offiziellem PlayStation-Magazin in die Startlöcher. Das besondere, auf der Demo-CD der PlayStation Zone befinden sich neben den Demo auch noch Spielstände, Tipps und Tricks, Screenshots und ähnliches.

1999 – Wie viele Hefte verträgt der Markt?
Diese Frage sollte nun zum ersten Mal relevant werden.

Im Februar stampft Rapide Publishing seine „PSX Force“ ein, versucht sich im März erfolglos an „PlayStation Gameplay“ und zieht sich wenig später aus Deutschland zurück, um auch auf der Insel in die Pleite zu gehen.

„Das Offizielle“ fährt mit 176.513 verkauften Exemplaren in der ewigen Bestenliste auf Platz 1 und wird diese Marke wohl auch bis ans Ende aller Tage halten. „PlayStation Zone“ zieht zum ersten Mal galant an der „play“ vorbei.

Am 14. Mai drückt man sich beim Hamburger X-Plain-Verlag so aus, dass es für den Verlag keinen Sinn machen würde, kein PlayStation-Magazin herauszugeben. „PlayStation Power“ ist geboren. Wenig später, nämlich am 19. Mai, packt auch CyPress nochmal den Presslufthammer aus, um am Fundament des Sektors zu rütteln.

Selbstbewusst mit dem Slogan „Was lange währt wird endlich gut!“ hat man Weka die Lizenz fürs offizielle PlayStation-Magazin abgenommen und bringt es nun selbst an den Kiosk. Im Editorial des Schwesterheftes „play PlayStation“ schreib man dazu folgendes:

Mit einer Gewaltigen Startauflage, zwei Demo-CDs und endlich auch redaktioneller Qualität und Kompetenz versucht CyPress das ziemlich ramponierte Images des „Marktführers“ geradezubiegen.

OP geglückt, der Patient erfreut sich bester Gesundheit. Weka führt unterdessen nach dem Lizenzverlust sein Heft unter dem Titel „PlayStation – Das Fun-Magazin“ unverändert fort.

Im August trennt man sich jedoch von seinen Konsolentitel und Future Publishing steigt in den deutschen Markt ein und übernimmt Wekas Spielehefte.

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Aber gerne doch. Der Publish Verlag, bekannt vor allem durch Shareware- und Schmuddel-CD-Hefte, bringt am 8. September „Super PlayStation“ an den Kiosk. Ein Qualitativ minderwertiges Magazin für erwachsene Leser mit der Ahnung von Nichts.

Weil „PlayStation Cheats and More“ so toll läuft, muss noch eine testende Schwester her, „Planet PlayStation“ wird am 28. Oktober erschaffen. Und tatsächlich kann man das ohnehin schon unverständliche Wertungssystem von „PlayStation – Das Fun-Magazin“ noch mal toppen.

Zum Jahresabschluss macht Future aus „PlayStation – Das Fun-Magazin“ das „PlayStation Fun-Magazin“ und lässt keinen Stein mehr auf dem anderen. Layout, Wertungssystem, Leseransprache. Ausnahmslos alles wird ausgetauscht, lediglich die überhebliche Arroganz bleibt.

2000 – Part 1: Der Namensumbruch
Sony erkrankt an geistiger Umnachtung.

Zu beginn des Jahres baut die „PlayStation Zone“ ihre Führung aus und kommt auf 158.500 verkaufte Hefte im Schnitt. Der Schwester „PlayStation Games“ ist das neue, schlechte Layout gar nicht gut bekommen und muss rund 1/3 ihrer Auflage einbüßen. Weil Tipps und Tricks eine nette Sache sind, kommt auch noch „PlayStation eXpert“.

Der Mai führt zu tiefgreifenden Veränderungen, das Wort „PlayStation“ darf nur noch beim „Offiziellen“ auftauchen. „PlayZone“, „Play the Power“, „PSG“ und Co. werden geboren.

Das „Play Fun-Magazin“ ärgert sich so über die neuen Bedingungen für die Demo-CD, dass es sich kurzerhand komplett von ihr trennt. Im Hause Computec ist man ebenfalls so betrübt darüber, dass „PlayZone“ die Demo-CD von Juli an nur noch im Abo hat. Gleichzeitig steigt der Heftumfang auf später nicht mehr übertroffene 204 Seiten.

Inzwischen kennen die Auflagen nur noch eine Richtung, den Weg ins Tal. So verabschieden wir uns im August von „Planet for PlayStation“ und „SuperPlay“. Wobei sich hier der Verlust eher in Grenzen hält. Die jungen „SuperPlay“ Schwesterhefte „Cheats Total“ (später PSX Hacker) und „Durchgezockt!“ überleben.

2000 – Part 2: Das Ende der 1. Generation
Im November platzt die Blase. Dass der Auflagenboom vorbei ist, war in den letzten Monaten schon deutlich zu spüren. Doch nun setzt die Marktbereinigung ein.

„World of PSX“ dankt ab, das „Play Fun-Magazin“ streicht die Segel und die „Play the Power“ geht quasi inkl. des X-Plain-Verlages gleich mit.

Neben den PlayStation-Magazinen verschwinden die Multiformater „Mega Fun“, „fun generation“ und „Video Games“ im monatlichen Rhythmus und auch bei den Nintendoheften hat der Kahlschlag begonnen.

2000 – Part 3: Neue Hoffnung, die zweite Generation wartet
Denn die PlayStation 2 steht vor der Tür. „PSM2“ von Future, „playKULT“ als „WoPS“-Nachfolger vom media Verlag, „players“ von Cybermedia und „Das offizielle PlayStation 2-Magazin“ von CyPress kommen im November/Dezember in den Handel.

Computec positioniert „PSG“ in den Dumpingpreisbereich um.

2001 – Die Talsohle ist noch nicht durchschritten
Noch lange nicht. „Durchgezockt!“ ist gameover, „playKULT“ wird zum Selbigen nie werden und ist nach drei Ausgaben schon wieder weg. Future Deutschland schlittert in den Pleite, dies bedeutet natürlich das Ende für „PSM2“ nach sieben Ausgaben. Zu allem Überfluss zieht BriStein der „PowerStation“ den Stecker.

In der Mitte des Jahres können sich die Auflagen stabilisieren. Für PSG ist es allerdings zu spät, die 30.000 sind einfach nicht mehr zuerreichen. Computec trennt sich von „games eXpert“, wohingegen BriSteins „StationMaster“ weiter Lösungen ausplaudern darf. Mit „Cheatz’n’Gamez for PlayStation 2“ darf sich die „Cheats and More“-Redaktion erneut an einem weiteren Testheft versuchen. Außerdem betritt Thin Ice Media mit „PSi2“ die Bühne. Ein übersetztes PlayStation-Magazin mit Action-Replay-CD.

2002 – Teilerholung
PSG erscheint im Mai zum letzten Mal und im Juni erwischt es Cheatz’n’Gamez for PlayStation 2“. „players“ hat wohl Performanceprobleme und kommt nun für € 1,99 statt 3,30 in den Handel. Ebenso nagt das PlayStation 1-Ende am OPM.

OPM2 schuppst PlayZone vom Thron und darf sich über 85.000 verkaufte Hefte freuen. Am Ende des Jahres sind sogar 93.000 drin. Erneut wird die „Cheats and More“-Redaktion auf ein PS2-Heft losgelassen, „level up!“ heißt das neue Baby.

2003 – Weg mit euch!
Auch der niedrige Preis konnte „players“ nicht helfen, im Januar ist Schluss. Im Februar geht OPM in seinen wohlverdienten Ruhestand. Tipps liegen auch nicht mehr im Trend, „Station Master“ wird beerdigt. Der Nachfolger „PS2 Black Book“ kommt nur noch sporadisch.

Nebenbei hat „play THE PLAYSTATION“ die DVD für sich entdeckt und OPM2 erklimmt im 1. Quartal noch einmal die magische Marke von 100.000 verkauften Heften.

Am 10. Dezember versucht sich BriStein mit „Play Games“ wieder an einem PlayStation-Magazin und für „level up!“ hat nach genau einem Jahr schon wieder die letzte Stunde geschlagen.

2004 – Stillstand
Wirklich viel berichtenswertes gibt es in diesem Jahr nicht, die Auflagen sind relativ stabil. „Cheats and More“ versucht sich an einer monatlichen Erscheinungsweise, scheitert und wird letzten Endes eingestellt. Der Pro Verlag testet „PS2 Solutions“ mit mäßigem Erfolg, im Oktober erscheint der Nachfolger „Solutions“ und bringt es auf exakt eine Ausgabe.

2005 – Übersetzungswellen und andere Katastrophen.
Im August kommt mit „PlayStation 2 Kids“ ein erfolgloser OPM2-Sonderheft-Testballon. Weil das schon so herrlich nicht klappt, zerstörte man das OPM2 gleich mit, in dem man es einem kompletten Relaunch unterzieht und auf eine jüngere Zielgruppe ausrichtet.

„PSP – Das offizielle Magazin“ kommt im September mit noch schwächeren Texten in den Handel, als das neue OPM2.

Gegen Ende des Jahres fällt die magische Marke von 40.000 Verkäufen bei „play“ und „PlayZone“ dauerhaft und endgültig. Zugleich schafft sich Computec im eigenen Hause Konkurrenz, in dem die übersetzten Hefte „PSM“ und „PSW“ auf den Markt geschmissen werden.

2006 – Kahlschlag
Da sich das britische Mutterhaus in die Insolvenz gewirtschaftet hat, ist ohne Mutterobjekt natürlich auch keine deutsche „PSi2“ mehr zu machen.

Die Strategie der PlayStation-Hefte bei Computec geht völlig nach hinten los, im März werden „PSM“ und „PSW“ schon wieder eingestellt. Die Seitenzahl der „PlayZone“ wird von 132 auf 100 reduziert. Wenig später zieht das gesamte Marktumfeld nach.

Leider kehrt die „Play Games“ nie wieder aus der Sommerpause zurück.

Aus dem offiziellen PSP-Heft wird „play Portable“, die Erscheinungsweise von 3x jährlich bleibt. „PlayZone“ und „play“ spielen das „Wer verliert am meisten an Auflage“ Spielchen und im 4. Quartal darf „PlayZone“ mit 17.910 verkauften Exemplaren den Sieg davontragen.

2007 – Alles wird anders
Cheats sind uninteressant, „PSX Cheats & Codes“ wird abgeschossen.

„play“ nicht mehr zu retten und „PlayStation 2 – Das offizielle Magazin“ auf dem absteigendem Ast. Aus „zwei mach eins“ denkt sich CyPress und stellt die Hefte nach 119 bzw. 80 Ausgaben ein. play³ darf begrüßt werden.

Der PlayStation 3-Start bringt zwar einige Sonderhefte, aber nichts Neues an regelmäßigen PlayStation-Mags mit sich.

Die play3-Verkaufszahlen sind zwar nicht schlecht, können das PC PowerPlay-Desaster aber nicht auffangen. Nach 12 Jahren wird am 1. Oktober dem CyPress-Verlag der Strom abgestellt. Computec freut sich und lässt „PlayZone“ und „play3“ zeitweise nebenher existieren – natürlich mit gleichen Inhalten. Gleichzeitig wird auch bei der play3 der selbe Sparkurs eingeschlagen, der die „PlayZone“ in den Abwärtsstrudel zog.

Glücklicher Weise wird die „PlayZone“ nach langem, qualvollem Leiden endlich erlöst. Später Sieg für die „play“, sie bleibt das PlayStation-Magazin mit den meisten Ausgaben.

2008 – Wir stehen wieder am Anfang
Es gibt nur noch ein PlayStation-Magazin, Computecs „play3“. Inhaltliche Qualität stark schwankend, Ausstattung unter aller sau. Aber man kann es ja machen, es gibt schließlich keine Mitbewerber. Und so verkauft man sich blendend. Déjà vu?!

Heftübersicht (unvollständig)

Cheats and More 09+10/2004Cheats and More
Chefredakteur: Fred Wipperfürth
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: OZ Verlag
Preis: € 2,50
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: ??/1998
Finalausgabe: 07+08/2004
Ausgaben gesamt: #???

Cheatz 'N' Gamez for PlayStation 2 03/2002Cheatz ‚N‘ Gamez for PlayStation 2
Chefredakteur: Fred Wipperfürth
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: OZ Verlag
Preis: € 3,10
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 06+07/2001 (07.06.2001)
Finalausgabe: 03/2002 (06.06.2002)
Ausgaben gesamt: #7

Das offizielle PlayStation Magazin (Weka) 05/1999Das offizielle PlayStation Magazin (Weka)
Stellv. Chefredakteur: Wolfgang Schädle
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Weka Verlag
Preis: DM 12,80 / € 6,54
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 08/1996
Finalausgabe: 05/1999
Ausgaben gesamt: #34

Das offizielle PlayStation Magazin (CyPress) 03+04/2003Das offizielle PlayStation Magazin (CyPress)
Chefredakteur: Tobias Schweikl
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: CyPress Verlag
Preis: € 6,50
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 06/1999 (19.05.1999)
Finalausgabe: 03+04/2003 (??.02.2003)
Ausgaben gesamt: #44

Durchgezockt! 01+02/2001Durchgezockt!
Chefredakteur: Heiner Hink
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Publish Verlag
Preis: DM 9,90 / € 5,06
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2000
Finalausgabe: 01/2001
Ausgaben gesamt: #6

games eXpert 07+08/2001games eXpert
Chefredakteur: Florian Weidhase
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: DM 3,90 / € 1,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2000
Finalausgabe: 07+08/2001
Ausgaben gesamt: #11

KomplettlösungenKomplettlösungen
Chefredakteur: Richard Forsyth
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Rapide Publishing
Preis: DM 9,80 / € 5,01
Erscheinungsweise: unregelmäßig
Erstausgabe: ???
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

level up! 06/2003level up!
Chefredakteur: Fred Wipperfürth
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: OZ Verlag
Preis: € 2,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 06/2002 (31.10.2002)
Finalausgabe: 06/2003
Ausgaben gesamt: #7

Planet for PlayStation 07+08/2000Planet for PlayStation
Chefredakteur: Fred Wipperfürth
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: OZ Verlag
Preis: DM 3,99 / € 2,04
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 12/1999 (28.10.1999)
Finalausgabe: 07+08/2000
Ausgaben gesamt: #5

play³ 05/2008play³
Leitender Redakteur: Maik Bütefür
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,30
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 05/2007 (18.04.2007)
Ausgaben derzeit: #13

Play Fun Magazin 12/2000Play Fun Magazin
Chefredakteur: Wolfgang Schädle
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Future Verlag
Preis: DM 5,90 / € 3,02
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 06/1999
Finalausgabe: 12/2000
Ausgaben gesamt: #19

Play Games 02/2006Play Games
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: € 3,80
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2004 (10.12.2003)
Finalausgabe: 02/2006 (30.03.2006)
Ausgaben gesamt: #12

play THE PLAYSTATION 04/2007play THE PLAYSTATION
Chefredakteur: Stephan Girlich
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: CyPress Verlag
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 09/1997 (27.08.1997)
Finalausgabe: 04/2007 (21.03.2007)
Ausgaben gesamt: #119

Play the POWER 12/2000Play the POWER
Chefredakteur: Holger Reher
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: X-Plain Verlag
Preis: DM 4,90 / € 2,51
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 03/1999 (14.05.1999)
Finalausgabe: 12/2000 (10.11.2000)
Ausgaben gesamt: #11

players 02/2003players
Chefredakteur: Robert Bannert
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Cybermedia Verlag
Preis: € 2,50
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/2000 (23.11.2000)
Finalausgabe: 02/2003
Ausgaben gesamt: #26

playKULT 03/2001playKULT
Chefredakteur: Ulf Schneider
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: media Verlag
Preis: DM 7,50 / € 3,83
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2001 (08.12.2000)
Finalausgabe: 03/2001 (23.03.2001)
Ausgaben gesamt: #3

PlayStation 2 - Das offizielle Magazin 04/2007PlayStation 2 – Das offizielle Magazin
Chefredakteur: Christian Blendl
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: CyPress
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2001 (24.11.2000)
Finalausgabe: 04/2007 (28.03.2007)
Ausgaben gesamt: #80

PlayStation BiblePlayStation Bible
Chefredakteur: ???
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Cyber Press Publishing
Preis: DM 12,80 / € 6,54
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/1998
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

PlayStation GameplayPlayStation Gameplay
Chefredakteur: ???
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Rapide Publishing
Preis: DM 12,80 / € 6,54
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 04/1999 (19.03.1999)
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

PlayStation Games Guide 01/2001PlayStation Games Guide
Chefredakteur: Marcus Höfer
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: X-Plain Verlag
Preis: DM 14,80 / € 7,57
Erscheinungsweise: jährlich
Erstausgabe: 01/1998 (28.11.1997)
Finalausgabe: 01/2001
Ausgaben gesamt: #4

PlayStation InstructorPlayStation Instructor
Chefredakteur: Peter Walls
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Media Systeme Edition
Preis: DM 9,80 / € 5,01
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: ??? (17.11.1998)
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

PlayStation Solutions 06/1999PlayStation Solutions
Chefredakteur: ???
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Rapide Publishing
Preis: DM 7,80 / € 3,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 04/1998 (31.03.1998)
Finalausgabe: 06/1999
Ausgaben gesamt: #???

PlayStation StrategiesPlayStation Strategies
Chefredakteur: ???
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: ???
Preis: DM 9,80/ € 5,01
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/1999 (23.11.1999)
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

PLAYZONE 01/2008PLAYZONE
Leitender Redakteur: Maik Bütefür
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/1998 (11.11.1998)
Finalausgabe: 01/2008 (19.12.2007)
Ausgaben gesamt: #112

PS Master 05/2002PS Master
Chefredakteur: Keinen
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: HSB Leicester
Preis: € 4,55
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2002 (08.01.2002)
Finalausgabe: 05/2002
Ausgaben gesamt: #5

PS2 Black Book 01/2005PS2 Black Book
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: € 9,80
Erscheinungsweise: jährlich
Erstausgabe: 01/2003
Finalausgabe: 01/2005
Ausgaben gesamt: #3

PS2 Jahrbuch 01/2003PS2 Jahrbuch
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: € 7,50
Erscheinungsweise: jährlich
Erstausgabe: 01/2002
Finalausgabe: 01/2003
Ausgaben gesamt: #2

PS2 Solutions 03/2004PS2 Solutions
Chefredakteur: Oliver Gubba
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: Pro Verlag
Preis: € 5,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2004 (27.02.2004)
Finalausgabe: 03/2004 (25.06.2004)
Ausgaben gesamt: #3

PSG 06/2002PSG
Redaktionsdirektor: Hans Ippisch
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 2,30
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 02/1998
Finalausgabe: 06/2002
Ausgaben gesamt: #53

PSi2 01+02/2006PSi2
Chefredakteur: Roy Kimber
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Highbury Publishing
Preis: € 6,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 08+09/2001 (24.07.2001)
Finalausgabe: 01+02/2006 (21.01.2006)
Ausgaben gesamt: #27

PSM 05/2006PSM
Chefredakteur: Harald Wagner
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: vierwöchentlich
Erstausgabe: 13/2005 (02.11.2005)
Finalausgabe: 05/2006 (22.03.2006)
Ausgaben gesamt: #6

PSM2 06/2001PSM2
Chefredakteur: Wolfgang Schädle
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Future Verlag
Preis: DM 7,90 / € 4,04
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/2000
Finalausgabe: 06/2001 (02.05.2001)
Ausgaben gesamt: #7

PSW 05/2006PSW
Chefredakteur: Harald Wagner
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: vierwöchentlich
Erstausgabe: 13/2005 (26.10.2005)
Finalausgabe: 05/2006 (15.03.2006)
Ausgaben gesamt: #6

PSX Cheats & Codes 01/2007PSX Cheats & Codes
Chefredakteur: Heiner Hink
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: OSP Verlag
Preis: € 4,00
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 04/2000 (30.06.2000)
Finalausgabe: 01/2007 (05.01.2007)
Ausgaben gesamt: #??

PSX Force 02/1999PSX Force
Chefredakteur: Jon Bruford
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Rapide Publishing
Preis: DM 7,80 / € 3,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1997 (02.10.1997)
Finalausgabe: 02/1999
Ausgaben gesamt: #16

PSX ReviewsPSX Reviews
Chefredakteur: ???
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Rapide Publishing
Preis: DM 9,80 / € 5,01
Erscheinungsweise: ???
Erstausgabe: ??? (20.10.1998)
Finalausgabe: ???
Ausgaben gesamt: #???

PowerStation 04/2001PowerStation
Chefredakteure: Martin Mirbach/Florian Seidel
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: DM 9,90 / € 5,06
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 03/1998 (00.02.1998)
Finalausgabe: 04/2001 (07.06.2001)
Ausgaben gesamt: #28

StationMaster 01/2003StationMaster
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: Tipps-Magazin
Verlag: BriStein Verlag
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 02/2001 (11.04.2001)
Finalausgabe: 01/2003 (04.12.2002)
Ausgaben gesamt: #10

Super Play 08+09/2000Super Play
Chefredakteur: Frank Guntenhöner
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: Publish Verlag
Preis: DM 5,90 / € 3,02
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 10+11/1999 (08.09.1999)
Finalausgabe: 08+09/2000 ()
Ausgaben gesamt: #6

World of PSX 11+12/2000World of PSX
Leitender Redakteur: Peter Weiß
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: media Verlag
Preis: DM 4,95 / € 2,53
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/1997 November/Dezember (15.10.1997)
Finalausgabe: 11+12/2000
Ausgaben gesamt: #31

Magaziniac-History: Microsoft

Luxuskonsole, Luxuspreise, Luxushefte?

Schön wär’s gewesen, die Realität ging leider in eine völlig andere Richtung. Mit 479 Euro riss Microsofts Konsole ein tiefes Loch zur Markteinführung in die Portemonnaies der Käufer. Wer sich über den schwarzen Kasten informieren wollte, musste ebenfalls tief in die Tasche greifen ohne wirklich viel zu bekommen.

2002
Zum Launch gibt es gerade Mal zwei 116seitige Sonderhefte/Testausgaben, „XBM“ und „X-Zone“ für 5,90 bzw. 6,99 (inkl. DVD), sowie die monatliche „XBXtreme“. Letztere kann man mit dem Preis von 4,50 für 32 Seiten aber kaum ernst nehmen, zumal das Heft nach der zweiten Ausgabe eh wieder Geschichte ist. Am 17.07.2002 wird dann noch eine „OXM“-Testausgabe losgelassen, mit 7,90 ist der Höchstpreis in dem Segment markiert. Es folgt eine Ruhephase und es geht gegen Ende des Jahres mit den Heften weiter.

„OXM“ meldet sich monatlich für 7,99 zurück, „XBM“ erscheint 1/4 jährlich und „X-Zone“ kommt erst mal zweimonatlich, bevor es als „Xbox-Zone“ mit Heft 5/03 monatlich los geht.

2003
Es gibt nun also 3 Xbox-Hefte in den Preiskategorien teuer (XBM), sehr teuer (XBZ) und dreist (OXM). Man sollte meinen, angesichts der Heftpreise von 5,90 bis 7,99 stimmt wenigstens die Ausstattung, für mehr als eine Klebebindung reicht es jedoch nicht. 100 Seiten, gedruckt auf Standardpapier ist alles was man geboten bekommt. Im Mai 2003 soll dann aber endlich ein kleiner Lichtblick kommen. BriStein bringt mit der „Xbox-Games“ nicht nur das erste erschwingliche Xbox-Heft auf den Markt, sondern auch das am besten ausgestattete. Zweimonatlich 124 Seiten inkl. DinA2-Doppelposter für 3,50. Die Konkurrenz zeigt sich davon allerdings wenig beeindruckt und macht im Prinzip weiter wie bisher. Beim Pro Verlag lässt man sich dazu hinreißen „XBM“ zum gesenkten Preis von 4,99 von September bis November monatlich erscheinen zu lassen, allerdings auch bei reduziertem Umfang von nur noch 84 Seiten. Danach geht’s wieder zurück auf zweimonatlich und 5,90, der geringe Heftumfang bleibt aber.

2004
Die Quittung für „XBM“ folg recht bald, mit der April/Mai 2004-Ausgabe ist Schluss.

2005
Januar, „Xbox Games Lösungen“ von BriStein erscheint. Es wird sich jedoch zeigen, dass das Heft ein einmaliger Feldversuch bleibt. Im März 2005 versucht sich Papercut mit der „Xbox Cheats Bible“ (wie sollte es sein, mit 7,90 ebenfalls im Höchstpreissegment angesiedelt) an einem, mäßig aus dem englischen übersetzten, Tippsbuch. Im November steht die Xbox 360 an, es folgen Sonderhefte von OXM und XBZ, ein Videogames Aktuell Special „Xbox 360 Sonderheft“ und mit der zweimonatlichen „360“ kommt endlich wieder ein neues Magazin. Zum Schenkelklopferpreis von 3,60 gibt es 100 Seiten Heft ohne weitere Zugaben. Das für den deutschen Markt eher unübliche Layout ist den Jungs aus England von Highburys X360 zu verdanken (Ende des Jahres pleite, Imagine Publishing übernimmt einige Hefte). 2005 endet quasi mit erscheinen der letzten Ausgabe der „Xbox Cheats Bible“.

2006
Dieses Jahr bringt nun einige größere Änderungen mit sich. Aus „OXM“ wird „OXM 360“. Im März wartet man vergeblich auf „Xbox-Zone“ 04/2006, das Heft meldet sich einen Monat später mit der Ausgabe 05+06/2006 zurück und kommt nur noch alle zwei Monate. Das „Xbox 360-Sonderheft“ von CyPress bleibt leider bei seiner Testausgabe und auch BriSteins Ende März gestartete Sonderheft „360 Games“ kommt über die eine Ausgabe nicht hinaus. Ungeachtet dessen kommt „360“ ab August monatlich, der Umfang sinkt von 100 auf 84 Seiten, am Preis ändert sich nichts. Im Oktober wirft Papercut mit „X360 Cheaters Jahrbuch“ ein jährliches Tippsheft an die Kioske. Welch Überraschung, 100 Seiten für 7,90.

Am 04. Oktober ist es dann soweit, „Xbox-Zone“ streicht die Segel. Die letzte im Geschäftbericht angegebene verkaufte Auflage liegt bei 16.000, am Ende dürfte man aber deutlich drunter gelegen haben. Der Käufer am Kiosk erweist sich als mündig und hat das Redaktionssharing der drei „Zone“-Hefte nicht weiter unterstützt und den Verlag für seine Preis- und Ausstattungspolitik abgestraft. 6,99 für ein 100seitiges Heft mit DVD sind einfach zu viel.

2007:
Im neuen Jahr wird bei „360“ das Wörtchen „Live“ ergänzt. „360-Live“ kommt nun 10x jährlich (zwei Doppelausgaben im Sommer) und wechselt vom Prime Verlag zur Airmotion GmbH. Auch wenn niemand sie vermisst hat, „beglückt“ uns Papercut im März mit „X360 Megacheats“. Das Heft ist nichts weiteres als ein leicht abgespecktes „X360 Cheaters Jahrbuch“ (84 Seiten für 6,90) auf aktuellem Stand.

Im Mai ist es mit BriStein vorbei. „Xbox Games“ erscheint ab sofort im „Live Emotion“ Verlag, geändert hat sich für das Heft jedoch nichts. Noch immer kostet es 3,50, hat weiterhin 124 Seiten inkl. Din-A2 Doppelposter und wird inzwischen auf edles Hochglanzpapier gedruckt.

Heftübersicht

360-Live 05/2007360-Live
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Segment: Xbox 360-Magazin
Verlag: Airmotion GmbH
Preis: € 3,60
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Erstausgabe: 01/2006 / 23.11.2005
Finalausgabe: —
Ausgaben derzeit: #14

Basiert auf dem Layout der englischen X360. Hat jedoch eine kleine deutsche Redaktion, die in erster Linie aus freien Redakteuren besteht.

360 Games 01/2006360 Games
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: Xbox 360-Magazin/Sonderheft
Verlag: BriStein Verlag GmbH
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: einmalig
Erstausgabe: 01/2006 / 29.03.2006
Finalausgabe: 01/2006
Ausgaben gesamt: #1

Ein Xbox-Games-Sonderheft, welches sich nur mit 360-Spielen beschäftigte.

 X360 Cheaters Jahrbuch 01/2006X360 Cheaters Jahrbuch
Segment: Xbox 360 Tipps & Tricks-Magazin
Chefredakteur: Nicht angegeben
Verlag: Papercut Ltd.
Preis: € 7,90
Erscheinungsweise: 1x jährlich
Erstausgabe: 01/2006 / 20.10.2006
Finalausgabe: —
Ausgaben derzeit: #1

100 Seiten Tipps und Tricks, mehr oder weniger gut aus dem Englischen übersetzt.

 X360 Megacheats 01/2007X360 Megacheats
Segment: Xbox 360 Tipps & Tricks-Magazin
Chefredakteur: Nicht angegeben
Verlag: Papercut Ltd.
Preis: € 6,90
Erscheinungsweise: 1x jährlich
Erstausgabe: 01/2007 / 30.03.2007
Finalausgabe: —
Ausgaben derzeit: #1

Siehe eins drüber, bloß mit 84 Seiten.

XBM 03/2004XBM
Segment: Xbox-Magazin
Chefredakteur: Wolfgang Lutterbach
Verlag: Pro Verlag GmbH
Preis: € 5,90
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2002 / 12.03.2002
Finalausgabe: 03/2004 / 26.03.2004
Ausgaben gesamt: #10

War eine sehr gute Übersetzung der englischen XBM. Gegen Ende hin verließ ein Großteil der Redaktion den Verlag und die Qualität lies nach. Leider war das Heft viel zu teuer und blieb wie Blei in den Regalen liegen.

 Xbox Cheats Bible 02/2005Xbox Cheats Bible
Segment: Xbox Tipps & Tricks-Buch
Chefredakteur: Nicht angegeben
Verlag: Papercut Ltd.
Preis: € 7,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2005 / 29.03.2005
Finalausgabe: 02/2005 / 08.11.2005
Ausgaben gesamt: #2

Ein Tipps und Tricks-Buch, wieder nur mit mäßiger Übersetzung.

 Xbox 360 - Das offizielle Xbox Magazin 05/2007Xbox 360 – Das offizielle Xbox Magazin
Segment: Xbox 360-Magazin
Leitender Redakteur: Jean-Reiner Jung
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 7,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2002 / 17.07.2002
Finalausgabe: —
Ausgaben derzeit: #56

Bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, das offizielle eben.

 Xbox 360 Sonderheft 12/2005Xbox 360 Sonderheft
Segment: Xbox 360-Magazin/Sonderheft
Chefredakteur: Thorsten Küchler
Verlag: CyPress GmbH
Preis: € 5,99
Erscheinungsweise: einmalig
Erstausgabe: 12/2005 / 02.12.2005
Finalausgabe: 12/2005
Ausgaben gesamt: #1

Siehe Blogeintrag hier.

Xbox Games 04/2007Xbox Games
Segment: Xbox 360-Magazin
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Verlag: Live Emotion GmbH
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 03/2003 / 08.05.2003
Finalausgabe: —
Ausgaben derzeit: #28

Mit 124 Seiten das einzige Xbox-Heft, welches die Marke von 100 Seiten sprengt. Nebenbei ist es auch das preisgünstigste. Angenehm lockere Schreibe und mit vielen Leserbriefen.

 Xbox Games Lösungen 01/2005Xbox Games Lösungen
Segment: Xbox Tipps & Trick-Magazin
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Verlag: BriStein Verlag GmbH
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: einmalig
Erstausgabe: 01/2005 / 20.01.2005
Finalausgabe: 01/2005
Ausgaben gesamt: #1

Gutes Lösungsheft, vor allem keine ätzende Übersetzung eines englischen Magazins, dennoch ist dem Heft kein Erfolg gegönnt.

Xbox-Zone 11+12/2006Xbox-Zone
Segment: Xbox 360-Magazin
Leitender Redakteur: Maik Bütefür
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2002 / xx.03.2002
Finalausgabe: 11+12/2006 / 04.10.2006
Ausgaben gesamt: #44

Schlecht und teuer wäre ein wenig pauschalisierend. Fakt ist, man verwertete Artikel aus dem Schwesterheft PlayZone, welches zeitweise nicht nur ein drittel mehr Umfang hatte, sondern auch noch zwei Euro weniger kostete. Als man auf zweimonatlich umstellte, obwohl die Xbox 360 gut im kommen war, war das Ende abzusehen. Schade drum, doch der Verlust hält sich angesichts besserer Alternativen in Grenzen.

360 Games 01/2006XBXtreme
Segment: Xbox-Magazin
Chefredakteur: Nicht angegeben
Verlag: HSB Leicester
Preis: € 4,50
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2002 / 15.03.2002
Finalausgabe: 02/2002
Ausgaben gesamt: #2

Wenn maximal eine Person ein Heft übersetzt oder diese sogar nur per Programm gemacht wird, kann es nur ein Desaster werden. Die Übersetzung ist mit das schlechteste, was mir je bei einem Videospielheft untergekommen ist und vom Heftpreis will ich gar nicht erst anfangen. Bis auf 360Live und Xbox Games sind alle Xbox-Hefte zu teuer (gewesen), 4,50 für 32 Seiten schlagen aber selbst dem dicksten Fass den Boden aus.