Archiv für ‘Neu im Handel’ Kategorie

Life- und Nekrolog Spielehefte 2011

Willkommen zum Magaziniac-Jahresrückblick 2011. Auch in diesem Jahr ist die Ausbeute an neuen Spieleheften gering, es sind nur zwei neue Titel auf den Markt gekommen. Zum einen ein hochwertiger Klon der Multimania unter Leitung des ehemaligen Chefredakteurs selbigen Heftes. Zum anderen die Gameplay, welches das Wii Magazin ersetzt. IDG schoss den PS3-Magazin-Versuch Inside PS3 nach nur fünf Ausgaben wieder ab. Auch Future Publishing setzte sein recht unregelmäßig erscheinendes offizielles World of Warcraft-Magazin nicht fort.

An dieser Stelle nun die bekannte Heftübersicht mit den wichtigsten Kurzinfos, weiter unten, was 2011 noch im Bereich der Spielehefte geschah.

 

Lifelog 2011

 

AGM – Area Games Magazin

AGM 04/2011Chefredakteur: Mikis Wesensbitter
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: Areagames GmbH
Preis: € 5,00
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 01/2011 (10.06.2011)
Ausgaben derzeit: #4

 

Gameplay

Gameplay 01/2012Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: LiveEmotion GmbH
Preis: € 3,80
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 1/2012 (14.12.2011)
Ausgaben derzeit: #1

 

Nekrolog 2011

 

Inside PS3

Projektleitung: Dirk Steiger
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 4,50
Erscheinungsweise: vierwöchentlich
Erstausgabe: 11/2010 (05.11.2010)
Finalausgabe: 03/2011 (25.02.2011)
Ausgaben gesamt: #5

 

Wii Magazin

Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Segment: Nintendo-Magazin
Verlag: LiveEmotion GmbH
Preis: € 3,50
Erscheinungsweise: 7x jährlich
Erstausgabe: 01/2007 (08.12.2006)
Finalausgabe: 07/2011 (26.10.2011)
Ausgaben gesamt: #34

 

World of Warcraft – Das offizielle Magazin

Chefredakteur: ?
Segment: WoW-Magazin
Verlag: Future Publishing Ltd.
Preis: € 10,49
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2009
Finalausgabe: 01/2011
Ausgaben gesamt: #5

Nachzügler:
Bereits am 10. November 2010 erschien die letzte Ausgabe der PC Games PowerPlayer. Die Themenlage hätten keine weiteren Ausgaben gerechtfertig.

Was 2011 sonst noch passierte:
Das aktuelle GameStar MMO-Magazin ist ein Doppelheft mit 212 Seiten und behandelt neben WoW auch Star Wars: The Old Republic, zusätzlich gibt es deutlich besseres Papier. Das kommt ein wenig überraschend, da es erst mit 10/2011 mal wieder einen Relaunch erhielt, der letzte war erst mit Ausgabe 02/2011 erfolgt +++ GameStar Hardware erscheint nur sporadisch statt des geplanten Vierteljahresrhythmus +++ GameStar Magazin wurde 49 Cent teurer +++ Der Preis von consolPlus und GamersPlus stieg von € 3,50 auf € 4,99 +++ Die Gold Version von Computer Bild Spiele wurde 51 Cent teurer +++ Im Februar gab Axel Springer auf eine Magazin-Version der CBS heraus zum Preis von € 2,70. Diese brachte es jedoch nur auf 4 Ausgaben +++ PC Action trat mit Wirkung zum 31.12. aus der IVW aus, nachdem bereits die Zahlen fürs 3. Quartal geschwänzt wurden. Seit 2011 gibt es also nur noch Verlagsangaben zur Auflagenhöhe +++ Von der Games and More fiel das für Februar geplante Heft aus, die Ausgabe für August kam erst im September +++ play³ erhielt ein neues Layout +++ GEE halbierte nicht nur die Erscheinungsfrequenz von acht- auf viermal jährlich, sondern auch das Heftformat. Die letzte große Ausgabe war für € 6,90 zu haben, die kleinen kosten € 3,99 +++ Elektrospieler erhöhte den Preis auf von € 6,95 auf € 9,95 um ihn anschließend auf € 5,00 zu senken +++ von Multimania sind letztlich gerade noch vier statt der geplanten sechs Hefte erschienen, was der Tatsache geschuldet ist, dass die alte Redaktion nun AGM produziert und so zu monatelangen Verspätungen führte +++ Von Gamefront erschien 2011 keine Ausgabe +++ Cybermedias Handhelheft Mobile Gamer erschien 2011 immerhin 1x +++ Es gibt von MMO Pro keine Ausgabe 07/2011, man verschob den EVT um eine Woche nach hinten vom letzten Freitag des Monats auf den 1. Mittwoch und kaschierte eine Ausgabennummer +++ Von M! Games erschien dieses Jahr eine 13. Ausgabe, um das Nummerchaos hier zu beenden +++ Game Master wird im kommenden Jahr nicht nur 51 Cent teurer, sondern kommt auch nur noch acht- statt zwölfmal +++

Sonderhefte 2011 – Auswahl:
PC Games Extra Tipps & Tricks Rollenspiele, Gratis online spielen, Testjahrbuch 2011, Tipps Battlefield 3, Star Wars The Old Republic +++ play³ Testjahrbuch 2011 +++ N-Zone Nintendo 3DS, Zelda Skyward Sword +++ Game Master Nintendo DS, 3DS, Jahresrückblick +++ Computer Bild Spiele Best-off 2011 +++ Buffed WoW Cataclysm, Rift, WoW Tipps +++ GameStar Skyrim +++

Neu im Handel: Gameplay

Gameplay 01/2012Das Wii Magazin als eigenständiges Heft lohnt sich aufgrund der wenigen großen Neuerscheinungen und der damit stark sinkenden Verkaufszahlen nicht. PS3 und Xbox 360-Inhalte werden eh produziert, also warum nicht weiterhin Wii-Spiele testen und alles in einem Multiformatrahmen zusammenfassen? Das hat man sich bei LiveEmotion in Bochum offenbar auch gefragt und nun liegt seit heute die Erstausgabe von Gameplay am Kiosk. Es ist das erste der nun auf standardmäßig 108 Seiten reduzierten Hefte zum Preis von € 3,80. Im Prinzip kann man es sich auch ganz einfach machen: lieben oder hassen. Geboten wird genau das, was man von einem LiveEmotion-Heft erwartet oder eben fürchtet.

 

Layout:

Beim Heftlogo hat man genauso ins Klo gegriffen, wie auch bei PlayBlu, Xbox Games und Wii Magazin zuvor, diesmal hat man jedoch noch eine Schippe drauf gelegt: Billiger 3D-Effekt trifft Grunge-Look und erinnert stark an das Man!ac-Logo aus den 1990er Jahren. Silbentrennung wird auch weiterhin nach Möglichkeit komplett vermieden, was teils und vor allem bei den Viertelseitentests zu abartigen Löchern im Blocksatz führt. Das Gegenstück darf dazu natürlich auch nicht Fehlen, beispielsweise im Final Fantasy XIII-2-Artikel ist dann an einer Stelle der Wortzwischenraum komplett abhanden gekommen. Wie gewohnt geben sich auch Hurenkinder und Schusterjungen ein munteres Stelldichein. Das Mediengestalter-Herz blutet.

 

Anzeigen:

Das Heft selbst ist praktisch werbefrei, sieht man von einem lausig als Advertorial gekennzeichnetem Ubisoft „Artikel“ ab. Der ist nicht nur schön mit Seitenzahlen und Rubrikreitern versehen, sondern untypisch auch so gesetzt, dass er flüssiges Lesen ermöglicht. Mir fiel erst auf, dass es sich dabei um eine Anzeige handelt, als ich selbige im Schwesterheft Xbox Games noch einmal erblickte.

 

Inhalt:

Die Artikel, wenn es sie schon in der Xbox Games oder PlayBlu gab, werden wenn möglich 1:1 rübergeschoben – inkl. Rechtschreibfehler. Gelegentlich wird mal die Reihenfolge der Bilder getauscht oder ein Bild ausgewechselt. Die Wii-Version bekommt aber natürlich auch ein Sätzchen nachgeschoben. Verzichten muss der bisherige Wii Magazin-Leser jedoch auf seine Downloadtests – es werden nur PS3- und Xbox 360-Inhalte abgefrühstückt.

Für Gameplay hat man sich eine Neuerung ausgedacht. Nach dem mittlerweile Hefte wie Play3, GamePro und man selber seit jeher drauf verzichtet hat, sich irgendwelche lustigen Prozentwertungen für Grafik, Sound, Gameplay und Dauerspaß aus den Fingern zu saugen, fängt man nun damit an.
Bei Need for Speed: The Run macht das Spielsystem „Gameplay“ auf PS3 und Xbox 360 zu 83% Spaß, auf Wii lediglich noch zu 62%. Dabei fesselt das Spiel zu 75% lange „Dauerspaß“ bei MS und Sony, bei Nintendo Hingegen nur zu 50%. Die Schwierigkeit, gemessen am Durchschnittsspieler, beträgt auf allen Systemen 50%. Wobei beim Schwierigkeitsgrad eine hohe Prozentzahl „90%“ eher für frustig als für gut steht. Prost Mahlzeit…

Das Finger-Weg-Stempelchen gibt’s es in diesem Heft übrigens bis 49%, bei Wii Magazin musste der Totalausfall deutlich größer sein.

Wer sich noch dunkel an das vierteljährliche PlayStation-Magazin Play Games erinnert, wird auch noch die Seiten mit „außerdem erschienen“ kennen. Also ein Doppelseite, auf der sich nur Wertungskästen befinden. Diese Rubrik wird für die Gameplay wiederbelebt. Es befinden sich also bis zu 16 „Tests“ auf einer Seite. In der ersten Ausgabe hat das eher Casualgames à la Just Dance getroffen, in Zukunft und vor allem nach der geplanten dreimonatigen Sommerpause wird es mit Sicherheit auch größere Titel treffen. Ich mag den Ansatz möglichst den kompletten Spielesektor abzudecken und alle Neuerscheinungen zu testen, bei der Erscheingsweise ist das trotzdem nicht ganz glücklich gelöst…

Hübsch hingegen ist die zweite Neuerung: Anstelle der üblichen Top-5-Listen gibt es eine Doppekseite „Finger Weg! – Giftliste“.

Der Gameindex ist auch bei Gameplay vorhanden. Damit es nicht endlos viele Seiten mit Tabellen gibt, werden nur Spiele ab einer Wertung von 75% aufgeführt. Sparen könnte man sich in den Tabellen allerdings den Award – Auf der Größe eines Stecknadelkopfes kann man weder Logo noch Kauftipp noch Systemangabe lesen. Da täte es eine Fußnote mit „Ab 90% Kauftipp“ auch.

 

Fazit:

Typisches LiveEmotion-Heft. Wer das Wii Magazin mochte wird sich auch mit GamePlay anfreunden können. Wer keine Wii oder einen 3DS sein eigen nennt, ist mit PlayBlu oder Xbox Games schlicht besser bedient. Wer bisher die Bochumer-Hefte schon nicht leiden konnte, wird auch mit Gameplay nicht glücklich werden.

 

Daten und Fakten:

Start: 14. Dezember 2011
Erstausgabe: 01/2012
Verlag: LiveEmotion GmbH
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Copy-Preis: € 3,80
Ausstattung: 108 Seiten inkl. Doppelposter
Redaktionsdirektor: Martin Mirbach
Druckauflage: 60.000 (Verlagsangabe)
Webseite: Gameplay

Neu im Handel: AGM – Das Medienmagazin

AGM 04/2011Das erste „Neu im Handel“ dieses Jahres gebührt AGM, dem Area Games Magazin. Das Heft gehört zum Spieleportal areagames.de, ist jedoch keine Zweiverwertung der Inhalte. Chefredakteur ist Mikis Wesensbitter. Dem ein oder anderen könnte der Name bekannt vorkommen, falls nicht, er ist auch Chefredakteur der Multimania. Beide Hefte weisen starke Gemeinsamkeiten auf. Das beginnt beim Themenspektrum – neben Spielen werden auch Kinofilme, Bücher, Comics und Animes besprochen –, setzt sich bei der Handschrift des Layouts und leider auch bei der Verfügbarkeit. AGM liegt, zumindest in Leipzig, bei den Kinozeitschriften und nicht bei den Spieleheften herum und ist eher schwierig zu finden. Ähnlich wie bei Multimania ist das Heft auf den klassischen Seiten, wie dem Pressekatalog leider nicht zu finden. Die Unterschieden liegen darin, dass AGM keine Fanzine-Schriftgröße verwendet, eine bessere Ausstattung besitzt und hoffentlich die Erscheinungstermine halten wird.

 

Inhalt und Aufmachung

AGM gliedert sich in fünf Bereiche: Games, Film, Literatur, Lifestyle und Kunst. Weitere Unterteilungen in Vorschau oder Test finden nicht statt. Abgedeckt wird dabei ein bunter Themenstrauß von eher bekannteren Titeln. Bewertet wird mit einem 5-Sterne-System. Auffällig ist vor allen Dingen die sehr großzügige Optik, es wird viel mit großen Bildern und Weißflächen gearbeitet. Das Area-Games-Grün zieht sich als „roter Faden“ durchs ganze Heft. Eine Doppeltseite ist in der Regel nicht mehr als zu einem Drittel mit Text gefüllt. Das muss nicht weiter tragisch sein, man kann auch mit vielen Worten wenig sagen. Genau hier setzt der erste Kritikpunkt an. Am Ende der jeweiligen Rubriken finden sich noch Seiten mit Kurztests (Viertelseitern). Diese sind für meinen Geschmack um einiges knackiger als ihre großen Kollegen und nicht weniger Informativ. Das ist gut für die Kurz- aber schlecht für die Langtests.

 

Kleine Kinderkrankheiten

Beim Blick ins Impressum fällt eine fast endlos lange Liste an redaktionellen Mitarbeitern auf und genau das führt zu einem etwas unrunden Eindruck. Schreibweisen von Konsolen sind nicht einheitlich, genauso wenig, wie die Land&Jahr-Angaben. Vor allem aber die Infotabellen sind unbefriedigend. Bei Spielen beschränken sich die Infos gerade Mal auf Publisher, Plattform und USK – ein bisschen arg wenig. In der Filmrubrik fehlt generell die Längenangabe, bei den Filmtests hat man in der Spaltenbezeichnung das Land vergessen. Auf Technik wird nicht eingegangen, kommt ein bisschen blöd, wenn das Blu-ray-Cover von Black Swan abgebildet ist und im Infokasten DVD steht. Bei Serien wären Infos zur Episodenzahl und Anzahl der DVDs auch nicht verkehrt gewesen. Bei Literatur könnte man sich über eine Preisangabe freuen – durch die Buchpreisbindung sind Schwankungen eher selten. Die Seitenanzahl bei den Kurzrezensionen fehlt, ebenso ist die Info bei Buchreihenvorstellungen nicht vorhanden.
Besonders Ärgerlich: Das von Ex-GEE-Kolumnist geschriebene Buch „Die Soldaten“ gibt es sowohl als einseitige als auch Kurzrezension – vom gleichen Autor.

 

Meinung

AGM gefällt durch seinen breiten Themenmix, die hochwertige Ausstattung (Klebebindung, weißes und glattes Papier) und die hübsche Optik. Zwar ist der Absatz mit den Kritikpunkten recht lang, eigentlich sind es nur Kleinigkeiten, die sich mit Leichtigkeit beheben lassen und nicht mal unter Geschmacksfragen fallen.
Das große Problem liegt meiner Meinung nach vor allen Dingen in zwei Bereichen.
1. Es werden zwar viele Bereiche abgedeckt, aber eben nur mit einer extrem selektierten Auswahl. Die vergleichbare Multimania bietet aufgrund ihrer Fanzine-Aufmachung (winzige Schrift) einfach viel mehr zu lesen und entdecken. Durch den lifestyligen Aufbau der AGM ist das nicht möglich.
2. Als Zeitschriftenliebhaber habe ich meine Freunde am Heft. Ich befürchte allerdings, damit ist der Leserkreis recht überschaubar.

 

Daten und Fakten:

Start: 10. Juni 2011
Erstausgabe: 04/2011
Verlag: Quertz Media GmbH
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Copy-Preis: € 5,00
Ausstattung: 124 Seiten
Chefredakteur: Mikis Wesensbitter
Druckauflage: 50.000 (Verlagsangabe)
Webseite: AGM

Lifelog Spielehefte 2010

Diesmal ein klein wenig verspätet, das Lifelog Spielehefte 2010. Die Ausbeute ist dürftig, gerade mal zwei neue Spielehefte kamen auf den Markt, MMO Pro und Inside PS3. Dazu noch zwei periodisch erscheinende Sonderhefte, GameStar Hardware und PC Games PowerPlayer.

 

Inside PS3

Inside PS3 11/2010Projektleiter: Dirk Steiger
Segment: PlayStation-Magazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 4,99
Erscheinungsweise: vierwöchentlich
Erstausgabe: 11/2010 (05.11.2010)
Ausgaben derzeit: #3
Webseite

PS3-Heft von IDG, die Inhalte werden überwiegend von freien Mitarbeitern geliefert. Befindet sich derzeit noch auf der Suche nach sich selbst.

 

GameStar Hardware

GameStar Hardware 01/2011Projektleiter: Daniel Visarius
Segment: PC-Hardware-Magazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 7,99
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2011 (30.11.2010)
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

Hardware-Heft für PC-Spieler, kommt nur irgendwie zehn Jahre zu spät. Der Print-Boom im Spielesektor ist schlicht vorbei. Zudem gibt es mit der PC Games Hardware eben schon einen seit Jahren etablierten Mitbewerber, der monatlich erscheint und günstiger ist.

 

MMO Pro

MMO Pro 10/2010Chefredaktion: Tanja Menne, Armin Lenz
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: Extent Media Limited & Co. KG
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/2010 (14.09.2010)
Ausgaben derzeit: #4
Webseite

WoW-Guides sind scheinbar ein lohnendes Geschäft, denn die MMO-Magazine verkaufen sich auch ohne Beilagen-DVDs für fast 7 Euro ziemlich gut. MMO Pro gleicht seinem Vorbild PC Games MMOre optisch stark, unterscheidet sich jedoch durch die andere Leseranrede und die hübschere Covergestaltung. Auch wenn MMO auf dem Titel prangt, inhaltlich sind Themen abseits von WoW nur in einer Alibi-Menge vorhanden.

 

PC Games PowerPlayer

PC Games PowerPlayer 06+07/2010Projektleitung: Stefan Weiß, Dirk Gooding
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 06+07/2010 (12.05.2010)
Ausgaben derzeit: #4
Webseite

Während Cheatsammlungen inzwischen ausgestorben sind, scheint es noch einen gewissen Markt für Lösungshilfen zu geben. Angereichert wird das ganze noch mit ein paar Reports zu Themen wie Steam oder Half-Life.

Ein Nekrolog gibt es nicht, eingestellt wurden keine Spielezeitschriften – lediglich einige Heftvarianten verschwanden vom Markt. Von Mobile Gamer erschien 2010 keine Ausgabe, dies soll sich im Frühjahr mit dem Nintendo 3DS-Start ändern. Warten wir es ab.

 

Was 2010 sonst noch passierte:

Ultimate Guide Media wollte mit „Ultimate Guide to Online Gaming“ ein MMO-Magazin veröffentlichen. Dieses erschien jedoch nie. +++ Computec hat die letzte CyPress-Altlast entsorgt – cynamite.de ist nun gamesaktuell.de +++ Hannes Linsbauer hat consol.media als Herausgeber verlassen +++ GameStar hat ihr WoW-Heft gleich mehrfach überarbeitet. Aus dem WoW-Sonderheft wurde das MMO-Magazin. Das Format wuchs, die Seitenzahl wurde im Gegenzug um 16 reduziert und hat zum Jahresende die Leseranrede von Sie auf ihr/euch geändert +++ GameStar und GamePro haben einen umfassenden Relaunch erhalten, der dafür sorgte, dass weniger Spiele im Heft landen +++ Panini hat sich aus consolPlus/GamersPlus herausgezogen +++ PC Action + Film wurde eingestellt, zudem wurde das Coverdesign überarbeitet +++ Richard Löwenstein hat den Airmotion Games Verlag und damit 360 Live und PS3M verlassen +++ play3 hat drei Monate in einigen Städten eine Magazin-Ausgabe getestet und sich gegen eine Variante ohne DVD entschieden +++ Papercut schoss das WoW-Posterheft Games Magic ab, um es drei Monate später als Games Hero wieder aufleben zu lassen. Davon erschien jedoch nur ein Heft +++ Papercut veröffentlichte ein Heft mit dem Titel Die besten Spiele-Apps zum Preis von € 6,90 bei 84 Seiten +++ Die nur im Abo erhältliche DVD-Variante der N-Zone wurde eingestellt +++ Elektrospieler erscheint seit Mitte 2010 theoretisch zweimonatlich, praktisch ist aber kein Heft pünktlich in den Handel gekommen +++ GEE hat ihr Layout überarbeitet

 

Eins Auswahl der Sonderhefte:

PlayStation 3 XL – GamePro Sonderheft mit 196 Seiten +++ GameStar Sonderheft Star Craft 2 und WoW Cataclysm +++ PC Games: Rollenspiele; Gratis online spielen; iPhone, iPad & iPod Spiele; Cabal Online; Metin 2; Anno 1404; Star Craft II; Simulatoren +++ play3: Final Fantasy XIII; HD Gaming +++ Lissy DS Sonderheft +++ CBS Topspiele +++ Game Master DS; Jahresrückblick

Neu im Handel: Inside PS3

Lange hat’s gedauert, aber nun kommt endlich ein neues PlayStation-Magazin in den Handel – von einem nicht ganz so kleinem Verlag, genauer gesagt von IDG. Von Außen weiß es zu gefallen und enthält alle Elemente, die den Autor dieses Blogs glücklich machen. Das Heft erscheint Anfang November und es steht 11/2010 vorne drauf und nicht Dezember oder gar Januar. Die Ausgabennummer ist drauf, es wird also hübsch durchgezählt, wie man das von englischen Magazinen kennt (#1). Das Cover ist zwar auch mit Text gefüllt, jedoch fügt dieser sich harmonisch ein und weiß farblich mit dem Artwork zu harmonisieren. Von Außen überzeugt Inside PS3, doch wie sieht es mit den inneren Werten aus? Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail…

„Wir sind PlayStation!“

Schön, ihr seid PlayStation, ich bin Magaziniac – damit wäre die Rollenverteilung geklärt. Im Editorial wird man von Dirk Steiger begrüßt, ansonsten bekommt man keine Redakteursgesichter zu sehen. Einzig Redakteur Tobias Veltin verirrt sich noch ein mal als „Rennfahrer“ mit einem Foto ins Heft, denn eine Teamseite oder ähnliches gibt es nicht. Das Editorial endet mit den Worten „Wir freuen uns auf deinen Kommentar“. Damit bestätigt sich leider, was auch schon auf dem Cover angedeutet wurde: Man hat sich bei der Leseranrede für das deutlich jüngere du/dein, anstelle des neutraleren ihr/euer entschieden. Ebenfalls fällt gleich im Editorial auf: Es wird das GamePro-Papier verwendet. Das ist zwar schön glatt, aber eben nicht weiß und das kommt großen Screenshots und Weißflächen nicht zu gute, es wurde wieder am falschen Ende gespart. Wo wir beim Thema sparen sind, der DVD-Inhalt gestaltet sich auch als sehr übersichtlich. Er besteht lediglich aus sechs Testvideos und elf Trailern.

Auf den Inhalt folgt der obligatorische Newsteil, der von einer Kolumne des „Heftmaskottchens“, einem namenlosen Anzugträger, angereicht wird. Es folgt eine Seite Technik über einen Rennspielesitz, bevor es passender Weise mit einem großen Gran Turismo 5-Artikel weitergeht. Dieser unterteilt sich auf Vorschau (8 Seiten, davon eine Doppelseite Einstieg), Lifestylebericht über Rennen auf dem Nürburgring (8 Seiten) und Doppelseite Gran Turismo 1 Flashback.

Ungewohnt und nicht sehr der schnellen Orientierung dienlich: Die Rubrikbezeichnung befindet sich jeweils oben am inneren Rand, die Seitenzahlen dick und fett am äußeren Rand. Prinzipiell weiß das Layout mit seinen doppelseitigen Einstiegen und sehr großen Bildern zu gefallen und auch die Headline- und Initialschrift mit ihren schraffierten Stil sind hübsch anzuschauen. Haken an der Geschichte: Es wirkt auf dem schlechten Papier einfach nicht richtig. Die Optik schreit regelrecht nach einem weißen, dicken und leicht glänzendem Papier. Man kann nicht Lifestyle und Wertigkeit vermitteln, wenn der Präsentationsrahmen nicht stimmt. Etwas unglücklich ist auch der mehr oder minder nahtlose Übergang zwischen Vorschau und Test, der lediglich durch eine Technikseite und eine Anzeige geschieht. Eine Seite zur Testeinleitung mit „So werten wir“ fehlt. Gerade die wäre sinnvoll gewesen, der Wertungskasten von Inside PS3 besteht nur aus Pro- und Kontra-Punkten, einem Fazit und der Endwertung im echten 10er System, d. h. 1-Punkte-Schritte, keine Stellen nach dem Komma. Ich mag das Wertungssystem, aber wenn man sich für etwas, das von der gewohnten Norm abweicht entscheidet, sollte man dies zumindest im ersten Heft ein bisschen erklären.

Die Tests sind überwiegend sehr hübsch gestaltet, sehr bildlastig mit recht kurzen Texten (von zwei Seiten Test ist etwas eine halbe Seite Text). Wie seit den Relaunches bei IDG üblich, ist alles im linksbündigen Flattersatz gehalten und es tauchen wahllos sinnbefreite Zitatkästen auf. Wahlweise auch der Mensch mit Hemd und Krawatte aus der Kolumne, der unnützes Wissen als „Der Insider“ einstreut. Nach den Tests folgt eine Doppelseite PlayStation-Network, eine Seite PlayStation Home und eine Seite PlayStation Plus. Das war’s mit dem Onlineteil, da sind Play3, PS3M und PlayBlu allesamt informativer. Anschließend gibt’s wieder eine Technikseite, ein Bericht über die PES-Meisterschaft auf Mallorca, eine weitere Doppelseite über Motion Capturing und wer hätte das gedacht, noch eine Doppelseite mit einigen kleinen Blu-Ray-Vorstellungen. Das Heft endet dann mit einem Vierseiter über 3D-Technik samt Rechtschreibfehler in der Headline und den obligatorischen Pflichtspielen. Dort taucht dann auch die PSP kurz auf.

Fazit:

Hm… was soll ich sagen. Inside PS3 ist ganz hübsch anzuschauen und gewiss nicht schlecht. Das Problem ist irgendwo nur, Inside PS3 ist ein Fall für „Nice to have“, aber wenn nicht, vermisst man auch nichts. Die Artikel sind kurz, bildlastig, mit der Du-Anrede eher gewöhnungsbedürftig und wirkliche Gründe, warum man das Heft unbedingt haben müsste, hab ich auch nicht gefunden. Es wird nichts Außergewöhnliches geboten. Die DVD ist mit Trailern und wenigen Testvideos auch nur sehr knapp bestückt, wenn das so bleibt, braucht die play3 sich keine Sorgen machen. Inside PS3 ist wie Fastfood: Lecker, macht aber nicht satt.

Daten und Fakten:

Start: 5. November 2010
Erstausgabe: 11/2010
Verlag: IDG Entertainment Media
Segment: PlayStation 3-Magazin
Erscheinungsweise: vierwöchentlich (13x/Jahr)
Copy-Preis: € 4,99
Ausstattung: 100 Seiten, DVD
Projektleiter: Dirk Steiger
Druckauflage: 60.000 (Verlagsangabe)
Webseite: InsidePS3.de

Lifelog Spielehefte 2009

Geprägt von der Krise, anders kann man das Spielemagazin-Jahr 2009 nicht beschreiben, große Neugründungen gab es in diesem Jahr keine. So kam nicht ein einziges monatliches Spielehefte auf den Markt. Am Ende haben es dann doch vier Hefte in diese Liste geschafft, von denen sich zwei aber erstmal noch beweisen müssen, denn es gibt von ihnen bislang erst jeweils eine Ausgabe.

Die Sims – Das offizielle Magazin

Die Sims – Das offizielle Magazin 01/2009Chefredakteur: Dirk Steiger
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: IDG Entertainment Media
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009 (02.06.2009)
Ausgaben derzeit: #4
Webseite

Ein offizielles Sims-Magazin… Nunja, der Inhalt ist sehr stark auf die weibliche Spielerschaft ausgerichtet, soll heißen, äußerst Modebezogen und mit vielen Lifestyleelementen. Übrigens, liebe Grüße von Deinem EA ;)

Elektrospieler

Elektrospieler 01/2009Chefredakteur: Robert Bannert
Segment: Multiformat-Magazin
Verlag: CSW-Verlag
Preis: € 6,95
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2009 (20.11.2009)
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

Ambitioniertes Multiformat-Magazin, bei dem Tests nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Hochwertig ausgestattet und sehr bildlastig. Polarisierend.

PC Games Spezial: Runes of Magic

PC Games Runes of Magic 01/2009Chefredakteur: ?
Segment: PC-Spielemagazin
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009 (06.05.2009)
Ausgaben derzeit: #4

Eine Erfolgsgeschichte wiederholt sich? Wie gut das RoM-Heft läuft, darüber schweigt sich Computec aus. Dennoch entwickelte sich aus einem Special eine regelmäßige Sonderheftreihe, die derzeit zweimonatlich erscheint.

Return

Return 04/2009Chefredakteur: Frank Erstling
Segment: Retro-Multiformat-Magazin
Herausgeber: SIGN SET Werbegrafiken
Preis: € 4,90
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 04/2009 (12.10.2009)
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

Retro-Magazin für die 8-Bit-Generation. Sehr hochwertig aufgemacht für ein „Hobbyprojekt“. Derzeit nur auf Bestellung und noch nicht am Kiosk erhältlich.

Und sonst?

VU Verlagsunion versorgte uns wieder mit übersetzter Ware von Papercut und LCD Publishing aus England, allerdings erschienen deutlich weniger Hefte als noch ein Jahr zuvor. Papercut steuerte lediglich Ausgabe #2 vom WoW-Poster »Games Magic« und das Pokémon Poster »TV Mania« bei. Ein weiteres Posterheft mit dem Titel »TV Gamer« erschien nie.
LCD Publishing beglückte uns mit dem 36-Seiten-Heft »Games Total« und den Poster-Magazinen »Manga Mania« und „Action Power Extra“. Ersteres ist bereits nach einer Ausgabe wieder eingestellt, letzteres erschien vor zwei Wochen schon zum dritten Mal.

Als One-Shot von VPM Young Media erschien das »Lissy DS Magazin«. Panini brachte uns das Mädchen-Spieleheft »Games4Girls«, welches nach zwei Ausgaben aber bereits wieder eingestellt wird.

Computec schonte den Geldbeutel seiner Leser, es gab weniger Premium-Ausgaben: PC Action und play3 brachten es auf jeweils drei, von N-Zone erschienen nur noch zwei. Einzig die PC Games brachte es auf die vollen vier Premium-Hefte.

Das Sonderheftprogramm 2009, eine mehr oder minder komplette Übersicht:
Von der Games Aktuell erschien mit „Die Geschichte der Videospiele“ lediglich ein Sonderheft, auch von der N-Zone erschien nur eines zum Thema Pokémon. GamePro hat ein PS3-Kompendium veröffentlicht. Von Buffed gab es immerhin zwei Mal Tipps und Tricks. Gleich vier Mal durfte die play3-Redaktion ran: Ein Horror-Special, Tipps und Tricks, PS3-Slim und Assassin’s Creed 2. Nicht ran durfte die PC Action-Redaktion, es erschienen keine Sonderhefte.

Abgeschossen hat den Vogel wieder einmal mehr die PC Games. Zwei Mal bunte Tipps- und Lösungssammlungen, eine WoW-Bibel und ein WoW-Reiseführer, einmal Anno 1404, einmal Risen, einmal Tipps zu Aion und einmal zu 4Stories.

Neu im Handel: Return

Return 04/2009Die Zeiten, in denen es große Magazinneugründungen im Segment der Spieleheft gab, sind lange vorbei. Zuletzt dominierten unter den Neuerscheinungen eher Ramschtitel oder Zweitverwertungen den Kiosk. Umso erfreulicher ist es, wenn ein kleines „independent“ Heft den Markt betritt – so geschehen mit Return.

Der Titel umfasst 48 Seiten, kostet € 4,90, erscheint vierteljährlich und ist zunächst nur über Direktbestellung auf return-magazin.de und Abo zu haben. Im Gegensatz zum Mitbewerber Retro ist Return durchgängig farbig und auf eine Papiersorte gedruckt, die durchaus hochwertiger als so manches Umschlagspapier ist.

Return ist eine Retrozeitschrift über die 8-Bit-Generation, das Themenspektrum ist sehr C64-lastig, NES, Atari 2600 und Co. finden dennoch ihren Platz.

Was will Return?

Diese Frage ist ernst gemeint und zielt auch nicht darauf die Macher des Heftes, mit denen ich auf der GameCom ein wenig plauschen durfte, niederzumachen.

Die Optik ist ansprechend und kann ein LiveEmotion-Heft locker ausstechen, trotz einer nicht ganz so lesefreundlichen Schriftart. Nun steht ein und fällt ein Heft nicht mit den Kleinigkeiten, an denen ich mich gerne aufhänge, wie Deppenapostrophe, der Missbrauch von Akzenten als Apostrophzeichen, die Verwechslung von Binde- und Gedankenstrichen oder ss/ß-Fehlern, die in Return allesamt zuhauf zu finden sind. Auch nicht damit, dass man wild mit der Leseransprache zwischen Sie, man, ihr/Ihr, euch/Euch hin- und herspringt, sondern ganz einfach mit den Inhalten. Und die konnten mich bei der Erstausgabe von Return einfach nicht überzeugen.

So ist eine Newsrubrik in einem Quartalsheft eher unglücklich. Was interessiert mich zum Beispiel Mitte Oktober noch der GamesCom-Stand von René Meyer und seiner Konsolensammlung? Das ist zwei Monate nach dem Ereignis weder neu noch großartig interessant, da Renés Sammlung bereits häufiger an allen möglichen Stellen thematisiert wurde. Schade um die zwei-drittel Seite Platz. Glücklicher wäre es da vielleicht gewesen das ganze als „Szene Talk“ aufzubauen und von zeitempfindlichen Themen, wie eben alten Messeberichten oder Nonsens „Pac-Man Durchspielzeit-Rekord eingestellt“ einfach die Finger zu lassen.

Ebenfalls nicht überzeugen kann das Interview mit Boris Schneider-Johne. Wer ein wenig im Netz aktiv ist oder ab und an mal in den Retro-Teil eines der normalen Spielehefte schaut, ist schon über ein Boris-Interview gestolpert. Ich gehe einfach davon aus, wer sich für ein Heft wie Return interessiert, das man nur übers Internet finden kann, der kennt auch die einschlägigen Seiten. Das abgedruckte Interview bietet einfach keine neuen Erkenntnisse. Zudem werden die Fragen teils gar nicht richtig beantwortet, ob das Platzmangel oder Boris’ Antworten geschuldet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn Boris nach einem PowerPlay-Highlight und der Hochzeitphase des Heftes gefragt wird und nur auf die schönen USA-Reisen eingegangen wird, die er im PP-Dienste machen durfte, passt da etwas nicht.

Eine Hand voll Reviews zu neuen (?) C64-Titeln sind in Ordnung, mehr aber auch nicht. Wirklich nett fand ich den unter anderem den Bericht über Donkey Kong Arcade und die Umsetzung auf die verschiedenen Systeme wie beispielsweise Schneider CPC, Sinclair Spectrum und Atari 7800. Genauso, wie den Artikel über den Homebrew-Titel „Lynxopoly“ für Atari Lynx.

Den Artikel „20 Jahre Gameboy“ hätte man sich lieber schenken sollen, das könnte in der Form auch exakt dem Extended-Teil der M! Games (MAN!AC) oder einem GamePro- bzw. Games Aktuell-Special entsprungen sein. So was haut mich nicht vom Hocker und animiert mich nicht dazu noch extra eine Zeitschrift zu kaufen.

Falsche Erwartungshaltung?

Nun hab ich so viel am Heft rumgenörgelt, sodass ich mir selbst die Frage stelle, hatte ich die falschen Erwartungen an Return, hab ich für ein so kleines Projekt die falschen Maßstäbe angelegt? Was hatte ich mir von dem Heft eigentlich erhofft?

Ehrlich gesagt, so genau kann ich das gar nicht beschreiben. Altersbedingt (Jg. 1988) bin ich ohne Telematch, ASM sowie 64’er aufgewachsen und hab von dieser Spielergeneration nichts mitbekommen. Deswegen hätte ich mir gewünscht, mehr aus dieser Zeit fühlen zu können. Was bei mir zurückbleibt, ist der Gedanke „Hey, da hätte man doch so viel draus machen können“. Die Erstausgabe wirkt auf mich einfach, wie eine Zusammenstellung der Retroteile von M! Games und Co. und genau so was will und brauche ich nicht.

Trotzalledem drücke ich den Jungs natürlich für die zweite Ausgabe beide Daumen und werde mir auch noch ein zweites Exemplar bestellen und bezahlen – davon, dass sie mir ein Freiexemplar geschickt haben, können sie das Projekt schließlich auch nicht finanzieren. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser vor hier dem Heft dennoch eine Chance gibt und eine Ausgabe ordert.

Daten und Fakten:

Start: 12. Oktober 2009
Erstausgabe: 4/2009
Herausgeber: SIGN SET Werbegrafiken
Segment: Retro-Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: € 4,90
Chefredakteur: Frank Erstling
Druckauflage: Liebhaberobjekt ;-)

Neu im Handel: Games4Girls

Willkommen zum neusten Versuch ein Spielerinnenmagazin zu etablieren. Kandidat der aktuellen Runde ist Paninis weibliches Gegenstück zu Game Master. Kurz um, es geht um ein Magazin für Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren.

Das Cover mit Hannah Montana in rosa-neongrün ist natürlich eine Zumutung, wird aber glücklicher Weise vom beigelegten Extra (drei Harry Potter Sticker für den DS Lite und zwei Touchpens) weitestgehend verdeckt.

Hallo! Du hältst gerade die allererste Ausgabe von Games4Girls in den Händen, dem ersten Magazin rund ums Thema Videospiele nur für dich! […] Und nun viel Lesevergnügen, deine Ginger

Games4Girls 01/2009 Hallo lieber Ginger,
ich bin der Evil und du bist hier im Magaziniac.Blog. Ich denke, dir wird es hier nicht gefallen (kein Rosa, kein Bling-Bling und Glitzer), aber du darfst dich hier trotzdem gerne umschauen. Während du damit beschäftigt bist, schaue ich mich mal in deinem Reich um. Ich bin mir jedoch sicher, unsere Meinung übereinander wird auf Gegenseitigkeit beruhen.

Ich persönlich finde zum Beispiel diesen Psychotest, wie viel „Hannah Montana“ ich bin, mit diesen allgemeinen Fragen, die auch zu jedem anderen Star/Thema/was auch immer passen würden, völlig scheiße.

Natürlich mag ich modische Klamotten, die teuer sind, ich gehe jedoch davon aus, dass meine Mode dir eher missfallen wird. Natürlich „style“ ich mich auch, meine Definition von Styling ist aber nicht mein Gesicht mit Makeup bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen – obwohl, frag mich noch mal kurz vor dem nächsten „Wave Gothic Treffen“, vielleicht habe ich dann meine Meinung geändert. Ach, und natürlich verreise ich auch gerne, im Gegensatz zu „Hannah“ wird mir die Kohle nicht in den Arsch geschoben, folglich kann ich nicht mal eben in einen Privatjet steigen. Vielleicht legt aber auch bald der Leipziger Hauptbahnhof einen roten Teppich aus, wenn ich zu meinem wöchentlichen Einkauf vorbeischaue.

Ginger, du scheinst mir wirklich eine Klischeefrau zu sein, erst erzählst du mir was von Videospielen und Ruck-Zuck verlierst du dich in irgendwelchen Nebengeschichten. Vielleicht haben wir von Videospielen auch nur eine etwas andere Definition oder nennst du den Bildschirm in eine Karaokebar auch Videospiel? Dann kann ich natürlich verstehen, warum du dich lang und breit über „High School Musical“ auslässt. Toll finde ich auch deine Rätselseite, vor allem hat es mir dieses Gitterrätsel angetan. Welches Wort ist nicht drin versteckt? Hannah, Twilight, Topmodel? Du versteht, auf was ich hinaus möchte?

Äußerst geschickt ist es übrigens, wie du direkt neben dem Harry Potter-Artikel eine Anzeige für die dazugehörige Stickercollection platziert hast. Vielleicht hättest du das noch in Advertorialform machen müssen. Aber wahrscheinlich kennst du das Wort gar nicht und zum Anderen hätte der Evil dann auch mit dir geschimpft.

Gerade hat der Evil allerdings einen Fuß auf dem Schlauch stehen und fragt sich, was das Nonsensgelaber einiger Sternchen, pardon, die Fun-Star-Sprüche mit Videospielen zu tun haben. Die Idee mit den Mii-Stars auf der selben Seite finde ich toll, ich bin sicher, dass deine Leser alle auf Anhieb dir sagen können, wer dieser Nicolas Sarkozy sein soll.

Eigentlich wollte ich gerade mit dem Nörgeln aufhören, schließlich bist du dann doch irgendwann zum Punkt gekommen und präsentierst mir eine Doppelseite mit kurzen News zu ganzen fünf Spielen und einer Wii-Erweiterung. Nur eine Seite später geht aber auch schon zu einem Gewinnspiel. Aber was lange währt und so weiter… irgendwann kommst du dann ja doch noch zu mehreren Spieltests am Stück. Okay, der Infogehalt tendiert gegen 0 und die Wertung mit den bis zu fünf Sternen interessiert wohl auch keine Sau, aber da sind wir doch schon bei dem interessantesten Punkt angekommen: Braucht es für diese Mädchenspiele wirklich eine Kaufberatung? Wenn du nun sagst, das nächste Spiel in dem irgendwie eine High School Musical-Tussi drin vorkommt wird scheiße, würde es deine Zielgruppe wirklich vom Kauf abhalten? Ich denke eher, dass so lange gequengelt wird, bis die Rotze im Einkaufswagen landet und Mama und Papa endlich ruhe haben.

Vorhin bei der Auswertung des Psychotests hast du mir noch was davon erzählt, dass ich aufpassen soll, nicht zu oberflächlich zu werden. Gut, das ist schon ein paar Seiten her, aber ich möchte dich trotzdem bei den Mode-Spielen noch mal dran erinnern, vor allem bei dem Interview mit einem der Topmodels. Du hast sie fragt, was sie an dem neuen Top-Models-Spiel so toll findet – Nägel lackieren war da unter anderem eine Antwort. Vielleicht hättest du der guten Dame auch noch mal ein paar Tipps mit auf den Weg geben sollen.

Konsequenz ist wohl eher nicht so deine Stärke. Im Test zu „Sophies Freunde: Mein Shopping-Paradies“ erzählst du mir noch, dass die Minispiele keine Herausforderung sind, der Shop langweilig aussieht und das Spielprinzip immer das gleiche ist. Sprich das Spiel ist nach wenigen Minuten langweilig und die 30 Euro landen dafür schnell in der Tonne. Warum gibst du also noch 3/5 Punkten?

Es freut mich aber dennoch, dass du mit „Another Code: R“ wenigstens auch noch mal was weniger casuallastiges ins Heft gelassen hast. Aber diese Horoskopseite mit Tokio Hotel-Illustration hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ich bin übrigens sehr Diskussionsfreudig und werde keinem Streit aus dem Weg gehen, auch wenn mich jemand so richtig ärgert. ;)

Fehlen darf in einem Spieleheft natürlich auch nicht die Filmseite, genauso wenig, wie Internetsurftipps. Als müsstest du das SchülerVZ noch irgendwem empfehlen…

Insgesamt würde ich sagen, Ginger, du bist ein ziemlich oberflächliches und aussehensorientiertes Mädel. Ich spiele lieber mit deinem Bruder „Game Master“. Mit ihm kann ich wenigstens etwas tiefgreifendere Gespräche führen und wenn ich mal nicht weiter weiß, kann er mir auch weiterhelfen. Dennoch bin gespannt, wie du dich bis zur zweiten Ausgabe am 18. November entwickeln wirst, vielleicht ist die Hannah-Phase dann schon vorüber.

Bis dahin viel Erfolg,
dein Evil

Daten und Fakten:

Start: 5. August 2009
Erstausgabe: 1/2009
Verlag: Panini Verlags GmbH
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: € 3,50
Chefredakteur: Jo Löffler / Leitung: Fabian Käufer, Peer Kröger
Druckauflage: 80.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Neu im Handel: Lissy DS Magazin

»DS Magazin«, das gab’s doch schon mal. Richtig. Und da es das Kinderheft »Neox« nicht mehr gibt, könnte es einem auch relativ Schnuppe sein, dass Ausgabe 01/2009 unter dem Label der Zeitschrift »Lissy« läuft. Könnte.

Leider hat das neue »DS Magazin« von »Lissy« nicht mehr viel mit dem von »Neox« am Hut. Letzteres war zwar auch schon nicht der Weisheit letzter Schluss, man konnte es aber immerhin als männliches Wesen noch ohne größere Schamattacken in den Einkaufswagen legen. Nun heißt es: „Augen zu und durch!“

Mädels, ran an die Geräte!

Lissy DS Magazin 01/2009 Rollenklischees müssen einfach aufrecht erhalten werden und so verwundert es kaum, dass Rosa und Pink die dominierenden Farben sind. Auch das beigelegte Plastikextra schlägt in diese Kerbe. In einem rosa Karton befinden sich drei Touchpens. Einmal in glitzergrün, einmal mit Einhornkopf und einmal in pink – nachtleuchtend.

Das Heft hat einen, sagen wir mal ganz entscheidenden Vorteil: Man erfährt von DS-Spielen, von deren Existenz man außerhalb von Werbeprospekten großer Elektronikmärkten, sonst nichts mitbekommen würde. Ob „Abenteuer auf dem Reiterhof: Das Schwarze Wildpferd“, „Horse Life: Freunde für immer“ oder „My Boyfriend: Meine erste große Liebe“, die ausgewählten Spiele sind allesamt nur für eine Zielgruppe tauglich.

Die Artikel sind, wie für ein Kinderheft üblich, extrem kurz und dünn, dafür aber schön bunt bebildert. Bewertet wird in Schulnoten. Fehlen dürfen natürlich auch nicht die obligatorischen Poster in der Heftmitte. Ansonsten gibt’s noch ein paar Cheats, ein DSi-Feature auf immerhin vier Seiten, eine Hand voll Downloadspiele und Vorschauen zu weiteren Mädchenspielen, wie „Baby Wildkatzen“ oder dem 100. „Sophies Freunde“-Teil.

Fazit:

»Lissy DS Magazin« reiht sich nahtlos in die Versuchsreihe ein, junge und weibliche Leser zu erreichen. Vielleicht klappt das mit dem Mädel auf dem Einhorn als Covermotiv diesmal sogar. Anzeigenkunden sehen das Unterfangen eher kritisch – darauf lässt zumindest nur eine vorhandene Anzeige schließen. Für den normalen Leser ist das Heft nichts, wer dringend neue Touchpens braucht, investiert die € 2,95 und bekommt obendrauf noch 52 Seiten zur Belustigung, ein faires Angebot. Mitgeschrieben am Heft hat übrigens auch der freie M! Games/Man!ac-Redakteur Oliver Ehrle.

Daten und Fakten:

Start: 3. Juli 2009
Erstausgabe: 1/2009
Verlag: VPM Young Media
Segment: Nintendo-Magazin
Erscheinungsweise: sporadisch
Copy-Preis: € 2,95
Chefredakteur: Thomas Hartmann, Jürgen Winzer
Druckauflage: 80.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Neu im Handel: Games Total

Willkommen zum ersten „Neu im Handel“ im Jahre 2009. Objekt der „Begierde“ ist »Games Total«. Wem das jetzt englisch vorkommt, der sei gleich gewarnt: Es ist nicht Papercut, sondern LCD Publishing – das macht es nicht besser, sondern eher schlimmer.

Die Katze im Sack

Games Total 01/2009Damit potenzielle Käufer nicht gleich am Kiosk verschreckt werden, ist das Heft feinsäuberlich in eine Plastiktüte verpackt. Nach öffnen der selbigen ist man allerdings kurz davor umzukippen. Nicht so sehr wegen des Inhaltes, der sich ja erst noch offenbaren muss, sondern aufgrund des abscheulichen Gestanks, den das matte und farbuntreue Inhaltspapier von sich gibt.

Sonderlich viel gibt es über die Macher nicht zu erfahren, weder ist die Verlagsadresse, noch die Druckerei oder der Vertrieb vollständig angegeben. Von Menschen, die dieses Heft erstellt haben, will ich gar nicht erst anfangen, vermutlich ist es computergeneriert.

Die Mär vom Editorial

„Hi Jungs! Wir begrüßen euch zur ersten Ausgabe von Games Total!

Dieses Heft bringt euch News, Berichte und Infos über die neuesten Spiele. Dazu gibt’s ein paar kniffelige Rätsel und coole Poster.

Und außerdem haben wir ein tolles Geschenk für dich!

Bist du soweit? Na dann schau dir an, was es Neues gibt in der Welt der Gamer!“

Schön, dass es bei einem Heft dieser Gattung überhaupt ein Editorial gibt. Dumm nur, wenn es nicht einen Satz von den Versprechungen halten kann.

News gibt es keine, Berichte kann man die gefühlte Abschrift der Packungstexte nicht nennen, Bloom Box und Pure sind alles, aber nicht aktuell, „eins von sechs Bildern sieht anders aus“ ist kein anspruchsvolles Rätsel, verpixelte Poster sind nicht cool und ein Geschenk hab ich auch nicht gefunden.

Der Reihe nach…

»Games Total« weist keinerlei Heftstruktur auf, deswegen hat man sich ein Inhaltsverzeichnis gleich gespart und beginnt mit einem „Rätsel“. Eine der Little Big Planet-Figürchen sieht anders, welche kann das nur sein? Selbst siebenjährige, die zur Zielgruppe des Heftes noch gerade so gehören dürften, werden hier hoffnungslos unterfordert.

Die Berichte, die ihren Namen eigentlich nicht verdient haben, sind nur wenige Sätze kurz und erwecken den Eindruck, man habe versucht die bunten Hintergründe möglichst nicht mit Beschriftung zu verunstalten. Dabei sind diese noch nicht mal sonderlich hübsch, denn die Artworks wurden so groß gezogen, dass die Kanten ausfransen und teilweise haben die Motive weiße Ränder, weil man nicht mehr Zeit als nötig in Photoshop investieren wollte, um die Bilder von ihrem Originalhintergrund zu befreien.

Qualitätsjournalismus

Abgesehen davon, dass die Texte viel zur kurz sind, fällt vor allen eines auf: Sie sind in einem viel zu guten Deutsch für ein Heft aus England verfasst. Bis auf eine versaute Pluralbildung „Skaters“ sind mir keine groben Schnitzer aufgefallen.

Des Rätsels Lösung ist einfach, wie schlecht: Die Beschreibung der Spiel-„Features“ von Boom Blox findet man wortwörtlich auch auf der Amazonseite. Gleiches gilt auch für die Spielbeschreibung, alles was im Heft steht, lässt ggf. in etwas länger auch bei Amazon ablesen. Einziger Unterschied: Um die Produktbeschreibung bei Amazon lesen zu können, muss ich kein Geld bezahlen und die Webseite ist im Gegensatz zum Heft absolut geruchsneutral.

Bunte Mischung

Damit man die Poster, zumindest Lara und Killzone 2 nicht nutzen kann, befinden sie sich vorausschauender Weise auf der Rückseite eines PR-Textes bzw. eines Fehlersuchbildes und nicht in der Mitte des Heftes. Drei Poster sind dann doch an der Stelle, an der sie sein sollten. Nur, was sagt uns die Zahl drei? Richtig, die eine Posterrückseite ist wieder mit einem „Artikel“ belegt.

Es folgen noch ein paar Weitere belanglose Rätsel (Neunteiliges Puzzle und ein Doppelgänger-Suchspiel) und weiteres PR-Material, wie zu Tom Clancy’s Hawx und FIFA 09. Abgeschlossen wird das Heft mit einem Malbild und damit hat man dann endlich die 36 Seiten hinter sich gebracht, für die immerhin € 2,99 verlangt werden.

Angedroht ist eine zweimonatlich Erscheinungsweise, hoffen wir, dass es dazu nicht kommt.

Daten und Fakten:

Start: 17. April 2009
Erstausgabe: #1/2009
Verlag: LCD Publishing Ltd.
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Copy-Preis: € 2,99
Chefredakteur: Nicht vorhanden
Druckauflage: Nicht bekannt