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Neues aus dem Hause Computec

Bei Computec stehen in Kürze einige drastische Änderungen an. Darüber möchte ich euch einen kurzen Überblick geben.

Core:
Zunächst einmal informiert Computec über eine etwas kryptische und mit Anglizismen verstopfte Pressemitteilung vom 3.11, dass PC Games, PC Action, play3, N-Zone, X3 und Wii Player – Das Magazin zur so genannten Games Group zusammengelegt werden.

Der Inhalt ist schnell und simpel zusammengefasst. Zwar machen jetzt schon einige Redakteure einen Redaktionsspagat, in dem sie für N-Zone und play3 oder play3 und X3 schreiben, aber eben nicht alle. Um doppelte Arbeit zu vermeiden, also dass ein Redakteur FIFA bei play3, ein Redakteur FIFA bei PC Games und ein Redakteur FIFA bei PC Action testet, gibt es zukünftig wohl nur noch einen, der für alle Hefte testet „größtmöglicher Ausnutzung von natürlichen Synergien“. Das bedeutet höchstwahrscheinlich, dass es keine klassischen Redaktionen mehr geben wird.

Damit nicht gilt PC Games = PC Action, soll jedes Objekt so genannte Markenverantwortliche geben, die drauf aufpassen, dass PC Games sich weiterhin wie PC Games liest und PC Action sich weiterhin wie eine PC Action anfühlt.

Die „Unit“ wird geleitet von Petra Fröhlich (u. a. Chefredakteurin PCG, PCA) und Florian Brich (Objektleiter Konsolenmagazine) als „Publishing Director Computec Games Group“.

So weit, so gut.

Die Sache ist im Prinzip nicht neu und ist bei kleinen Verlagen (Airmotion Games, LiveEmotion) gang und gebe. IDG macht es zuweilen bei GameStar und GamePro auch, CyPress hat es auch schon gemacht, was vor allem deren PlayStation-Magazinen massiv schadete und auch Computec hat damit lange, vor allem erfolglose, Erfahrung. Der Unterschied bei Xbox-Zone und PlayZone lag beispielsweise bei zwei Euro mehr und dafür 32 Seiten weniger Umfang. Auch PC Action und PC Games hatten schon mal die „vereinte“ Kraft angewendet, was laut Lesermeinung ein einziges Desaster war und auch nicht lange durchgehalten wurde.

Warum diesmal also der Aufschrei, wenn’s nichts neues ist? Zum einen, weil Verlage solche für die Leser meist unschönen Sparmaßnahmen nicht groß per Pressemitteilung ankündigen und diese dann noch als Qualitätsverbesserung verkaufen. Zum anderen, weil diesmal nicht nur die Redaktionen eines Segments „Konsole“, „PC“ oder einer Familie „Zone“ oder „3“ zusammengeschmissen werden, sondern alle, die sich im Segment der „Core-Gaming-Magazine“ bewegen.

Wie sich die geplanten Maßnahmen auf die Hefte auswirken, lässt sich wohl erst ab Januar 2009, sprich der März-Ausgabe der PC Action beurteilen. Solange gilt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!

Casual:
Computec besteht nun aber nicht nur aus dem „Core-Gaming-Segment“, sondern bedient noch weitere Zielgruppen. Die Casual-Gamer. Für die gab es am 4.11 eine weitere Pressemitteilung. Diese werden in einer nicht näher bezeichneten „zweiten Säule“ bedient. Games Aktuell und Cynamite.de sollen die breite Masse der erwachsenen Spieler mit wenig Zeit und viel Interesse am Thema bedienen und Games and More die Menschen, die gelegentlich unterhalten werden wollen und für die Games and More ein Mitnahmeprodukt sein soll.

Interessant ist der folgende Punkt:

„Da sich die Identität der Marken in Print und Online deutlich von den Core-Gaming-Produkten unterscheidet, wurde die Redaktion bewusst nicht der neuen Computec Games Group angeschlossen, um die besondere Ausrichtung nicht zu gefährden.“

Fragt sich allerdings, ob in der Games-Group dann nicht auch die besondere Ausrichtung der PC Action gefährdet ist, denn schließlich soll doch durch Markenverantwortliche die Identität der jeweiligen Hefte gewahrt bleiben.

Verantwortet wird das Segment von Thomas Szedlak, dem Chefredakteur von Games Aktuell und Games and More.

Bliebe nur noch folgendes zu klären: Was wird aus den kleinen Redaktionen inkl. der schlecht laufenden Hefte Kids Zone und Widescreen-Vision?

Zwischenmitteilung:
Eine Antwort auf die Zukunft der beiden Titel hatte ich mir heute eine Antwort erhofft, die zweite Zwischenmitteilung von Computec zum 3. Quartal des Geschäftsjahres blieb dort leider eine Antwort schuldig.

Ein paar interessante Details:
Die Einzelhandelsumsätze gingen um 4% auf 13,2 Mio. Euro zurück. Scheinbar konnten Preiserhöhungen und der massive Einsatz sündhaft teurer Premium-Ausgaben nicht alle Auflagenrückgänge auffangen. Außerdem rechnet man mit weiterem Auflagenrückgang.

Es wurde mehr Geld mit Werbung gemacht, +16% auf 7,2 Mio. Euro

Sqoops läuft weiterhin sehr schlecht. Im ersten Halbjahr wurden die Anteile teilweise wertberichtigt und auch im dritten Quartal befand sich Sqoops deutlich in der Verlustzone. Dies dürfte auch erklären, warum mittlerweile dreiseitige Anzeigenstrecken des Spieleshops in nahezu allen Computec-Heften zu finden sind und Sonderhefte von play3 und Wii Player auf nahezu jeder Seite mit Sqoops-Preisschildern dicht gepflastert werden.

Ansonsten gibt sich Computec weiter pessimistisch. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden momentan zu einer Reduzierung der Werbeausgaben führen, was sich negativ auf die Ertragslage auswirken würde.

Die stagnierende Entwicklung der existierende Publikationen, würden auch zukünftig neue Investitionen in neue Zeitschriftentitel, neue Geschäftssegmente und Medien unabdingbar machen.

Das dürfte dann wohl heißen, man bindet sich noch mehr Verlustbringer wie Sqoops ans Bein und quetscht Objekte wie die play3 weiterhin aus, statt das Heft zu pflegen und vor neuen Mitbewerbern die sich seit kurzem auf dem Markt tummeln und er es in kürze tun werden zu schützen.

Ein kleiner Gag zum Abschluss:

„[…]Nein, das geht einfach nicht, also haben wir mit unseren Chefs so lange diskutiert, bis endlich die 16 Seiten mehr diesen Monat drin waren“

82,25 Inhalt + 24,75 Seiten Werbung + 9 Seiten Eigenwerbung = genauso viel Inhalt wie bei allen anderen Ausgaben diesen Jahres (+/- 1 bis Seiten).

Dafür ist der komplette Community-Teil und die Top-10 aus der aktuellen play3 geflogen. Aber Hauptsache, die Anzeigen für Gamesvote.de (zwei Seiten), Nowdio (eine Seite) und Sqoops (drei Seiten) haben genug platz im Heft. Schönen Dank.

PS3M – Interview mit Richard Löwenstein zum Heftlaunch

Diesen Mittwoch fällt das Monopol der play3 im Segment der PlayStation-Magazine. Zum bevorstehendem Launch von PS3M habe ich ein für euch ein Interview mit dem Chefredakteur Richard Löwenstein geführt. An der Beantwortung meiner Fragen hat sich zusätzlich Herausgeber Florian Petrich beteiligt.

Evil:
PS3M 11/2008Hallo Richard!
Gut ein Dreivierteljahr nach dem gamesTM-Start lesen wir uns nun wieder, diesmal zum Start eures PlayStation-Magazins „PS3M“.

Nun ist die PlayStation 3 schon eineinhalb Jahre auf dem Markt. Warum macht es so spät nach dem Konsolenlaunch noch Sinn ein neues Heft zu starten? Oder passt das Wort „erst“ in diesem Zusammenhang wohlmöglich sogar besser?

Richard Löwenstein:
Schön, gell?

Ja, womöglich passt das Wort „erst“ sogar besser. Einmal, weil natürlich mehr potenziellen Kunden am Start sind. Außerdem gesteht Sony der PS3 ja einen deutlich längeren Lebenszyklus zu als noch der Playstation 2. Wenn das wirklich so kommt, hätte die Konsole noch fünf bis sieben fruchtbare Jahre vor sich. Und PS3M also auch.

Florian Petrich:
Wir sind ja auch noch ein recht junger Verlag und haben deswegen auch noch ein paar Monate abgewartet. Denn wenn wir was machen wollen, dann richtig.

Evil:
360 Live und gamesTM nutzen jeweils die Layoutvorlagen englischer Hefte. Bei PS3M scheint dies nicht der Fall zu sein. Warum habt ihr euch gegen Imagines „Play“ und für einen eigenen Entwurf entschieden?

Richard Löwenstein:
Das ist richtig, wir arbeiten diesmal ohne Lizenz. Grund? Weil wir inzwischen ein Team aus Redaktion, Druckvorstufe und Organisation aufgebaut haben, die eine Lizenznahme nicht mehr unbedingt vorteilhaft erscheinen lassen. Das durch den Wegfall des Lizenzkaufs gesparte Geld können wir mittelfristig in unsere Leute und in die Heftausstattung investieren. Ach, und außerdem ist ja nicht ausgeschlossen, dass es auf redaktioneller Ebene dennoch eine Kooperation gibt. Im Übrigen hab ich bei Play – und allen anderen Playstation-Magazinen von der Insel – den Eindruck, dass sie sich nicht auf deutsche Verhältnisse übertragen lassen. Die arbeiten alle mit riesigen Bildern, mit sehr wenig Text. Das würde ich deutschen Lesern nicht zumuten wollen.

Evil:
Angekündigt ist PS3M mit 84 Seiten zum Preis von € 3,90. Damit liegt euer PlayStation-Magazin preislich jeweils über ihren Schwesterheften, jedoch bei gleicher Ausstattung oder sogar einem geringeren Umfang. Durch welche Inhalte rechtfertigt sich diese Preisdifferenz?

Florian Petrich:
Zunächst ist es ja so, dass wir in Monaten mit vielen Themen und vielen neuen Spielen den Umfang erhöhen, so gleich zum Start für die erste Ausgabe, die mit 100 Seiten erscheinen wird. Zweitens heben wir den Preis für gamesTM um vorsichtige 10 Cent an mit der nächsten Ausgabe, was hauptsächlich den höheren Papierkosten geschuldet ist. Beide Hefte kosten also 3,90 EUR. Und drittens können wir bei einem Heft für die Xbox 360 einfach nicht von der schönen Zahl 3,60 weg. Und das Allerwichtigste: Bei allen drei Heften kommt es uns auf die inhaltliche, journalistische Qualität an. Eine richtig spannende Seite ist uns deutlich mehr wert, als 10 halbherzige, optisch nicht ansprechende Peripherie-Themen.

Evil:
Play3 musste aufgrund des reduzierten Heftumfangs viel Kritik von mir einstecken, auch weil immer wieder Spiele nicht getestet werden. Wie handhabt ihr das, werden Naruto, Singstar und Co. bei euch ausselektiert oder getestet? Muss ich bedingt durch den Heftumfang auf Reportagen oder ähnliches verzichten?

Richard Löwenstein:
Wir wollen grundsätzlich schon alle Spiele testen. Aus einem „Buzz!“ kann durchaus eine covertaugliche Geschichte werden, so wie wir in der ersten Ausgabe von PS3M ja auch umsetzen. Und „Naruto“ ist doch toll! Es kann und wird allerdings passieren, dass hin und wieder, zum Beispiel im heißen Herbst, mal kein Platz für Reportagen bleibt. Grundsätzlich haben aber auch solche Geschichten ihren festen Platz im Magazin.

Florian Petrich:
Und wenn mal ein Spiel bei uns nicht auftaucht, dann eher deshalb, weil wir daran wenig Gutes und Berichtenswertes finden. Denn einfach nur eine Seite zu füllen wäre schade, wenn so viele wirklich spannende Games gründlicher gecheckt werden könnten.

Evil:
Beim Blick in die Leseprobe musste ich feststellen, dass Previews im 10er System mit 0,5er Abstufungen eingeschätzt werden. Ist das nicht Augenwischerei, wodurch wird eine so genaue Einschätzung gerechtfertigt?

Richard Löwenstein:
Sagen wir’s so: vom Gefühl her hat man als Gamer doch immer wieder mal den Eindruck, dass von zwei eigentlich fast gleichtollen Spielen das eine ja doch irgendwie, irgendwo ein bisschen mehr zündet. Zum Beispiel weil die Ladepausen kürzer sind. Nehmen wir mal an, Bioshock würde ohne Ladepausen auskommen. Dann hätte das Game ein paar Pünktchen hinter dem Komma mehr verdient. Aber vielleicht keine ganze Stelle vor dem Komma. Kurz gesagt: Wertungen mit Nachkommastellen lassen eine deutlich bessere Differenzierung zu, sie lassen sich außerdem gut auf das früher übliche und von vielen liebgewonnene 100-Prozent-Schema übertragen, und sind deshalb keine Augenwischerei. Das gilt für Tests, aber eben auch für Previews. Denn bitte nicht vergessen: für eine ganze Reihe von Previews liegen uns fast vollständige Versionen vor, die einen fast ebenso kompletten Eindruck machen wie Testmuster.

Evil:
Die PlayStation 3 spielt Filme auf Blu-ray ab. Wie umfangreich werdet ihr über Neuerscheinungen berichten oder gehören Filme gar nicht in ein PlayStation-Heft?

Richard Löwenstein:
Doch, gehören sie. Aber Blu-ray bildet sicher nicht den Schwerpunkt. Wir sprechen ein paar Empfehlungen aus.

Florian Petrich:
Wir werden sicher in regelmäßigen Abständen Specials zu den besten Filmen bringen. Aber in erster Linie geht es uns um Games und Gamer. Da wollen wir ein klares Profil.

Evil:
Du/dein, ihr/euer, man, Sie/Ihr. Aus welchen Gründen habt ihr euch für welche Leseransprache entschieden?

Richard Löwenstein:
Du. Gefühlssache. Ich mag die persönliche Anrede, weil sie bei speziellen Textformaten einen sehr dichten und intensiven Stil ermöglicht. Weil die meisten Kollegen in der Redaktion das ähnlich sehen, haben wir uns auf das „du“ geeinigt. Auch wenn der Schreibstil in PS3M grundsätzlich eher erwachsene bzw. anspruchsvolle Leser anspricht, glaube ich doch, dass sich Gamer im Herzen immer einen verspielten Kern bewahren. Um den anzusprechen, halte ich das „Sie“ für verkehrt.

Evil:
Momentan wächst die Auswahl an Videospieleheften wieder stärker. Von Heften für einen Euro bis hin zu rund 10 Euro ist alles dabei. Warum sollte ich nun zu PS3M greifen, was sind eure Alleinstellungsmerkmale? Ich möchte an dieser Stelle nicht das Schlagwort „Emotionaler Schreibstil“ hören, das kann ich auch vom Dummycover des Heftes ablesen.

Richard Löwenstein:
Der Schreibstil ist mir aber ein sehr wichtiges Merkmal, sorry, deswegen muss ich’s nochmal erwähnen. Ich glaube nämlich tatsächlich, dass PS3M vor allem deshalb lesenswert ist, weil wir das Gefühlserlebnis über unsere Wortwahl direkt ins Hirn des Lesers injizieren. Klingt doof, ist aber so. Dann arbeiten wir mit einer von großen Geldgebern unabhängigen, jahrelang erfahrenen Redaktion, die sich mit allen Genres und Plattformen bestens auskennt. Wir können gute von schlechten Spielen verlässlich unterscheiden, und die entscheidenden Merkmale auch rüberbringen. Naja, und außerdem ist PS3M hoffentlich hübsch anzuschauen und durch überzeugende Bilder geprägt. Beim Design hat unser Art Director Igor Clukas gute Arbeit geleistet, finde ich. Dazu kommen einige exklusive Ausstattungs-Merkmale – Themen, Analysen, großer Community-Bereich etc.

Florian Petrich:
Ganz wichtig ist die Glaubwürdigkeit. Bei uns sind Leute am Start, denen man ihr Urteil abnimmt, mit denen man diskutieren kann, die im Forum unterwegs sind. Die ihre ehrliche Meinung wiedergeben. Das mag zwar nicht jeder Spiele-Publisher immer schön finden, aber letztlich schafft es Vertrauen bei den Lesern und damit auch ein optimales Umfeld für Anzeigen.

Evil:
Da DVDs langsam wieder den Eindruck erwecken unattraktiver für Käufer zu sein, müssen diese durch etwas Anderes (Große Poster, Aufkleber, Schlüsselbänder etc.) kompensiert werden oder reicht das „pure“ Heft inzwischen auch aus?

Richard Löwenstein:
Also, ich neige dazu, mein eigenes Verhalten auf andere Menschen zu übertragen. Und ich habe wirklich noch NIE ein Heft nur wegen irgendeines Gimmicks gekauft. Sondern immer wegen der Inhalte, der Bilder und der Texte. Bei 360 Live und gamesTM haben wir durch Konzentration auf das Wesentliche schon eine sehr treue Stamm-Leserschaft aufbauen können. Warum sollte das also bei PS3M nicht funktionieren? Was nicht heißen soll, dass wir nicht doch irgendwann ein Schlüsselband beilegen. Oder vielleicht auch mal was wirklich praktisches.

Florian Petrich:
Ich glaube viel zu sehr ans Internet, als dass wir hier Experimente mit einer Art Mini-Offline-Web machen müssten. Auf ps3m.de gibt’s massig Multimedia, echte Interaktivität und vor allem sind wir dort mit Sicherheit schon zwei Schritte weiter, als auf DVD, die ja lange vorproduziert werden muss.

Evil:
Mundpropaganda, Spots auf Giga, ein glänzendes Cover – was kommt von eurer Seite, damit man vom Erscheinen von PS3M auch erfährt bzw. das Heft ab dem 22.10 am Kiosk wahrnimmt?

Florian Petrich:
Klar, das schönste sind für uns immer glückliche Leser, die von ihrem neuen Lieblingsheft erzählen und ihre Freunde für uns begeistern. Aber wir unterstützen das in der Tat mit Spots auf Giga und MTV, mit Medienkooperationen, arbeiten eng mit einer ganzen Reihe von Händlern zusammen, die PS3M promoten. Und wir werden sehr präsent im Internet sein.

Evil:
Vielen Dank an euch beide für das Gespräch.

Daten und Fakten:
Start: 22. Oktober 2008
Erstausgabe: 11/2008
Verlag: Airmotion GmbH
Segment: PlayStation-Magazin
Erscheinungsweise: monatlich
Copy-Preis: EUR 3,90
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Druckauflage: 60.000 Exemplare (Verlagsangabe)
Webseite: PS3M

GamersPLUS – Interview mit Thomas Cap zum Heftlaunch

Am 24. Oktober kommt GamersPLUS auch in die deutschen Läden. Kurz vor Erscheinen der Erstausgabe hier zu Lande habe ich für euch ein Interview mit Chefredakteur Thomas Cap geführt.

Evil:
GamersPLUS 11/2008Hallo Thomas,
freut mich, dass du dich freiwillig für ein Interview zur Verfügung gestellt hast.

Thomas Cap:
Kein Problem, in Deutschland kennt uns ja noch nicht jeder und das ändere ich nur zu gerne.

Evil:
Das Cover der Gamers.at 10/2008 erinnert von der Gestaltung her ein wenig an das Abo-Cover eines Mitbewerbers. Traut ihr euch mit denselben Gestaltungs- prinzipien auch an unsere deutschen Kioske oder muss da mit Neonfarben bzw. Gold und Silber nachgeholfen werden?

Thomas:
Dass ein Cover wie eine Abo-Edition aussieht, scheint in Deutschland inzwischen ein großes Kompliment zu sein, darum verstehe ich es mal als solches und sage danke! Natürlich kämpfen wir, wie alle Magazine, mit dem häufigen Problem: „So viele interessante Themen, aber so wenig Platz“ – und auch wir möchten natürlich dem potentiellen Leser schon am Cover viele Highlights der aktuellen Ausgabe verraten. Ganz prinzipiell sind wir aber keine Freunde überladener Covers und möchten dieses Konzept soweit möglich auch beibehalten.

Evil:
Von unseren PC-Spieleheften gibt es zahlreiche Varianten mit einer unterschiedlichen Anzahl an DVDs, Extraseiten und Gimmicks wie Schlüsselbändern. „Pure“ Magazin-Ausgaben sind entweder gar nicht vorhanden oder lassen sich nicht abonnieren. Von euch hingegen gibt es nur eine Version „ohne alles“. Seid ihr damit nicht für einen großen Käuferkreis unattraktiv?

Thomas:
Ich bewundere die Mühe und Arbeit, die viele Kollegen anderer Verlage in ihre DVDs, Sonderausgaben, Beilagen und Extrahefte stecken, und auch der organisatorische Aufwand, der in der Produktion dreier oder mehr unterschiedlicher Ausgaben eines ansonsten identischen Hefts steckt, verlangt Respekt, doch wir denken uns irgendwie: „Kann der Leser nicht all das auch einfacher bekommen?“. Wir leben in einer Zeit, in der das Web allgegenwärtig ist. Wenn sich etwas auf den zur Verfügung stehenden Heftseiten nicht ausgeht, dann gibt es immer noch unsere Websites, unser Forum usw.; gleiches gilt für Downloads und Specials – und was „Goodies“ betrifft: Jeder bekommt gern Geschenke, aber wir bleiben lieber bei einem möglichst günstigen Preis, denn um 2,95 Euro gibt es derzeit nicht viele 116 Seiten starke Hochglanzmagazine. Die Euros, die sich unser Leser dadurch spart, kann er dann natürlich in Goodies investieren – vorzugsweise welche, die nicht gleich in der Ecke landen und verstauben.

Evil:
Ihr seid seit vielen Jahren das erste reine PC-Spielemagazin, das seine Leser duzt. Ist eure Zielgruppe so viel jünger oder wie kommt es zu dieser Entscheidung?

Thomas:
Auch wenn mich mein Marketing für diese Aussage nicht lieben wird, aber ich möchte hier einmal festhalten, dass ich unsere Leserschaft nicht zuallererst als Vertreter ganz spezifischer Alters- und/oder Einkommensstufen sehe. Wir machen ein Magazin für Spieler – wenn sich jemand selbst als solcher versteht, ist er für mich ein potentieller Leser – und da wir im Verlag auch alle Spieler sind, also verdammt viel gemeinsam mit unseren Lesern haben, würde es uns im Gegenteil sogar komisch vorkommen, sie zu siezen. Denn wie reden Spieler untereinander? Siezen sich – auch wildfremde – Leute, wenn sie das erste Mal ein Multiplayer-Spiel miteinander zocken? Mir wäre das nicht aufgefallen und im Heft machen wir es daher auch nicht anders, also sofort per du zu sein.

Evil:
Im News-Teil befasst sich eine Seite mit Spielen auf dem Mac bzw. iPhone. Apple verbinde ich mit Lifestyle und Layout-Abteilungen, nicht mit Spielen. Was für ein Interesse hat ein gewöhnlicher PC-Spieler daran?

Thomas:
Ähnlich wie die vorige Frage: Ich verstehe einfach nicht, warum man immer noch versucht, die Spieler in eine ganz kleine, ganz bestimmte Schublade zu quetschen. Viele vertreten scheinbar immer noch die Ansicht, dass „der Video-/Computer-Spieler“ in der Früh aufsteht, den PC/die Konsole anwirft und dann zockt, bis ihm die Augen zufallen. Aber gerade „wir Spieler“ sollten es eigentlich besser wissen. Spieler haben auch andere, aber sehr wohl gemeinsame Interessen – zum Beispiel Tech Gadgets, bestimmte Bücher, Comics und Filme – solange es in Maßen und in passenden Zusammenhängen passiert, werden wir diese Themen daher am Rande auch durchaus anschneiden.

Evil:
Mit ist aufgefallen, dass ihr einen „Creative Sound Award“ vergebt und damit geworben wird, von welchem Hersteller eure Test-PCs stammen. Führt so was nicht zwangsläufig zu Interessenkonflikten im Hardware-Teil?

Thomas:
Jeder erwartet jetzt von mir wahrscheinlich eine Abhandlung darüber, dass Marketing/Sponsoring und die Redaktion bei uns nichts miteinander zu tun haben. Obwohl das natürlich stimmt, würde es im Fall der Hardware sowieso nichts ändern, weil wir für Hardware und Software getrennte Redaktion haben. Unsere Hardware-Seiten werden vom Team o.v.e.r.clockers betreut, deren große Online-Community auch in Deutschland vielen ein Begriff sein dürfte. Vor jeder Ausgabe machen wir uns nur die Themen und die geplante Seitenzahl aus, den Rest erledigt das Team alleine. Ob unsere Awards gebrandet sind oder nicht oder auf welchen Systemen wir die Spiele testen ist ihnen daher ziemlich egal.

Evil:
Generell bin ich kein Freund von Wertungsdiskussionen und kein Liebhaber des Prozentsystems, fragen muss ich dennoch: Eine große deutsche Spielseite hat in ihrem Test am 11.09. Stalker: Clear Sky ziemlich „abgewatscht“ (39%), mit der Begründung, es sei praktisch unspielbar gewesen. In eurem am 12.09. erschienenem Heft hab ich kein Wort dazu gelesen und der Titel hat 85% bekommen. Fließen Bugs bei euch nicht mit in die Wertung ein?

Thomas:
Hier schneiden wir eigentlich gleich drei nicht ganz einfache Themen an. Wie du bin ich kein Freund von Wertungsdiskussionen – obwohl diese zu meinem Job regelmäßig dazugehören – und das Prozentwertungssystem hat sicher seine Mängel, aber unterm Strich ist es momentan einfach das generell am weitesten akzeptierte. Jetzt zur eigentlichen Frage: Fließen Bugs bei uns nicht in die Wertung ein? Kurze Antwort: Natürlich tun sie das. Wir testen jedes Spiel auf drei grundverschiedenen Testrechnern und im Falle von S.T.A.L.K.E.R. hatten wir mit keinen nennenswerten Problemen zu kämpfen. Dass es den Kollegen anders ging, ist natürlich bedauerlich; dass es gelegentlich auf die richtigen und aktuellsten Treiber oder einfach nur „Glück“ ankommt, ist eine der Schwachstellen des PC-Gamings, die man nicht bestreiten kann.
An dieser Stelle möchte ich aber noch etwas anderes ansprechen: Die anscheinend vorherrschende Meinung, dass ein Magazin/eine Website regelmäßig ein Spiel „vernichten“ muss, da es sonst nicht kompetent/streng/kritisch genug ist. Gerade in den letzten Jahren beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass hinter mancher besonders schlechten Wertung mehr Inszenierung als Tatsache steckt. Da wird mit Klagen und Gegenklagen gedroht, in den Foren kochen die Emotionen über, es wir zu weitgreifenden Boykotten aufgerufen – ein „GZSZ“-Autor könnte es nicht besser machen. Hier sollten manche Kollegen vielleicht besser aufpassen: Am Ende des Tages sind unsere journalistische Kompetenz und Ehrlichkeit oft das einzige, was uns von einem Werbemenschen unterscheidet, und man darf das Vertrauen der Leser nicht missbrauchen – weder in die eine noch die andere (Wertungs-)Richtung.

Evil:
Von euch kommen nur sechs Ausgaben im Jahr, dazu werden auch noch drei Monate Sommerpause gemacht. Als Einkaufsberater fällt GamersPLUS damit wohl flach und so gigantisch groß ist euer Testteil nicht. Aus welchem Grund sollte ich mir euer Heft also zulegen?

Thomas:
Die Sache mit den sechs Ausgaben ist zwar korrekt, gegen die anderen Behauptungen muss ich mich allerdings etwas wehren. „Nur“ sechs Ausgaben bedeutet bei uns ja keine zweimonatige Erscheinungsweise – stattdessen versuchen wir, unsere Termine so zu legen, dass wir genau während der „heißen Phasen“ erscheinen, also wenn besonders viele interessante Titel anstehen. Wir kommen also eigentlich GENAU dann, wenn Kaufentscheidungen anstehen. Auch die Kritik am Umfang ist, finde ich, nicht gerechtfertigt (höre ich zugegebenermaßen auch zum ersten Mal). Sowohl Anzahl als auch Umfang der Tests sind bewusst gewählt. Eines stimmt allerdings: Ja, wir testen nicht jeden Kaffeemaschinen-Simulator, und ja, wir strecken Titel, die man genauso gut auf zwei oder vier Seiten ausgiebig und intensiv testen kann, nicht auf 15 Seiten, nur weil sich die Zahl auf dem Cover gut macht und die Publisher sich sowieso immer viele Seiten wünschen.
Diese beiden Punkte könnten für viele Leser durchaus auch zwei der von dir gesuchten Kaufargumente darstellen. Hinzu kommen der günstige Preis von nur 2,95 Euro und natürlich der Hinweis, den ich mir als Chefredakteur nicht verkneifen darf/kann: Das Heft wird einfach immer so gut wie nur möglich!

Evil:
Wenn ich momentan ans Zeitschriftenregal schreite, werde ich von World of Warcraft-Sonderheften nahezu erschlagen – es liegen aktuell sechs verschiedene aus. Es scheint da also durchaus ein Markt vorhanden zu sein. Auf Anhieb hab ich davon bei euch nichts gesehen. Sind MMORPGs im Heft kein Thema für euch?

Thomas:
Wir sind kein Magazin mit MMORPG-Schwerpunkt, das ist gewiss, aber wir berichten regelmäßig über die wichtigsten Titel und Neuankündigungen. World of WarCraft: Wrath of the Lich King war Cover-Story unserer Nullausgabe auf der GC, in der Erstausgabe von GamersPLUS wird sich außerdem ein ausführliches Tagebuch zu unserer ersten Rundreise durch das neue Add-on finden und dann gibt es auch noch einen Test von Warhammer Online: Age of Reckoning. Ich glaube, das beantwortet die Frage :)

Evil:
Danke fürs Gespräch – wir lesen uns sicherlich zum Launch von GamersPlus am 24.10. wieder.

Thomas:
Gern geschehen! Ich bin gespannt auf dein Feedback und das deiner Leser!

Daten und Fakten:
Start: 24. Oktober 2008
Erstausgabe: 11/2008
Verlag: consol.media / Panini
Segment: PC-Spiele-Magazin
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Copy-Preis: EUR 2,95
Chefredakteur: Thomas Cap
Druckauflage: 150.000 Exemplare (Verlagsangabe)
Webseite: GamersPlus

consolPLUS – Interview mit Michael Furtenbach zum Heftlaunch

Am 12. September ist es soweit und das in Österreich sehr erfolgreiche Videospiele-Magazin consol.AT startet unter dem Namen consolPLUS auch in Deutschland. Kurz vor Erscheinen dieser ersten deutschen Erstausgabe habe ich für euch ein Interview mit dem Redaktionsdirekter des consol.MEDIA Verlags, Michael Furtenbach, geführt.

Magaziniac.Blog – Exklusiv-Interview:

Evil:
consolPLUS 10/2008Hallo Michael,
schön, dass du dich bereit erklärt hast, für die Magaziniac-Leser ein paar Fragen zu beantworten.

Warum bist du davon überzeugt, dass sich das Konzept der consol.AT auch nach Deutschland erfolgreich ausweiten lässt? Man hat schließlich schon so manches Lizenzheft scheitern sehen …

Michael:
Das Schöne ist ja, dass wir von keinem Lizenzheft sprechen! consolPLUS ist von den original consol-Redakteuren und wird speziell für den Panini Verlag erstellt. Außerdem ist es sicher keine schnelle Zweitvermarktung, sondern ein eigens Produkt, das komplett in alle anderen consol-Produkte, wie Online, Radio, Video und so weiter, eingebunden sein wird. Wir stehen also zu 100% hinter dem Produkt – und mehr noch: Mit dem Panini Verlag haben wir einen tollen Partner gefunden, der durch seine Produkte, wie Comics, Videospiele-Romane oder Anime-DVDs, schon lange mit der Materie vertraut ist, die Infrastruktur aufweist und ebenso von Spielen begeistert ist, wie wir es sind.

Evil:
Ihr seid hier am Kiosk bislang nicht präsent, habt auf der Games Convention aber Leseproben verteilt. Was tut ihr dafür, dass weitere potentielle Leser, die nicht in Leipzig waren, auf euch aufmerksam werden?

Michael:
Wir waren in den letzten Wochen selbst verwundert, wie bekannt wir schon sind. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere bisherigen deutschen Abonnenten, die oft in Foren die Werbetrommel rühren! Auch unser MP3-Podcast wird schon seit längerer Zeit von mehr deutschen Hörern als von Österreichern konsumiert, und von unserer PDF-Version der Probe-Ausgabe konnten wir inklusive der iTunes-Zugriffe schon mehrere hunderttausend Downloads verzeichnen. Das sind aber eigentlich nur die redaktionellen Dinge – das eigentliche Marketing wird dann noch in den nächsten Wochen vom Panini Verlag übernommen werden.

Evil:
Wird consolPLUS komplett in Österreich produziert oder habt ihr hier bei uns auch noch den einen oder anderen Redakteur sitzen?

Michael:
Im Moment ist die Produktion in Österreich, aber wir werden über kurz oder lang– abhängig vom Erfolg – auch in Deutschland Redakteure anwerben. Anfragen liegen bereits auf unserem Tisch.

Evil:
consol.AT kostet bei euch EUR 3,85, consolPLUS wird bei uns EUR 2,95 kosten. Warum ist unsere Ausgabe so viel günstiger, wird da an der Ausstattung gespart?

Michael:
Nein! Dem Panini Verlag war es von Anfang an sehr wichtig, gemeinsam mit uns ein hochwertiges Magazin auf den Markt zu bringen. Der Preisunterschied hat mehrere Gründe. Erstens ist der deutsche Markt (+ Schweiz) ungleich größer als der österreichische, deshalb kann man mit deutlich höheren Mengen kalkulieren, was im Verhältnis geringere Druckkosten ermöglicht. Zum anderen soll consolPLUS kein Experiment sein, sondern auch durch den Preis zeigen, dass wir uns längerfristig etablieren möchten.

Evil:
Der wohl spannendste Punkt: Ihr habt bei euch in Österreich nicht so mit der Indizierungsproblematik zu kämpfen, habt bei der Berichterstattung also kaum Einschränkungen. Hier sieht das natürlich ein klein wenig anders aus. Werden entsprechende Artikel bei uns geschwärzt, fliegen ganz aus dem Heft oder werden durch andere ersetzt? Erfahre ich in der deutsche Ausgabe überhaupt, dass in der AT-Version mehr drin steht?

Michael:
Ein sehr wichtiges Thema – sowohl für uns als auch für die Leser. Ich kann nur sagen, dass es nicht so schlimm ist, wie es sich vielleicht manchmal darstellt. So kamen wir in der ersten Ausgabe bei keinem geplanten Artikel in die Verlegenheit, irgendwas weglassen zu müssen. Natürlich gibt es in Deutschland Gesetze, an die wir uns halten müssen, aber wir werden unseren deutschen Lesern Lösungen anbieten können. Da sich die beiden Hefte nicht bis auf die letzte Seite gleichen, würde selbst bei einem consol.AT-Artikel, der in Deutschland so nicht gedruckt werden darf, die Seitenzahl nicht reduziert, sondern dieser durch einen mindestens genauso spannenden anderen Artikel ersetzt werden.

Evil:
Kann ich bei Bedarf weiterhin die consol.AT in Deutschland abonnieren?

Michael:
Das ist eine Frage, die noch nicht ganz ausdiskutiert ist. Ich bin mir aber sicher, dass die deutschen Leser ihre consolPLUS-Ausgaben so schätzen werden, dass in weiterer Folge gar keine Notwendigkeit in dieser Richtung entsteht.

Evil:
Hierzulande liegen vielen Heften DVDs zur Aufwertung bei. Ist eine DVD mit redaktionellen Videos für euch kein Thema?

Michael:
Nein, in Zeiten von HD-Videos im Internet investiere ich die Zeit, die für die Produktion einer DVD aufgewendet werden müsste, lieber in gute Reportagen im Heft und zusätzliche Online-Services, die unsere Leser nutzen können. Eine DVD macht in meinen Augen nur das Heft teurer.

Evil:
Wir haben hier zwei Multiformat-Hefte (Konsole only), warum sollte ich mir da consolPLUS holen? Was bietet ihr mir Neues, was ist bei euch anders?

Michael:
consolPLUS ist als Ganzes anders! Klar, wir haben auch Previews und Reviews im Heft – hey, wir sind ein Videospiele,Magazin! ;-) Jedoch ist consolPLUS viel persönlicher als die anderen Magazine. Viele der Hobbys der Redakteure, wie Comics, Musik, Science-Fiction und vieles mehr, fließen extrem stark in das Heft ein. So ist auch unserer erstes Cover sicher mutig, aber es garantiert, dass alle Leser sofort signalisiert bekommen: „Hier bekomme ich etwas Besonderes“. Stolz sind wir auch auf unser Gamemind-„Heft im Heft“, das immer wieder kräftig über den Tellerrand schaut, frei nach dem Motto: „Videospiele, das Universum und der ganze Rest“. Ich bin mir sicher, dass die Videospieler die ab dem 12. September die 2,95 Euro für die erste Ausgabe investieren es nicht bereuen werden!

Evil:
Euer Heft erscheint derzeit acht Mal pro Jahr – wenn ich in die Mediadaten schaue, erkenn ich da kein Muster. Wovon ist abhängig, wann eine Ausgabe erscheint? Ich bin es schließlich gewohnt, dass ich mein Stammheft jeden dritten Mittwoch am Kiosk erblicke.

Michael:
Wir erscheinen immer dann öfters, wenn es mehr zu berichten gibt! Gerade jetzt zum Start im Herbst/Winter erscheinen wir fast monatlich. Das System hat sich ganz gut bewährt. Wir hoffen, auch die deutschen Leser markieren sich schon bald die consolPLUS Termine rot in ihren Kalendern.

Evil:
Wie stehen die Chancen für eine monatliche consolPLUS/consol.AT?

Michael:
Das liegt ganz beim Leser! Der Panini Verlag plant derzeit acht Ausgaben pro Jahr mit uns. Sollten sich aber unsere hochgesteckten Ziele erfüllen, muss das ja nicht so bleiben ;-)

Evil:
Ich muss noch mal zurück zu den Mediadaten. Ende November erscheint bei euch consol.AT #60, bei uns hingegen steht da 01/2009. Nun haben November und Jänner/Januar aber nicht viel miteinander zu tun. Warum nummeriert ihr bei consolPLUS nicht auch einfach die Hefte der Reihe durch und schreibt vorne Ausgabe #3 drauf und daneben brav Dezember 2008?

Michael:
Also am 12. September wird die Ausgabe #1, Oktober/2008 erscheinen … ;-). Wir wissen, wie wichtig vielen Lesern diese Details sind und haben ihnen immer gut zugehört!

Evil:
Kommen wir zum Thema Online: Das Internet ist ja doch ein Schreckgespenst recht vieler Verlage, dem schon viele Leser zum Opfer gefallen sind. Wenn ich Tests und Previews auf der Webseite einer Zeitschrift lesen kann, bevor ich die gedruckte Version in Händen halte, frag ich mich, wozu ich da eigentlich noch Geld ausgeben soll. Wie läuft das bei euch ab?

Michael:
Schreckgespenst? … Wir haben hier in Österreich gegen jeden Trend (auch bei uns schrumpft der Print-Markt) ständig steigende Verkaufszahlen. Der Grund dafür ist, dass in unserem Konzept alle consol-Projekte sehr eng verzahnt sind! In der Tat wissen wir, dass sich die Leute unser Heft kaufen, weil sie von unseren Internet-Produkten begeistert sind. Der Start des MP3-Podcast vor rund zwei Jahren löste einen richtigen Push des Print-Magazins aus.

Evil:
Was habt ihr im Heft, was ich online nicht bekomme?

Michael:
Wir sehen das Heft nicht als einzelnes Objekt! Der typische consol.AT-Leser kauft sich in Österreich ja nicht nur das Heft, sondern ist auch auf unserer Webseite, hört den Podcast und weiß, dass alles ein rundes Ganzes darstellt. Wir arbeiten derzeit sehr hart daran, dass wir genau das auch in der neuen deutschen Ausgabe hinbekommen! Ich könnte natürlich jetzt wieder mit dem Argument kommen, man könnte eine längere Reportage über mehre Seiten lieber im Print als online lesen, bloß kommen solche Sätze meisten auch von Leuten, die noch nicht begriffen haben, dass sich das Leseverhalten der neuen Generation komplett geändert hat. Dem tragen wir meiner Meinung jedoch Rechnung, eben weil wir uns zu jedem unserer Produkte täglich Gedanken machen!

Evil:
Es gibt schon so viele Spiele-Sites und mit consolplus.de ist nun eine weitere hinzugekommen. Gibt es einen oder mehrere Anlässe, warum ich gerade bei euch vorbeischauen sollte?

Michael:
Viele, denn bei keiner Videospiele-Webseite bist du so nahe an der Redaktion! Was andere nur versprechen, erfüllen wir mit unserem Gamemind-Blog, dem Redaktions-Update, dem wöchentlichen MP3-Radio und vielen Kleinigkeiten, weswegen sich unsere Leser bei uns einfach wohlfühlen. Wir reagieren auf alle Anregungen im Forum und gehen in all unseren Medien auf Kommentare zu unseren Produkten ein. Die Leser sollen wissen, dass wir alles lesen, was sie schreiben und ihnen am Herzen liegt. Das klingt jetzt vielleicht geschwollen, aber es ist Fakt – und darauf sind wir stolz!

Evil:
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die Beantwortung der Fragen!

Und wie die erste Ausgabe sich macht, lesen wir hoffentlich bald ;)

Daten und Fakten:
Start: 12. September 2008
Erstausgabe: 10/2008
Verlag: consol.media / Panini
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: 8x jährlich
Copy-Preis: EUR 2,95
Chefredakteur: Alexander Amon
Druckauflage: 150.000 Exemplare (Verlagsangabe)
Webseite: consolplus

10/2008 – Die letzte Ausgabe der MAN!AC

Die reißerische Überschrift bitte ich zu entschuldigen, aber es passt einfach zu gut. Pünktlich zum 15. Geburtstag mit der Ausgabe 11/2008 ändert Deutschlands ältestes noch existierende Videospiel-Magazin seinen Titel von MAN!AC zu M! Games.

Mit der Titeländerung einhergehen dürfte ein umfassender Relaunch. Auf der Vorschauseite heißt es dazu:

M! Games-Logo„M!ehr Retro“
„M!ehr Meinung“
„M!ehr Videospiele“

Maniac (verrückt, irre, wahnsinnig) ist weder ein sonderlich positiv behaftetes Wort noch kann man es wirklich mit Videospielen assoziieren. Irgendwo liegt es da schon nahe den Titel „massenkompatibler“ zu machen und ein „Games“ mit einzufügen. Zumindest weiß Frau Müller nun, wo sie das Heft in ihrem Kioskregal einsortieren muss, nämlich neben Games Aktuell, PC Games, Games and More, gamesTM […] und nicht bei „da wo noch Platz ist“.

Hoffen wir, dass es den gewünschten Effekt auf die Verkaufszahlen hat und die Seele des Heftes nicht leidet.

Viel Erfolg Jungs,
wir lesen uns beim Relaunch.

(Quelle: M! Games-Logo -> Man!ac 10/2008, S. 98)

Freude mit den Kundendaten – Part II

Zunächst einmal die Stellungnahme zum Vorfall von Alternate:

„Hallo Herr XXX,

wenn Sie uns die Namen und Adressen der Prämienempfänger schicken, vergleichen wir die Namen und Adressen automatisch mit unserem Kundenstamm. Sollte sich der Kunde bereits im Kundenstamm befinden, wird der Prämienauftrag auf die vorhandene Kundennummer übernommen.

Dies machen wir schon immer so, damit wir Kunden und Adressen nicht doppelt und dreifach im System haben. Wir möchten unsere Kunden und unsere Mitarbeitet nicht unnötig verwirren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Kunden sich bei uns melden und nicht Ihre Kundennummer angeben. Wir haben dann meist nur den Namen und die Adresse.
Diese Daten (Adressen) werden bei uns vertraulich behandelt.
Vermutlich ist der Kunde der Annahme, dass die Prämien direkt von der Computec Media AG zum Kunden geliefert werden.“

Sowie das Hinzugefügte von Computec:

„Sie können versichert sein, dass weder Alternate noch Computec mit Ihren Daten leichtsinnig umgeht.“

Folgendes möchte ich noch hinzufügen:
1. In den Aboanzeigen ist nicht ersichtlich, dass Prämien, wie z. B. USB-Sticks durch externe Firmen verschickt werden. Wenn ich einen Sqoops-Gutschein auswähle, ist natürlich klar, woher der kommt, bei „Hardware“ kann ich das nicht sehen.

An dieser Stelle wäre ein Hinweis angebracht.

2. Angesichts der aktuellen Call-Center-Datenhandel-Skandale, wo unseriöse Firmen sich Bankdaten erschlichen haben und Geld für Lotterielose vom Konto der vermeintlichen Kunden abbuchten, ist man in gewisser Weise etwas sensibilisiert bei diesem Thema.

Wenn nun bei einem Hardwareversand Bestellungen auftauchen, die man selbst nicht getätigt hat, entsteht da nun mal ein ungutes Gefühl. Zumal jeglicher Hinweis in der Bestellbestätigung per Mail fehlt, was eigentlich bestellt wurde und von wem.

Was könnt ihr also in Zukunft besser machen?

Vor allem zwei Punkte:
1. Eure Kunden darauf hinweisen, dass der Prämienversender die Kundendaten mit seinen abgleicht, um Doppelungen zu vermeiden.
2. Klar und deutlich bei der Bestellung dazuschreiben, dass es sich um eine Prämie für ein Miniabo handelt, im Sinne von „Wir versenden die Prämie im Auftrag von Computec Media/Aboservice CSJ…“

Das hilft künftige Missverständnisse zu vermeiden – denn von geknackten Kundenkonten mit nicht getätigtem Bestellungen etc. pp hat man wahrlich genug gelesen, um die Alarmglocken schrillen zu lassen, wenn unerwartet irgendwelche Auftragsbestätigungen für nicht selbst getätigte Bestellungen auftauchen.

Das Thema ist hiermit hoffentlich erledigt, zur Sicherheit erwähne ich es aber noch mal:
Ich bin nicht damit einverstanden, dass meine Kundendaten in irgendeiner Weise über die zur Ausübung der von mir gewünschten Diestleitung hinaus, verwendet werden.

Phishing? Nein, nur Datenhandel beim Abo-Dienstleister!

Vorhin habe ich ehrlich gesagt nicht schlecht gestaunt, als eine Mail mit dem Betreff „ALTERNATE Computerversand GmbH Bearbeitungsstatus zu Kundennummer XYZ“ in meinem Mailpostfach bei web.de fand.

Nun, letztes Jahr habe ich bei Alternate meinen PC bestellt und deswegen dort ein Kundenkonto. Bestellt hab ich seit dem nichts mehr dort und aus der Mail ging auch nicht hervor, was ich bestellt haben soll. Deswegen hab ich es zunächst für Phishing gehalten, aber die Kundennummer stimmte mit meiner überein. Also hab ich mich kurzerhand bei Alternate nach knapp einem Jahr wieder eingeloggt, um mal zu schauen, was da los ist. Hat da etwa jemand meinen Account geknackt?

Bei den Versanddaten war zu finden, dass ein „Kingston Data Traveller I 1 GB“ für 0 Euro an meine Adresse gehen soll.

Und dann hat es mir auch schon gedämmert…

Über die gleiche Mailadresse mit der ich mich bei Alternate registriert habe, sind auch die Bestellungen für meine Abos bei Computec getätigt worden. Sowohl bei Alternate als auch bei Computec habe ich bei der Bestellung widersprochen, dass meine Daten „für interessante Aktionen“ weiterverarbeitet werden dürfen.

Nun dürft ihr dreimal raten, was die Miniabo-Prämie beim X3-Abo ist, das ich vor einem Monat bestellt habe. Genau, ein „Kingston Data Traveller I 1 GB“

Sagt mal Leute, euch geht’s noch zu gut oder? Wer zur Hölle hat es euch erlaubt meine Miniabo-Prämie über mein (!) Alternate-Konto zu bestellen und zu versenden. Was kommt als nächstes?

Ganz ehrlich, so eben habt ihr sämtliches Vertrauen, dass ich in euch bzw. euren Abo-Dienstleister hatte, in nur einer Sekunde verspielt.

Abonnements bei Computec Media

Drum prüfe wer sich ewig bindet…

Computec bietet zahllose Varianten und Abomodelle an. Jahresabos mit kleinen Geschenken, Leser werben Leser-Abos mit großen Prämien, „Mega-Abos“ mit Riesenprämie für den Werber und zwei Jahren Laufzeit für den Abonnenten, sowie Miniabos.

Ganz, ganz wichtig ist hierbei der Blick ins Kleingedruckte!
Das Mega-Abo der PC Games Hardware läuft zum Beispiel nicht nur 24 Monate, es verlängert sich auch um weitere zwölf Monate, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf gekündigt wurde.

Wer sich mit kleineren Prämien zufrieden gibt (Prämien- oder Jahresabo), darf nach einem Jahr jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen. Gleiche Bedingungen gelten im übrigen auch für Geschenkabos.

Und als würde das noch nicht reichen, haben Miniabos bzw. die Abos die sich aus Miniabos entwickeln, wenn man sie nicht kündigt, wieder gesonderte Bedingungen. Hier darf man nämlich jederzeit kündigen.

Bei der SFT gibt es 10% Preisvorteil im Abo, N-Zone DVD bietet theoretische 14% an. Ansonsten wird man regelrecht gezwungen die Prämienabos in Anspruch zu nehmen, normale Abos lohnen nicht. Der Preisvorteil liegt überwiegend im Bereich 5% bzw. „nicht messbar“, es gibt daher keinen lohnenden Kostenvorteil sich zu binden.

Zahlen kann man per Bankeinzug, Rechnung oder Kreditkarte. Bei Bestellung per Post kann man das Pflichtfeld Telefonnummer streichen. Online werden die Daten verschlüsselt übertragen. Man erdreistet sich hier allerdings automatisch einen Haken zu setzen bei „Wir dürfen Sie mit Werbung dichtballern“ – nicht sehr kundenfreundlich.

Im Normalfall liegen die Hefte am Samstag vor EVT im Postkasten, geschützt durch eine dünne Klarsichtfolie. Bei der Druckerei in Polen scherrt man sich allerdings nicht sonderlich um die Druckqualität der Hefte – Ob N-Zone, play3, Games Aktuell oder X3, überdurchschnittlich oft landen ramponierte Exemplare am Kiosk oder bei den Abonnenten. Ramponiert bedeutet z. B. ein mehrfach gebrochener Heftrücken, durchgängig geknickte Seiten oder schlicht Seiten, die durch ein schmieriges Etwas zusammengeklebt sind. Mag den gewöhnlichen Leser vielleicht nicht so stören, den Sammler ärgert es.

Andere Verlage haben mir hier deutlich weniger Frust bereitet, immerhin antwortet der Abodienstleister CSJ schnell und freundlich auf alle Anliegen.

Fazit:
Bei Computec lohnt sich vor allem für Prämienjäger ein Abo, sofern man sich „sein Heft“ sowieso jeden Monat am Kiosk holt. Die Kündigungsfristen sind vertretbar, einzig die der Mega-Abos stößt negativ auf. Sparen kann man leider kaum, schon gar nicht, wenn keine Prämie gewünscht ist und der Zustand der gelieferten Heften ist oft verbesserungswürdig.

Disclaimer:
Die Angaben des Preisvorteils sich auf Deutschland. Lieferzeiten, Heftzustand und Kontakt mit Abo-Service beruhen auf eigenen Erfahrungen mit Abonnements von PlayZone (04/2007-01/2008), N-Zone DVD (seit 04/2007) sowie X3 (seit 09/2008). Zudem play3 und Games Aktuell seit der Übernahme durch Computec.

Spielehefte am Kiosk – Eine Sichtung des Bestandes

Fallende Auflagen, Monokultur im PlayStation-Segment und bereits einige Todesfälle (NMag Print, play vanilla, Sims 2 – Das offizielle Magazin) sind auch im Jahre 2008 bei den Spieleheften keine Überraschung. Doch was gibt es eigentlich noch Kiosk? Ein kleiner Überblick

Multiformat:

Bravo ScreenfunBravo Screenfun
Der einstige Star am Kiosk ist inzwischen vom Himmel gefallen. Doch wann begann der Abstieg? Als die zweite CD kam und der Preis von € 3,00 auf 3,99 stieg, als die DVD eingeführt wurde und der Preis auf € 4,50 angehoben wurde? Als nach Jahren der Kontinuität ein neues Layout kam, welches optisch Jahre älter aussah als das Vorherige? Oder doch erst, nach dem man die Münchener Redaktion auf die Straße setzte und Inter Games in Hamburg ans Heft lies? Derzeit darf sich Holger Reher an der Screenfun versuchen. Das eigentlich hübsche Layout, welches die Inter Games-Redaktion kurz vor ihrem Rausschmiss einführte ist bereits wieder Geschichte.

Die klassische Heftstruktur ist Geschichte. Getrennt wird nun strikt nach Konsole, Handheld und PC; Tests und Vorschauen werden gemischt. Die Aufteilung wirkt zunächst ungewohnt, wird aber auch nach mehrmaligem anschauen nicht besser. Eingeleitet wird jeweils mit News, es folgen in loser Reihenfolge Tests und Vorschauen, die Charts werden dann irgendwo hingepackt, wo noch Platz ist. Der „Trix“-Teil, dessen Komplettlösungen einst Gold wert war, ist inzwischen leider komplett aus dem Heft verschwunden. Stattdessen platziert man lieber irgendwelche belanglosen Texte schräg (nicht kursiv ;) ) auf den Seiten, was weder hübsch aussieht noch gut zu lesen ist.

Die DVD besteht seit dem Mai-Heft und dem vorerst letzten Redaktionswechsel praktisch nur noch aus Trailern und TV-Serien-Folgen, hat also auch keinen wirklich brauchbaren Nutzen mehr.

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe des Heftes gehöre, selbst wenn ich zehn Jahre zurückdenke, also wieder neun wäre, würden mir die paar gebotenen Spielinfos nicht reichen.

Computer Bild SpieleComputer Bild Spiele
Der Vollständigkeit halber, sei sie mal ausnahmsweise erwähnt. Sie wird ihre Zielgruppe der Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler sicherlich bedienen. Auch Vollversionskäufer werden immer mal wieder zuschlagen, wobei sich zuletzt auch „Perlen“ wie Moorhuhn Soccer mehrten. Mit aktuell rund 324.000 verkauften Exemplaren führt sie die Verkäufe aller Spielehefte natürlich auch weiterhin an, trotz gigantischer Auflagenverluste.

GameProGamePro
Wie heißt es so schön, das Cover soll nicht aussehen, es soll verkaufen. Das tut es meist, bis zur ersten IVW-Meldung der play3 führte die GamePro auch längere Zeit die Verkäufe der Konsolen-only-Hefte an. Dossiers und Specials sind immer wieder lesenswert, die DVD ist trotz des Wechsels auf die DVD-10 immer noch sehenswert und für mich immer noch das Nonplusultra. Das Layout lässt in meinen Augen die Spielereien vermissen und das Wertungssystem (6 Einzelwertungen + 4 Rediwertungen = Gesamtwertung) ist zumindest im Forum nicht unumstritten. Das klassische Merkmal eines Multiformatheftes, die Importtests, fehlen.

Games AktuellGames Aktuell
Preisgünstig (€ 3,50 + DVD-10), guter Inhalt, lesenswerte Specials. Fühlt sich trotz des PC-Anteils an wie ein Konsolenheft. In unregelmäßigen Abständen erscheinen auch immer wieder Sonderhefte zu aktuellen Themen. Die Qualität reicht hier von Top (Xbox 360) bis Katastrophal (Next Gen). Auch wenn der „Computec-Effekt“ bei Papierqualität und Einführung einer Premiumausgabe zugeschlagen hat, überwiegt das Positive. Wenn doch nur der Wertungskasten bei Multiformattests nicht so ausufern würde…

Game MasterGame Master
Dieses Heft ist für eine relativ Junge Zielgruppe. Wer Animespiele mag, kommt auf seine Kosten, ansonsten greift man lieber zu anderen Magazinen.

gamesTMgamesTM
Da wir mittlerweile an einem Punkt angekommen sind, an dem die Heftausstattung zur Einsparung nicht weiter heruntergefahren werden kann, steigen die Preise wieder. Insofern wäre es unangebracht an dieser Stelle von teuer bei € 3,80 für 108 Seiten zu sprechen. Das Heft ist eine Lizenzausgabe von Imagine, was sich am hübschen Layout sofort sichtbar wird. Dies ist bereits der zweite Versuch das Heft in Deutschland zu etablieren, der erste scheiterte am Heftpreis, an der Erscheinungsweise, am übersetzten Eindruck und letztlich damit an den Verkäufen. Dies passiert hoffentlich nun nicht noch mal, dafür wurde auch die ein oder andere Anpassung (Wertungssystem) vorgenommen.

GEEGEE
Keines der klassischen Testhefte, keine Wertung am Ende, dafür Storys und Reportagen ohne Ende. Die Erscheinungsweise sind acht Ausgaben pro Jahr, der Preis beträgt € 3,90 für 100 Seiten. Ein seit Jahren ungelöstes Rätsel: Wie schafft es ein Heft mit weniger als 10.000 verkauften Heften am Kiosk sich so lange zu halten und dies noch bei einem Anzeigenaufkommen (17-20 Seiten im Normalfall), bei dem jeder Mitbewerber nur neidisch sein kann?

Kids GamerKids Gamer
Da haben wir wieder eines der Hefte für die theoretisch riesengroße Zielgruppe der sechs bis zwölfjährigen. 19.000 verkaufte Heften (laut Unternehmenspräsentation) bei drei Monaten Auslagezeit und die teilweise vollständige Abwesenheit von Anzeigenkunden zeigt mal wieder nur eines: Man sollte Hefte für reale und nicht für theoretisch vorhandene Zielgruppen erstellen.

MAN!ACMAN!AC
Mit bald 15 Jahren das älteste deutsche Videospielheft. Es überlebte als einziges der Konsolen-Multiformathefte das Massensterben Ende 2000. Der freakige Charakter ging über die Jahre etwas verschütt, die „Ansatzweise Korrektur“ der Ausgabennummern 2006 verweigerte man. So erscheint MAN!AC immer noch im Vorvormonat. Fans von Importspielen werden auf Extraseiten bedient und ein Extended-Teil für besondere Themen ist auch vorhanden.

Mobile GamerMobile Gamer
Ein MAN!AC-Schwesterheft. Wie der Name vermuten lässt, dreht es sich bei dem leider nur vier mal im Jahr erscheinenden Heft alles um tragbare Konsolen. Es ist das einzige Spieleheft, welches sich ausschließlich Handhelds verschrieben hat. Layout und Inhalt können überzeugen, € 3,50 für 100 Seiten sind angemessen. Indiskutabel ist die Erscheinungsweise, zwei zweimonatliche Ausgaben (10+11 bzw. 12+01) gefolgt von zwei viermonatlichen Ausgaben sind das Todesurteil jeglicher Aktualität.

MultiomaniaMultimania
Das Fanzine für Kino, DVD, Spiele und ähnlichem mit teils winzigkleiner Schrift. Ebenfalls kein klassisches Spieleheft, soll dennoch in der Auflistung nicht fehlen.

Nintendo:

N-ZoneN-Zone
Das dienstälteste Nintendo-Magazin und praktisch genauso lange ist es auch schon Marktführer. 2006 war es nach dem Ende von Cube und N-Games auch das einzige Nintendo-Magazin. Von der Ursprungsredaktion ist niemand mehr an Board, was jedoch hier jedoch in keinem Fall negativ zu sehen ist. Papier und Qualität lassen sich leider nicht mehr in einem Wort nennen und das Layout unterstützt auch nicht gerade eine neue Blütezeit. Sehr schade, hier schlummert viel ungenutztes Potenzial. Hoffentlich erwacht es noch mal.

Wii MagazinWii Magazin
Aus 64 Power wurde Big.N und aus Big.N wurde N-Games. Man ging durch viele Höhen und Tiefen, irgendwie hat man es trotz aller Rückschläge geschafft durchzuhalten. Letztlich hat es nicht gereicht und so lag zwischen der letzten N-Games und der ersten Wii-Magazin-Ausgabe ein Jahr Zwangspause. Geboten wird verlagstypische Kost. Wer auf subjektive Tests steht, eine volle Nutzung der Prozentskala will und eine zweimonatliche Erscheinungsweise verschmerzen kann, darf gerne zugreifen. Wer einmal ein BriStein-Heft gelesen hat, wird es sofort wiedererkennen, auch wenn der Verlag sich inzwischen Live Emotion nennt. Verlangt werden für 124 Seiten bestens Papier inkl. Poster sehr günstige 3,50.

Wii Player – Das MagazinWii Player – Das Magazin
Jaja, die Zielgruppe der Casualgamer ist gigantisch groß. Der Inhalt ist ganz nett, haben will es trotz anders lautender Verlagsangabe scheinbar niemand. Der Preis stieg von 2,99 auf inzwischen 3,90. Die Erscheinungsweise wurde von zweimonatlich auf vierteljährlich umgestellt. Vorboten auf ein Ende des Heftes?

PlayStation 3:

play³play³
Die Meinung des Autors zur Heftausstattungs- bzw. Preispolitik dieses Objektes ist bekannt.

Xbox 360:

360 Live360 Live
Da 360 Live auf der Lizenz von Imagines X360 aufsetzt, ist die Erklärung für die gute Optik leicht gefunden. Die Artikel lesen sich gut und sind hübsch anzuschauen. Bisher standhaft hat sich die Redaktion dagegen gewährt den falschen Akzent (Akut) gegen ein Apostroph einzutauschen und die Augenfolter beim „lohnt sich’s“-Kasten ein Ende zu setzen (nein, ich schreibe es nicht, wie es im Heft steht). Am Rande sei noch erwähnt, dass das Wertungssystem von 10er auf 10er in 0,1er Schritten nach einen Forenumfrage umgestellt wurde…

OXM 360Xbox 360: Das offizielle Xbox-Magazin
Das Layout ist von Future Publishing aus England, das Wertungssystem ist deutsch. Seit Gründung im Jahre 2002 (da noch ohne 360) hält man die Redaktion winzigklein und den Umfang bei 100 Seiten. Als Papier kommt das gleiche Unding wie bei der N-Zone zum Einsatz, was angesichts des Heftpreises von € 7,99 eine bodenlose Frechheit ist. Sicherlich wäre auch mehr als die vom Verlag angegebenen 22.000 verkauften Hefte drin, allerdings dürfte dem der Sparkurs im Weg stehen.

Xbox GamesXbox Games
Oder wie laut Logo X Games XBG 360. Das Xbox-Heft aus dem Live Emotion Verlag. Das Heft erscheint seit 2003 und hat alles, was ein Heft des Verlages ausmacht: Unterhaltsame Schreibe, gute Ausstattung bei günstigem Preis, wenig Werbung, zweimonatliches Erscheinen und leider auch ein schwaches Layout.

PC-Spiele:

GameStarGameStar
Der Marktführer bei den PC-Spieleheften. Das Layout wirkt etwas unterkühlt, das Wertungssystem (10 Einzelwertungen zusammenaddiert ergeben den Spielspaß) ist im Forum noch umstrittener als dass der GamePro. Die DVD ist in meinen Augen ungeschlagen. Der aktuelle Chefredakteur ist Ex-Joker Michael Trier.

GameStar erscheint als Magazin, DVD-, XL- und sporadisch als XXL-Ausgabe, sowie als Package Magazin + GS WoW.

PC ActionPC Action
Ist denn heute schon Weihnachten? Nein natürlich nicht. Computec startete 2003 hier den extremsten Fall von Unfug bei der Heftnummerierung und lies eine Ausgabe auf dem Papier einfach ausfallen. Deswegen findet Weihnachten bei der PC Action schon mitte Oktober statt. Das Heft fällt ansonsten durch sein „Unter-Gürtel-Niveau“ auf, durch das es sich bewusst von anderen Magazinen absetzt. Irgendwann führte man aber wieder ernsthafte Bildunterschriften ein. Lieben oder Hassen ist hier die Frage. Die Leseranrede ist unverständlicher Weise „Sie“ gemixt mit Dingen wie „Darauf wartest Du“.

PC Action erscheint als DVD bzw. DVD plus Film-Ausgabe, sowie vierteljährlich als Premiumversion. Die Auflage ist inzwischen leider auf etwa 50.000 Exemplare gefallen.

PC GamesPC Games
Die alte Dame ist nach dem Wegsterben verschiedener Mitbewerber nicht nur das dienstälteste PC-Spieleheft, sie ist auch gründlich in die Jahre gekommen. PC Games hatte zeitweise eine überragende Heftausstattung, allerdings kam sie, wie bei jedem anderen Computec-Heft, mit der Zeit abhanden. Leider war sie auch in anderen Punkten Vorreiter. Ob das Wiederkehren der Vollversionen oder Dezemberheft erscheint in der letzten Oktoberwoche, beide Entwicklungen gehen auf das Konto der PC Games. Das Wertungssystem ist eine Motivationskurve, Kurztests enden mit einer Schulnote. Der Previewteil ist extrem bunt, wohingegen der Testbereich eher farblos gehalten ist. Häufig kommen Sonderwerbeformen und Promotion-Aktionen zum Einsatz, im Heft werden mehrerer Papiersorten unterschiedlicher Qualität verwendet..

PC Games erscheint als Magazin-, DVD-, Extended-Ausgabe, vierteljährlich als Premiumversion und alle zwei Monate als Package mit PCG WoW.

Onlinespiele:

BuffedBuffed – Das Magazin
Oh Wunder, oh Wunder. Man kann bei Computec doch noch Hefte angemessen ausstatten. Gut, 5,90 sind nicht billig. Dafür gibt es 132 Seiten auf Qualitätspapier. Die Optik stimmt auch, das Magazin ist liebevoll gestaltet. Das Heft zielt auf Onlinerollenspieler und wird von Heinrich Lenhardt geleitet. Die verkaufte Auflage wird mit 50.000 Exemplaren angeben.

GameStar WoWGameStar: World of Warcraft
Nach dem die ersten Sonderhefte aufverkauft waren und man sie sich bei ebay versilbern konnte, entschied man sich dieses Jahr dazu sie nach PC Games-Vorbild als eigenständige Reihe auszugliedern und fortzuführen. Der Inhalt sind 132 Seiten im kleineren Format Word of Warcraft zum Preis von € 6,99.

PC Games WOWPC Games: World of Warcraft
Auch hier waren die Sonderhefte so erfolgreich, dass man sie letztlich als zweimonatliche Sonderheftreihe ausgliederte. Inzwischen sollen laut Unternehmenspräsentation 69.000 Exemplare abgesetzt werden und wenn der Trend so weitergeht, überholt man bald noch das Mutterheft. 100 Seiten DinA4 + Poster für € 6,99.

SLMSLM – Das Secondlife-Magazin
Es soll ja den Trend verschlafen haben und ein anonymer Kommentator meinte im alten Magaziniac.Blog, dass spätestens im April Schluss sei. Schaun wir mal, die Hefte sind zuletzt nicht pünktlich erscheinen, auch die Juni-Ausgabe soll nun Ende statt Mitte Mai kommen. Schauen wir mal und lassen uns überraschen.

Tipps & Tricks

Softsale Cheat CheckerSoftsale Cheat Checker Pro
Das letzte noch verbliebende regelmäßig erscheinende Tipps-Heft. Der Preis ist seit erstmaligem Erscheinen 98/99 unverändert. Der Umfang ist inzwischen auf nur noch 68 Seiten geschrumpft.

Online GamerPapercut-Hefte
Das Letzte (huch, eine Doppeldeutigkeit)
Aktuell im Handel wären da zum Beispiel: Total Gamer Cheats, Tipps und Secrets für PS2+PS3, Mega PlayStation und Online Gamer präsentiert: WoW

Die Hefte kosten zwischen € 6,90 und € 7,90. Haben zwischen 84 und 100 Seiten Umfang. Die Tippsbücher sind für € 7,90 bis € 9,90 zu haben. Die Erscheinungsweise ist unregelmäßig. Die Namen wechseln sehr oft, die Übersetzung ist häufig nicht optimal.

Aber wie ich gesehen habe, liest du hier mit, liebe VU Verlagsunion. Und wie durch ein Wunder heißt es nun „unabhängig“ und nicht mehr „inoffiziell“ auf den Covern deiner Hefte ;)

Deutschsprachige Magazine, die hier zu Lande nur im Abo erhältlich sind:
consol.AT, Gamers.at, Gamefront

Vermisst, aber keine offizielle Meldung zur Hefteinstellung bekannt:
Game Face, Level 1

Was uns im Jahr 2008 noch erwartet:

Bereits diese Woche kommt von Anime-Heft „Neox“ ein Nintendo DS-Sonderheft. Garantiert wird uns auch VU Verlagsunion noch mit weiteren Tipps- und Tricks Heften bzw. Büchern beglücken. Und für mindestens drei Hefte könnte es dieses Jahr vielleicht zu eng werden. Also, warten wir gemeinsam auf das Sommerloch und versüßen uns derweil die Wartezeit mit etwas Nettem zum Lesen – wie wär’s mit einer Ausgabe von Neon? ;)

Raptors Level 1 – Das nicht erhältliche Spielemagazin

Seit September 2006 gibt Raptor Publishing, in erster Linie bekannt durch das Horror-Entertainment-Magazin „Virus“, das Spieleheft „Level 1“ heraus. Über die inhaltlichen (nicht) Qualitäten möchte ich mich an dieser Stelle gar nicht auslassen, dieser Eintrag ist ein „Dankeschön“ für einen nicht an Kunden interessieren Vertrieb und einem nicht an Lesern interessierten Verlagsleiter.

Die Erscheinungsweise von Level 1 ist im Impressum mit monatlich angegeben. Wirklich Lust dran zu halten hat man sich allerdings nicht. Bereits die Erstausgabe (10/2006) lag zwei Monate im Handel, nach dem Aprilheft des Jahres 2007 ging es erst mit der Juli-Ausgabe weiter um gleich danach wieder einer Doppelnummer hinzulegen, August/September 2007. Und genau danach ereignete sich das folgenschwere Ereignis, welches zu diesem Eintrag führte.

Level 1 hat folgende „klitzekleine“ Probleme:
1. Es ist nie ein Erscheinungsdatum für die nächste Ausgabe angegeben, der Besuch am Kiosk wird also zum Glücksspiel.
2. Der Besuch am Kiosk ist zumindest in meiner Heimatstadt, sowie in ganz Bremen und im Supermarkt in München vor dem IDG-Gebäude immer erfolglos. Das Heft steht nicht im Pressekatalog und taucht auch bei keinem Grossisten auf. Egal ob nun in Bremen oder München,  in den Presse + Buch-Läden (und nur dort, nicht in Läden von anderen Anbietern!) der jeweiligen Hauptbahn-Bahnhöfe ist das Heft meist zu bekommen. Aber eben nur meist und nicht immer.

Nach erscheinen der Ausgabe #8 – 08+09/2007 mitte August war am Bremer Hauptbahnhof Sendepause und zwar bis zum erscheinen der Ausgabe #10 – 11/2007 irgendwann im November. Entsetzt durfte ich also feststellen, dass ich eine Ausgabe verpasst hab. Entgegen meiner Befürchtung wurde das Heft also nicht eingestellt. Von der Existenz des Oktoberheftes hab ich allerdings nicht erfahren, denn die Verlagswebseite raptor.de sollte im Prinzip laut Teaser schon im Mai 2007 einen Relaunch bekommen haben und wird seit Anfang 2007 nur äußerst sporadisch aktualisiert. Die letzte erschienene Ausgabe laut Webseite ist Nummer #8.

Also geht am 30.11. eine Mail an den Raptorshop raus, dass das Heft nicht im Pressekatalog stehe und deswegen nur am Bahnhof zu bekommen sein und ich die Ausgabe #9 verpasst hätte und eben diese nachbestellen möchte. Am 05.12. kommt die Antwort zurück, Level 1 #9 sei bereits ausverkauft. Nummer #11 soll jedoch bereits am 14.12 erscheinen.

Ok, das hilft mir nicht. Aber immerhin kann ich mir ja mal ein Kreuzchen in den Kalender machen, um wenigstens die nächste Ausgabe pünktlich zu bekommen.

Generell hat man ja die Chance beim Vertrieb die letzten drei Ausgaben nachbestellen zu können, also geht am 8.12 eine Mail mit der Bitte um Ausgabe #9 an die „PARTNER Medienservices GmbH“ raus.

Inzwischen ist der 14.12 und wie erwartet liegt die neue Ausgabe natürlich nicht am Bremer-Bahnhof bereit, es soll noch ein wenig länger dauern, ehe ich die aktuelle Ausgabe bekomme

Im Januar ist immer noch keine Antwort auf die Mail vom 8.12 da, was nun?

Raptor-Shop kann nicht, Vertrieb antwortet nicht. Also sende ich am 3.1.2008 eine Mail an den Vertriebsleiter und trage erneut mein Anliegen vor (Heft verpasst, nirgends zu bekommen). Nur einen Tag später erhalte ich von Raptor-Gründer „Claude M. Moyse“ eine Antwort. Ausgabe #9 könne ich direkt im Shop bestellen und ich solle solche Anfragen doch zukünftig bitte direkt an den Verlag und nicht an den Vertrieb stellen.

Ähm, was denn nun? Mir wurde gesagt, dass das Heft beim Verlag vergriffen sei und genau deswegen habe ich versucht beim Vertrieb an die Ausgabe zu kommen.

Na schön, ich will kein Loch in meiner Sammlung haben, also noch eine Mail an Herrn Moyse zurück, in der ich den Sachverhalt nochmal schildere. Gleichzeitig erwähnte ich, dass Koneko, Peach und Virus (im Pressekatalog aufgeführt) überall zu bekommen seien, nur eben Level 1 und TNT (beide NICHT im Pressekatalog drin) nirgends.

Das war am 4. Januar, seit dem habe ich nichts mehr vom Verlag gehört. Einige Tage später erwacht ein kleiner Teil der Verlagswebseite aus dem Dornröschenschlaf und der Shop wird aktualisiert. Wie erwartet ist von der mir fehlenden Ausgabe #9 keine Spur.

Heute ist der 9. Februar, am Freitag den 8.2 war ich zuletzt am Bremerhauptbahnhof. Level 1 #11 – 12/2007-01/2008 (wieder einer Doppelnummer) ist aus den Regalen verschwunden, Heft #12 ist noch nicht erschienen oder etwa doch? Die Verlagsseite hat nach dem Update Anfang Januar jedenfalls keinen Mitarbeiter mehr gesehen.

Meine Frage: Hat irgendwer von euch ein druckfrisches Exemplar von Level 1 #09 – 10/2007 und würde es mir zukommen lassen? Ich hab ja nun schon wirklich alles versucht, Verlag, Vertrieb und auch Pressegrossisten – letztere führen das Heft allerdings nicht.

Ggf. würde es mir schon reichen, wenn irgendjemand der entsprechenden Stelle einen Tritt geben könnte, damit man wenigstens den zukünftigen Ausgaben nicht so penetrant und erfolglos hinterherrennen muss, wenn der Verlag das schon nicht selbst in die Hand nehmen will.