Archiv für ‘IDG’ Kategorie

GameStar 11/2010 – The Month After Relaunch

Einen Monat ist es nun her, dass IDG der GameStar einen Relaunch aufgedrückt hat. Die Meinungen, wie „er“ denn war, sind eindeutig ausgefallen. Sowohl die erste Community „GameStar Pinboard“ (Forum), als auch die zweite Community „GameStar Hauptseite“ (User-Blogs), zeigten sich wenig begeistert von den Veränderungen, die Menge der positiven Stimmen ließ sich an einer Hand abzählen und auch die ansonsten so diskussionsfreudige GameStar-Redaktion zeigte nur wenig Regungen ihr Produkt zu verteidigen – welch Überraschung.

„Jetzt mit 16 Seiten mehr!“
Gleich die erste Ausgabe nach dem Relaunch beginnt mit einer kleinen Kuriosität, man wirbt damit, dass das Heft nun wieder jetzt 16 Seiten mehr hat. Aha, man feiert also quasi, dass GameStar nun den Heftumfang erreicht hat, den es bis einschließlich 06/2010 hatte, bevor man ihn klammheimlich auf 132 Seiten runterschraubte und sich seit dem praktisch jeden Monat zu einem neuen Negativrekord an redaktionellen Seiten hangelte. Im Editorial liest sich das wie folgt „[…] Vor allem aber erhöhen wir mit dieser Ausgabe den Umfang des Hefts um 16 Seiten, um den spannenden kommenden Titeln im Herbst und Winter genügend Platz widmen zu können.“

Dann schlüsseln wir mal auf…
10/2010 – 132 Seiten Umfang: Werbung: 36,5 Seiten; Eigenanzeigen: 3 Seiten; red. Inhalte: 92,5 Seiten
11/2010 – 148 Seiten Umfang: Werbung: 42,25 Seiten; Eigenanzeigen: 3 Seiten; red. Inhalte: 103,75 Seiten

Macht ein Plus von 11,25 Seiten.

… und schauen weiter in die Statistik: Die Ausgaben 1 bis 6/2010, also alle vorherigen mit 148 Seiten aus diesem Jahrgang hatte mehr redaktionelle Seiten. Und auch die Ausgabe von vor genau einem Jahr. Davon ab, dass dort auf jede Seite mehr raufgepasst hat.

Mehr Text und grafische Korrekturen
Immerhin zeigt man sich einsichtig, zumindest ein bisschen. Mit Ausgabe 11/2010 hat man die Schriftgröße wieder etwas zurückgeschraubt und auch die Zeilenabstände wieder verkleinert, sodass keine Kleinlaster mehr zwischen den Zeilen durchfahren können. Ebenso hat man die hässlichen Rubrikreiter wieder überarbeitet und auch die Bildunterschriften finden sich nun deutlich häufiger unterm statt im Bild. Leider fährt man keine einheitliche Linie und mixt beide Varianten auch mal untereinander. Die Zwischenüberschriften sind nicht zurückgekehrt und so ragen auch weiter ohne Sinn und Verstand irgendwo Zitatkästen in mehre Spalten hinein.

Grafisches Konzept: Mehr Raum für Emotionen
So hatte man es angekündigt und letzte Ausgabe bezog sich meine Kritik vor allem darauf, dass Bilder nicht wirken können, wenn mittendrin die Bildunterschriften platziert sind. Wie bereits erwähnt, hat man sich diesem Punkt teilweise angenommen, dafür hat man den Raum für Emotionen teilweise wieder vergessen und es greift eine neue Einschränkung. Die Vorschau zu Diablo 3 besteht nur aus Kästen, in denen die Neuerungen übersichtlich vorgestellt werden. Völlig in Ordnung die Seiten so aufzubauen. Das Problem ist nur, es gibt sehr viel vorzustellen, aber nun noch fünf Seiten Platz. Mehr Platz gibt’s scheinbar nicht mehr für ein Spiel, da fünf Seiten für Topspiele eine Menge Raum seien und die Menge der Seiten nichts über die Qualität der Informationen aussage (laut Chefredakteur Michael Trier in den Leserbriefen, Seite 104).
Informationen können auch visuell sein und müssen nicht in Textform vorliegen. Die Bilder des Diablo 3-Artikels sind durch den Platzmangel derart klein, dass sich ihr Format im Bereich mal minimal unter einer Briefmarke, mal minimal darüber bewegt – die Heldenklassen als Klasse an sich und in Aktion sind kaum zu erkennen. Gerade bei düsteren Titeln enden kleine Bilder häufig in einer Matschpampe, wenn nur eine Standardpapierqualität für den Druck verwendet wird.

Verschwundene Rubriken
In einem Leserbrief mit dem Titel „völlig daneben“ kritisiert der Verfasser neben dem Relaunch im allgemeinen, dass Rubriken wie Patch-Test, Budgetspiele und die Tipps-Seiten gestrichen wurden. Michael Trier antwortet hierauf, dass sich die Lesergewohnheiten eben verändert hätten und Tipps- und Patches fast jeder übers Internet beziehen würde. Über die Zeit würden Rubriken eben verschwinden bzw. nach online verschoben werden oder neue Hinzukommen, wie die Hall of Fame oder die Freispielrubrik.

Letztere behandelt im übrigen nur online beziehbare Inhalte… Dass Tipps- bzw. Lösungen und Lösungshilfen nicht mehr interessant sind für gedruckte Hefte ist quatsch, dann würden sich die Verlage keine Cashcows wie die WoW-Magazine halten oder Tipps- & Tricks-Sonderhefte auf den Markt werfen. Mit der gleichen Begründung, mit der man die Tipps abgeschoben hat, lassen sich im übrigen auch Newsteil und Previews für das Heft überflüssig machen. Und nicht zu vergessen die Tests, von denen es auf GameStar.de inzwischen eh mehr als im Heft gibt.

Mit der Begründung Info/Thema XYZ wird von den Lesern über das Internet bezogen, kann man jedes fast Heft überflüssig machen. Ob das so gewollt sein kann?

Relaunch: GameStar 10/2010 – Die ganze Welt der PC-Spiele wird kleiner

Mittwoch, 25. August 2010. Der Branchendienst Kress frohlockt, dass IDG die GameStar aufmotzt – natürlich gegen den Auflagenschwund. Auch das Medienmagazin dwdl.de veröffentlicht die Pressemitteilung einen Artikel zum Relaunch. Sicher, Veränderungen sind immer von Zeit zu Zeit notwendig und stellenweise auch schmerzhaft. Die Zielstrebigkeit, mit der IDG nach der GamePro nun auch das Flagschiff und den noch Marktführer der PC-Spiele-Magazine, GameStar, gegen die Wand fährt, ist bemerkenswert. Doch der Reihe nach.

 

„Erleben Sie die neue GameStar“ …

und machen Sie sich auf Ihr blaues Wunder gefasst. Bereits das Cover warnt, hier bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Mit dem Relaunch hat die GameStar auch eine neue Hausschrift eingeführt, eine äußerst serifenbetonte und die bringt gleich mehrere Probleme mit sich:
1. Die Schrift beißt sich mit dem Heftlogo.
2. Die Schrift passt auch nicht zur Teasertext-Schrift auf dem Cover.
3. Die Schrift wirkt nur, wenn sie sehr groß ist. Sobald sie auf normale Größe schrumpft, wird’s hässlich. Diesem Problem ist man sich im Heft allerdings bewusst, mit den meisten Headlines könnte man auch Leser erschlagen.

Schon auf Seite 3 bekommt man nicht, was man erwartetet. Anstelle des Editorials findet sich hier nun der DVD-Inhalt. Das ist vor allem in diesem Zusammenhang äußerst sinnvoll, da die DVDs zwischen Umschlag und Seite 3 eingeklebt sind und sich in Papierhüllen befinden, auf denen bereits der komplette DVD-Inhalt abgedruckt ist.

 

„…die GameStar ist zu schwer zu lesen…“

So soll der Tenor vieler Zuschriften gewesen sein. Aus diesem Grund geht man auch bei der GS den Weg, der schon bei den CyPress-Heften OPM2 und PC PowerPlay nicht geklappt hat: Größere Schrift und mehr Zeilenabstand oder zu deutsch: Deutlich weniger Text auf den Seiten. Nur als gut gemeinter Tipp am Rande: Es bringt nichts die Lesbarkeit durch eine größere Schrift verbessern zu wollen, wenn man gefühlt jeden dritten Artikel mit einem schwarzen Hintergrund zukleistert und weiße Schrift draufdruckt. Der Kontrast strengt die Augen weit mehr an, als eine kleinere Schrift.

 

„Bei der GS sehen viele Seiten zu gleich aus“

Richtig. Seit Gründung im August 1997 hatte die GameStar ein Markenzeichen: Eine elegante Optik ohne unnützen Schnickschnack und Spielereien. Dazu gehört eben auch, dass jede einen einheitlichen Aufbau hat und bunte Hintergründe oder Abweichungen von der Norm die Ausnahme, nicht die Regel sind. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal und hoher Kontinuität zog die GameStar im Laufe der Zeit an Computecs PC Games vorbei, die im Laufe der Zeit immer bunter und kastiger wurde. Und jetzt, 13 Jahre später als Marktführer stellt man fest: Och ne, das gefällt dem Leser ja gar nicht.

Das Ziel, dass keine Seite mehr der anderen gleichen soll, hat man immerhin konsequent umgesetzt. So wechselt man in der The Witcher 2-Titelstory von drei- auf zweispaltigen Text und wieder zurück. Unterschiedlich breite Spalten und hässlicher Flattersatz tragen bekanntlich seit jeher zur besseren Lesbarkeit bei. Zwischenüberschriften sind zur Führung des Auges auch völlig überwertet, aus diesem Grund gibt es jetzt nur noch leere Zeilen zur Textgliederung oder eingeschobene Textzitate, die auch ab und an in die zweite Textspalte hineinragen.

 

„Die ganze Welt der PC-Spiele“

So lautet der Slogan der GameStar. Bedenklich ist allerdings die Geschwindigkeit, mit der die ganze Welt der PC-Spiele schrumpft. Bei der neuen GameStar soll jedes Spiel mindestens zwei Seiten bekommen, nicht weniger – die PC PowerPlay grüßt an dieser Stelle recht freundlich aus dem Grab. Der eigentlich Witz kommt noch: Was heute mindestens zwei, eher mehr Seiten braucht, hat letzte Ausgabe noch auf eine Seite gepasst. Bilder brauchen Platz zum Atmen. Dann sollte man ihnen diesen auch geben und nicht vier große Bilder auf einer Seite übereinander Kästeln, sodass sie sich alle überschneiden und verdecken und letztlich doch ihre Wirkung verfehlen. BildUNTERschriften gehören, wie der Name schon sagt, unters Bild, nicht irgendwo darein. Ich will das Bild sehen, nicht einen schwarzen Textkasten. Zurück zum Thema mit den zwei Seiten-Minimumgröße für ein Spiel: Konsequent durchgezogen bedeutet das entweder einen hohen Platzbedarf oder weniger Spiele im Heft. Selbstverständlich hat man sich für letzteres entschieden. Das ist nur richtig, das Geburtstagsheft hat mit 93 redaktionellen Seiten den niedrigsten Wert, den je ein GameStar-Heft hatte und schlägt den Rekord aus der letzten Ausgabe noch mal um eine Seite. Weniger Spiele im Heft bedeutet auch mehr Platz fürs Wesentliche, zum Beispiel Platz für zwei Seiten Teamvorstellung. Wie auch schon bei der GamePro entfalten die neuen Schwarz-Weiß-Fotos der Redakteure auf dem leicht gräulichem Papier ihre volle Wirkung… nicht. Platz hat man auch für ganz andere Dinge, beispielsweise für ein Lauftextinitial, das sich über sechs Zeilen erstreckt oder einen neuen Wertungskasten, der entfernt an ein Fieberthermometer erinnert, allerdings 1/3 einer DIN A4-Seite einnimmt.

 

„Die Genre-Struktur ist Geschichte“

denn es gäbe zu wenig Neuerscheinungen im Sport und Strategiebereich. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn wie auch das Schwesterheft GamePro selektiert die GameStar noch stärker, was im Testteil landet und was nicht. Wenn der Testteil nur noch acht Spiele umfasst, hat es natürlich keinen Sinn da noch irgendwas nach Genres zu unterteilen. Zu wenig Spiele erscheinen in dies nicht. Wer zumindest ein bisschen mehr von der ganzen Welt der PC-Spiele lesen will, bekommt die Tests auch auf gamestar.de zu lesen. Noch bevor das Heft bei den Abonnenten im Postkasten liegt, mit längeren Texttesten als im Heft abgedruckt und ach ja, mit Spielen, die nicht Heft erwähnt werden. Ganz großes Kino.

 

Neu: Freispielcheck

Browser-Games, Facebookspiele, MMOs, DLC etc. Was bislang geflissentlich ignoriert wurde, bekommt nun eine eigene Rubrik im Heft. Die Gestaltung der Seiten ist allerdings so quietischig bunt, dass jedes englische Spieleheft vor Neid erblassen würde. Der Inhalt könnte ebenfalls aus besagten Heften kommen, die Texte haben einen äußerst geringen Nähr- bzw. Informationswert. Die neue Rubrik im Heft ersetzt auf DVD übrigens den äußerst beliebten Testcheck – damit bleibt auch der Datenträger vom Relaunchwahn und Inhaltskürzungen nicht verschont.

 

Quo vadis GameStar?

Hatten die bisherigen Redesigns und Relaunches der GameStar nur das Ziel das Heft sanft an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, ist man nun einen gänzlich anderen Weg gegangen. Was auch immer jetzt vor mir liegt ist mit Sicherheit eines nicht: Eine GameStar. Zugegeben, ich hätte es mir jetzt auch viel einfacher machen können als diesen langen Verriss zu schreiben, ein Satz hätte genügt: „Ich bin nicht mehr die anvisierte Zielgruppe“ – angesichts der Tatsache, dass ich seit Ausgabe 03/2003 als Leser dabei bin dank Ebay auch im Besitz aller Ausgaben davor bin, erschien mir das aber nicht angemessen. Umso größer ist mein Bedauern nun sagen zu müssen, sorry Jungs, ihr könnt mein Informationsbedürfnis nicht mehr decken. Die Änderungen am Heft sind meiner Meinung nach so drastisch und so radikal in die falsche Richtung gegangen, dass ich es auch nicht mehr für ausgeschlossen halte, dass die PC Games an der GameStar schon in Kürze vorbeiziehen könnte. Ob das gewollt sein kann?

Gamescom 2010 – Das hatten die Verlage zu bieten

Ganz viele Zocker, ganz viele Publisher und ganz viel Platz. Auch auf der Gamescom 2010 waren zahlreiche Verlage aus dem Segment der Spielepresse. Wie haben sich die Stände – am Herz der Zielgruppe – geschlagen? Ein Überblick:

Axel Springer

Ums kurz und bündig zu machen: Hardcoregamer sind weiterhin nicht die Zielgruppe der CBS. Zwar wurde die Vollversionsschleuder groß auf Plakaten beworben und hatte gleich mehrere Stände, diese dienten jedoch lediglich dazu Abos an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Infos, Redis, irgendwas Heftrelevantes – komplette Fehlanzeige.

Airmotion Games

Der Verlag um die Richy Löwenstein-Hefte tat sich, wie auch schon im vergangenem Jahr mit einem Energydrink-Hersteller zusammen. Neben Zeitschriftenabos konnte man also auch koffeinhaltige Erfrischungsgetränke abstauben. Auf dem Stand konnte man auch in entspannter Runde sitzen und mit den Redakteuren plauschen. Sofern ich das richtig gesehen hab, gab’s auch einen Treff der Onlinecommunities von PS3M und 360 Live.

Computec

Computec ist sich ihrer Standstrategie nicht schlüssig. Gab’s zu beginn der Games Covention-Zeiten nichts zu sehen, dafür haufenweise recht aufwendige Sonderdrucke, wechselte das Programm dann jährlich. Showbühne, Abo-Lounge, einfacher bedruckter Klotz und nun wieder ein begehbarer Stand. Wie auch schon im vergangenen Jahr, konnte man Coupons der Abohefte gegen eine kleine Tüte eintauschen. Inhalt diesmal: Ne Cap von Titus, eine 16-Seiten-Leseprobe diverser Computec-Publikationen und verschiedene Werbeprospekte. Groß angelegte Fragestunden auf einer Bühne gab’s nicht mehr, trotz dessen waren immer wieder Redakteure anzutreffen und konnte man z. B. ein nettes Pläuschen mit den Szedlak-Zwillingen führen.

IDG

Was IDG von Print hält, hat der GamePro-Relaunch in meinen Augen kürzlich gezeigt, nur noch Mittel zum Zweck. Was IDG von der Gamescom hält nun auch: Nichts
Der Stand ist eh eine Art Running-Gag, er fing gigantisch überdimensioniert an und wurde jedes Jahr immer kleiner und kleiner und kleiner. Zu sagen, er wäre nicht existent gewesen, wäre gelogen, er ist eigentlich sogar recht groß gewesen. Eigentlich. Denn das ganze firmierte unter dem Deckmantel der Making Games und Jobs in der Branche. Für die GameStar und GamePro gab’s demzufolge auch ein kleines „Büro-Kästchen“ auf dem Stand, in dem man sich zum Traineeprogramm informieren konnte. Mehr war allerdings nicht zu sehen, nicht mal der Versuch Abos loszuwerden wurde gestartet. Redakteurstreffen und die traditionellen Fragestunden waren damit Geschichte. Ich meine einen Bernd Fischer mit der Kamera rumrennen gesehen zu haben, bin mir da aber auch nicht sicher. Insgesamt sehr enttäuschend. Wäre schon lustig gewesen, eine Diskussion außerhalb des Forums über die neuen Heftkonzepte führen zu können.

SIGN SET Werbegrafiken

Der Herausgeber des Retro-Magazins Return war ebenfalls mit einem recht großen Stand vertreten. Hier in gelungener Kombination mit Ausstellungsstücken aus der Kostenbarkeitensammlung von René Meyer. Chefredakteur Frank Erstling nahm sich viel Zeit zur Beantwortung der Leserfragen und versuchte nebenbei noch ein paar Hefte abzusetzen. Ehrensache, dass auch das Exemplar von Ausgabe #4 für Magaziniac bezahlt wurde.

Sonstiges

Cybermedia sprich M! Games hab ich dieses Jahr nicht entdeckt, ebenso hab ich von Consol.media nichts gesehen, auch nicht von der Gamers free2play, die auf der Messe wohl verteilt werden sollte – vielleicht war ich am Samstag auch schon zu spät. Panini hatte auch einen Stand. Wie nach der Trennung nicht anders zu erwarten, war dort aber nichts mehr von ConsolPlus und GamersPlus zu sehen.

Die Messe wird jedes Jahr größer und die Stände der Verlage, deren Zielgruppe dort theoretisch in Massen rumrennen müsste, werden immer kleiner und unspektakulärer. Besonders bitter finde ich diese Entwicklung bei IDG, schrieb der Verlag Leserkontakt auf allen Ebenen sonst wirklich groß, ist es dieses Jahr wirklich eine Enttäuschung gewesen. Lediglich die Abonnentenparty am Freitag in der Nachtschicht blieb übrig. Sollte es mir Sorgen machen, wenn sich am Computec-Stand jemand bei mir mit den Worten „Hi, ich bin der Obi-Twice aus dem GamePro-Forum“ vorstellt?

Blätterwald #29 vom 01. Juli 2010

Computec:

Neue Abowebseite
Computec hat nach vielen, vielen Jahren endlich ihre Abo-Webseite überarbeitet. Von nun lassen sich unter shop.computec.de auch ganz normal Einzelhefte bestellen. Bislang musste man dies, genau wie Bestellungen mehrerer Ausgaben per E-Mail abwickeln, da es keinen Warenkorb gab.

IDG:

GameStar Relaunch
Nun steht auch bei der GameStar ein Tapetenwechsel an. Wie auch schon bei der Konsolenschwester werden „Mehr Spiel, mehr Meinung, mehr Infos, mehr Faszination“ versprochen. Bleibt zu hoffen, dass man keine Harakiri-Aktion startet und nicht das GamePro-Konzept übernimmt.

GameStar MMO Magazin
IDG benennt ihr World of Warcraft-Magazin um. Aus „GameStar Sonderheft World of Warcraft“ wird „GameStar MMO Magazin“. Mit der Neugestaltung wächst das Heftformat ein zweites Mal und beträgt nun auch 210x280mm. Der Umfang reduziert sich um 16 Seiten auf 116. Im Editorial spricht Projektleiter Dirk Steiger zwar auch von anderen MMOs, das Heft ist aber derzeit weiterhin 100% WoW.

Weitere Verlage:

Ultimate Guide Online Gaming
Momentan flutet ein englischer Verlage mit dem Namen Ultimate Guide Media Limited die deutschen Kioske mit mehr oder weniger gut übersetzten Magbooks (monothematische Zeitschriften mit 164 oder mehr Seiten). Am 18. August erscheint mit „Ultimate Guide Online Gameming“ auch ein ggf. für PC-Spieler interessantes Heft. Die Preis liegt bei € 9,90 für 164 Seiten inkl. DVD, die Druckauflage bei 25.000 Exemplaren. Erscheinen soll das Magazin dann ab Januar vierteljährlich.

Elektrospieler kommt häufiger
Als Mitteilung von Chefredakteur Robert Bannert erhalten:
Der elektrospieler hat mittlerweile 100 Seiten, erscheint ab sofort zweimonatlich und kommt nicht mehr nur im CSW-Verlag, sondern beim VMS-Verlags- und Medienservice / CSW-Verlag.
Kann es allerdings nicht überprüfen, da der dritte Elektrospieler in Leipzig nicht erhältlich ist.

Lissy DS-Magazin
Das DS-Sonderheft der Mädchenzeitschrift kommt in diesem Jahr wieder, genauer gesagt am 02. Juli. Der Preis steigt von € 2,95 auf € 3,20.

Consol.at wieder in Deutschland normal zu abonnieren
Mit dem Start der Plus-Ausgabe wurde zunächst die Möglichkeit abgeschafft, die Österreichausgabe in Deutschland neu abonnieren zu können. Von nun an kann die AT-Ausgabe wieder ganz normal aus Deutschland und der Schweiz bezogen werden.

Spielehefte am Kiosk 2010 – Eine Sichtung des Bestandes – Teil 2

Willkommen zum zweiten und letzten Teil der Kiosksichtung. Diesmal geht es um die PC-Spielehefte, deren MMO-Ableger, Exoten und Hefte, die es nur im Abo oder auf Bestellung gibt.

PC-Spiele:

GamersPlus

GamersPlus 06/2010
Chefredakteur: Thomas Cap
Verlag: consol.Media Verlags GmbH / Panini Verlag
Preis: € 3,50
Ausstattung: 108 Seiten
Erscheinungsweise: 8x jährlich
Erstausgabe: 01/2008
Ausgaben derzeit: #11

PC-Spiele-Magazin in der Haut eines Konsolenmagazins. Aufgrund der Erscheinungsweise leider nur bedingt als Kaufberater zu sehen, eher für allgemeinen Leserspaß gemacht.

GameStar

GameStar 07/2010
Chefredakteur: Michael Trier
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 5,50
Ausstattung: 132 Seiten, DVD9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1997
Ausgaben derzeit: #154

PC-Spiele-Magazin in sachlich-seriöser Optik, unterhaltsamer DVD und schrecklichem Additions-wertungssystem, welches sich hoffentlich bald verabschiedet.

PC Action

PC Action 06/2010
Redaktionsleiter: Thorsten Küchler
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,50
Ausstattung: 132 Seiten, DVD10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 02/1996
Ausgaben derzeit: #174

Nutzt auch gerne mal den Humor mit der Brechstange, klar jugendliche Zielgruppe mit etwas unpassender Sie-Anrede.

PC Games

PC Games 06/2010
Chefredakteurin: Petra Fröhlich
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,50
Ausstattung: 148 Seiten, DVD10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1992
Ausgaben derzeit: #213

Das dienstälteste Spielemagazin in Deutschland, könnte jedoch gut etwas frischen Wind vertragen.

PC Games Power Player

Pc Games Power Player 06+07/2010
Projektleiter: Stefan Weiß
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Ausstattung: 132 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 06+07/2010
Ausgaben derzeit: #1

Dossiers, Guides und Workshops sind der Inhalt des neusten Sprosses der PC Games-Familie. Dem Heft würde allerdings auch nichts fehlen, wenn nicht noch ein xtes Mal das WoW-Thema verbraten würde.

MMO:

Buffed

Buffed 07+08/2010
Chefredakteur: Alexander Geltenpoth
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,90
Ausstattung: 132 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 09+10/2007
Ausgaben derzeit: #18

Hervorragende Zeitschrift über Onlinerollenspiele, leider etwas WoW-lastig.

GameStar World of Warcraft

GameStar World of Warcraft 06/2010
Chefredakteur: Dirk Steiger
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,99
Ausstattung: 132 Seiten, Poster
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2008 (als eigenständiges Heft)
Ausgaben derzeit: #23

Das World of Warcraft-Magazin der GameStar. Als nicht WoW-Zocker kann ich kein Urteil über die inhaltlichen Qualitäten fällen.

PC Games MMore

PC Games MMore 06/2010
Projektleiter: Dirk Gooding
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Ausstattung: 132 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #29

Das World of Warcraft-Magazin der PC Games. Heft liegt Magaziniac.de nicht vor.

PC Games Runes of Magic

PC Games Runes of Magic 07+08/2010
Projektleiter: Wolfgang Fischer
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Ausstattung: 100 Seiten, Booklet
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #7

Das Runes of Magic-Magazin der PC Games. Heft liegt Magaziniac.de nicht vor.

Sonstige:

Die Sims – Das offizielle Magazin

Die Sims – Das offizielle Magazin 04/2010
Chefredakteur: Dirk Steiger
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,99
Ausstattung: 100 Seiten, DVD
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #7

Die Sims ist ein ausgesprochen weibliches Spiel. Die Heftaufmachung trägt der Zielgruppe Rechnung und ist sehr lifestyle- und einsteigerlastig ausgefallen. Verbreitet (Verkäufe + Freiexemplare) werden laut Verlag 25.000 Hefte.

Games Hero

Games Hero präsentiert World of Warcraft #1Chefredakteur: –
Verlag: Papercut Publishing Ltd.
Preis: € 3,50
Ausstattung: 16 Seiten (Postermagazin)
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 01/2010
Ausgaben derzeit: #1

Von Papercut kommt im Spielbereich momentan nicht allzu viel nach Deutschland. Aktuell gibt es nur das World of Warcraft-Poster „Games Hero“. Es ist von der Aufmachung identisch mit der jetzt eingestellten „Games Magic“, kostet aber 51 Cent mehr.

Making Games Magazin

Making Games Magazin 03/2010
Chefredakteure: Michael Trier, Markus Schwerdtel
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,90
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2005
Ausgaben derzeit: #18

Das Branchenmagazin der GameStar. Making Games berichtet über Entwicklungen, Trends und Berufen in der Spielebranche. Ein Blick lohnt sich, ist aber nur an größeren Bahnhöfen möglichst. Ansonsten ist das Heft über Abo und Direktbestellung zu beziehen.

Mobile Gamer

Mobile Gamer 15/2009
Chefredakteur: Oliver Schultes
Verlag: Cybermedia Verlag GmbH
Preis: € 3,50
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 11/2005
Ausgaben derzeit: #15

Mobile Gamer berichtet inhaltlich und optisch hervorragend über Handheldspiele. Momentan allerdings leider nicht, dieses Jahr ist noch keine Ausgabe erschienen. Eingestellt ist der Titel offiziell nicht, so lange es nicht genügend Anzeigenbuchungen gibt, kommt aber auch keine weitere Ausgabe. Sehr bitter.

Retro

Retro #16
Herausgeber: Enno Conners
Verlag: CSW Verlag
Preis: € 6,95
Ausstattung: 92 Seiten
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #16

Retro berichtet über die längst vergangenen Konsolen- und Computergenerationen. Jede Ausgabe hat ein umfangreiches Schwerpunktthema.

Direktbezug:

Gamefront

Gamefront 02/2010
Herausgeber/Chefredakteur: Frank Michaelis
Verlag: –
Preis: € 6,50
Ausstattung: 56 Seiten
Erscheinungsweise: 2-3x jährlich
Erstausgabe: 01/1995
Ausgaben derzeit: #57

Harte, dennoch faire Bewertungen und ein launiger Schreibstil sind die Markenzeichen der Gamefront. Zu schade, dass es das Heft nicht am Kiosk gibt und kaum mehr als zwei oder drei Ausgaben pro Jahr erscheinen.

Level 1

Level 1 #24
Redaktionsdirektor: Marcus Menold
Verlag: Raptor Publishing GmbH
Preis: € 2,90
Ausstattung: 68 Seiten
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 10/2006
Ausgaben derzeit: #24 (laut Verlag)

Das Heft ist mittlerweile weder hübsch noch inhaltlich in irgendeiner Form zu gebrauchen. Zu welchem Zweck und in welchen Abständen es produziert wird, weiß der nur alleine der Verlag. Am Kiosk ist das Heft nicht mehr zu bekommen, im Impressum ist auch kein Vertrieb mehr angegeben. Daher ist davon auszugehen, dass das Magazin nur noch über Einzelheftbestellung im verlagseigenen Webshop zu beziehen ist. Die aktuelle Ausgabe, erschienen im April, liegt Magaziniac.de nicht vor.

Return

Return 04/2010
Chefredakteur: Frank Erstling
Verlag: SIGN SET Werbegrafiken
Preis: € 4,90
Ausstattung: 48 Seiten
Erscheinungsweise: Vierteljährlich
Erstausgabe: 10/2009
Ausgaben derzeit: #3

Retrozeitschrift über die 8-Bit-Generation. Die aktuelle Ausgabe liegt Magaziniac.de derzeit nicht vor.

World of Warcraft – Das offizielle Magazin

World of Warcraft – Das offizielle Magazin #2
Chefredakteur: ?
Verlag: Future Publishing Ltd.
Preis: € 10,49
Ausstattung: 148 Seiten, werbefrei, Softcover
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #2

Offizielles WoW-Magazin von Future Publishing aus England. Nur im Abo zu bekommen und extrem teuer. Das Magazin liegt Magaziniac.de derzeit nicht vor.

Spielehefte am Kiosk 2010 – Eine Sichtung des Bestandes – Teil 1

Später als gewöhnlich, aber immer noch im Mai – die jährliche Bestandsaufnahme der Spielehefte in Deutschland. Kurz und knapp könnt ihr im nun im ersten Teil des Eintrags lesen, welche Konsolenmagazine es hierzulande am Kiosk gibt, was sie kosten und wie es um ihre Ausstattung bestellt ist.

Multiformat:

Computer Bild Spiele

Computer Bild Spiele 06/2010
Chefredakteur: Hans-Martin Burr
Verlag: Axel Springer Verlags AG
Preis: € 4,99
Ausstattung: 136 Seiten, 2x DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/1999
Ausgaben derzeit: #127

Vollversionslieferant und treuer Begleiter für unbedarfte Spieler. Mittlerweile auch optisch einigermaßen zu gebrauchen.

ConsolPlus

ConsolPlus 06/2010
Chefredakteur: Alexander Amon
Verlag: consol.Media Verlags GmbH / Panini Verlag
Preis: € 3,50
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Erstausgabe: 01/2008
Ausgaben derzeit: #15

ConsolPlus heißt eigentlich consol.AT und erscheint bereits seit 2000 in Österreich. Panini bringt seit September 2008 mehr oder weniger das Heft 1:1 auch nach Deutschland. Das Heft fällt vor allem durch seine bunte Optik und den großen Retroteil auf. Dank mittlerweile zehn Ausgaben pro Jahr ist es auch um die Aktualität gut bestellt. ConsolPlus fühlt sich noch an, wie eines der Multiformat-Magazine aus der guten, alten Zeit™.

Elektrospieler

Elektrospieler #3
Chefredakteur: Robert Banner
Verlag: CSW-Verlag
Preis: € 6,95
Ausstattung: 92 Seiten, Artbook-Optik
Erscheinungsweise: Vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #3

Robert Bannert darf sich frei austoben und erschafft mit Elektrospieler Print ein außergewöhnliches Produkt. Im Heft sollen sich die Reportagen abspielen, im PDF die Tests. Beides klappt nicht so recht. Vom PDF Elektrospieler-Express sind erst zwei Ausgaben erschienen, im Heft befinden sich auch ein paar ausgewählte Tests von vor allem eines: Viele Artworks, sodass das Heft eher ein Artbook mit Videospielschwerpunkt ist als ein Spielemagazin mit hübschen Artworks.

Game Master

Game Master 06/2010
Chefredakteur: Jo Löffler
Verlag: Panini Verlag
Preis: € 2,99
Ausstattung: 52 Seiten, Spielzeug-Extra
Erscheinungsweise: 12x jährlich
Erstausgabe: 01/2004
Ausgaben derzeit: #51

Game Master testet Animegames und Rollenspiele und hat eine Vorliebe für Pokémon-Games. Die Zielgruppe des Heftes ist recht jung, wird aber ernst genommen und gut bedient. Im Gegensatz zu manch anderem Kinderspieleheft der Vergangenheit wirkt Game Master nicht einfach dahingerotzt.

GamePro

GamePro 06/2010
Chefredakteur: Markus Schwerdtel
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 5,50
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/2002
Ausgaben derzeit: #92

IDG hat seinem Konsolenheft aktuell einem drastischen Relaunch unterzogen. Dazu gehörte neben dem Rausschmiss des Additionswertungssystems auch die Verschiebung von inhaltlichen Schwerpunkten. GamePro hat zwar nie den Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, jetzt werden aber nur noch eine Hand voll Titel getestet, der Rest sind Previews und Specials. Der Weg führt Weg vom klassischen Test, aber ob das die Auflagenprobleme löst? Wir werden es sicher bald erfahren.

Games Aktuell

Games Aktuell 06/2010
Chefredakteur: Thomas Szedlak
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,90
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 06+07/2003
Ausgaben derzeit: #83

Solides Multiformat-Magazin mit ansprechender Optik, immer mal wieder interessanten Specials und einem Hauch von PC. Die Konsolenherkunft lässt sich einfach nicht verleugnen.

Games and More

Games and More 06+07/2010
Chefredakteur: Thomas Szedlak
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 1,50
Ausstattung: 68 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 11/2008
Ausgaben derzeit: #15

Digital Entertainment für alle. Naja, eher für immer weniger, denn die Auflage kennt nur die rapide Richtung nach unten. Ein Dumpingpreisheft, das auch noch stellenweise mit schlechter Anzeigenauslastung zu kämpfen hat, hat’s nicht leicht und kommt deswegen nur noch zur Hochsaison monatlich. Falls man im am Bahnhof mal überbrücken möchte, ist’s ganz nett. Wer aber nur einen Euro mehr ausgibt, bekommt mit der Magazin-Variante der Games Aktuell bereits ein vollwertiges Spieleheft.

GEE

GEE #53
Chefredakteur: Heiko Gogolin
Verlag: GEE Media & Marketing GmbH
Preis: € 4,50
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 8x jährlich
Erstausgabe: 01/2003
Ausgaben derzeit: #53

GEE liebt Spiele. Und GEE ist kein typisches Spieleheft. Neben Reportagen gehören auch Gadgets, Interviews und Themen rund um Spielekultur zum Inhalt. Definitiv nicht für jedermann.

M! Games

M! Games 07/2010
Chefredakteur: Oliver Schultes
Verlag: Cybermedia Verlag GmbH
Preis: € 4,50
Ausstattung: 100 Seiten, Hochglanzoptik
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 11/1993
Ausgaben derzeit: #201

Braucht man darüber noch viele Worte zu verlieren? M! Games (ehemals Man!ac) ist vor kurzem 200 geworden und der letzte Vertreter klassischer Multiformat-Hefte, die es noch am Kiosk gibt. Wie es um das Heft steht, lässt sich von außen leider nicht beurteilen, Cybermedia gibt sich leider recht zugeknöpft bzgl. der Verkaufszahlen.

Multimania

Multimania #28
Chefredakteur: Mikis Wesensbitter
Verlag: Devil Inc. Presseverlag
Preis: € 4,50
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 03/2005
Ausgaben derzeit: #28

Multimania hat eine recht bewegte Geschichte hinter sind, die mittlerweile schon fünf Jahre geht. Multimania berichtet über Spiele, Filme, Hörspiele und Bücher im Stil einer Musikzeitschrift – das Schwesterheft Legacy lässt sich eben nicht verleugnen. Problematisch ist die Sache mit dem Erscheinungstermin – Multimania kommt eigentlich nie zum angekündigten Termin in den Handel.

Nintendo:

N-Zone

N-Zone 06/2010
Redaktionsleiter: Thorsten Küchler
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,50
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 09/1997
Ausgaben derzeit: #158

Das dienstälteste Nintendo-Magazin liefert inzwischen wieder solide Qualität. Computec konzentriert sich wieder aufs wesentliche und spart sich Späße wie Premium-Ausgaben. Das Heft steht und fällt mit der mehr oder mindergroßen Ausbeute an Nicht-Casual-Games für Wii.

Wii Magazin

Wii Magazin 04/2010
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Verlag: LiveEmotion GmbH
Preis: € 3,50
Ausstattung: 124 Seiten inkl. Doppelposter
Erscheinungsweise: 7x jährlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #24

Qualität setzt sich langfristig eben doch durch. Das Wii-Magazin nutzte die Schwächephase der N-Zone und zog mit den Verkaufszahlen am ewigen Rivalen vorbei. LiveEmotion bemüht sich den kompletten Wii-Markt im Heft unterzubringen, d. h. auch Totalausfälle werden humorvoll verrissen.

PlayStation 3:

play3

play3 06/2010
Redaktionsleiter: Thorsten Küchler
Verlag: Computec Media
Preis: € 5,50
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 05/2007
Ausgaben derzeit: #38

Was lange währt wird endlich gut: Mitbewerber und die Führung durch Ex-CyPressler Thorsten Küchler haben dem Heft zu neuem Glanz verholfen. Play3 ist Marktführer der PlayStation-Magazine, nicht nur optisch und inhaltlich – inzwischen zurecht.

PlayBlu

PlayBlu 04/2010
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Verlag: LiveEmotion GmbH
Preis: € 3,50
Ausstattung: 124 Seiten inkl. Doppelposter
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #10

PlayBlu überzeugt zwar vom Schreibstil, hat jedoch mit starken optischen Problemen und der viel zu seltenen Erscheinungsweise zu kämpfen. Als Marktübersicht ist das Heft top, als aktueller Kaufberater eher weniger.

PS3M

PS3M 06/2010
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Verlag: Airmotion Games GmbH
Preis: € 3,90
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 11/2008
Ausgaben derzeit: #20

Fester Vorsatz für diese Übersicht: Sachlich bleiben. Bei keinem anderen Heft fällt mir dies so schwer, wie bei PS3M: Selbst das Editorial vom Xbox360-Schwesterheft zu recyceln ist einfach indiskutabel. Synergieeffekte nutzen schön und gut, irgendwo muss man aber auch den Schlussstrich ziehen. Welche Geige das PS3M im Gegensatz zu 360 Live spielt, lässt sich auch wunderbar an der Redaktionsbeteiligung im Forum ablesen.

Xbox 360:

360 Live

360 Live 06/2010
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Verlag: Airmotion Games GmbH
Preis: € 3,60
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #50

Das Heft fällt vor allem durch sein übergroßes Format (230x297mm) und seine großen Bilder auf. Richard Löwensteins Kolumnen wissen oft zu gefallen. Umgang mit den Lesern und die Vorabtest-Politik sind zumindest diskussionswürdig.

X3

X3 06/2010
Redaktionsleiter: Thorsten Küchler
Verlag: Computec Media
Preis: € 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 09/2008
Ausgaben derzeit: #14

Computec kann vom Premium-Preis-Segment bei den Xbox-Heften einfach nicht lassen. Nach dem sich eine monatlich X3 für € 3,60 weder bei Lesern noch bei Anzeigenkunden durchsetzen konnte, kam die Zeitschrift nun als zweimonatlicher Premium-Titel zurück. Inhaltlich konzentriert man sich auf Test-Highlights und lange Vorschaustrecken. Die aktuelle Ausgabe besteht aus einer Hand voll Tests, ansonsten gibt es nur Previews.

Xbox Games

Xbox Games 04/2010
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Verlag: LiveEmotion GmbH
Preis: € 3,50
Ausstattung: 124 Seiten inkl. Doppelposter
Erscheinungsweise: 7x jährlich
Erstausgabe: 03/2003
Ausgaben derzeit: #49

Das Xbox-Magazin von LiveEmotion. Beste Ausstattung, bester Preis, bester Schreibstil. Was will man mehr? Endlich ein ansehnliches Layout…

Angesehen: GamePro 06/2010 – Die Relaunchausgabe

Mittwoch, 5. Mai 2010. Stichtag für die Relaunchausgabe der GamePro. IDG hat ihr Multiplattformheft inhaltlich, wie optisch grundlegend überarbeitet und bereits im Vorfeld freundlich Pressemitteilungen an diverse Mediendienste verschickt. Versprochen wurde allerhand: neues Wertungssystem, ein moderner Heftlook, mehr Meinungen und Hintergründe. Versprechen kann man Vieles, nicht halten ebenso.

Beginnen wir zunächst mit ein paar positiven Dingen: Das Cover bietet nun endlich mehr Platz fürs Titelmotiv und das Wertungssystem, bei dem die Einzelwertungen mehr oder minder kunstvoll zu einer Gesamtwertung zusammenaddiert wurden, ist Geschichte. Es gibt wieder klassisch Grafik und Sound im 10er System und eine Spielspaß-Note in Prozent. Damit sind wir auch schon am Ende angekommen. Halt, nicht ganz – denn schließlich gibt es auch Negatives zu berichten.

Bereits beim Blick ins Editorial fallen zweierlei Dinge auf: 1. Es gibt eine neue, viel größere Schrift und 2. „Layout entschlacken“ heißt vor allem eines, Farbe raus.

War schon beim letzten, wenig überzeugenden, Relaunch nicht ganz klar, warum die Comic-Avatare der Redakteure noch erhalten blieben, stellt sich die Frage jetzt erneut – nur viel drastischer. Denn übrig geblieben sind nicht einmal mehr die Symbole für die einzelnen Konsolen. Die Verwendung der Comic-Bildchen hätte man sich also schenken können, die passenden Schwarz-Weiß-Fotos sind direkt daneben bereits abgedruckt. Ebenfalls schenken können hätte man sich die Neugestaltung der Avatare, denn wirklich ähnlich sehen sie ihren echten Vorbildern nicht mehr. Henry Ernst sieht aus wie der liebe Onkel von Nebenan, Kai Schmidt wie ein Schwerverbrecher und Thomas Wittulski wie eine finster dreinblickende Papst-Benedikt-Karikatur ohne graue Haare.

Von einem Extrem ins Nächste

Bislang setzte man auf ein vierspaltiges Layout mit winzigkleiner Schrift. Davon hat man nun abstand genommen und schreibt wieder in einer Größe, die auch ältere Menschen problemlos lesen können. Vor allem die Headlines nehmen jetzt Ausmaße an, die ein großes, deutsches Boulevardblatt ebenfalls gerne für ihre Titelschlagzeilen verwendet. Die Spaltenzahl wurde halbiert, d. h. es gibt von nun an nur noch zwei. Auf den ersten Blick wirkt das sehr ungewohnt, auf den zweiten Blick führt das zu großen Textklumpen und sehr großen Screenshots mit sehr unregelmäßiger Breite.

(Ex-)Mitbewerber lassen grüßen

Ein Häppchen M! Games: Der Magazin-Teil der GamePro wird nun, genauso wie M! Extended, im ganzen Heft verstreut
Eine Portion PC PowerPlay: Jedes getestete Spiel bekommt mindestens zwei Seiten
Eine Scheibe neXt Level: Es kommt nicht mehr (fast) jedes Spiel in den Testteil, sondern nur noch ausgewählte Titel. Der Testteil der neuen GamePro umfasst also gerade einmal klägliche zehn Spiele, darunter einen Handheldtest

Dass man bei einem reinen Singleplattform-Magazin auf Kurztests oder Einseiter verzichtet, okay. Hat bei der PC PowerPlay auch geklappt, vor allem wenn man bedenkt, dass die ganzen Moorhuhn-Neuauflagen und Klone eh keinen Heftkäufer interessieren. Bei einem Multiformatheft wird das schon schwieriger, denn selbst wenn man den gröbsten Schrott (das Casual-Zeug für Wii) weglässt, erscheinen noch viele überdurchschnittliche Titel (GamePro-Maßstab 70% und drüber). Next Level hat dieses Problem vor mehr als zehn Jahren mit Kurztests gelöst. Da diese Option für die GamePro wegfällt, fallen die Titel einfach komplett aus dem Heft heraus. Denn wirklich viele Spiele kann man bei diesem Konzept nicht unterbringen, zumindest dann nicht, wenn der Umfang selbst zum Relaunch bei 100 Seiten verbleibt.

Dem neuerlichen Platzproblem sind in dies auch gleich die Leserbriefe zu Opfer gefallen. Laut Aussagen im Forum läge dies natürlich daran, dass es nicht genug brauchbare Zuschriften gegeben hätte. Ah ja, nach über 90 Ausgaben gibt es auf einmal also nicht mehr genügend Leserbriefe, deren Abdruck sich lohnt, soso.

Den Absturz der Relaunchausgabe verhindern können die neue Serie „GamePro Elements“ mit dem Schwerpunkt „Der Schuss“ in Videospielen und der nette Retroteil mit Tactics Ogre zwar nicht, aber immerhin verhindern sie einen Totalausfall.

Dass man an der ein oder anderen Stelle daneben gegriffen hat, wurde im Heftforum übrigens auch schon festgestellt, Wertungskasten samt „Awards“, die als solche derzeit nicht mehr erkennbar sind, sollen schon überarbeitet werden. Es bleibt also kein „Setzen, 6“ zurück, ein „Versetzung gefährdet“ ist es dennoch.

P.S.
Sorry Kosta und Jakob, es tut mir in der Seele weh dies geschrieben zu haben.

Blätterwald #27 vom 16. März 2010

Computec:

Games and More verspätet sich
Hat sie schon wer vermisst? Die neue Ausgabe kommt am 17.3 in den Handel, anstelle des geplanten Termins 3. März. Einige Blockbuster hätten es sonst nicht ins aktuelle Heft geschafft. Bei einem Zweimonatsheft ist die Entscheidung nachzuvollziehen.

Wo bleibt X3?
Gute Frage, nächste Frage. Die Verschiebung der Games and More ließ sich auf Cynamite.de nachlesen, zu X3 hingegen gibt es keine Infos, wo die für den 10. März angekündigte Ausgabe bleibt.

Jederzeit kündbare Abos für Buffed und PCG MMore
Computec bietet jetzt für Buffed, PC Games, PC Games MMOre eine Abovariante ohne lange Bindung an. Die von Computec als „Flex-Abo“ bezeichneten Varianten sind jederzeit kündbar, Geld für bezahlte, aber noch nicht gelieferte Hefte gibt es zurück. Cybermedia (M! Games) und IDG (GameStar/GamePro) bieten derartige Abonnements seit Jahren an, umso erfreulicher ist es, dass Computec zumindest für einen Teil der Hefte diesen Service nun auch direkt anbietet und kein Umweg mehr übers Miniabo gegangen werden muss.

Computecs aktuelles Sonderheftprogramm
– Seit dem 3. März ist ein PC Games Sonderheft mit dem Titel Rollenspiele im Handel. In erster Linie ist es ein Tipps-Heft zu Mass Effect 2, Dragon Age: Origins und Drakensang: Am Fluss der Zeit. Der Preis liegt bei € 4,99
– PC Games Tipps&Tricks 02/2010 befasst sich komplett mit dem Thema Anno 1404 und erscheint am 17.03. Der Preis beträgt ebenfalls € 4,99
– Play3 bedient alle Final Fanatasy-Fans mit einem Sonderheft zu Teil 13 der Rollenspiel-Reihe. Test, Komplettlösung und Entwickler-Historie Square Enix sind für € 4,99 zu haben
– Von der Kids Zone erscheint am 24.03 ein Pokémon-Sonderheft zu den Editonen Heartgold und Soulsilver. Der Preis wird mit € 2,99 veranschlagt

IDG:

Geringere Druckauflage für Sims 3-Magazin
Die Druckauflage soll zum Start bei 100.000 Exemplaren gelegen haben. Über Verkaufszahlen schweigt sich IDG aus, die Druckauflage wird aktuell nur noch mit 75.000 Exemplaren angegeben.

Weitere Verlage:

Ausgabe #2 von Return erschienen
Die Ausgabe ist zwar schon seit ein paar Tagen erhältlich, dennoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf die zweite Ausgabe verweisen (daran sieht man, warum Frames auf Webseiten nichts zu suchen haben).

GamingXP #18 erschienen
Weil die Frage in den Kommentaren auftauchte, das Heft gibt es noch. Ausgabe #18 ist seit dem 10. März erhältlich.

Level 1 #23 sollte erscheinen am 12.03.10
Im Raptorshop ist sie seit Montag erhältlich, Kioskbesitzer zeigen ihren Kunden gewohnt die lange Nase.

Neue Ausgaben von Elektrospieler und Retro
Seit Samstag sind für jeweils € 6,95 die neuen Ausgaben der Magazine aus dem CSW Verlag im Bahnhofsbuchhandel zu haben. Retro widmet sich in Ausgabe #15 den Jump’n’ Runs, Elektrospieler setzt die Schwerpunkte auf Bioware und Final Fantasy XIII.

Neues von LCD Publishing
Englands schlechteste Zeitschriftenschmiede hat das „Action Power Extra“-Postermagazin eingestellt. Im Gegenzug ist nun ein weiteres Manga Mania-Poster erschienen.

Neues von Papercut
Die allseits beliebten Produzenten aus England von Tipps-Heftchen haben inzwischen die dritte Auflage des Games Magic WoW-Posters herausgebracht. Wer sich eine WoW-Weltkarte an die Wand kleben will, kann das mit € 2,99 tun.

Verkaufszahlen ConsolPlus/GamersPlus IV/09
ConsolPlus: Druck 49.454 / Verkauf 21.260 / Abo 221
Gamers Plus: Druck 51.225 / Verkauf 20.104 / Abo 43

Magaziniac Schnellansicht #1 vom 06. Dezember 2009

Leser der früheren Stunden erinnern sich, die Blätterwald-Rubrik wurde Anfang 2008 eingeführt, weil nicht jedes Schnipselchen einen eigenen Blogeintrag rechtfertigt, es aber Schade darum wäre, wenn die vielen, kleinen Meldungen untergehen würden. Da ich leider nicht immer Zeit habe, ein umfangreiches „Angesehen“ zu schreiben, jedoch aber nur ungerne Relaunches, Sonderhefte und oder einfach so eine besondere Ausgabe unter den Tisch fallen lasse, gibt es ab sofort die Rubrik „Schnellansicht“.

Computer Bild Spiele 12/2009

Computer Bild Spiele 12/2009Der große Relaunch. Ganze zehn Jahre hat es gedauert, die CBS sieht nun nicht mehr nach einem Computer Bild-Klon, sondern tatsächlich nach einem Spieleheft aus, auch wenn die riesigen Tabellen natürlich geblieben sind. Die Aufmachung an sich ist wirklich richtig gelungen, hat jedoch mit kleineren Problemen zu kämpfen. Durch das immer noch übergroße Heftformat müssen Artworks des Öfteren auf eine Größe aufgeblasen werden, die die Bildauflösung einfach nicht hergibt, das führt zu Unschärfe und pixeligen Kanten. Das Tiefdruckverfahren, mit dem die CBS aufs Papier kommt, leistet hier auch noch seinen Teil dazu bei, dass Bilder immer ein wenig matschig und unscharf wirken. Bei einem Preis von mittlerweile € 4,99 für die Gold-Version haben ich an die Haptik einfach andere Ansprüche als bei einem Drei-Euro-Ramschtitel.

Eine Frage, die mir beim Durchblättern der neuen CBS immer wieder durch die Kopf gegangen ist, konnte ich leider nicht auf die Schnelle beantworten: Darf eine CBS gut und wie ein Spieleheft aussehen oder muss sie den hässlichen CB-Touch haben, um Erfolgreich zu sein? Die IVW-Zahlen werden es zeigen. Zumindest hat die CBS eine Entwicklung durchgemacht, die ich von ihr nicht erwartet hätte.

Elektrospieler #1/2009

Elektrospieler #1/2009Wirklich ein schwieriges Unterfangen. Das Heft trägt sehr deutlich die Handschrift von Robert Bannert. Das gibt es heute auch nicht mehr allzu oft, dass man ein Heft aufschlägt und genau weiß, es kann nur von diesem einen Redakteur und von niemandem sonst stammen. Soweit, so wertneutral. Wie im Interview bereits angekündigt, hat Elektrospieler Print einige Reportagen, ein paar kurze Tests, weil’s irgendwie sein muss und viele schöne Artworks. Damit wären wir auch schon wieder beim Thema Robert: Streckenweise wirkt der Elektrospieler so, wie ein Gothic-Magazin und nicht wie ein Spieleheft. Ich befürchte, damit ist das Magazin viel zu speziell, um eine ausreichend große Käuferschaft zu finden. Vom Gegenteil würde ich mich dennoch sehr gerne überzeugen lassen. Ein Highlight aus vergangenen fungeneration Tagen: Auf der letzten Seite befindet sich ein Comic der kleinen Gruftschlampe.

GamePro Sonderheft: PlayStation 3 XL

GamePro Sonderheft 01/2010 PlayStation 3 XLHachja, die sogenannten Magbooks. Zeitschriften mit großem Umfang und hohem Preis. € 12,95 lässt sich IDG das gute Stück mit 196 Seiten Umfang und DVD kosten. Der Inhalt zielt nicht ganz auf die GamePro-Leserschaft, denn man hat die „ihr-Anrede“ gegen ein ätzendes Gesieze umgetauscht. Wie bei Copy&Paste üblich, klappt das leider nicht immer und Henry Ernst duzt die Leser zwischendurch auch mal. Ebenso verbleiben nicht mehr gültige Preisangaben in den Texten. Die Optik ist ein leicht abgewandeltes GamePro-Design in weniger bunt. Zudem hat man den monströsen Wertungskasten rausgeschmissen und am Ende einen Kasten mit Pro&Kontra sowie einer Gesamtwertung im Prozentsystem runtergesetzt.

Von der Idee her ist das Sonderheft für PS3-Slim-Neueinsteiger ganz nett, die Umsetzung kann mich allerdings nicht so vom Hocker hauen. Angesichts dieses Preises hätte es auch gerne ein vollständiges PS3-Kompendium sein dürfen, also eine Übersicht über alle PS3-Titel. Zudem ist der Umfang im Vergleich zu den anderen XL-Ausgaben von IDG ziemlich knauserig bemessen. Sowohl der Windows-Guide (€ 12,99) als auch das Mac OSX-Handbuch (€ 14,95) bieten jeweils ca. 300 Seiten inkl. DVD.

30.000 Exemplare hat IDG drucken lassen. Hoffen wir trotzdem, dass ausreichend Hefte davon verkauft werden und eine Option auf weitere Ausgaben besteht. Denn zumindest theoretisch lässt sich in einem dieser Magbooks mehr Inhalt und Tiefe vermitteln, als man je in einem normalen Heft unterbringen könnte.

Games4Girls 02/2009

Games4Girls 02/2009Das Heft macht dort weiter, wo Ausgabe #1 aufgehört hat: Beim Hypen von typischen Mädchenthemen. Nach Hannah-Mania steht nun Twilight auf dem Programm. Inhaltlich hat sich nicht wirklich was getan, soll soweit in Ordnung sein, wenn’s der Zielgruppe gefällt… Die nächste Ausgabe soll erst am 5. Mai kommen. Lustiges Detail am Rande: Der Anzeigenvermarkter hat das Heft bereits von seiner Seite entfernt und eine Meldung zur Hefteinstellung gibt es auch schon – na das sind ja rosige Aussichten.

GamesTM 01/2010

gamesTM 01/2010Es hat sich ausgespielt – auch der zweite Versuch das britische Multiformat-Magazin in Deutschland zu etablieren ist gescheitert. Erfreulich ist zumindest, dass man sich ordentlich verabschiedet und nicht mit den Worten „Die nächste Ausgabe erscheint am…“ verschwindet. So gibt es einige kleine Spielereien, der Slogan „Das unabhängige Mutiformat-Magazin“ wurde durchgestrichen und durch „endgültige“ ersetzt. Auf der letzten Seite gibt es ein kleines „Best of gamesTM“ und man darf sein Wunschdatum für die nächste Ausgabe eintragen. Inhaltlich hat sich in der letzten Ausgabe noch etwas Schönes im Retroteil versteckt: Es findet sich die komplette Final Fantasy-Titelstory der Retro Gamer 69 im Heft.

Mobile Gamer 15/2009

Mobile Gamer 15/2009Satte 11 Monate mussten wir auf eine weitere Ausgabe der Mobile Gamer warten. Anzeigenkrise sei Dank? Die Pause ist jedenfalls so lang gewesen, dass man erstmal ein „neu“ auf den Titel klatschen musste. Apropos Titel: Da prangt leider auch ein neues Logo, das alte mit dem Batteriebalken ist leider Geschichte. Der Inhalt ist gewohnt überragend und zeigt einmal mehr, dass sich auch in schwierigen Zeiten erstklassige Hefte produzieren lassen, bei denen Inhalt, Optik und Preis stimmen. Leider geht es auch hier nicht ohne unerfreuliche Nachrichten, denn weitere Ausgaben der Mobile Gamer sind keineswegs sicher. Für 2010 gibt es erstmal keinen Termin, man überlegt noch zwischen unregelmäßigem Sonderheft (defakto einstellung) und zweimonatlich. Drücken wir ganz Fest die Daumen, kaufen uns unser eigenes Exemplar und hoffen, dass im von der Redaktion angepeilten März ein positives Ereignis am Kiosk liegt. Denn wenn es dieser Tage um ein Spieleheft am Kiosk richtig schade wäre, dann wäre es die Mobile Gamer.

X3 12/2009

X3 12/2009Geschickte Taktik: Erst den Umfang reduzieren, dann das Heft vermeintlich einstellen, es als Sonderausgabe mit dem ursprünglichen Heftumfang wieder erscheinen lassen und dabei noch eine saftige Preiserhöhung von € 3,60 auf € 4,99 vollziehen. Und, es scheint sogar mehr oder minder gut zu klappen. X3 kommt als Zweimonatsmagazin, aber leicht verändertem Konzept wieder.

Typische Rubriken wie News, Xbox Live und Community sind aus der aktuellen Ausgabe rausgeflogen. Man beschränkt sich auf einige Testhighlights und Tipps&Tricks. Zwei Previews und ein umfangreicheres Hardware-Special gibt es auch noch. Das besondere an der Heftstruktur, die Tipps befinden sich jeweils direkt hinter dem dazugehörigen Test und nicht gesammelt am Ende. Ungewohnt ist das auf alle Fälle, ob das nun gut oder schlecht ist, möge jeder für sich persönlich entscheiden.

Blätterwald #25 vom 27. November 2009

Computec:

13/2009 – Außer Spesen, nichts gewesen
Es hätte alles so schön sein können, Computec schiebt bei der PC Games ein 13. Heft ein und im Zuge dessen korrigiert man auch bei den anderen Heften die Nummer gleich mit, sodass Dezember auch Dezember ist und sich nicht Januar oder gar Februar nennt. Nach PC Games und PC Action sollte sich dies auch bei den Konsolenhefte fortsetzen, play3 13/2009 – denkste. Obwohl sie angekündigt war, kommt sie nicht.

Statt die Nummer irgendwie zu vereinheitlichen herrscht leider nun das völlige Chaos. Beispiel gefällig?

Der Januar der play3 beginnt am 02. Dezember, der Januar der PC Action am 09. Dezember, der Games Aktuell Januar am 16. Dezember, der PC Games Januar am 23. Dezember und der PC Games MMore Januar am 30. Dezember.

Vetriebstechnische Gründe hin oder her: Das ist absoluter Unfug und schafft keinerlei Klarheit, was eigentlich aktuell ist und was nicht.

Computec EVTs 2010:

2010 ändert sich auch der ein oder andere Erstverkaufstag, gewohnte Termine sind daher aus dem Kopf zu streichen.

Games Aktuell: Bereits in diesem Jahr sind die Erscheinungstermine stellenweise Achterbahn gefahren, 2010 gilt folgendes: Das Heft erscheint zukünftig immer am dritten Mittwoch des Monats, nicht mehr am vorletzten Mittwoch des Monats.

Games and More: Zukünftig gibt es nur noch zwei monatliche Ausgaben, nämlich im November und Dezember – wohl um vom dortigen Anzeigengeschäft profitieren zu können. Von Januar bis Oktober kommt das Heft alle zwei Monate, jeweils am ersten Mittwoch.

PC Games MMore: Bisher war jeder letzte Mittwoch eines Monats der Tag des World of Wacraft-Heftes. Ab März 2010 wird der EVT dauerhaft um eine Woche vorgezogen. Nebeneffekt der Aktion, man erscheint zukünftig zwei Tage vor GameStar World of Warcraft. Die verkaufte Auflage wird jetzt mit 70.000 Exemplaren angegeben, zuvor wurden noch 75.000 angegeben.

X3: Entgegen bisheriger Erwartungen bleibt uns das Magazin auch nächstes Jahr erhalten. Nach einer längeren Pause erscheint X3 dann ab März zweimonatlich. Der EVT wird um eine Woche vorgezogen. X3-Tag ist dann jeweils der zweite Mittwoch eines ungeraden Monats, am Preis von € 4,99 für 100 Seiten ändert sich nichts.

Weitere Computec-News:

Neue Heftformate
Computec Media wechselt bei elf ihrer 13 Publikationen das Heftformat aus. Aus DinA4 mit den Maßen 210x297mm wird das Format 210x280mm. Die Umstellung beginnt im Februar zunächst bei PC Action, Games Aktuell, Buffed, N-Zone, PC Games und PC Games MMore und wird im März bei Play3, PC Games Hardware, Games and More, Widescreen Vision und X3 fortgesetzt.

Wechsel in der Buffed-Chefredaktion
Heinrich Lenhardt hatte seinen Abgang ja bereits angekündigt, nur die Nachfolge stand bislang nicht fest. Ab Ende 2009 übernimmt Computec Urgestein Alexander Geltenpoth das Printruder von Buffed.

Neues Play3-Sonderheft
Hype lass nach. Assassin’s Creed 2 ziert dieser Tage nicht nur unzählige Titelseiten, sondern wird am 2. Dezember auch mit einem eigenen Sonderheft bedacht. Das gute Stück mit der Nummer 01/2010 wird € 6,99 kosten und eine DVD beinhalten.

PC Games weiter auf Free2Play-Trip
Nach dem das Onlinespiel Runes of Magic seit einem halben Jahr erfolgreich mit einem Sonderheftbedient wird, legt Computec nach. Ab dem 2. Dezember ist ein PC Games-Sonderheft (PC Games Bestseller) zum Spiel 4Story im Handel. Auch hier beträgt der Preis € 6,99.

Wechsel des Aboservices
Computec wechselt den Aboservice, anstelle von CSJ darf nun dpv ran. Das äußert sich in zweierlei Dingen. 1. ist der Aboservice nun endlich länger zu erreichen und 2. wird die Münchener Nummer leider gegen eine 01805er-Servicehotline ausgetauscht.

IDG:

Nichts Neues in München
Die Mediadaten für 2010 sind da und was hat sich getan? Nichts. Sowohl bei GamePro als auch bei der GameStar bleibt alles beim Alten. EVTs, Anzeigenpreise und Heftnummern. Ende Dezember wird es also wieder eine GameStar 02/2010 – Januar geben. Es wäre auch zu schön gewesen…

Live Emotion:

Nichts Neues in Bochum
Die Mediadaten lassen zwar noch auf sich warten, im aktuellen Wii-Magazin gibt es aber bereits die Terminplanung der Hefte für 2010 zu begutachten. Es ändert sich auch hier nichts. Wii Magazin und Xbox Games ziehen weiterhin ihre sieben Ausgaben pro Jahr durch, PlayBlu bleibt bei sechs kleben und darf erneut für dreieinhalb Monate Sommerpause machen.

Weitere Verlage:

gamesTM wird eingestellt
Ausgabe 01/2010 ist die vorerst letzte Ausgabe, das Heft konnte leider nie besonders viele Käufer überzeugen und ließ sich jetzt nicht mehr halten. Die letzte Ausgabe erscheint am 2. Dezember. Passend dazu der Thread im gamesTM-Forum.

Gamefront erhöht Preis
Nach Jahren der Preisstabilität ist mal wieder eine Erhöhung fällig. Mit der nächsten Ausgabe, die bereits im Dezember kommen soll, kostet das Heft dann € 6,50 statt € 4,90. Versprochen wird zudem endlich wieder mehr Ausgaben zu produzieren.

Auflagenzahlen ConsolPlus/GamersPlus III/09
Sofern kein Fehler beim erstellen der Auflageninfo passiert ist, denn die verkaufte Auflage ist nach Verlagsangabe unverändert:
ConsolPlus: verkaufte Auflage -> 20.318 (+/- 0 gegenüber II/09)
GamersPlus: verkaufte Auflage -> 21.985 (+/- 0 gegenüber II/09)

Heruntergegangen ist auf alle Fälle die Druckauflage. Bei ConsolPlus sind es nun 58.540 Exemplare, bei GamersPlus sollen es 57.326 sein.

Auflagenzahlen Games4Girls
Verkaufzahlen zur Games4Girls sind da, von den 89.958 gedruckten Exemplaren will man 35.766 abgesetzt haben

Quelle: Verlagsangabe

Game Master kommt ab Juli 2010 früher
Ab Juli 2010 zieht Panini langsam, aber sicher den Erscheinungstermin vor. Ende vom Lied, statt wie bisher zwischen drittem und vorletztem Mittwoch eines Monats zu pendeln wandert der EVT nach vorne, der Januar 2011 wird letztlich am 8. Dezember beginnen.

Neues Entertainmentheft »Big Picture«
Der Titel erscheint erstmalig am 3. Dezember zum Preis von € 2,99. Chefredakteurin ist Susanne Rieger, die zuletzt beim DVD Magazin war. »Big Picture« berichtet über Kino, Blu-rays, DVDs und Spiele. Eine Teaserwebseite gibt bereits einen Einblick auf das Cover.

GEE-Auflage
Auch vom Hamburger Spieleheft gibt es frische Mediadaten. Dort wird die gedruckte Auflage mit 32.320 Exemplaren angegeben, die verkaufte Auflage soll 22.820 Exemplare betragen.

Lesetipps:

Der nächste Eintrag wird eine neue Rubrik im Magaziniac.Blog.