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Spielehefte am Kiosk 2009 – Eine Sichtung des Bestandes

Aufgrund zahlreicher Nachfragen und des großen Interesses gibt es dieses Jahr erneut eine Sichtung vom Bestand der deutschen Spielepresse. Recycling im Magaziniac.Blog? Nein. Seit der Erstauflage von vor ziemlich genau einem Jahr hat sich etliches getan. So sind nicht nur zahlreiche Hefte neu auf den Markt gekommen, sondern es gab beispielsweise durch die Einführung der Games Group bei Computec oder den Relaunch der Man!ac zur M! Games tiefgreifende Änderungen.

Jedes Heft hat eine neue Beschreibung bekommen, es wird also nichts aus dem Vorjahr wiederverwertet. Ich wünsche eine angenehme Lektüre.

Multiformat:

Bravo Screenfun

Bravo ScreenfunDas Heft ist am Ende, inhaltlich, wie wirtschaftlich. Man mag es kaum glauben, aber die »Bravo Screenfun«, die heute am Kiosk vor sich hin vegetiert, hat mal über 300.000 Exemplare pro Monat am Kiosk verkauft. Vom Schatten seiner selbst zu sprechen wäre noch eine gnadenlose Übertreibung. Klägliche 11.616 Exemplare gingen pro Monat im ersten Quartal 2009 laut IVW noch über den Ladentresen und an die Abonnenten.

Der zweite Redaktionsaustausch versetzte dem Heft den Genickschuss. Leser und Anzeigenkunden nahmen schneller Reißaus als der Bauer Verlag „Kostensenkung“ rufen konnte. Das von der neuen Redaktion erdachte Konzept hat mit Informationsvermittlung nicht mehr viel am Hut. Es erweckt lediglich den Anschein 100 Seiten möglichst schnell und möglichst unübersichtlich zu füllen.

Eine Heilung ist ausgeschlossen, eine Abschaltung der lebenserhaltenden Maßnahmen „Geldhahn zudrehen“ wird mit jedem Monat wahrscheinlicher.

»Bravo Screenfun« ist monatlich inkl. DVD für € 4,50 am Kiosk zu haben.

Nachtrag: Der Titel wird mit der am 20.05. erscheinenden Ausgabe 06/2009 eingestellt.

Computer Bild Spiele

Computer Bild SpieleEuropas größtes Spielemagazin ist sie noch immer, die »Computer Bild Spiele«. Sie ist auch weiterhin die Anlaufstelle für unerfahrene PC- und Konsolenspieler. Doch auch diese Entdecken das Internet immer stärker für sich. Und so verliert auch die »CBS« kontinuierlich Käufer. Zuletzt lag das Minus bei 50.000 Exemplaren. Für Liebhaber günstiger Vollversionen ist sie dennoch unverzichtbar.

»Computer Bild Spiele« DVD ist monatlich für € 2,99 erhältlich. Die Gold-Ausgabe mit 2 DVDs und Top-Vollversion kostet € 4,99 und erscheint ebenfalls monatlich.

ConsolPlus

ConsolPlusDer Österreichimport von Panini. »ConsolPlus« ist meist vom Cover und einigen Titeln ohne USK-Kennzeichnung abgesehen inhaltsgleich mit der »consol.AT«. Das Multiformatmagazin erscheint 8x jährlich und hat in der Regel 116 auf Hochglanzpapier gedruckte Seiten. Einen Retroteil gibt’s auch. Wer es bunt mag und sich online gerne mit „seinen“ Redakteuren austauscht, greift bedenkenlos zu.

»ConsolPlus« kostet € 2,95.

Game Master

Game MasterEs ist doch nur ein Kinderheft…“ Sicher ist es für eine junge Zielgruppe, man sollte sich davon jedoch nicht täuschen lassen. »Game Master« behandelt nicht nur Pokémon und Naruto-Spiele, sondern setzt sich auch gerne mit RPGs für Nintendos DS auseinander. Das Qualitätsniveau wird dabei seit Jahren gehalten. Abgerundet wird das Angebot mit mehr oder minder nützlichem Gimmick. Dies kann sinnloses Plastikspielzeug oder auch eine Aufbewahrungsbox für DS-Spiele sein.

»Game Master« kostet monatlich € 2,99 inkl. Extra.

GamePro

GameProVor kurzem hat man das Logo aufgefrischt, Covergestaltung und Innendesign hat man jedoch vergessen. Optisch wirkt die »GamePro« kalt und ein wenig angestaubt. Unter Alleinstellungsmerkmal lässt sich die DVD verbuchen, sie ist und bleibt unerreicht. Wie so ziemlich das gesamte Marktumfeld, hat die »GamePro« mit sinkenden Auflagenzahlen zu kämpfen und erlebte in den letzten Jahren eine starke Umfangs- und Redaktionsdiät. Ein weiteres Ärgernis: Man weigert sich standhaft eine Korrekturspalte einzuführen, wie sie beim Schwesterheft seit Jahren üblich ist. Nach so manchem Special wäre sie von Nöten gewesen…

Es wird Zeit, dass mal wieder ein frischer Wind durchs Heft weht.

»GamePro« kostet monatlich € 5,50 inkl. DVD.

Games Aktuell

Games AktuellDas Konsolenheft mit der PC-Note. Computec ist sich nach der Übernahme des Magazins von CyPress zunächst nicht so ganz mit der Fahrtrichtung im klaren gewesen. Inzwischen hat man sich trotz Sparens beim Heftumfang für eine hochwertige Ausstattung entschieden. Die Stärke der »Games Aktuell« liegt beim Systemvergleich, wenn ein Spiel für mehrere Plattformen erscheint.

»Games Aktuell« kostet inkl. DVD und Doppelposter € 3,90. Die nackte Heft ohne Beilagen, »Games Aktuell Magazin« genannt, ist für € 1,90. Damit gehört das Heft zu den günstigen am Markt. Beide Varianten erscheinen monatlich.

Games and More

Games and MoreVom Reißbrett an den Kiosk. »Games and More« sollte ein Entertainmentheft für alle sein, vor allem für Casualgamer. Die viel beschworene Zielgruppe weigert sich aber bereits seit Jahren standhaft die für die konzeptionierten Hefte zu kaufen. Das ist bei der »Games and More« nicht anders. Nach dem Anfangs noch etwa 100.000 Exemplare pro Ausgabe abgesetzt haben wollte, sollen es nun nur noch 65.000 sein. Dann kam noch die Wirtschaftskrise und das Zusammenbrechen des Anzeigenmarkts. Und so kostet »Games and More« nun 50 Cent mehr und kommt dieses Jahr von April bis Oktober nur zweimonatlich. Handwerklich ist sie mit Sicherheit nicht schlecht gemacht. Für gerade mal 40 Cent mehr bekommt man aber mit »Games Aktuell Magazin« bereits ein vollwertiges Spielemagazin, wozu also »Games and More« kaufen?

»Games and More« erscheint derzeit zweimonatlich zum Preis von € 1,50 für 68 Seiten, Beilagen gibt es keine.

gamesTM

gamesTMDie britische »gamesTM« ist ein tolles Heft. Deswegen versuchen Verlage rund um den Globus immer wieder das Magazin zu etablieren. Dabei müssen sie leider eine Erfahrung immer und immer wieder machen: Es geht scheinbar nur als Prestigeobjekt.

Und so verabschiedet sich die »gamesTM« immer wieder nach kurzer Zeit vom Markt. Der zweite Versuch auf dem deutschen Markt hält noch an. Allerdings ist das Heft schon ein bisschen teurer geworden, man hat die Klebebindung gestrichen und das Magazin kommt seit dem Jahreswechsel nur noch zweimonatlich. Wir werden sehen, ob sich die Situation im Herbst ändert. Aktuell ist das Anzeigenaufkommen von im Schnitt 20 Seiten pro Ausgabe auf vier klägliche Seiten gefallen – keine schönen Aussichten.

»gamesTM« bietet eine Mischung aus Previews, Tests und einem großem Retroteil, der in Zusammenarbeit mit der englischen Retro Gamer entsteht.

»gamesTM« erscheint derzeit zweimonatlich zum Preis von € 3,90.

GEE

GEEMan kann auch andere Wege gehen. GEE hält sich als „Außenseiter“ bei den Spielemagazinen nun schon seit mehr als fünf Jahren.

Tests haben keine Spielspaßwertung, aber eine GEE kauft man auch nicht wegen der Tests. Sondern aufgrund von Reportagen und Features, der Lust an Nerdstuff und Kolumnen.

Das bringt nicht unbedingt viele Käufer, aber scheinbar genug, um das Heft am leben zu halten und Anzeigenkunden, nach denen sich so manch anderes Magazin die Finger lecken würde.

»GEE« erscheint 8x jährlich zum Preis von € 4,50.

Kids Gamer

Kids GamerWieder ein Versuch eine äußerst kaufkräftige Zielgruppe anzusprechen und wieder klappt er nicht. »Kids Gamer« ist ein Spieleheft für die ganz Junge Spieler. Die Texte sind belanglos, die Erscheinungsweise ein Witz und das Layout eine optische Katastrophe. Was sich bei der Konzeption gedacht wurde, lässt sich für außenstehende nur schwerlich nachvollziehen, besitzt Computec mit seiner alten »Games and More« von 1998 bis 2000 doch Erfahrung im Kindersegment. Große Poster oder Plastikspielzeug zur Verkaufsförderung gibt es nicht. In dem Fall greift die Zielgruppe lieber zur »Game Master« und ist dort günstiger und deutlich besser aufgehoben.

»Kids Gamer« erscheint vierteljährlich. 68 Seiten kosten € 3,50.

M! Games

M! GamesEhemals »Man!ac«. Cybermedia hat die DVD über Bord geschmissen und aus der »Man!ac« das Premiummagazin »M! Games« gemacht. Der Heftumfang liegt bei 108 bis 132 Seiten Hochglanzpapier. Auch wenn das Heft zu weilen etwas chaotisch wirkt, gibt es doch einen hervorragenden Überblick über die Spielelandschaft und hat auch für Importzocker ein Herz.

Abonnenten erhalten ihr Heft zwar nicht unbedingt früher als die Kioskkäufer, dafür sparen sie satte 15% gegenüber Einzelkauf und bekommen noch ein extrem schickes Cover ohne lästige Textaufdrucke, die am Kiosk für die Verkaufsförderung notwendig sind.

»M! Games« erscheint monatlich zum Preis von € 4,50.

Mobile Gamer

Mobile GamerEs ist ein Jammer. Das Heft ist ein optischer Hochgenuss und bietet den besten Überblick über Handheldspiele am deutschen Markt, den man sich wünschen kann. Und dann gibt es nur vier Ausgaben pro Jahr. Aktuell sind’s sogar noch weniger. Aufgrund der schwierigen Marktsituation ist das für Frühjahr geplante Heft sogar ausgefallen. Drücken wir ganz fest die Daumen, dass wenigstens im September das geplante Heft erscheint. Ansonsten müssten wir einen herben Verlust am Kiosk beklagen.

»Mobile Gamer« erscheint eigentlich vier Mal im Jahr zum Preis von € 3,50.

Multimania

Multimania»Multimania« ist eine Art Fanzine für elektronische Unterhaltung und ist im Laufe seines nun schon recht langen Lebens immer dicker geworden. Damit kam leider auch etwas Trägheit, denn die Redaktion schafft es einfach nie ein Heft pünktlich an den Kiosk zu bringen. Das muss endlich besser werden!

»Multimania« erscheint eigentlich zweimonatlich zum Preis von € 3,50.

Nintendo:

N-Zone

N-ZoneDeutschlands „dienstältestes Singleformatmagazin“. Nicht mehr lange und die »N-Zone« ist 150 Ausgaben alt. Fragt sich, ob sie dabei ihren Zenit langsam überschritten hat. Gewiss, die Optik ist ansehnlich und die Redaktion kompetent, Nintendos Casualwahn macht dem Heft aber zu schaffen, das kostet Leser. Da sich auch Anzeigenkunden in vornehmer Zurückhaltung üben, hat Computec die Redaktion stark eingedampft und die Papierqualität auf ein Minimum reduziert. Die Marktführerschaft hat man auch verloren, durch einen kleinen Kunstgriff „monatlich“ ist man aber immer noch die Nr. 1. ;)

»N-Zone« erscheint monatlich am Kiosk zum Preis von € 3,50 bzw. für € 4,56 im Abo mit DVD. Zusätzlich gibt es vierteljährlich Premium-Ausgaben zum saftigen Preis von € 8,90.

Wii Magazin

Wii MagazinWir haben sie alle“. »Wii Magazin« testet und warnt auch vor den zahlreichen Casualgames, um die andere Magazine nur allzu gerne einen weiten Bogen machen. Das Ergebnis sind unterhaltsame Verrisse am laufenden Band. Der Schreibstil ist äußerst subjektiv und das Heft kann sich auf eine äußerst treue Stammleserschaft verlassen, die teils schon zu »64 Power«-Zeiten dabei war. Inzwischen hat man den ewigen Konkurrenten »N-Zone« geschlagen, »Wii Magazin« ist das meistgekaufte Nintendo-Magazin. Beste Ausstattung zum besten Preis bei hoher inhaltlicher Qualität machen sich bezahlt. Leider spielt die Optik nicht mit.

»Wii Magazin« erscheint sieben Mal im Jahr zum Preis von € 3,50. Dafür werden 124 Seiten inkl. großem Doppelposter geliefert.

Wii Player – Das Magazin

Wii PlayerComputec und Casualgamer, Part III:

Wohin will man mit dem Heft eigentlich? Die Frage scheint Computec sich bis heute nicht beantwortet zu haben. Zweimonatlich für € 2,99, zweimonatlich für € 3,30, vierteljährlich für € 3,90, vierteljährlich für 2,90. Das Ziel ist nach zwei Jahren „klar“ definiert.

Nach einem kleinen Hoch hat auch hier die Anzeigenkrise wieder voll durchgeschlagen. Inhaltlich wird ein bunter Mix über Casualthemen für Wii und NDS geboten. Wer’s braucht…

»Wii Player« erscheint vierteljährlich zum Preis von € 2,90 bei 68 Seiten Umfang.

PlayStation 3:

play³

play³2009 wird nicht alles Schlechter. Auch wenn es weiterhin den Anschein erweckt, dass die »play3« weiterhin wie eine Zitrone ausgequatscht wird, ging es trotz Einführung der Zentralredaktion in den letzten Monaten wieder aufwärts mit dem Heft. Die neue Führung von Ex-CyPressler Thorsten Küchler tut dem Heft sichtlich gut. Leseranregungen werden endlich zügig umgesetzt und das Lesen macht wieder Spaß. Rollenspielerherzen schlagen höher, wenn Christian Schönleins RPG-Blut aufs Papier tropft. Möge sich dieser Aufwärtstrend fortsetzen und dafür sorgen, dass Computec Media endlich über den eigenen Schatten springt und den Heftumfang wieder auf 116 bis 132 Seiten zu erhöhen. Die bösen Erinnerungen, als redaktioneller Inhalt zu Gunsten von mehr Anzeigenseiten geopfert wurde, bei gleichzeitiger Preiserhöhung, sollen endlich verblassen.

»play3« erscheint monatlich mit DVD zum Preis von € 5,50, sowie vierteljährlich als Premium-Ausgabe zum Preis von € 9,99.

PlayBlu

PlayBluLang hat’s gedauert, bis sich LiveEmotion wieder an ein PlayStation-Magazin gewagt hat. Inhaltlich hat es sich durchaus gelohnt, denn »PlayBlu« bringt jede Menge Lesespaß. Alleinstellungsmerkmale, wie die Rubrik „Dekadenz des Monats“ überzeugen. Auch über die Heftausstattung lässt sich nicht klagen.

Leider hat man erneut auch alle Schwächen des LiveEmotion-Einheitslayout übernommen. Der Seitenaufbau ist katastrophal unübersichtlich, der Blocksatz teils viel zu stark zusammengetrieben. Und Späße, wie den Tests des Monats noch vors Editorial zu packen sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. All das wäre noch verzeihlich, wenn das Heft denn monatlich käme. Sechs Ausgaben pro Jahr sind für ein PlayStation-Magazin viel zu wenig, eine dreimonatige Sommerpause gar unverzeihlich.

»PlayBlu« erscheint sechsmal pro Jahr zum Preis von € 3,50 inkl. Poster bei 124 Seiten Umfang.

PS3M

PS3MEin schwieriges Kapitel, ein ganz schwieriges. »PS3M« hat vor allem damit zu kämpfen, dass sich viele PS3- und Xbox 360-Inhalte überschneiden. Und so recycelt man zahlreiche Beiträge aus dem Schwesterheft »360 Live«, welches zeitgleich am Kiosk liegt – sogar vor dem Editorial wird nicht halt gemacht. Dies hat zur Folge, dass man sich im Prinzip eins der beiden Hefte schenken kann, nämlich »PS3M«, da dieses 30 Cent teurer ist. PS3-only-user wird dies natürlich weniger tangieren, ein bitterer Beigeschmack bleibt dennoch.

»PS3M« erscheint monatlich mit 84 Seiten Heftumfang, verlangt werden dafür € 3,90. Aktuell gibt es ein 32 Seiten Heft in Heft als Beilage.

Xbox 360:

360 Live

360 LiveBei »360 Live« hat sich in letzter Zeit einiges getan. So wurden die Wertungen gestrafft, die Awardvergabe verändert, das Papier verbessert und aktuell das Layout überarbeitet. Die Optik ist jedoch weiterhin englisch, d. h. es wird viel auf XXL-Bilder gesetzt. Text zu lesen gibt’s dank der kleinen Schrift dennoch genug. Highlight fast jeder Ausgaben sind die Editorials von Richard Löwenstein. Leider gibt es dort ab und an Anfälle von akuter Eigenwerbung, Vorsicht ist daher immer geboten.

»360 Live« erscheint monatlich mit 84 Seiten Heftumfang, verlangt werden dafür € 3,60. Aktuell gibt es ein 32 Seiten Heft in Heft als Beilage.

X3

X3Irgendwie ist Computec glücklos in Sachen Xbox-Magazine. »Xbox Zone« gegen die Wand gefahren, »OXM« zu Tode gespart. Nun hat’s auch den Nachfolger des »offiziellen Xbox-Magazins« erwischt. Heftumfang von 100 auf 84 Seiten runter. Die ohnehin chronisch unterbesetzte und hohen Fluktuationen unterlegene Redaktion wurde kürzlich durch die Zentralredaktion der Computec Games Group ersetzt. Das klappt mal mehr mal weniger gut. »X3« ist optisch eine Bombe und inhaltlich schön strukturiert, der Funke will aber nicht so recht auf Leser und Anzeigenkunden übersprungen. Computec gibt an 19.000 Exemplare absetzen zu wollen, lässt dies aber wie gewohnt nicht durch die IVW bestätigen. Anzeigenkunden sind derzeit kaum bis gar nicht am Heft interessiert.

»X3« erscheint monatlich zum Preis von € 3,60. Der Umfang liegt bei 84 Seiten. Einmal gesenkt hebt Computec ihn nur selten wieder an.

Xbox Games

Xbox GamesDas einzig noch verbliebende Xbox-Magzin der ersten Generation. Verdient hat man sich’s, so setzte man von Beginn an auf eine umfangreiche Ausstattung und einen sehr fairen Preis.

»Xbox Games« hat das beste Preisleistungsverhältnis am Markt und überzeugt durch eine lockere Schreibe. Mittlerweile ist durch die IVW auch bestätigt, was lange geahnt und angenommen wurde: Qualität setzt sich langfristig durch und so verwundert es kaum, dass »Xbox Games« mit großem Abstand Marktführer ist.

Weniger Ruhmreich geht es hingeben beim Layout zu. Es ist das typische LiveEmotion-Chaos und bedürfte eigentlich bei Zeiten eine gründliche Frischzellenkur. Vor allem sollte man Heftnamen und Buchstabensalat im Logo endlich in Einklang bringen und endlich den grau-grünen Matsch entfernen. Ebenso möge man dem Verlag einen Kalender reichen und ihm klar machen, dass der Mai nicht der Monat Juni/Juli ist. Die Mitbewerber haben dies schließlich auch verstanden.

„Xbox Games? Hamm wa nicht!“
‚Na XBG 360 X Games’
„Ach so, hier bitte!“

»Xbox Games« erscheint sieben mal im Jahr zum Preis von € 3,50 bei 124 Seiten Umfang inkl. Poster.

PC-Spiele:

GamersPlus

GamersPlusDer Panini Verlag hat auch das österreichische PC-Spielemagazin »Gamers.AT« zu uns gebracht. Fragt sich angesichts der übermächtigen Konkurrenz ein wenig wozu. Im PC-Sektor ist eine zweimonatliche Erscheinungsweise ein absolutes No-Go, noch längere Sommerpausen erst recht. Das Heft ist schön bunt, wirkt aber etwas konsolig, was vielen PC-Spielern missfallen dürfte. Die Ausstattung ist mit 116 Seiten im Vergleich zu den Magazin-Ausgaben der GameStar oder PC Games auch nicht überragend.

Einen Pluspunkt darf man aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Der Leser/Redaktionskontakt ist absolut vorbildlich.

»GamersPlus« erscheint sechs mal im Jahr zum Preis von € 2,95.

GameStar

GameStarSeit Jahren die Referenz für PC-Spieler – das größte und meistabonnierte PC-Spielemagazin in Europa. Abonnenten bekommen ein schickes Abo-Cover, Käufer der DVD-Ausgabe die beste DVD auf dem Markt. Das Wertungssystem „Mit Addition zum Spielspaß“ polarisiert seit langem, hält sich aber (leider) immer noch.

»GameStar« erscheint monatlich als Magazin für € 3,50, als DVD-Ausgabe für € 5,30 und als XL-Version mit 2 DVDs für € 6,30. Bundles und Beilagentüten gibt es derzeit nicht.

PC Action

PC ActionSie war schon immer etwas Anderes und wurde durch ihre Redakteure maßgeblich geprägt. Doch im letzten Jahr hat die »PC Action« ihre zentralen Figuren verloren und ist seit diesem Jahr auch an Zentralredaktion erkrankt.

An den Irrwitz, man ist noch aktueller, wenn man Neujahr bereits in der zweiten Novemberwoche feiert glaubt inzwischen auch niemand mehr. Die Auflage hat’s inzwischen auf unter 40.000 zerbröselt. Und da sage man noch, säge nicht auf dem Ast auf dem du sitzt…

»PC Action« kostet mit DVD € 5,50 bzw. DVD plus Film € 7,90. Vierteljährlich gibt es eine Premiumversion für € 9,99.

PC Games

PC GamesHoch gestiegen und tief gefallen. Einst Vorreiter in Sachen Ausstattung, inzwischen Vorreiter in Sachen Einsparungen. Durch permanente Layoutwechsel in den vergangenen Jahren erfand sich die »PC Games« keines Wegs neu, sondern irrte im Nebel durch die Gegend. Auch bevorzugte man es eher durch besonders dem Heftlayout nachempfundene Anzeigen oder durch das Vorziehen des EVTs aufzufallen als mit Innovationen zu punkten. Die DVD hat noch immer nicht die Qualität der Mitbewerber erreicht.

Derweil sucht man sein Glück eher in Sonderheften. Es wundert, dass dabei überhaupt noch Zeit fürs Hauptheft bleibt. Auch PC Games ist von Zentralredaktion befallen.

»PC Games« erscheint als Magazinausgabe für € 3,50. Die DVD-Version kostet € 5,50. Wer eine zweite DVD und 32 Tipps möchte, kann Extended für € 6,99 erwerben. Alle drei Monate gibt es noch Premium für € 9,99. Außerdem gibt es im monatlichen Wechsel PC Games Magazin + PC Games World of Warcraft bzw. PC Games Magazin + PC Games WoW-Klassenbuch.

Sonstige:

Buffed – Das Magazin

Buffed - Das MagazinSpielemagazinveteran Heinricht Lenhardt schaffte es sich für das »Buffed«-Heft tatsächlich eine gute Ausstattung zu erkämpfen, inzwischen selten für ein Computecmagazin.

»Buffed« zielt in erster Linie auf WoW-Spieler, deckt aber auch die Bedürfnisse anderer Onlinerollenspieler ab und ist einzigartig auf dem deutschen Markt. Es weiß außerdem durch eine liebevolle Gestaltung zu gefallen.

»Buffed« erscheint zweimonatlich mit 132 Seiten zum Preis von € 5,90. Gelegentlich ist eine DVD mit MMO-Client beigelegt.

Die Sims – Das offizielle Magazin

Die Sims - Das offizielle MagazinDie Sims sind zurück und damit bekommen sie auch ein neues Magazin. Und zwar gleich von Anfang an. Wir werden sehen, ob IDGs Strategie Erfolg haben wird.

»Die Sims – Das offizielle Magazin« erscheint ab Juni zweimonatlich zum Preis von € 6,99 inkl. DVD.

GameStar Sonderheft: World of Warcraft

GameStar: World of WarcraftIDG auf dem WoW-Trip. Seit diesem Jahr erscheint das »GameStar WoW-Sonderheft« sogar monatlich. Die Beurteilung der inhaltlichen Qualität überlasse ich WoW-Spielern.

»GameStar Sonderheft: World of Warcraft« erscheint monatlich zum Preis von € 6,99. Inbegriffen sind ein 132seitiges Magazin und ein Poster.

Making Games Magazin

Making Games Magazin»GameStar/dev« hat einen neuen Namen. Das »Making Games« beschäftig sich mit den Hintergründen in der Spielebranche. Besucht Entwickler, spricht übers Programmieren und behandelt Schwerpunkte wie Communitymanagement oder Humor in Spielen.

»Making Games Magazin« erscheint vierteljährlich zum Preis von € 6,90 für 84 Seiten. Erhältlich ist das Magazin ausschließlich am Bahnhofskiosk und im Abo.

PC Games Sonderheft: World of Warcraft

PC Games: World of WarcraftUnd es geht weiter aufwärts, inzwischen 75.000 Exemplare will Computec pro Ausgabe von seinem »PC Games«-Spinoff absetzen. Und das, obwohl das 100seitige Heft fast sieben Euro kostet. WoW ist und bleibt für Nichtspieler ein Rätsel und so überlasse ich WoW-Spielern die Beurteilung des Hefts.

»PC Games Sonderheft: World of Warcraft« erscheint zweimonatlich zum Preis von € 6,99.

Retro

RetroFür alle, die gerne mehr über die Spiele der „guten alten Zeit“ erfahren müssen, sei die »Retro« ans Herz gelegt. Jede Ausgabe setzt sich zudem einen thematischen Schwerpunkt wie Rollenspiele oder Ego-Shooter.

»Retro« erscheint vierteljährlich für 6,95 inkl. CD und ist ausschließlich am Bahnhofskiosk und im Abonnent erhältlich.

Tipps & Tricks:

Dieses Segment ist tot! Es gibt keine regelmäßigen Tippshefte mehr, die sich NICHT um World of Warcraft drehen.

Papercut-Hefte:

Games MagicIn unregelmäßigen Abständen veröffentlicht Papercut in Deutschland verschiedene Tipps und Tricks-Hefte, Tipps-Bücher und Poster mit den Schwerpunkten PlayStation, WoW und Pokémon. Da die Teile häufig nach nur ein bis zwei Ausgaben eingestellt werden oder unter neuem Namen auftauchen, spare ich mir eine genaue Auflistung. Aktuell erhältlich ist zum Beispiel »Games Magic«, ein WoW-Postermagazin.

Abo-only:

Deutschsprachige Magazine, die hier zu Lande nur im Abo erhältlich sind:
consol.AT, Gamers.at, Gamefront, Gaming XP

Vermisst:

»Cheat Commander«. Der letzte verzweifelte Versuch »Softsales Cheat Checker« unter neuem Namen am Leben zu halten dürfte gescheitert sein. Am 28.10.08 erschien die letzte Ausgabe, eine offizielle Meldung zur Einstellung gibt es nicht, dennoch lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass der Titel tot ist.

»Gamers.de«. Im Januar erschien die wahrscheinlich letzte Ausgabe des kostenlosen Spielemagazins. Mit nur fünf Ausgaben ein wahrlich kurzes Zwischenspiel.

»Infamily Film & Spiel«. Nach der zweiten Ausgabe verschwunden. Ursprünglich waren vier Ausgaben für dieses Jahr angesetzt, bislang ist jedoch keine davon erschienen. Es heißt so schön, „Der Titel ruht“.

»Level 1«. Wie auch schon im vergangenen Jahr. Das Heft ist nicht tot, aber ich kann einfach keine Ausgaben auftreiben, obwohl nachweislich welche erscheinen.

Zukunft:

Es erwartet uns 2009 noch offizielles Sims 3-Magazin, wie bereits oben kurz vorgestellt. Natürlich weitere 36-Seiten-Hefte von Papercut, ggf. auch von LCD Publishing, bestimmt auch erneut „Postermagazine“ und jede Menge Abschusskandidaten. Denn davon, dass die Anzeigenkrise spurlos an diesem Segment vorbeigeht, ist zu bezweifeln.

Genießt die schönen Tage und kauft mal wieder ein Spielemagazin, die Redakteure werden es euch danken. ;)

Blätterwald #18 vom 01. Mai 2009

Computec:

»Games Aktuell« Magazin nun auch im Abo
Wer sich ein vollwertiges Spielemagazin ohne DVD wünscht, kann sich ab sofort zwölf Ausgaben »Games Aktuell« für 20 Euro pro Jahr nach Hause liefern lassen.

»Games and More« vorerst zweimonatlich
Bereits die aktuelle Ausgabe ist eine Doppelnummer, im Mai erscheint kein Heft. So steht es zumindest in den neuen Mediadaten geschrieben. Weitere Ausgaben gibt es demnach im Juni, August und Oktober. Ab dann soll das Magazin wieder monatlich erscheinen.

»SFT« mit 60 Cent Preisaufschlag
Die Folgen des Anzeigenmarkts und der am Kiosk steil sinkenden Verkäufe scheinen ihren Tribut zu zollen. Ab sofort steigt der Heftpreis von € 3,90 auf € 4,50.

»Widescreen Vision« wird abermals teurer
Der Heftpreis steigt von den ohnehin schon ambitionierten € 5,90 auf € 6,50. Darauf lässt zumindest der gestiegene Abopreis schließen, der nun bei saftigen 73 Euro für zwölf Ausgaben oder € 6,08 pro Heft liegt.

Neue Verkaufszahlen, Unternehmenspräsentation II/2009
»Kids Gamer« soll nun 23.000 Exemplare pro Ausgabe absetzen, bisher wurden 19.000 Exemplare angegeben. Einen unglaubwürdigen Auflagensprung hat zudem die »Widescreen Vision« zu verzeichnen. Just nach dem IVW-Austritt soll die Auflage von 16.000 auf 25.000 Exemplare gestiegen sein. Wenn dem so ist, hätte man nicht austreten brauchen und hätte den Zuwachs wunderbar in einer Pressemitteilung verarbeiten können.

Gab Computec noch 820.000 verkaufte Hefte, davon 119.000 Abonnenten pro Monat in der I/09er Präsentation an, liegt die Gesamtauflage (Verkäufe) aller Computec-Magazine nur noch bei 770.000 Exemplaren, davon 110.000 Abonnenten.

Abgang bei der Games Group
Nach Maik Bütefür vor wenigen Monaten hat nun auch Udo Crnjak die Redaktion der play3 verlassen.

»Play Vanilla« nun auch online offiziell beerdigt
Die letzte News kam am 12. Januar, danach herrschte Stillschweigen über das Fortbestehen von Computecs Frauenonlineportal. Am 29. April wurde das Aus im Forum verkündet. Damit ist etwa ein Jahr nach dem Ende der Printausgabe auch online Schluss. Das Forum wird bei Cynamite integriert.

»X3« Umfang sinkt von 100 auf 84 Seiten.
Die Meldung ist nicht mehr frisch, sondern wird an dieser Stelle der Vollständigkeit halber aufgeführt, da sie im letzten Blätterwald noch nicht bekannt war. Grund dürfte die vollständige Abwesenheit von Anzeigenkunden sein.

IDG:

»Die Sims – Das offizielle Magazin« kommt wieder
Und zwar ab dem 02.06.2009. Der Preis liegt bei € 6,99. Dafür gibt’s ne DVD und 100 Seiten Heftumfang. Zum Start werden 100.000 Exemplare gedruckt. Es versteht sich natürlich von selbst, dass ein Heft ohne Mitbewerber natürlich der Aktualität wegen mit der Nummer 07/2009 erscheinen muss. Zumindest, wenn das Cover schon final ist. Die Erscheinungsweise ist derzeitig zweimonatlich angesetzt.

Live Emotion:

Erste Verschlimmbesserungen bei »PlayBlu«
Da ist das Heft erst vier Ausgaben alt und schon wird dran rumgefuscht. Passend zur Anzeige im Coverstil „Wendecover“ gibt es ein Preview, das am Heftende auf dem Kopf steht. Wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es ab sofort den Test des Monats auf den Seiten 2 bis 5.

Mit ähnlichen Späßchen machten sich diverse Computec-Publikationen schon viele „Freunde“ in der Vergangenheit.

Weitere Verlage:

Airmotion rüstet »360 Live« und »PS3M« auf
Ab sofort haben beide Magazine ein 32 Seiten Kaufberater „Heft in Heft“, der in die Mitte des Heftes geklammert ist.

Neuer Look für »360 Live«
Mit Ausgabe 05/2009 präsentiert sich das Heft mit leicht überarbeitetem Layout. Von vermeintlichen Revolutionen hat man zum Glück Abstand genommen.

»Games Magic« #2 erschienen
World of Warcraft macht scheinbar jedes noch schon unscheinbare Etwas zu einem Verkaufshit. Ok, Zahlen sind natürlich keine bekannt, aber erstmals bringt es eins von Papercuts „Posterheften“ auf eine zweite Ausgabe. Das ist insofern besonders, da sich bislang dazu entschied, Hunderttausend Heftnamen zu verbraten, statt einem „Magazin“ auch mal eine Fortsetzung zu spendieren. Seit dem 24.04 für € 2,99 erhältlich, ein riesiges Nordendposter mit ein paar Tipps auf der Rückseite. »TV Gamer« und »TV Mania« sollen jetzt nach entlichen Verschiebungen am 5. Mai erscheinen. Lassen wir uns überraschen.

»Mobile Gamer« #15 erst im September
Vermutlich aufgrund der desolaten Lage auf dem Anzeigenmarkt lässt Cybermedia die für Frühjahr angesetzt Ausgabe ausfallen. »Mobile Gamer« kehrt hoffentlich, so wie auf der Magazinwebseite angekündigt, im September zurück.

Neu im Handel: PlayBlu

„Comin’ Home“

Jeden Monat landen unzählige Hefte im Briefkasten, vom Hocker gehauen hat mich aber schon seit einer ganzen Weile keines mehr. Wie soll man auch Vorfreude auf ein Heft haben, wenn man 50% des Inhalts bereits online gelesen hat und man nach dem ersten Durchblättern sich die Frage stellt, ob man die € 3,60 oder € 5,30 dafür bezahlt hat, um verlagseigene Werbung bestaunen zu dürfen. Den heutigen Briefumschlag habe ich zum ersten Mal seit dem Tod des guten OPM2s (08/2005) mit einem leuchten in den Augen geöffnet.

PlayBlu 01/2009PlayBlu bringt alle Stärken und Schwächen eines LiveEmotion-Magazins mit und genau das macht es eben so liebenswürdig. Schwächen, weil das Logodesign mal wieder wenig ausdrucksstark ist und Tests, wie der von Need for Speed: Undercover mit einer Seite komplett voller Screenshots beginnen und einen klaren Layout-Aufbau vermissen lassen. Stärken, weil der Schreibstil einfach angenehm frisch ist und € 3,50 für 108 redaktionelle Seiten auf edlem, weißen Papier mehr als fair sind (Gesamtumfang 124 Seiten, davon: Poster 8, Werbung 4, Eigenwerbung 4).

Der Heftaufbau ist im Prinzip identisch mit den Schwesterheften: News, Feature, ein viel zu kurzer Previewteil, jede Menge Tests, Handheld, Poster, Technik, Filme, Leserbriefe, Bestenlisten. Was ist nicht mehr gibt sind Tipps und Lösungen, stattdessen sind mehr Hardwaretests vorhanden.

Ein absolutes Highlight ist die „Dekadenz des Monats“. Auf einer ganzen Seite wird ein 120.000-Euro-Fernseher von Sharp „humorvoll“ bearbeitet.

Zeit um sich auf die Faule Haut zu legen, gibt es dennoch nicht. Die Rubriküberschriften sind nur unwesentlich größer als die Fließtextschrift, Schriftformatierungen sind teilweise fehlerhaft und stellenweise ist der eigentlich schöne Blocksatz so gequetscht, dass kaum noch ein Zeichenabstand zu erkennen ist. Leider sind auch einige böse Rechtschreibschnitzer durch die Korrektur gerutscht, wodurch der positive Gesamteindruck leider ein wenig getrübt wird (Idiotenapostroph – Das tat echt weh!).

Wo wir gerade beim Thema viel zu tun sind, die Anzeigenabteilung sollte dringend ein paar Überstunden schieben. Ob Michel Kieselstein nun weg ist oder nicht, gerade mal vier Anzeigenseiten haben es ins Heft geschafft, davon vermutlich zwei auch noch aus einer Anzeigenkooperation. Diese Leistung ist im November schlicht indiskutabel, wo z. B. der Mitbewerber play3 knapp 25 Seiten aufweisen kann. Von den lieben Grüßen der PR-Manager auf der Leserbriefseite kann man sich nicht wirklich was kaufen.

Rein aus purem Eigennutz, damit Spielraum für Investitionen in die Heftausstattung geschaffen werden kann und das Heft ein solides Fundament bekommt, muss hier dringend etwas getan werden. Dass PlayBlu, wie einst Play Games aus der Sommerpause nicht zurückkommt, würde ich nur schwerlich verkraften. Apropos Sommerpause, so sehr der Redaktion auch ihr Urlaub gegönnt sei: Laut Terminplan dreieinhalb Monate Sommerpause gehen gar nicht. Insofern hoffe ich, dass die Verkaufszahlen sich in eine Richtung bewegen, dass man häufiger in den Genuss von PlayBlu kommt.

Trotz all der Kritik:
Willkommen zu Hause – schön, dass es euch gibt.

P.S.: Dies hier ist der 100. Eintrag im Magaziniac.Blog.

PlayBlu – Interview mit Martin Mirbach zum Heftlaunch

Die Familie ist wieder komplett. Am 19. November erscheint bei LiveEmotion wieder ein PlayStation-Magazin. Zum bevorstehenden Heftlaunch hat sich Redaktionsdirektor Martin Mirbach für ein Interview zur Verfügung gestellt.

Evil:
Hallo Martin,
freut mich, dass du dich bereit erklärt hast für ein kleines Interview zur Verfügung zu stehen.

Sowohl 1998 mit PowerStation als auch Ende 2003 mit Play Games – ihr habt nicht vom Start weg ein Heft für die Sony-Konsolen gemacht. Nun betretet ihr quasi wieder als letztes den Ring. Ist die Gefahr nicht groß, dass sich die Mitbewerber schon etabliert haben und für euch kein Platz mehr ist?

Martin Mirbach:
PlayBlu 01/2009Bei nur einem etablierten Mitbewerber im Marktsegment halte ich dieses Risiko für sehr vertretbar. Richard Löwensteins PS3M ist ja ebenfalls ganz frisch geschlüpft und wird sich ihre Leserschaft ebenso wie PlayBlu erst noch verdienen müssen. Als verhältnismäßig kleines Verlagshaus können wir es uns einfach nicht leisten, möglichst früh in den Markt einzusteigen und mit großen Expektanzen zu leben, sondern müssen abwarten, bis die installierte Hardwarebasis unsere Neuerscheinung zu tragen verspricht. Die PlayBlu-Schwesterzeitschrift Xbox Games hatten wir ja ebenfalls deutlich nach dem Launch der Konsole gebracht und das Magazin läuft nun schon seit fast sechs Jahren sehr gut.

Evil:
In den Anfangsjahren waren eure Hefte ziemlich bunt und haben auf englische Lizenzen aufgebaut. Im Laufe der Zeit seid ihr nicht nur eigene Wege bei den Layouts gegangen, sondern habt euch auch vom farblichen Konzept in eine ganz andere Richtung bewegt. Hat sich eure Zielgruppe verändert oder aus welchem Grund setzt ihr mittlerweile auf komplett weiße Hintergründe und eine blassere Farbwahl?

Martin Mirbach:
Die englischen Lizenzen von Paragon Publishing haben wir schon Ende der 90er Jahre nicht mehr genutzt, das ist also sehr lange her. Damals waren sie für uns ein verhältnismäßig leichter und natürlich kostengünstiger Start. Wir haben aber einsehen müssen, dass der deutsche Markt ganz anders tickt und die Leser andere Vorlieben pflegen. Die weißen Hintergründe sind dafür ein Paradebeispiel. In dieser Hinsicht sind unsere Leser erstaunlich konservativ, ihnen geht Lesbarkeit über alles. Das erfährst du aber erst nach einigen Leserbefragungen und Fokusgruppenstudien. Oder durch Aktionen wie „Pimp your XBG!“, bei denen die Leser direkten Einfluss auf das Heftkonzept haben. Gerade in der aktuellen Xbox Games haben wir ja wieder die meist genannten Änderungswünsche umgesetzt. Man könnte also sagen, dass wir ständig versuchen, unsere Magazine am Leser zu justieren.

Evil:
Erzähl mir ein bisschen was zum Heftkonzept der PlayBlu. Hab ich bei dem Untertitel „Das Magazin für PlayStation 3 und Blu-ray“ eine Art Hybrid-Heft zu erwarten, also in etwa zu gleichen Teilen PlayStation 3-Magazin und Blu-ray-Magazin oder wie darf ich mir die Gewichtung vorstellen? Wie viel Platz bekommt außerdem Sonys PSP eingeräumt?

Martin Mirbach:
Die PlayStation 3 ist ein sehr guter Blu-ray-Player, in zahlreichen Audio-/Video-Zeitschriften führt sie als solcher sogar die Referenzlisten an. Viele PS3-Besitzer nutzen ihre Konsole intensiv für klassisches Home Entertainment oder zur Medienverwaltung. Und wer die Ressourcen seiner PS3 wirklich ausschöpfen will, braucht ganz einfach das ordentliche Boxenset und das FullHD-TV. Das sind Tatsachen, an denen wir nicht vorbei können und ich wundere mich schon etwas, dass sie von unseren Mitbewerbern kaum oder gar nicht berücksichtigt werden. Den in Deiner Frage formulierten Widerspruch zwischen „PlayStation 3-Magazin“ und „Blu-ray-Magazin“ finde ich seltsam konstruiert. Die PS3 ist ein Blu-ray-Player, deswegen muss ein PS3-Magazin auch ein Blu-ray-Magazin sein.

Was heißt das für unsere Leser? Neben dem klassischen Konsolenzubehör testen wir in jeder Ausgabe auch ausgewählte Home-Entertainment-Produkte, die in preislich und funktioneller Hinsicht für unsere Leser interessant sind. Das können FullHD-LCDs sein oder AV-Receiver, 5.1-Lautsprechersets oder Surroundkopfhörer. Und wir sagen ganz konkret warum wir ein vorgestelltes Produkt für Spieler empfehlen bzw. bei welchen Spielen es seine Stärken ganz besonders ausspielen und das Spielerlebnis vertiefen kann. Von der Gewichtung bleiben wir aber eindeutig ein Games-Magazin. Die „Bluware“-Strecke ist mit unter 20 Prozent Heftanteil ein interessantes Extra – ebenso wie der PSP-Testteil, den wir je nach Anzahl der Neuerscheinungen mit maximal zehn Seiten gewichten.

Evil:
Play3 hat eine DVD, PS3M wirbt mit emotionalen Schreibstil und einem großen Community-Bereich für sich. Was zeichnet PlayBlu aus, warum sollte ich gerade zu eurem Heft greifen, wenn ich schon ein anderes PlayStation-Magazin lese?

Martin Mirbach:
Gegen ein Magazinkonzept mit Datenträger hatten wir uns schon beim Start von Xbox Games entschieden. Zu Recht, wie die Zeit gezeigt hat. Hier sind ja sämtliche ehemaligen Mitbewerber mit Heft-DVD längst wieder verschwunden. Wie kann ich die Produktions- und Distributionskosten einer DVD an den Leser weitergeben, wenn er die Inhalte früher und/oder kostenlos online findet? Und einen „emotionalen Schreibstil“ halte ich für eine ganz schwache USP. Hey, wir schreiben über Games, über unser Hobby und unsere Leidenschaft. Dass wir das emotional und mit Herzblut machen, ist doch wohl klar. Wir möchten uns durch unsere Themenauswahl unterscheiden, durch die Kompetenz der Redaktion und durch unseren Stallgeruch. Wer das Wii Magazin oder Xbox Games mag, wird auch PlayBlu mögen. Das ist ja immer auch ein Frage des (guten) Geschmacks ;) Und das beste Preisleistungsverhältnis haben wir mit 3,50 Euro für 124 Seiten auch noch!

Evil:
Kommen wir zu einem Punkt, der mir auf dem Cover sauer aufgestoßen ist: 01/2009 Dezember/Januar. Nein, mir geht es nicht um die falsche Ausgabennummerierung. PlayBlu kommt also nur sechs mal im Jahr und soweit ich die Terminliste im Kopf hab, auch noch in unregelmäßigen Abständen. Wie wollt ihr unter solchen Bedingungen mit der Aktualität der Mitbewerber mithalten? Euer letztes monatliches Magazin kam 2003 – besteht da überhaupt eine Chance, dass ihr wieder ein Heft im monatlichen Rhythmus produziert?

Martin Mirbach:
Die Ausgabennummerierung ist schon korrekt so, außerdem wird sie ja vertrieblich vorgegeben. PlayBlu wird sechs Mal jährlich erscheinen und zwar nicht ganz in regelmäßigen Abständen, also zum Beispiel nicht immer am ersten Mittwoch eines ungeraden Monats. Das ist kein Problem, wir halten es mit Xbox Games und Wii Magazin seit Jahren genauso. Und was die Aktualität betrifft, mit wem konkurrieren wir denn in dieser Hinsicht überhaupt? Mit anderen Printmagazinen oder mit Online-Publikationen? Letztlich bestimmen nur unsere Leser, in welchem Rhythmus ein Heft erscheint. Würden die Abverkäufe im zweiten Angebotsmonat spürbar absacken, müssten wir natürlich reagieren. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall, also scheint die Aktualität zumindest für die meisten Leser nicht das entscheidende Kaufkriterium zu sein.

Evil:
Im Internet seid ihr nur sehr zögerlich vertreten. Ok, ich sehe den Vorteil, dass nicht schon die Hälfte der Artikel umsonst auf der Webseite verschleudert werden, bevor man das Heft überhaupt am Kiosk erwerben kann. Aber entgehen euch nicht dadurch zahlreiche potenzielle Käufer?

Martin Mirbach:
Du weißt ja aus unserem angeregten Mailwechsel, dass ich auf dieses Thema sehr gern anspringe. Hier will ich es aber ganz kurz machen. Es gibt einige Games-Portale da draußen, die ich richtig gut finde. Die Online-Auftritte unsere Mitbewerber im Printmarkt können da meiner Meinung nach nicht mithalten. Und wir könnten es auch nicht. Also konzentrieren wir uns auf das, was wir besser können, unsere Hefte. Ob uns dadurch Einnahmen in einem anderen Geschäftsfeld entgehen? Sehr gut möglich. Ob wir dadurch ein einziges Heft im Einzelhandel weniger verkaufen? Sicher nicht, allenfalls Abos lassen sich online recht gut generieren.

Evil:
Zum Abschluss würden mich noch zwei Dinge interessieren.
1. Wie wollt ihr PlayBlu bekannt machen? Ein paar Eigenanzeigen in Wii Magazin und Xbox Games werden da kaum reichen. Sind zur Einführung an den Bahnhöfen Sonderplatzierungen gebucht, wird das Heft im Umfeld von Giga Games beworben, gibt es Kooperationen mit Spielehändlern oder hofft ihr schlicht, dass die Mund zu Mund-Propaganda der LiveEmotion-Fans es richten wird?
2. Ich sehe in euren Heften häufig kaum klassische Anzeigen. Muss ich mich vor „redaktionelle Specials“ (Advertorials) fürchten oder liegt es schlicht am geringen Werbeanteil eurer Magazine?

Martin Mirbach:
1.) Die Erstausgabe wird im Regal auffallen, dafür haben wir natürlich gesorgt. Anzeigen-Koops wird es mit einigen auflagenstarken und zielgruppenrelevanten Magazinen etwa aus dem Tuning- oder Sportbereich geben. Handelskooperationen und Sonderplatzierung laufen mit dem EVT der zweiten Ausgabe Mitte Januar richtig an. Mehr möchte ich aber noch nicht rauslassen.
2.) Natürlich, wenn du die Vorjahresausgaben mit den aktuellen Ausgaben vergleichst, ist der Anzeigenanteil deutlich zurückgegangen. Das liegt ganz einfach daran, dass Michel Kieselstein, unser früherer Geschäftsführer und Anzeigenleiter, endgültig ausgeschieden ist, nachdem er uns so lange wie möglich konsultarisch unterstützt hat. Seine neue Tätigkeit lässt ihm dazu leider keine Zeit mehr. Und sein in über 15 Branchenjahren aufgebautes Netzwerk lässt sich nun mal nicht ad hoc übertragen oder ersetzen. Wir sehen aber bereits eine positive Entwicklung und haben weitere Maßnahmen eingeleitet, die diesen Trend nachhaltig stabilisieren werden. Du wirst sicher an dieser Stelle darüber berichten, wenn es soweit ist. Vor redaktionellen Specials oder Advertorials brauchst du dich nicht zu fürchten, warum auch? Muss ja nicht unbedingt schlecht sein, manchmal kommt man dadurch sogar an Hintergrundinformationen, die sonst nicht zugänglich wären. Wir machen so etwas aber sehr selten. Und wenn, dann macht es Sinn und ist natürlich entsprechend kenntlich gemacht.

Daten und Fakten:
Start: 19. November 2008
Erstausgabe: 01/2009
Verlag: LiveEmotion
Segment: PlayStation-Magazin
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Copy-Preis: EUR 3,50
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Druckauflage: 70.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Blätterwald #11 vom 06. Oktober 2008

Computec:
Wii Player senkt Preis
Wenig nachvollziehbar ist die Preisstrategie, die Computec mit seinem Casual-Titel Wii Player fährt. Von € 2,99 ging’s mit Heft 01+02/2008 hoch auf € 3,30, nur um mit Ausgabe 05+06/2008 noch mal eins draufzuschlagen und € 3,90 zu wollen.

Scheinbar wirkte sich die Entscheidung alles andere als positiv auf die Verkaufszahlen aus und so geht es mit dem am 15. Oktober erscheinendem Heft 10-12/2008 auf € 2,90 herunter.

Wii Player bringt Sonderheft
Für den 15.10 ist das erste Wii Player-Sonderheft angekündigt. Der Preis ist mit € 4,99 angegeben, Umfang und Themenschwerpunkt sind nicht bekannt.

Live Emotion:
Handys kommt nicht zurück aus der Sommerpause
Der Live Emotion Verlag stellt sein Handy-Magazin mit der aktuellen Ausgabe (04/2008) ein. Der Ausflug ist damit nach 14 Ausgaben und einem Sonderheft beendet.

Weitere Verlage:
GamesTM erhöht den Preis
Ab der Ausgabe 12/2008 sollen es € 3,90 für das Multiformat-Magazin sein. Der Preisaufschlag ist mit 10 Cent allerdings moderat.

PS3M-Leseprobe
Ebenfalls seit einigen Tagen erhältlich ist die Leseprobe zu Airmotions PS3M. Das PDF kann direkt von der Webseite geladen werden.

Multimania hat sich relauncht
Das Heft für Unterhaltungsmedien aus dem Devil Inc. Presseverlag wurde komplett überarbeitet und kommt mit deutlich hellerer Optik daher. Zudem wurde der Erscheinungsrhythmus verschoben, Multimania kommt nun in jedem ungeraden zweiten Monat.

c’t bringt Spielkonsolen-Special
Das Sonderheft aus dem Heise Verlag für PS3, Xbox 360, Wii und Handhelds kommt ab dem 27.10 an den Kiosk. Wie alle c’t Specials, wird es € 8,50 kosten.

Update, 20.10.08: Das Special wurde auf den 03.11.08 verschoben.

GEE hat den Verlag gewechselt
Statt wie bisher in der Redaktionswerft GmbH erscheint GEE seit kurzem in der GEE Media & Marketing GmbH.

Blu-ray Magazin erscheint
Ab dem 17.10 erscheint im Auerbach Verlag das Blu-ray Magazin. Der Preis wird bei € 1,20 liegen, die Erscheinungsweise ist mit zweimonatlich angegeben. (Preis-Korrektur)

PlayBlu – Neues PlayStation-Magazin von Live Emotion

Computec hat seit dem 1. Oktober 2007 den Markt der PlayStation-Magazine für sich alleine und fühlt sich in dieser Position auch sichtlich wohl. Aber mit der Zeit des Monopols ist es endlich vorbei. Nach Airmotion mit PS3M im Oktober wird auch Live Emotion, die Macher von Xbox Games und Wii Magazin, wieder ins Segment der PlayStation-Magazine einsteigen.

Das Baby trägt den vollständigen Namen „PlayBlu – Das Magazin für PlayStation 3 und Blu-ray“ und wird ab dem 19. November 2008 erstmalig im Handel sein. Der Umfang wird bei 124 Seiten liegen und der Preis wird € 3,50 betragen. Damit wird PlayBlu das preisgünstigste PlayStation-Magazin.

Gedruckt werden zum Start 70.000 Exemplare, die Erscheinungsweise ist zweimonatlich. Weitere Infos folgen bei Verfügbarkeit.

Blätterwald #6 vom 14. Juni 2008

Bauer Verlag:
Bravo Screenfun
Auch bei der dritten Ausgaben in Folge verweigert die Redaktion die DVD mit Inhalt zu befüllen. Trailer und TV-Serien-Folgen sollen’s richten. Abgebildet ist zur Untermalung, wenn auch klein, das Cover der Hulk-Staffelbox, welche selbstverständlich nicht auf DVD zu finden ist. Derartige Späßchen kennen wir noch aus Rehers DVD-Magazin-Zeit.

Computec Media:
Doppelt verkauft verdient besser!
Aktuell liegt play3-Premium am Kiosk, zum gewohnt überzogenem Preis von € 9,99. Enthalten ist in der Premiumausgabe ein Killzone Doppelposter und ein kleiner Killzone-Aufsteller. Beides könnten genauso gut kostenlose Werbebeilagen sein. Ähnliches hatte die GamePro mit Mortal Kombat schon mal als reguläre Kioskbeilage gebracht, hat es sich nur nicht von den Leser bezahlen lassen. In der Juli 2008-Ausgabe der Games Aktuell klebt eine „Battlefield: Bad Company“ Handgranate auf einer Anzeige als Pappaufsteller.

Herzstück der Plastiktüte ist eine 28-Seiten GTA IV-Komplettlösung. Diese befindet sich praktisch 1:1 auch im € 5,99 teuren Games Aktuell GTA IV-Sonderheft, welches allerdings noch um etwas Beiwerk erweitert wurde. Kleiner Unterschied, die play3-Version ist in „Sie“-Form geschrieben, obwohl das Heft kürzlich die Anrede zu ihr/euer wechselte und die Leser im Editorial der Beilage auch geduzt werden. Wer hat hier gepfuscht? Ist eure Kommunikation derartig schlecht, dass die zuständige Person nicht weiß, welche Heftanrede verwendet wird?

Mehr Werbung für uns, weniger Seiten für die Leser
In der neuen Games Aktuell (Juli 2008) befinden sich insgesamt mehr als 17 Seiten Werbung (+4 Seiten Eigenwerbung). Da der Umfang bei 100 Seiten unverändert blieb, bedeutet das den niedrigsten Stand der redaktionellen Seiten seit 05/2004.

Vista mit Sprung in der Scheibe
Computec stellt das erfolglose Magazin „Windows Vista – Das offizielle Magazin“ zum unbeliebten MS-Betriebssystem mit der Ausgabe 07/2008 am 18. Juni ein. Alle dazu nötigen Vorbereitungen wurden getroffen, auf der Internetpräsenz wurden bereits sämtliche Hinweise auf das Magazin getilgt.

Blick in den Computec Geschäftsbericht 2007:

Fertigungskosten: Durch Reduzierung der Seitenumfänge und Druckauflagen, leicht verbesserte Konditionen im Papier- und Datenträgerbereich, Verringerung von sonstigen Ausstattungsmerkmalen und der Reduzierung von Lizenzkosten für Spielevollversionen und Filme sind Fertigungskosten in Höhe von mehr als 2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr eingespart worden. (S. 13)

Weitere Einsparungen: Durch Nichtbesetzung von geplanten Stellen sowie der Verringerung von Honorar- und Gemeinkosten konnten die Redaktionskosten gegenüber dem Planungsansatz reduziert werden. Erhebliche Kürzungen sind auch im Marketingbereich vorgenommen worden. Für Handels-, Abonnements- und Anzeigenmarketing sind insgesamt Kosten von 500 TEUR gegenüber Vorjahr eingespart worden. (S. 13)

Quelle: http://www.computec.de/berichte/CMD_Geschaeftsbericht_2007.pdf

consol.media/Panini: Update 16. Juni
ConsolPlus startet am 12. September, GamersPlus am 24. Oktober. Dies berichtet DWDL.de. Der Preis wird bei € 2,95 liegen, die Druckauflage bei je 150.000 Exemplaren.

CSW Verlag:
Retro wird hochwertiger
Mit der kürzlich erschienenen Ausgabe #08 wird das Heft auf bestes Hochglanzpapier gedruckt und in eine Klebebindung eingefasst. Themenschwerpunkt von Heft #08 sind Sportspiele.

Dreamcast-Spieler aufgepasst: Auf der CD befindet sich eine Demo zum kommenden DC-Titel „Wind & Water: Puzzle Battles“, welche direkt auf der Konsole laufen soll.

Holger Reher PR & Verlag:
InSPiN wird schwindelig!
Das DVD-Magazin über TV-Serien und Dokumentationen ist inzwischen mit einiger Verspätung erschienen. Nicht nur ein Monat ging dabei verloren, sondern auch die ein oder andere Seite. Der Umfang schrumpft von 68 auf 52 Seiten. Ob’s an der Doppelbelastung InSPiN/Bravo Screenfun liegt? Wenn man in letztere einen Blick wirft, muss man diese Vermutung jedoch verneinen.

Übrigens, es heißt immer noch Spaß und Fußball – Schweizerdeutsch ist zum Glück noch nicht bei uns eingezogen, auch wenn das Cover etwas Anderes vermuten lässt.

IDG:
GameStar recycelt
Das Sonderheft „Spielebox“ ist kürzlich erneut in den Handel gekommen. Diesmal kostet es allerdings „nur“ noch € 9,99 statt der bisherigen € 14,99. Damit es niemand merkt, wurde es eingeschweißt und ein „Beipackzettel“ aufs Cover gelegt.

Live Emotion:
Handys mit Technikschaden?
Angesichts der aktuellen Preiserhöhungen zahlreicher Hefte bedeuten Preissenkungen nur eines: Nichts Gutes. Das Heft kostet nun € 3,20 statt € 3,50. hat aber auch nur noch 76 Seiten + 16 Seiten Beilage statt der bisherigen 116 Seiten Umfang. Die Tabellen wurden in ein „Heft im Heft“ ausgegliedert. Zudem gibt’s ein neues Format: 287x210mm satt der bisherigen 297x210mm.

Wie es weitergeht, erfahren wir erst im Oktober. Das Heft geht planmäßig in die Sommerpause, die aktuelle Ausgabe wird knapp vier Monate am Kiosk verweilen.

Raptor Publishing:
Level 1 lebt
Irgendwie. Zumindest ist im Raptorshop nun Ausgabe #13 gelistet. Hat’s jemand schon am Kiosk erblickt?

Trivia:
Heute vor ziemlich genau sieben Jahren wurden die letzten Ausgaben von PC Player und PSM2 aus den Regalen geräumt.

Spielehefte am Kiosk – Eine Sichtung des Bestandes

Fallende Auflagen, Monokultur im PlayStation-Segment und bereits einige Todesfälle (NMag Print, play vanilla, Sims 2 – Das offizielle Magazin) sind auch im Jahre 2008 bei den Spieleheften keine Überraschung. Doch was gibt es eigentlich noch Kiosk? Ein kleiner Überblick

Multiformat:

Bravo ScreenfunBravo Screenfun
Der einstige Star am Kiosk ist inzwischen vom Himmel gefallen. Doch wann begann der Abstieg? Als die zweite CD kam und der Preis von € 3,00 auf 3,99 stieg, als die DVD eingeführt wurde und der Preis auf € 4,50 angehoben wurde? Als nach Jahren der Kontinuität ein neues Layout kam, welches optisch Jahre älter aussah als das Vorherige? Oder doch erst, nach dem man die Münchener Redaktion auf die Straße setzte und Inter Games in Hamburg ans Heft lies? Derzeit darf sich Holger Reher an der Screenfun versuchen. Das eigentlich hübsche Layout, welches die Inter Games-Redaktion kurz vor ihrem Rausschmiss einführte ist bereits wieder Geschichte.

Die klassische Heftstruktur ist Geschichte. Getrennt wird nun strikt nach Konsole, Handheld und PC; Tests und Vorschauen werden gemischt. Die Aufteilung wirkt zunächst ungewohnt, wird aber auch nach mehrmaligem anschauen nicht besser. Eingeleitet wird jeweils mit News, es folgen in loser Reihenfolge Tests und Vorschauen, die Charts werden dann irgendwo hingepackt, wo noch Platz ist. Der „Trix“-Teil, dessen Komplettlösungen einst Gold wert war, ist inzwischen leider komplett aus dem Heft verschwunden. Stattdessen platziert man lieber irgendwelche belanglosen Texte schräg (nicht kursiv ;) ) auf den Seiten, was weder hübsch aussieht noch gut zu lesen ist.

Die DVD besteht seit dem Mai-Heft und dem vorerst letzten Redaktionswechsel praktisch nur noch aus Trailern und TV-Serien-Folgen, hat also auch keinen wirklich brauchbaren Nutzen mehr.

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe des Heftes gehöre, selbst wenn ich zehn Jahre zurückdenke, also wieder neun wäre, würden mir die paar gebotenen Spielinfos nicht reichen.

Computer Bild SpieleComputer Bild Spiele
Der Vollständigkeit halber, sei sie mal ausnahmsweise erwähnt. Sie wird ihre Zielgruppe der Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler sicherlich bedienen. Auch Vollversionskäufer werden immer mal wieder zuschlagen, wobei sich zuletzt auch „Perlen“ wie Moorhuhn Soccer mehrten. Mit aktuell rund 324.000 verkauften Exemplaren führt sie die Verkäufe aller Spielehefte natürlich auch weiterhin an, trotz gigantischer Auflagenverluste.

GameProGamePro
Wie heißt es so schön, das Cover soll nicht aussehen, es soll verkaufen. Das tut es meist, bis zur ersten IVW-Meldung der play3 führte die GamePro auch längere Zeit die Verkäufe der Konsolen-only-Hefte an. Dossiers und Specials sind immer wieder lesenswert, die DVD ist trotz des Wechsels auf die DVD-10 immer noch sehenswert und für mich immer noch das Nonplusultra. Das Layout lässt in meinen Augen die Spielereien vermissen und das Wertungssystem (6 Einzelwertungen + 4 Rediwertungen = Gesamtwertung) ist zumindest im Forum nicht unumstritten. Das klassische Merkmal eines Multiformatheftes, die Importtests, fehlen.

Games AktuellGames Aktuell
Preisgünstig (€ 3,50 + DVD-10), guter Inhalt, lesenswerte Specials. Fühlt sich trotz des PC-Anteils an wie ein Konsolenheft. In unregelmäßigen Abständen erscheinen auch immer wieder Sonderhefte zu aktuellen Themen. Die Qualität reicht hier von Top (Xbox 360) bis Katastrophal (Next Gen). Auch wenn der „Computec-Effekt“ bei Papierqualität und Einführung einer Premiumausgabe zugeschlagen hat, überwiegt das Positive. Wenn doch nur der Wertungskasten bei Multiformattests nicht so ausufern würde…

Game MasterGame Master
Dieses Heft ist für eine relativ Junge Zielgruppe. Wer Animespiele mag, kommt auf seine Kosten, ansonsten greift man lieber zu anderen Magazinen.

gamesTMgamesTM
Da wir mittlerweile an einem Punkt angekommen sind, an dem die Heftausstattung zur Einsparung nicht weiter heruntergefahren werden kann, steigen die Preise wieder. Insofern wäre es unangebracht an dieser Stelle von teuer bei € 3,80 für 108 Seiten zu sprechen. Das Heft ist eine Lizenzausgabe von Imagine, was sich am hübschen Layout sofort sichtbar wird. Dies ist bereits der zweite Versuch das Heft in Deutschland zu etablieren, der erste scheiterte am Heftpreis, an der Erscheinungsweise, am übersetzten Eindruck und letztlich damit an den Verkäufen. Dies passiert hoffentlich nun nicht noch mal, dafür wurde auch die ein oder andere Anpassung (Wertungssystem) vorgenommen.

GEEGEE
Keines der klassischen Testhefte, keine Wertung am Ende, dafür Storys und Reportagen ohne Ende. Die Erscheinungsweise sind acht Ausgaben pro Jahr, der Preis beträgt € 3,90 für 100 Seiten. Ein seit Jahren ungelöstes Rätsel: Wie schafft es ein Heft mit weniger als 10.000 verkauften Heften am Kiosk sich so lange zu halten und dies noch bei einem Anzeigenaufkommen (17-20 Seiten im Normalfall), bei dem jeder Mitbewerber nur neidisch sein kann?

Kids GamerKids Gamer
Da haben wir wieder eines der Hefte für die theoretisch riesengroße Zielgruppe der sechs bis zwölfjährigen. 19.000 verkaufte Heften (laut Unternehmenspräsentation) bei drei Monaten Auslagezeit und die teilweise vollständige Abwesenheit von Anzeigenkunden zeigt mal wieder nur eines: Man sollte Hefte für reale und nicht für theoretisch vorhandene Zielgruppen erstellen.

MAN!ACMAN!AC
Mit bald 15 Jahren das älteste deutsche Videospielheft. Es überlebte als einziges der Konsolen-Multiformathefte das Massensterben Ende 2000. Der freakige Charakter ging über die Jahre etwas verschütt, die „Ansatzweise Korrektur“ der Ausgabennummern 2006 verweigerte man. So erscheint MAN!AC immer noch im Vorvormonat. Fans von Importspielen werden auf Extraseiten bedient und ein Extended-Teil für besondere Themen ist auch vorhanden.

Mobile GamerMobile Gamer
Ein MAN!AC-Schwesterheft. Wie der Name vermuten lässt, dreht es sich bei dem leider nur vier mal im Jahr erscheinenden Heft alles um tragbare Konsolen. Es ist das einzige Spieleheft, welches sich ausschließlich Handhelds verschrieben hat. Layout und Inhalt können überzeugen, € 3,50 für 100 Seiten sind angemessen. Indiskutabel ist die Erscheinungsweise, zwei zweimonatliche Ausgaben (10+11 bzw. 12+01) gefolgt von zwei viermonatlichen Ausgaben sind das Todesurteil jeglicher Aktualität.

MultiomaniaMultimania
Das Fanzine für Kino, DVD, Spiele und ähnlichem mit teils winzigkleiner Schrift. Ebenfalls kein klassisches Spieleheft, soll dennoch in der Auflistung nicht fehlen.

Nintendo:

N-ZoneN-Zone
Das dienstälteste Nintendo-Magazin und praktisch genauso lange ist es auch schon Marktführer. 2006 war es nach dem Ende von Cube und N-Games auch das einzige Nintendo-Magazin. Von der Ursprungsredaktion ist niemand mehr an Board, was jedoch hier jedoch in keinem Fall negativ zu sehen ist. Papier und Qualität lassen sich leider nicht mehr in einem Wort nennen und das Layout unterstützt auch nicht gerade eine neue Blütezeit. Sehr schade, hier schlummert viel ungenutztes Potenzial. Hoffentlich erwacht es noch mal.

Wii MagazinWii Magazin
Aus 64 Power wurde Big.N und aus Big.N wurde N-Games. Man ging durch viele Höhen und Tiefen, irgendwie hat man es trotz aller Rückschläge geschafft durchzuhalten. Letztlich hat es nicht gereicht und so lag zwischen der letzten N-Games und der ersten Wii-Magazin-Ausgabe ein Jahr Zwangspause. Geboten wird verlagstypische Kost. Wer auf subjektive Tests steht, eine volle Nutzung der Prozentskala will und eine zweimonatliche Erscheinungsweise verschmerzen kann, darf gerne zugreifen. Wer einmal ein BriStein-Heft gelesen hat, wird es sofort wiedererkennen, auch wenn der Verlag sich inzwischen Live Emotion nennt. Verlangt werden für 124 Seiten bestens Papier inkl. Poster sehr günstige 3,50.

Wii Player – Das MagazinWii Player – Das Magazin
Jaja, die Zielgruppe der Casualgamer ist gigantisch groß. Der Inhalt ist ganz nett, haben will es trotz anders lautender Verlagsangabe scheinbar niemand. Der Preis stieg von 2,99 auf inzwischen 3,90. Die Erscheinungsweise wurde von zweimonatlich auf vierteljährlich umgestellt. Vorboten auf ein Ende des Heftes?

PlayStation 3:

play³play³
Die Meinung des Autors zur Heftausstattungs- bzw. Preispolitik dieses Objektes ist bekannt.

Xbox 360:

360 Live360 Live
Da 360 Live auf der Lizenz von Imagines X360 aufsetzt, ist die Erklärung für die gute Optik leicht gefunden. Die Artikel lesen sich gut und sind hübsch anzuschauen. Bisher standhaft hat sich die Redaktion dagegen gewährt den falschen Akzent (Akut) gegen ein Apostroph einzutauschen und die Augenfolter beim „lohnt sich’s“-Kasten ein Ende zu setzen (nein, ich schreibe es nicht, wie es im Heft steht). Am Rande sei noch erwähnt, dass das Wertungssystem von 10er auf 10er in 0,1er Schritten nach einen Forenumfrage umgestellt wurde…

OXM 360Xbox 360: Das offizielle Xbox-Magazin
Das Layout ist von Future Publishing aus England, das Wertungssystem ist deutsch. Seit Gründung im Jahre 2002 (da noch ohne 360) hält man die Redaktion winzigklein und den Umfang bei 100 Seiten. Als Papier kommt das gleiche Unding wie bei der N-Zone zum Einsatz, was angesichts des Heftpreises von € 7,99 eine bodenlose Frechheit ist. Sicherlich wäre auch mehr als die vom Verlag angegebenen 22.000 verkauften Hefte drin, allerdings dürfte dem der Sparkurs im Weg stehen.

Xbox GamesXbox Games
Oder wie laut Logo X Games XBG 360. Das Xbox-Heft aus dem Live Emotion Verlag. Das Heft erscheint seit 2003 und hat alles, was ein Heft des Verlages ausmacht: Unterhaltsame Schreibe, gute Ausstattung bei günstigem Preis, wenig Werbung, zweimonatliches Erscheinen und leider auch ein schwaches Layout.

PC-Spiele:

GameStarGameStar
Der Marktführer bei den PC-Spieleheften. Das Layout wirkt etwas unterkühlt, das Wertungssystem (10 Einzelwertungen zusammenaddiert ergeben den Spielspaß) ist im Forum noch umstrittener als dass der GamePro. Die DVD ist in meinen Augen ungeschlagen. Der aktuelle Chefredakteur ist Ex-Joker Michael Trier.

GameStar erscheint als Magazin, DVD-, XL- und sporadisch als XXL-Ausgabe, sowie als Package Magazin + GS WoW.

PC ActionPC Action
Ist denn heute schon Weihnachten? Nein natürlich nicht. Computec startete 2003 hier den extremsten Fall von Unfug bei der Heftnummerierung und lies eine Ausgabe auf dem Papier einfach ausfallen. Deswegen findet Weihnachten bei der PC Action schon mitte Oktober statt. Das Heft fällt ansonsten durch sein „Unter-Gürtel-Niveau“ auf, durch das es sich bewusst von anderen Magazinen absetzt. Irgendwann führte man aber wieder ernsthafte Bildunterschriften ein. Lieben oder Hassen ist hier die Frage. Die Leseranrede ist unverständlicher Weise „Sie“ gemixt mit Dingen wie „Darauf wartest Du“.

PC Action erscheint als DVD bzw. DVD plus Film-Ausgabe, sowie vierteljährlich als Premiumversion. Die Auflage ist inzwischen leider auf etwa 50.000 Exemplare gefallen.

PC GamesPC Games
Die alte Dame ist nach dem Wegsterben verschiedener Mitbewerber nicht nur das dienstälteste PC-Spieleheft, sie ist auch gründlich in die Jahre gekommen. PC Games hatte zeitweise eine überragende Heftausstattung, allerdings kam sie, wie bei jedem anderen Computec-Heft, mit der Zeit abhanden. Leider war sie auch in anderen Punkten Vorreiter. Ob das Wiederkehren der Vollversionen oder Dezemberheft erscheint in der letzten Oktoberwoche, beide Entwicklungen gehen auf das Konto der PC Games. Das Wertungssystem ist eine Motivationskurve, Kurztests enden mit einer Schulnote. Der Previewteil ist extrem bunt, wohingegen der Testbereich eher farblos gehalten ist. Häufig kommen Sonderwerbeformen und Promotion-Aktionen zum Einsatz, im Heft werden mehrerer Papiersorten unterschiedlicher Qualität verwendet..

PC Games erscheint als Magazin-, DVD-, Extended-Ausgabe, vierteljährlich als Premiumversion und alle zwei Monate als Package mit PCG WoW.

Onlinespiele:

BuffedBuffed – Das Magazin
Oh Wunder, oh Wunder. Man kann bei Computec doch noch Hefte angemessen ausstatten. Gut, 5,90 sind nicht billig. Dafür gibt es 132 Seiten auf Qualitätspapier. Die Optik stimmt auch, das Magazin ist liebevoll gestaltet. Das Heft zielt auf Onlinerollenspieler und wird von Heinrich Lenhardt geleitet. Die verkaufte Auflage wird mit 50.000 Exemplaren angeben.

GameStar WoWGameStar: World of Warcraft
Nach dem die ersten Sonderhefte aufverkauft waren und man sie sich bei ebay versilbern konnte, entschied man sich dieses Jahr dazu sie nach PC Games-Vorbild als eigenständige Reihe auszugliedern und fortzuführen. Der Inhalt sind 132 Seiten im kleineren Format Word of Warcraft zum Preis von € 6,99.

PC Games WOWPC Games: World of Warcraft
Auch hier waren die Sonderhefte so erfolgreich, dass man sie letztlich als zweimonatliche Sonderheftreihe ausgliederte. Inzwischen sollen laut Unternehmenspräsentation 69.000 Exemplare abgesetzt werden und wenn der Trend so weitergeht, überholt man bald noch das Mutterheft. 100 Seiten DinA4 + Poster für € 6,99.

SLMSLM – Das Secondlife-Magazin
Es soll ja den Trend verschlafen haben und ein anonymer Kommentator meinte im alten Magaziniac.Blog, dass spätestens im April Schluss sei. Schaun wir mal, die Hefte sind zuletzt nicht pünktlich erscheinen, auch die Juni-Ausgabe soll nun Ende statt Mitte Mai kommen. Schauen wir mal und lassen uns überraschen.

Tipps & Tricks

Softsale Cheat CheckerSoftsale Cheat Checker Pro
Das letzte noch verbliebende regelmäßig erscheinende Tipps-Heft. Der Preis ist seit erstmaligem Erscheinen 98/99 unverändert. Der Umfang ist inzwischen auf nur noch 68 Seiten geschrumpft.

Online GamerPapercut-Hefte
Das Letzte (huch, eine Doppeldeutigkeit)
Aktuell im Handel wären da zum Beispiel: Total Gamer Cheats, Tipps und Secrets für PS2+PS3, Mega PlayStation und Online Gamer präsentiert: WoW

Die Hefte kosten zwischen € 6,90 und € 7,90. Haben zwischen 84 und 100 Seiten Umfang. Die Tippsbücher sind für € 7,90 bis € 9,90 zu haben. Die Erscheinungsweise ist unregelmäßig. Die Namen wechseln sehr oft, die Übersetzung ist häufig nicht optimal.

Aber wie ich gesehen habe, liest du hier mit, liebe VU Verlagsunion. Und wie durch ein Wunder heißt es nun „unabhängig“ und nicht mehr „inoffiziell“ auf den Covern deiner Hefte ;)

Deutschsprachige Magazine, die hier zu Lande nur im Abo erhältlich sind:
consol.AT, Gamers.at, Gamefront

Vermisst, aber keine offizielle Meldung zur Hefteinstellung bekannt:
Game Face, Level 1

Was uns im Jahr 2008 noch erwartet:

Bereits diese Woche kommt von Anime-Heft „Neox“ ein Nintendo DS-Sonderheft. Garantiert wird uns auch VU Verlagsunion noch mit weiteren Tipps- und Tricks Heften bzw. Büchern beglücken. Und für mindestens drei Hefte könnte es dieses Jahr vielleicht zu eng werden. Also, warten wir gemeinsam auf das Sommerloch und versüßen uns derweil die Wartezeit mit etwas Nettem zum Lesen – wie wär’s mit einer Ausgabe von Neon? ;)

Fünf Jahre Xbox Games

Liebe Xbox Games,

zwar wirst du erst offiziell am 08. Mai fünf Jahre, aber da Ausgabe 03/2008 dieses Jahr schon etwas früher am Kiosk liegt, steht es dir natürlich auch zu jetzt schon zu feiern. Dafür möchte ich dir herzlich gratulieren.

Schließlich hast du einen steinigen Weg hinter dir. Bist als letztes Xbox-Magazin der ersten Generation gestartet und trotzdem hast du deine Mitbewerber XBM und Xbox-Zone mit Bravour geschlagen. Du bist nicht nur das Xbox-Heft mit dem günstigsten Preis, dem besten Papier, sondern auch das mit den meisten Seiten und das einzige mit regelmäßigem DIN A2-Poster.

Schauen wir doch mal auf deine äußeren und inneren Werte.

Blass ist dein Logo, und wenig ausdrucksstark. Wiedererkannt wirst du eigentlich nur durch die häufig düsteren Covermotive und am Preis von gerade mal € 3,50, den du seit der Erstausgabe hältst. Auf der verlagstypischen Drittelseite Editorial führt uns dein Chef Martin Mirbach im Schnitt alle zwei Monate in die Welt der Xbox ein. Durch schwankende Erscheinungstermine kommst du manchmal auf sechs, manchmal auf sieben Ausgaben pro Jahr. Gedruckt wirst du auf feinstes, weißes Papier. Man ermöglicht dir damit brillante Farben und ein edles Auftreten. Am Anfang beginnst du uns mit News und Erscheinungsterminen zu versorgen. Wer in den vergangenen Jahren je eine Schwester von dir las, wird sich sofort in dir zurecht finden. Diese Ausgabe hast du natürlich ein großes Geburtstagsgewinnspiel für uns vorbereitet, bevor du uns in einem Feature bei Soundsystemen schmachten lässt. Inzwischen hast auch du die Wichtigkeit von Previews erkannt und bringst mal etwas größere, deine knappen Drittelseiter werden wir aber wohl nie vergessen können.

Du und dein Verlag nutzen wohl als einzige das leidige Prozentsystem voll aus, vergabst 96% für „Bioshock“ und 15% für den Sondermüll „Conspiracy: Weapons of Mass Destruction“. Bei Awards bist du manchmal etwas knauserig und gibst sie erst ab 90% raus. Bei den fünf Einzelwertungen für Grafik, Sound, Gameplay, Dauerspaß und Multiplayer packst du deine Würfel beiseite und bewertest lediglich auf einer etwas groben Fünferskala.

Natürlich weißt du, dass wir alle nur Menschen und keine Maschinen sind, deswegen bewertest du bewusst subjektiv und hast einen herrlich lockeren Schreibstil. Das Layout wird wohl deine große Schwäche bleiben, ob du je lernst, dass man Spalten nicht halbiert, nur damit übertrieben viele Screenshots auf eine Seite passen? Dass man den Lesefluss nicht ständig durch Bilder und Extrakästen unterbrechen sollte? Du solltest da dir da dringend Nachhilfe nehmen.

Ein Blatt nimmst du nie vor den Mund, so erfreust du uns regelmäßig mit zünftigen Verrissen. Auch für Sportler hast du ein Herz, importierst regelmäßig US-Games. Fest zu dir gehören auch kleine Lesertests, wo die Wertungen und Meinungen deiner Leser mit denen deiner Eltern verglichen werden.

Bei Hardware lass dir jedoch sagen, pack den Kaffeesatz beiseitige, auch wenn es mich mitunter köstlich unterhält, wenn ein Akku-Set 72% bekommt.

Die DVD-Tests lässt du dir leider nicht austreiben, dein vierspaltiges Layout empfinde ich hier aber als sehr viel angenehmer als die drei von den vorherigen Seiten.

Herzstück eines jeden Heftes deines Verlages sind natürlich die Leserbriefe. Was würden wir nur ohne Onkel Tom tun? Sei doch so gut und spendier ihm mehr als zwei Seiten Posthütte.

Fest binden werde ich mich allerdings nicht an dich. Außer, du kommst zukünftig im Schutzumschlag und mit 15% Preisvorteil zu mir ins Haus. Denn zum Normalpreis mit Aboaufkleber verschandelt mag ich dich nicht.

Noch immer hast du Tipps und Tricks-Teil im Heft, bietest jede Ausgabe eine Komplettlösung, vielen Dank dafür. Deinen Abschied nimmst du mit sechs Seiten Bestenlisten und neun Seiten Testindex, vielleicht manchmal etwas viel des Guten.

Trotz deiner vielen Vorzüge muss ich mit bedauern feststellen, dass sowohl auf die Verkaufszahlen als auch die Anzeigenperformance bezogen, deine beiden Wettbewerber dir hart zu schaffen machen. Was machst du falsch, warum bekommst du zu Weihnachten nie etwas vom großen Anzeigenkuchen ab? Liegt es an deinen lediglich zweimonatlichen Erscheinen oder bist du einfach nur zu schüchtern und man kennt dich nicht?

Dennoch wünsche ich dir alles Gute zum Geburtstag,
feier schön und auf die nächsten fünf Jahre!

Dein Evil

Statistik:
33 Ausgaben
4102 Seiten
Die dickste Ausgabe: 06/2007 (134 Seiten inkl. 2 Doppelpostern)
Die dünnste Ausgabe: — (keine hatte weniger als 124 Seiten)
Die meiste Werbung: 01/2006 (12,5 Seiten)
Die wenigste Werbung: 03/2008 (3 1/3 Seiten)
Die meisten redaktionellen Seiten: 05/2003 (116 inkl. Poster)
Die wenigsten redaktionellen Seiten: 01/2006 (106,5 inkl. Poster)
4 überlebte Schwesterhefte (Handyplex, N-Games, Play Games, Next)
4 verschiedene Layouts
3 verschiedene Heftlogos (Xbox Games, XBG Games, XBG 360 Games)
2 Sonderhefte (Xbox Games Lösungen; 360 Games)
2 überlebte Mitbewerber (XBM, Xbox-Zone)
1 Verlagswechsel (Media Pro bv/BriStein -> Live Emotion)
1 verschlissenen festen Redakteur
0 Redaktionsumzüge

Daten und Fakten:
Start: 08. Mai 2003
Erstausgabe: 03/2003
Verlag: Live Emotion Verlag GmbH
Segment: Xbox-Magazin
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Copy-Preis: EUR 3,50
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Druckauflage: 60.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Live Emotion bekommt eine Internetpräsenz – Es geschehen doch noch Wunder

Wer hätte das gedacht? Anfang Dezember hatte ich noch die Nichtpräsenz des Live Emotion Verlages im Web kritisiert und auch nicht damit gerechnet, dass die Jungs jemals eine Webseite für ihren Verlag auf die Beine gestellt bekommen.

Nach geschätzten acht Jahren Blick auf das Stapellauf „bald ist es soweit“-Bild strahlt einen nun im wahrsten Sinne des Wortes das giftgrüne Verlagslogo an. Unter anderem wird eine kleine Infoseite zur Verlagsgeschichte präsentiert. Das Rätsel um Alchemy Publishing, BriStein bv und welche Verlagsnamen sonst noch in den Heften der Bochumer Redaktion standen, wird dabei leider nicht gelüftet, genauso wenig, wie wann SegaPro und SuperPro zum letzten Mal erschienen *mit dem Zaunpfahl wink*.

Ebenfalls hält die neue Verlagsseite endlich eine Terminliste der Hefte parat. Immerhin bekommen Xbox Games und Wii-Magazin dieses Jahr wieder eine Ausgaben mehr, sieben sind es dann an der Zahl. Von einer monatlichen und damit zeitgemäßen Erscheinungsweise ist das zwar noch eine ganze Ecke entfernt, lässt zumindest für die Zukunft aber ein kleines bisschen hoffen.

Und nun schaut mal auf www.live-emotion.de vorbei und schreibt den Jungs ganz viele liebe Mails, dass ihr auch ein Forum für die Hefte möchtet und ein neues PlayStation-Magazin wollt.