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Relaunch 09/2016 – Heise fährt c’t ohne Not gegen die Wand (Update)

Zeitschriften-Relaunches sind eine ganz schön gefährliche Sache, denn die Erfahrung hat gezeigt: Nur selten ist ein Heft danach optisch und inhaltlich auch wirklich besser. Egal ob GamePro, PC Action, PC Powerplay oder Computer Bild Spiele – nach jeder Komplettüberarbeitung wurden die Hefte entkernt und ihrer Seele beraubt. Unter dem Deckmantel der Modernisierung wurden vor allem der Arbeits- und Produktionsaufwand an den Magazinen so drastisch reduziert, dass auch der letzte Käufer wusste, es handelt sich bloß um Sparmaßnamen. Das hat den weiteren Niedergang der Hefte dann nur noch beschleunigt.

Bisherige leuchtende Ausnahme in diesem Zirkus: Die c’t aus dem Heise Verlag. Die letzte optische Überarbeitung der c’t ist 13 Jahre her – damit wirkte das Magazin zwar vielleicht ein wenig angestaubt und wie aus der Zeit gefallen, lief damit aber erstaunlich gut.

Marktentwicklung
Das gesamte Segment der Computerzeitschriften ist stark schrumpfend. Innerhalb von nur fünf Jahren verlor beispielweise die Chip 46%, PC Magazin und PC Go 65% und die PC Welt sogar 71% ihrer Auflage. Der vergleichsweise geringe Verlust der Chip bzw. der große der übrigen Mitbewerber beruht darauf, dass erstere immer noch die Auflagenzahlen mit Bordexemplaren schönt, wohingegen sich der Rest davon verabschiedet hat.

Axel Springers Computer Bild verlor hingegen echte 54% an Auflage, während es bei Heises c’t bloß 21% waren – bei beiden findet Auflagendoping nur im sehr geringem Maße oder gar nicht statt. Im 4. IVW-Quartal 2015 kam es nun zu folgender Situation: Die c’t verlor wieder ihre gewohnten 3% an Käufern, während die Computer Bild mit fast 20% wieder ordentlich Federn lassen musste.
Damit hatte man auf einmal das Kuriosum, dass die c’t mehr Hefte verkauft als die Computer Bild, rechnet man nur die harten Auflagenzahlen Abo+Kioskverkauf zusammen: 253.934 verkaufte Exemplare bei der c’t gegen 253.114 Exemplare bei der Computer Bild. Ohne nur einen einziger Käufer zu gewinnen hat man es mit stringenter Heftlinie geschafft, Europas größtes Computermagazin zu werden. Eigentlich eine ganz schön komfortable Situation.

Ohne Not Probleme geschaffen
Letztendlich hätte man mit der Situation gut leben können, trotz der Auflagenverluste. Mit c’t Fotografie, Mac&i, und c’t Make stellte man dem Hauptheft in den letzten Jahre drei 9,90 Euro teure Schwesterpublikationen zur Seite. Gleichzeitig hat Heise eine so gute Reputation, dass sie sich es leisten können Anzeigenkunden ans Bein zu pinkeln und nur für ihre Leser zu schreiben. Herz, was willst du mehr?

Für das, was die beiden Chefredakteure zusammen mit der Hamburger Hipster-Agentur „zmyk“ verbrochen haben, braucht man eigentlich nicht viele Worte. „Strg+Z“ oder „Zurück zur letzten Version“ genügen. Aber wo bliebe denn da der Spaß?

Das Relaunch-Desaster
Stilistisch hat sich der Titel nicht verändert, eine bunte Farbe plus ein typisches c’t-Motiv. Allerdings gibt es neue Schriften. Egal wie lange man das Titelthema „Weg von Windows 10“ auch betrachtet, man kommt einfach nicht darüber hinweg zu glauben, die Schrift wäre in der Höhe ordentlich zusammengestaucht worden.

Das Editorial ist seit jeher in einer Monospace-Schriftart verfasst, als hätte man den Text auf einer Schreibmaschine verfasst. Bereits hier kam man nicht drum herum einen neuen Font zu nehmen. Dieser ist jetzt serifenlos und wenn man so möchte, das Gegenteil von dem, was man im Rest des Heftes abgezogen hat. Vor allem ist er eines: Dünner und noch schlechter lesbar.

Wenn sich das Inhaltsverzeichnis nicht bereits auf dem Cover befindet, sollte man dieses schön sauber auf einer Doppelseite gestalten, sämtliche Themen sauber auflisten und zusätzliche noch die Topthemen anfeaturen, damit man Lust auf mehr bekommt. Also genauso machen, wie es bis Ausgabe 08/2016 der Fall war. In der äußeren Spalte auf beiden Seiten die Gesamtauflistung, in den mittleren zusätzlich die Hauptthemen. Jetzt ist alles hintereinander weg aufgelistet und man hat das Gefühl, die drei angeteaserten Hauptthemen sind nur noch irgendwie mit reingestopft worden, um irgendwie den Platz zu füllen. Es lädt jedenfalls nicht mehr zum Stöbern ein, sondern will nur noch überblättert werden – leisten wir dem Drang doch mal Folge.

Beim Newsteil angekommen drängt sich sofort die brennende Frage auf, was denn zur Hölle hier passiert ist. Dass er ein wenig stärker bebildert ist, lässt sich durchaus verschmerzen, auch wenn dadurch natürlich ein wenig Text flöten geht. Allerdings möchte man beim neuen Artikeleinstiegsdesign gleich selbst Hand anlegen und als allererstes den Rahmen des Einstiegsbildes aufziehen. Das ist ein wenig nach Innen eingerückt, was irgendwie falsch und nicht nach gewolltem Designelement aussieht. Blättert man weiter im Heft, verhärtet sich dieser Gedanke, da kein System existiert wie weit die Bilder vom Rand entfernt sind und permanent Springen. Man könnte fast meinen, man hätte ohne Musterseiten gearbeitet. Anfängerfehler.

Je weiter man durchs Heft blättert, desto mehr drängt sich die Frage auf, ob die Gestalter des Layouts jemals etwas von „Absatzformaten“ gehört hat. Headline und Subline-Texte ändern sich permanent in der Größe, jedoch ohne den Eindruck zu erwecken, es wäre ein gewolltes Gestaltungsmittel. Der Platz bestimmt, wie etwas aussieht. Artikelgestaltung aus einem Guss ist ja so spießig.

Das Prozessorgeflüster ist hat einen gefühlt in 10% Cyan getauchten Hintergrund bekommen, der voll nach 90er Jahren aussieht – nur noch ein Verlauf nach Weiß fehlt. Nebenbei gibt es wieder eine völlig sinnfrei ins Heft eingerückte Headline und darunter einen fast faustgroßen Weiß… ähm Blauraum zum Atmen, bevor der Artikel anfängt.

Bisher wechselten sich im Newsteil ein drei- und vierspaltiges Layout ab. Das hatte den Vorteil, dass man relativ problemlos jedes Anzeigenformat unter bekam. Jeder der schon mal das „Vergnügen“ hatte ein zweispaltiges Layout zu setzen, weiß wie das aussieht, wenn eine drei Spalten breite Anzeige reinkommt – richtig scheiße. Auf Seite 27 und 39 findet man solche Lehrbuchbeispiele.

Dass man jetzt auf ein zwei bzw. dreispaltiges Newslayout setzt, führt neben dem negativen optischen Aspekt leider auch zu einem Inhaltlichen. Es passen schlicht weniger Artikel auf die Seite, die dezent größere Schrift tragen ihr Übriges dazu bei. Die großen Weißräume zwischen den Meldungen, ich vergaß – die Luft zum Atmen, sorgen ebenfalls für Informationsverlust. Gleichzeitig ist es optisch so schlecht gemacht, dass man neuerdings Trennlinien einsetzen muss, da die Meldungen sonst trotz der gigantischen Abstände ineinander verfließen.

Die Kurztests, die bisher informativer waren als bei so manchem Heft das Titelthema verdienen nun endlich ihren Namen – sie sind viel kürzer. Endlich mehr Platz für Bilder und nicht für diesen doofen Text.

Eine Frage des Einstiegsbildes
Bei Produkttests setzte man bisher auf freigestellte, d.h. von ihrem Hintergrund befreite, Produktfotos. Das war ansehnlich und einheitlich. Was man jetzt gemacht hat, entspricht keiner klaren Linie mehr. Mal sieht man den hellgrauen Original-Fotohintergrund, mal hat man wiederum sich die Mühe gemacht ein Produkt freizustellen, um es dann vor dunkelgrau, Windows 95 grün oder Windows 95 grün, Farbton 30% zu setzen.

Gipfel von Hässlichkeit und Platzverschwendung ist allerdings Seite 76-77. Einen zweiseitigen Artikeleinstieg, auf dem lediglich Headline, Subline und die Themen der kommenden Seiten aufgelistet sind, hat man in der c’t noch nicht gesehen. Und vor allen Dingen nicht gewollt. Nebenbei kommt hier auch richtig das neue Einstiegsbilddesign zum Tragen. Bisher gab es leicht trashig aussehende, aber stets liebevoll und individuell gestaltete 3D-Renderings im unverwechselbaren c’t-Design. Diese waren sogar so erfolgreich, dass sie ganze Kalender zierten.
Jetzt sind die Artikelaufmacher im Look der verhassten Windows 8-Kacheloptik gestaltet. Das sieht nicht nur scheiße aus, sondern ist auch eine enorme Zeitersparnis. So lässt sich ein Einstiegsbild für einen Artikel in weniger als fünf Minuten gestalten – es dauert nicht mehr Stunden.

Eine Frage der Details
Neu ist z. B. eine kleine Spielerei unter den Seitenzahlen. Bei langen Artikel hat man hier kleine Fortschrittkästchen, die Anzeigen, wie viele Doppelseiten man noch vor sich hat. Ganz nett die Idee, wenn’s auch nicht wirklich was bringt und fehleranfällig ist. Furchtbar sind auch bei Produktvergleichstests die neuerdings mit grau hinterlegten Kästen, die dem Auge wohl als Orientierung dienen sollten. Davon ab, dass es altbacken wirkt: Vor dem neuen Layout hat das Auge keine Orientierungshilfe benötigt, da es sich optisch von alleine ergeben hat.
„Hübsch“ sind auch die Buchkritik-Seiten geworden. Statt drei einspaltiger Kritiken befinden sich nun nur noch zwei im dreispaltigen Layout auf einer Seite. Man hat also das Kunststück fertig gebracht trotz kleinerer Bilder durch die neue Anordnung 33% weniger Inhalt auf einer Seite unterzubringen – Respekt, das muss man erstmal hinbekommen.

Ich habe immer sehr bedauert, dass Heise nie eine „c’v“ – Magazin für Computer und Videospiele gemacht hat. Jetzt im neuen Layout bekommen die Spieletests endlich etwas mehr Platz eingeräumt. Zumindest in der Theorie, denn statt Halbseiter gibt es jetzt Einseiter. In der Praxis gibt es neuerdings eine fast halbe Seite Einstiegsbild, sodass am Ende vielleicht drei Sätze gewonnen wurden.

Selbst die Vorschauseite hat man in der optischen Gestaltung vergeigt – hier ist der Text noch breiter als bei den zweispaltigen Standardseiten – von komfortablem Lesen keine Spur.

Fazit
Was die c’t-Chefredakteure und die Agentur „zmyk“ hier an „Arbeit“ abgeliefert haben ist an Stümperhaftigkeit kaum zu überbieten – das bekommen selbst Mediengestalter Lehrlinge im ersten Lehrjahr besser hin. Das Feedback in den Heise-Foren ist ähnlich vernichtend. Bis auf einen einzigen Beitrag sind allen anderen ausschließlich negativ. Und obwohl das Heft statt zuletzt 196 nun 212 Seiten hat, steht viel weniger drin – fleißige Leser haben das mit PDF2TXT bereits auszählen lassen.

Setzen, 6.

Update
Ich erhielt am 20.04. um 17.18Uhr eine E-Mail von c’t-Chefredakteur Johannes Endres. Dieser nimmt Artdirectorin Bettina Keim ausdrücklich in Schutz. Sie habe das Konzept nicht entwickelt. Es sei in Zusammenarbeit der beiden Chefredakteure mit der Agentur zmyk entstanden. Für die Darstellung als „Verantwortliche“ möchte ich mich bei Frau Keim an dieser Stelle ausdrücklich entschuldigen.

ABC-Zahlen 2014 – Blick auf die britischen Spielehefte

Nach einem langen Jahr gibt es wieder neue Verkaufszahlen der britischen Spielehefte. Wobei, ganz korrekt ist die Aussage nicht, denn einzig die Titel von Future Publishing sind in der ABC geblieben. Der Mitbewerber Imagine Publishing hat es vorgezogen keine Verkaufszahlen mehr zu veröffentlichen und ist aus der ABC ausgetreten.

Damit es dennoch ein wenig Abwechslung gibt, gebe ich euch an dieser Stelle einen Überblick über (fast) alle aktuellen britischen Spielehefte, ob mit ABC-Zahlen oder ohne. Den britischen Heften geht es ähnlich schlecht, wie den deutschen. So wurden auch hier Umfänge zusammengestrichen, die Preise erhöht und Future Publishing hat auch die eigenen Webauftritte eingedampft und überwiegend die Hefte in Games Radar integriert.

 

Nintendo-Magazine

Mit Einstellung der „Nintendo Official Magazine“ existiert dieses Segment nicht mehr.

 

PlayStation-Magazine

Play #253Play
Verlag: Imagine Publishing
Preis: £ 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 11/1995
Ausgaben derzeit: #253
Webseite: play-mag.co.uk
Facebook: PlayMagazineUK
Twitter: @PlayMag_UK

Playstation Official Magazine UK #107Playstation Official Magazine UK
Verlag: Future Publishing
Preis: £ 5,99
Ausstattung: 116 Seiten + Beilagen
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 13/2006
Ausgaben derzeit: #107
Webseite: gamesradar.com/opm
Facebook: OfficialPlayStationMagazine
Twitter: @OPM_UK
Verkaufte Auflage 2014: 24.317 Exemplare
(-12,4%/-3.441 Exemplare) //zzgl. 3.265 E-Paper

 

Xbox-Magazine

XOne #121XOne
Verlag: Imagine Publishing
Preis: £ 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 09/2005
Ausgaben derzeit: #121
Webseite: xb1.co.uk
Facebook: XONEmagazine
Twitter: @XONE_Magazine

Xbox – The official Magazine #122Xbox – The Official Magazine
Verlag: Future Publishing
Preis: £ 5,99
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 09/2005
Ausgaben derzeit: #122
Webseite: gamesradar.com/oxm
Facebook: oxmuk
Twitter: @OXMUK
Verkaufte Auflage 2014: 25.337 Exemplare
(-29,5%/-10.624 Exemplare) //zzgl. 1.707 E-Paper

 

PC-Spiele-Magazine

PC Gamer #276PC Gamer
Verlag: Future Publishing
Preis: £ 5,99
Ausstattung: 132 Seiten + Beilagen
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 12/1993
Ausgaben derzeit: #276
Webseite: pcgamer.com/uk
Facebook: pcgamermagazine
Twitter: @pcgamer
Verkaufte Auflage 2014: 16.450 Exemplare
(-14,0%/-2.675 Exemplare) //zzgl. 2.826 E-Paper

 

Multiformat-Magazine

EDGE #277EDGE
Verlag: Future Publishing
Preis: £ 5,50
Ausstattung: 148 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 10/1993
Ausgaben derzeit: #277
Webseite: gamesradar.com/edge
Facebook: edgeonline
Twitter: @edgeonline
Verkaufte Auflage 2014: 11.735 Exemplare
(-18,2%/-2.616 Exemplare) //zzgl. 6.347 E-Paper

gamesTM #157gamesTM
Verlag: Imagine Publishing
Preis: £ 5,00
Ausstattung: 164 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 12/2002
Ausgaben derzeit: #157
Webseite: gamestm.co.uk
Facebook: gamesTM
Twitter: @gamesTMmag

Games Master #288Games Master
Verlag: Future Publishing
Preis: £ 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 01/1993
Ausgaben derzeit: #288
Webseite: gamesradar.com/gamesmaster
Facebook: officialgamesmaster
Twitter: @GamesMaster
Verkaufte Auflage 2014: 11.719 Exemplare
(-29,7%/-4.941 Exemplare) //zzgl. 1.130 E-Paper

Retro Gamer #138Retro Gamer
Verlag: Imagine Publishing
Preis: £ 4,99
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 1/2004
Ausgaben derzeit: #138
Webseite: retrogamer.net
Facebook: RetroGamerUK
Twitter: @RetroGamer_Mag

 

Kinder

110% Gaming #5110% Gaming
Verlag: DC Thomson & Co.
Preis: £ 3,99
Ausstattung: 52 Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 11/2014
Ausgaben derzeit: #5
Webseite: 110gaming.com
Facebook: 110gaming
Twitter: @110Gaming

Pocket World #165Pocket World
Verlag: Imagine Publishing
Preis: £ 4,99
Ausstattung: ??? Seiten
Erscheinungsweise: 13x jährlich
Erstausgabe: 01/2000
Ausgaben derzeit: #165
Webseite: pocket-world.co.uk
Facebook: pocketworldmag
Twitter: @PocketWorldMag

Robot
Ich konnte keinen Hinweis darauf finden, dass die Mitte 2014 gestartete UK-Ausgabe noch existiert.

Neu im Handel: Mac Gamer

Mac Gamer 01/2015Das kam unerwartet – ein neues Spielemagazin in gedruckter Form erblick das Licht der Welt. Mehr oder weniger unter dem Radar der Öffentlichkeit, außer man ist gerade auf Seiten wie Pressebox oder LivePR unterwegs bzw. ist auf selbige beim Suchen nach mehr Infos zum Heft gestoßen. Erhältlich ist das Magazin offenbar seit dem 20. Februar nur im Bahnhofsbuchhandel oder im Direktbezug, auf den einschlägigen Grosso- und Presseseiten sucht man nach Mac Gamer vergeblich.

Wer macht’s?

Verantwortlich zeichnet sich Wolfgang Meck – zwischen 2002 und 2006 hat er bereits das gedruckte Retro Magazin herausgegeben. Zusätzlich beteiligt sich Enno Conners (bekannt durch GO64 und Retro) als Herausgeber.

 

Was ist drin?

News, Games, Tests und Retro werden als Themen versprochen – dass man davon allerdings nicht allzu geliefert bekommt, sieht man bereits, bevor man das Heft in die Hand nimmt. Für seine € 3,95 bekommt man gerade einmal 20 Seiten geliefert, weswegen auch schon fast gesamte Inhaltsverzeichnis auf dem Cover Platz findet.

Für die Retrofreunde gibt es ein Wiedersehen mit Tikwas Space-Rat-Comic (S. 2) und Maskottchen „Ziggy“ darf auch gleich für den Award herhalten. Auf den Seiten 4-5 folgt der obligatorische Newsteil mit Nachrichten, wie MS-Dos-Games jetzt im Browser spielen.

Danach folgt der Testteil, in dem eine Hand voll aktuellere Spiele (u.a. Football Manager 2015, Civilization Beyond Earth) vorgestellt werden. Gerade bei den Einseitern stören die nichtssagenden Einstiegsbilder, weitere Bilder, die mehr vom Spiel vermitteln gibt es leider nicht. Die Texte sind allenfalls Standardkost und die berühmte Phrase „Anhänger von XYZ können bedenkenlos zugreifen“ darf natürlich auch nicht fehlen.

Der zweite Teil der Testrubrik besteht aus einem Remake (Castle of Illusion), einer Neuauflage (Superfrog HD)… und einem C64-Spiel (Powerglove), welches sich auf dem Mac zocken lässt.

Auf Seite 17 wird dann schon analog und ohne Mac gespielt (Slotter, Tipp-Kick) und auf Seite 18 und 19 gibt es ein Retro Games-Lexikon von Christian Wirsing „Autor des ‚Großen Lexikons der Computerspiele’“ – dann ist das Heft auch schon wieder vorbei.

 

Wie gefällt’s?

Schwierige Frage, ehrliche Meinung: Mich hat’s nicht angesprochen, dafür bietet das Heft einfach viel zu wenig Inhalt. Für umsonst wären 20 gedruckten Seiten okay, bei einem Preis von € 3,95 muss schon ein wenig Mehrwert geboten werden. Das tun ein Tikwa-Comic, einige Newsschnipsel und eine sehr kleine Testauswahl eben nicht. So bekommt man tatsächlich den im Editorial erwähnten Eindruck, mit einem Mac könne man nicht spielen. Heft #2 soll am 22. Mai 2015 erscheinen, bis dahin gibt es eine Menge zu tun.

P.S.
Egal wie oft ihr „Deutschland erstes Spielemagazin für den Mac“ schreibt – für diesen Titel seid ihr ein paar Jahre zu spät dran. Falke Medias „Mac Games“ erschien bereits am 5.12.2006. Sorry Jungs.

 

Daten und Fakten:

Start: 20. Februar 2015
Erstausgabe: 01/2015
Verlag: mc-arts Einzelfirma/CSW-Verlag
Segment: Mac-Spielemagazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: € 3,95
Ausstattung: 20 Seiten
Herausgeber: Wolfgang Meck, Enno Conners
Druckauflage: k.A.
Webseite: Mac Gamer
Facebook: MacGamerMagazin

Neu im Handel: 5! Games

Im „Wachstumssegment“ der Kinderhefte (Bravo Screenfun, K-Club, FOR, Kids Zone, Neox, Mega Hiro) gibt es seit einiger Zeit mit „5!“ einen noch am Markt befindlichen Mitspieler aus dem Hause „Blue Ocean“. Dieser hat mit „5! Games“ Anfang November eine Sonderheftreihe spendiert bekommen, Magaziniac hat sich das Ergebnis angesehen.

5! Games ist ein ganz klassischen Kinder-Magazin mit einer anvisierten Zielgruppe von 5-10jährigen Jungen und genau so ist es aufgebaut. Für € 3,99 bekommt man eine Plastiktüte mit einem Star War Rebels-Stickeralbum, einer Star War Rebels-Stickertüte, zwei Disney Infinity-Bonusmünzen und einer Lego Chima Online Touchcard. Ein Heft mit 36 Seiten befindet sich natürlich auch noch mit im Beutel.

 

Heftinhalt:

5! Games #1Auf den Teils in nicht optimaler Druckqualität bedruckten Seiten lässt sich folgender Inhalt finden: Ein Inhaltsverzeichnis, eine Doppelseite News, die Vorstellung der Star Wars Rebels-Figuren, 5 Tests zur Star Wars iOS-Spielen mit nahezu unlesbar kleiner Endwertung (10er-System im Tacho-Design mit rund 1mm hohen Wertungszahlen), die Vorstellung des neusten Smash Brothers, 5 Tipps für Pokemon Y, 5 Figuren aus Skylanders Trap Team im Kultcheck, die Marvelhelden in Disney Infinity 2.0, zwei Doppelseiten mit Postern, noch mal Skylanders, drei drittelseitige Spieletests ohne Wertung, eine Doppelseite Legospiele, eine Seite Pikachu, eine Seite Heftzeugnis mit Gewinnspiel, eine Doppelseite welche Spiele man sich zu Weihnachten wünschen könnte und zu guter letzt eine Seite mit drei schlechten Witzen, dem Impressum und Werbung fürs Hauptheft. Außerdem zwischen den Inhaltsseiten verteilt: drei Seiten mit Eigenwerbung.

 

Meinung:

Die Texte dürften die kürzesten sein, die sich am Markt finden lassen. Sowohl im Vergleich mit „Game Master“ als auch mit „Robot“ zieht „5! Games“ hier klar den kürzeren. Als mittlerweile 26jähriger den Inhalt eines Kinderheftes zu beurteilen ist natürlich auch ein wenig witzlos – gehe ich allerdings 16 Jahre zurück in meiner Magazingeschichte, habe ich in dem Alter bei meinem Nachbarn mit „Bravo Screenfun“ und „Word of PlayStation“ allerdings vollwertige Spielemagazine gelesen, die für einen deutlich geringeren Preis deutlich mehr Inhalt geboten haben – nicht nur auf die pure Seitenzahl bezogen.

Die Optik ist quietschbunt und passt zum Heft. Bei der Wahl von Logo-, Cover- und Headlineschrift teilt der Layouter meinen Geschmack – es handelt sich dabei um eine Schrift namens Crillee, die CyPress für das letzte Layout der „fun generation“ nutze und ebenfalls das Magaziniac-Logo ziert.

 

Daten und Fakten:

Start: 06. November 2014
Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Blue Ocean Entertainment AG
Segment: Kinder-Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: sporadisch
Copy-Preis: € 3,99
Ausstattung: 36 Seiten + diverse Beilagen
Chefredakteur: Simon Peter
Druckauflage: 80.000 Exemplare (Verlagsangabe)
Webseite: 5! Games

Neu im Handel: Robot

Robot 01/2014Es geschehen noch Zeichen und Wunder oder so ähnlich. Schlecht durfte jedenfalls der geneigte Leser nicht staunen, als er am 28. November 2014 am Kiosk zu den Spieleheften schaute und dort ein neues Magazin erblicken durfte. Das gute Stück trägt den Namen „Robot“ und soll uns zukünftig jeden Monat beglücken. Allzu viel erwarten sollte der erwachsene Leser allerdings nicht, denn das Heft hält, was der Titel verspricht: Es ist ein Spielemagazin für die ganz junge Zielgruppe. Plastikspielzeug als Beilagen gibt es nicht, dafür bekommt man für seine € 3,90 ein paar Seiten mehr, nämlich ganze 52. Diese sind immerhin komplett werbefrei. Der Umschlag ist dick und mit UV-Lack veredelt, die Papierqualität ist deutlich besser als von den gewöhnlichen Spielemagazinen – Weiß ist keine gräuliche Pampe und die Farben kommen auch frisch und knallig zur Geltung. So lassen sich auch kleine Texte gut lesen und die weiße Schrift vermatscht nicht.

Ganz taufrisch ist Robot allerdings nicht – der hierzulande wenig bekannte Verlag Reset Media gibt die Zeitschrift bereits seit 2010 in Schweden und seit Juni ’14 auch in England heraus. Robot ist demnach ein übersetztes Heft. Kristian Metzger (ehemals Herausgeber der [ple:] und Chefredakteur von Eurogamer.de) und Maxi Lange zeichnen sich für die Lokalisierung verantwortlich. Vom ziemlich verhunzten Editorial und kleinen Inkonsistenzen bei der Leseranrede abgesehen ist ihnen das ganz gut gelungen.

 

Inhalt

Los geht’s mit einem achtseitigen Minecraft-Artikel. Dieser enthält Tipps zum Umgang mit Pferden, Verteidigungsstrategien gegen Monster, Infos zu Verzauberungen, sowie einige Infos zu verfügbaren Mods und Neuerungen von Patch 1.8. Redakteure hat das Heft direkt nicht, diese verstecken sich hinter Manga-Charakteren – und haben selbstverständliche ihre Doppelseite mit einem wilden Abenteuer. Anschließend folgt eine Doppelseite mit „Neuigkeiten“, wie dem Verkauft von Minecraft an Microsoft.

Nach einer weiteren Doppelseite Einstieg folgt das Herzstück eines jeden Spieleheftes, der Testteil. Zielgruppengerecht gibt es keine Fließtexte, sondern nur einzelne Kästchen, die mit Text gefüllt sind. Die Testlänge variiert von maximal 4 Seiten für Super Smash Brothers 3DS hin zu Halbseitern, wie bspw. Sims 4. Bei den großen Tests werden zusätzlich zur Endwertung noch Aussehen, Sound, Steuerung und Langzeitmotivation einzeln in Prozent bewertet, Kurztests enthalten nur eine kurze Spielbeschreibung, Redakteursfazit und die Endwertung.

In die Mitte des Heftes ist das obligatorische Doppelposter eingeheftet. Der nächste nach dem Testteil folgende Schwerpunkt sind die neuen Skylanders-Figuren „Traps Masters“. Was dann folgt, hat man schon lange nicht mehr in Spieleheften gesehen, einen kurzen Tipps-Teil mit Hotline. Du kommst nicht weiter? Mail uns deine Frage… Mittlerweile sind wir schon auf Seite 40 angekommen und dürfen uns über ein paar Cosplay-Bilder nebst Interview freuen. Auf den letzten Seiten des Heftes werden nun noch die auf dem Cover angepriesenen Handy- und Tabletspiele abgefrühstückt, zur Bewertung darf ein 5er-System ran, bevor eine noch eine Doppelseite zu den neusten Pokémon-Spielen folgt.

Nun hat man es endlich geschafft, lässt sich noch erklären, dass Nintendos Virtual Boy sich nicht durchgesetzt hat, weil a) die 3D-Technologie damals noch neu und Fremd war und b) nur wenige gute Spiele gemacht wurden. Ah ja. Nachschlag mit Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir als Titelstory soll es dann am 23. Dezember geben.

 

Fazit:

Recht hübsch aufgemachtes Spieleheft für Kinder – ich wüsste allerdings nicht, wer das Heft kaufen sollte. Titel wie Kids Gamer oder FOR sind sicher nicht wegen ihrer großen Kioskerfolge verschwunden und auch Paninis Game Master hat mit massiven Auflagenverlusten zu kämpfen. Wer mag auf einen kompletten Jahrgang 2015 mit 10 Ausgaben wetten? ;-)

 

Daten und Fakten:

Start: 28. November 2014
Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Reset Media AB
Segment: Kinder-Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Copy-Preis: € 3,90
Ausstattung: 52 Seiten
Chefredakteur: Pär Villner
Druckauflage: k.A.
Webseite: robotmagazin.de (derzeit nur für Mailkontakt eingerichtet)

ABC-Zahlen 2013 – Blick auf die britischen Spielehefte

Was den deutschen Heften ihre IVW ist den britischen Magazinen die ABC. Am Donnerstag kamen die frischen Zahlen fürs abgelaufende Kalenderjahr. Im Gegensatz zu unseren vierteljährlichen Quartalszahlen gibt es bei der ABC zwei Veröffentlichungsrhythmen – halbjährlich und jährlich. Da auch die Hefte aus dem Königreich an massivem Auflagenverlust leiden, sind alle Spielemagazine auf jährliche Verkaufszahlenveröffentlichungen umgestiegen. Im Gegensatz zu ihrem deutschen Pendant kann man bei der ABC nur die jeweils aktuellen Verkaufszahlen eines Heftes einsehen – den Zugriff aufs Archiv lässt sich der Auflagentüv fürstlich entlohnen. Hat man sich nicht die PDF mit den Auflagenlisten gespeichert, hat man demzufolge Pech, wenn man alte Zahlen nachschlagen möchte.
Imagine Publishing weist für seine Konsolen-Magazine keine Digitalverkäufe aus. Wenn bei den Magazinen von Future Publishing vorhanden, werden diese mit „zzgl.“ angegeben. Damit bleibt die Vergleichbarkeit erhalten. Hinzukommt, dass die ABC ihre Auflagenzahlen für 2013 anders kommuniziert – 2012 waren die E-Paper-Verkäufe noch nicht in den Gesamtverkäufen enthalten, inzwischen werden sie mit dazugezählt, die Auflage aber auch noch mal ohne ausgewiesen. Druckauflagen werden nicht kommuniziert.

 

Nintendo-Magazine

Official Nintendo Magazine #105Nachdem Future Publishing den Schwestertitel Nintendo Gamer Im Jahr 2012 platt gemacht hat, sieht die Situation bei den Nintendo-Heften ähnlich aus, wie bei uns in Deutschland. Es gibt nur noch ein Heft, welches sich ausschließlich dem Thema Nintendo widmet und das ist das „Official Nintendo Magazine“ von Future Publishing. Es kostet £ 4,50 und erscheint vierwöchentlich (13x pro Jahr). Obwohl es keinerlei Mitberwerber mehr hat, verliert es weiterhin massiv an Auflage. Ursprünglich startete das Heft bei EMAP im Jahr 1992, wechselte im Jahr 2006 aber zu Future. Mit neuem Namen und Team startete die Nummerierung wieder bei #1.

Verkaufte Auflage Official Nintendo Magazine:
2012: 25.530
2013: 18.743 (-26,6%/-6.878 Exemplare)

 

PlayStation-Magazine

Für die Sony-Konsolen gibt es noch zwei Magazine.

Play #240„Play“ von Imagine Publishing – Europas ältestes PlayStation-Magazin, welches im Oktober 1995 startete und zeitweise mehr als 90.000 Exemplare verkaufte. £ 4,99 werden für das 100-Seiten-Heft veranschlagt. Eine DVD liegt bei, ab und an gibt es auch kleine Büchlein oder Poster beigelegt. Die Verpackung im „Gadget-Bag“ ist jedoch nicht mehr Standard. Mit Ausnahme vom Jahr 2013 (laut ABC) erscheint es vierwöchentlich (13x pro Jahr). Bleibt zu hoffen, dass mit dem PS4-Launch die Auflagenzahlen wieder steigen, wäre schade nach so langer Zeit um das Heft. Als Randinfo: 1998/1999 basierte die deutsche PowerStation auf der Lizenz der Play.

Verkaufte Auflage Play:
2012: 10.065
2013: 7.668 (-23,8%/-2.397 Exemplare)

Playstation Official Magazine UK #94Von Future Publishing kommt „Playstation Official Magazine UK“. Es kostet £ 5,99, die Demo-Blu-ray wurde mit Ausgabe 7/2013 abgeschafft. Stattdessen kommt das Heft im „Gadget-Bag“ dem z. B. Poster, Postkarten oder Schlüsselanhänger beiliegen. Mit dem Heftlaunch 2008 verabschiedete man sich von dem Konzept jede Sony-Konsole mit einem eigenen Heft zu begleiten, so gibt es mit dem PlayStation-4-Start kein eigenes Magazin mehr und die Nummerierung wird fortgesetzt. Aktuell ist demnach Ausgabe 94.

Verkaufte Auflage Playstation Official Magazine UK:
2012: 30.204 // zzgl. 1.320 E-Paper
2013: 27.758 (-9,8%/-2.446 Exemplare) // zzgl. 2.215 E-Paper

 

Xbox-Magazine

Microsofts Xbox wird mit drei Heften beglück.

One Gamer #137Das erste aus dieser Reihe ist „One Gamer“ von Uncooked Media. 2005 erschien er erstmalig unter dem Namen „360 Gamer“. Bis einschließlich 2012 kam es dreiwöchentlich (17x pro Jahr). Inzwischen kostet das Heft£ 3,99, hat 132 Seiten Umfang und kommt vierwöchentlich in den Handel. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern gibt es keine beigelegten Extras, die den Heftpreis hochtreiben. Die ABC-Mitgliedschaft wurde beendet, die letzten Zahlen stammen von 2012.

Verkaufte Auflage 360 Gamer:
2012: 9.683

XOne #107Der zweite Xbox-Titel stammt von Imagine Publishing. Das Heft startete 2005 unter dem Namen „X360“. 2012 wurde, wie es so schön heißt, der Schwestertitel „360“ ins Heft intergriert. „XOne“ kostet £ 4,99, kommt im „Gadget-Bag“ und erscheint vierwöchentlich (13x pro Jahr). In Teilen kann einem das Heft bekannt vorkommen, die ersten Ausgaben von Richard Löwensteins 360 Live aus den Jahren 2005/2006 basierten auf der X360-Lizenz.

Verkaufte Auflage XOne:
2012: 15.609
2013: 12.594 (-19,3%/-3.015 Exemplare)

Xbox – The official Magazine #109Wie gewohnt kommt von Future Publishing das offizielle Konsolenmagazin. „Xbox – The official Magazine“. Die Umbennung vom Ursprugstitel „Xbox 360 – The official Magazine“ fand mit Ausgabe 105 bzw. 12/2013 statt. Damit gab es einen fließenden Übergang zwischen den Konsolengerationen. Im Gegensatz dazu wurde beim Wechsel von der Xbox zur Xbox 360 noch ein neues Heft gestartet. Ebenfalls verschwand mit der Umbennung die Demo-Disc. Nummer #104 war damit das letzte offizielle Konsolenmagazin mit Demo-Datenträgerbeilage. £ 5,99 werden alle vier Wochen (13x pro Jahr) für das Heft im „Gadget-Bag“ mit Poster, Postkarten etc. fällig.

Verkaufte Auflage Xbox – The official Magazine:
2012: 45.314 // zzgl. 1.368 E-Paper
2013: 35.961 (-25,1%/-9.353 Exemplare) // zzgl. 1.558 E-Paper

 

PC-Spiele-Magazine

PC Gamer #263Die Briten sind nicht die allzu größten Fans von PC-Spieleheften. Lange vor dem letzten großen Sterben der Konsolenhefte hatte sich die Anzahl der Magazine auf eins reduziert, Future Publishings „PC Gamer“. Das Heft kommt alle vier Wochen (13x pro Jahr) in den Handel und kostet £ 5,99. Eine Cover-Disc gibt es bereits seit Ausgabe 11/2011 nicht mehr, stattdessen gibt es Download-Codes für DLC oder Vollversionen.

Verkaufte Auflage PC Gamer:
2012: 21.272 // zzgl. 3.241 E-Paper
2013: 19.125 (-10,1%/-2.147 Exemplare) // zzgl. 2.929 E-Paper

 

Multiformat-Magazine

Play #264Zur „Edge“ muss man wohl nicht allzu viele Worte verlieren. Hoch geschätzt in den Internforen, überall auf der Welt mal als Lizenzausgabe erschienen und letztlich immer wieder nach kurzer Zeit eingestellt worden. Computec unternimmt zurzeit in Deutschland einen neuen Anlauf mit einer ausschließlich digitalen Ausgaben. Die britische Edge kostet gedruckt £ 5,00 und kommt alle vier Wochen (13x pro Jahr)

Verkaufte Auflage Edge:
2012: 16.849 // zzgl. 3.636 E-Paper
2013: 14.351 (-14,8%/-2.498 Exemplare) // zzgl. 6.134 E-Paper

gamesTM #144Der Gegenspieler von „Edge“ ist „gamesTM“. Kostet ebenfalls £ 5,00 und kommt auch alle vier Wochen (13x pro Jahr), wobei es laut ABC 2013 nur 12 Ausgaben gab im Prüfungszeitraum. Das Heft ursprüngliche als Alleinstellungsmerkmal einen Umfang von Dauerhaft 180 Seiten. Aufgrund der Tatsache, dass die Auflage sich innerhalb der letzten Jahre auch praktisch halbiert hat, wurde dieser auf 164 Seiten zurückgefahren. Da Inhalt und Aufmachung des Heftes sehr hochwertig und abwechslungsreich sind, gab es bereits mehrfach Lizenzausgaben. Sowohl die deutsche (zwei Anläufe) als auch die niederländische Ausgabe konnten sich jedoch nicht am Markt behaupten.

Verkaufte Auflage gamesTM:
2012: 12.608
2013: 12.619 (+0,01%/+11 Exemplare)

Games Master #274„Games Master“ ist ein quietschbunter Multiformat-Titel, der von Ende 2005 bis Mitte 2006 unter dem Namen „CVG“ von Computec auch als Übersetzung in Deutschland erschien. Auf der Insel erscheint das Heft bereits seit 1993 und war auch mal richtig groß von den Auflagenzahlen, ist inwzwischen aber auch deutlich unter die 20.000er-Marke gefallen. £ 4,50 werden alle vier Wochen (13x pro Jahr) fällig. Das Heft kommt in einem „Gadget-Bag“ mit verschiedenen Zugaben, wie Poster, Sticker, Downloadcodes etc.

Verkaufte Auflage Games Master:
2012: 18.624 // zzgl. 919 E-Paper
2013: 16.660 (-10,5%/-1.964 Exemplare) // zzgl. 832 E-Paper

Retro Gamer #125Zur „Retro Gamer“ von Imagine Publishing werden keine Auflagenzahlen veröffentlicht. Dass 2004 mal eine Druckauflage von 40.000 genannt wurde, hilft nach Verlagswechsel, Konteptionsänderungen und letztlich zehn Jahre später nicht wirklich. Aktuell ist das Heft unter gleichem Namen als vierteljährliche Lizenz-Ausgabe von der Heise-Verlag-Tocher eMedia zu haben.

Quellen Zahlen: ABC.org.uk
Quellen Bilder: Imagine Publishing, Future Publishing, Uncooked Media

consol.MEDIA meldet Insolvenz an

So viel also zum Thema, man könne den consol.media-Verlag ersteigern bzw. kaufen. Wollte offensichtlich niemand, deswegen gehen im Printbereich die Lichter aus.

Wien, 28.10.2013 – Nach dem Scheitern der Gespräche über eine Übernahme bzw. einem strategischen Investor, hat die im März des Jahres 2005 gegründete consol.MEDIA Verlags GmbH, am 28.10.2013 die Insolvenz beantragt.

Die Online-Dienste des Verlages werden bis auf weiteres fortgeführt. Wir empfehlen aber allen Usern, Blogbeiträge und ähnliches zu sichern! Die aktuellen Print-Ausgaben können aus gegebenem Anlass nicht mehr produziert werden.

Die Teams der Redaktionen von consol.AT, consolPLUS, c4, Gamers.at, GamersPLUS, Gamers Free2Play & Comic-Hive bedanken sich bei allen treuen Lesern & Partnern!

Weitere Informationen liefert unser Special-Podcast, sobald verfügbar in den nächsten Tagen.

Michael Furtenbach, Redaktionsdirektor sagt frei nach Douglas Adams: „Macht’s gut, und danke für den Fisch!“

Quelle

Einen Rückblick gibt es außerdem von consalex. Hörenswert ist ebenfalls der Abschiedspodcast.

Update 07.11.2013
Heute ging eine Mail an die Abonnenten raus. Um es kurz zu machen, die Kohle für die Abonnements ist weg. Oft sichern sich andere Verlage die Abokartei, so bekamen PC Joker- und PC Player-Abonnenten damals die GameStar als Ersatz, PSM2-Abonnenten die play THE PLAYSTATION. Bei consol.media ist dies offensichtlich nicht geschehen. Im Zuge des Insolvenzverfahrens kann man seine Ansprüche geltend machen – das kostest aber 22 Euro. Angesicht der Tatsache, dass man am Ende eh nur einen kleinen Betrag X aus der Konkursquote bekommt, würde man in jedem Fall draufzahlen.

Spielehefte am Kiosk 2013 – Eine Sichtung des Bestandes – Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil der Magaziniac-Serie über die aktuell erhältlichen Spielemagazine in Deutschland. Behandelt werden die Titel in den Bereichen PC-Spiele, MMO, das wachsende Retro-Segment, sowie all jene Titel, die sich nicht mehr einen typischen Genre zuordnen lassen.

 

PC-Spiele:

GamersPlus

GamersPlus #35Chefredakteur: Thomas Cap
Verlag: consol.Media Verlags GmbH
Preis: € 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 8x jährlich
Erstausgabe: 01/2008
Ausgaben derzeit: #35
Webseite

 

GameStar

GameStar 07/2013Chefredakteur: Michael Trier
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 5,50
Ausstattung: 132 Seiten, DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1997
Ausgaben derzeit: #190
Webseite

 

PC Games

PC Games 06/2013Chefredakteurin: Petra Fröhlich
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,50
Ausstattung: 132 Seiten, DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/1992
Ausgaben derzeit: #250
Webseite

 

MMO:

Buffed

Buffed 05+06/2013Chefredakteur: Alexander Geltenpoth
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 09+10/2007
Ausgaben derzeit: #35
Webseite

 

GameStar MMO Magazin

GameStar MMO Magazin 02/2013Chefredakteur: Michael Trier
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,99
Ausstattung: 164 Seiten
Erscheinungsweise: 4x jährlich
Erstausgabe: 01/2008 (als eigenständiges Heft)
Ausgaben derzeit: #49
Webseite

 

PC Games MMore

PC Games MMore 06/2013Projektleiter: Dirk Gooding
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 6,99
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #64
Webseite

 

Retro:

Chip PowerPlay

Chip PowerPlay 02/2013Chefredakteur: Stephan Goldmann
Verlag: Hubert Burda Media
Preis: € 8,90
Ausstattung: 132 Seiten, DVD-9
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2013
Ausgaben derzeit: #2
Webseite

 

Load

Load 01/2012Chefredakteur: ?
Herausgeber: Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.
Preis: kostenlos (Schutzgebühr € 3,00; nur Direktbezug)
Erscheinungsweise: jährlich
Erstausgabe: 01/2012
Ausgaben derzeit: #1
Webseite

 

Retro

Retro #27Chefredakteur: Dr. Stefan Höltgen
Verlag: CSW-Verlag
Preis: € 6,95 (Nur Abo/Direktbezug, Bahnhofsbuchhandel)
Ausstattung: 92 Seiten
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #27
Webseite

 

Retro Gamer

Retro Gamer 03/2013Chefredakteur: Wolfgang Koser
Verlag: eMedia GmbH
Preis: € 9,90
Ausstattung: 180 Seiten
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 01/2012
Ausgaben derzeit: #3
Webseite

 

Return

Return #14Chefredakteur: Frank Erstling
Herausgeber: SIGN SET Werbegrafiken
Preis: € 5,50 (Nur Abo/Direktbezug, zzgl. Porto)
Ausstattung: 80 Seiten
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Erstausgabe: 10/2009
Ausgaben derzeit: #14
Webseite

 

Sonstige:

AGM

AGM #12Chefredakteur: Mikis Wesensbitter
Verlag: AGM GbR
Preis: € 5,00 (Nur Abo/Direktbezug, Bahnhofsbuchhandel)
Ausstattung: 116 Seiten
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 01/2011
Ausgaben derzeit: #12
Webseite

 

Die Sims – Das offizielle Magazin

Die Sims – Das offizielle Magazin 03/2013Chefredakteur: Michael Trier
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,99
Ausstattung: 100 Seiten, DVD
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #24
Webseite

 

Elektrospieler

Elektrospieler #15Chefredakteur: Robert Bannert
Verlag: Agentur Ratz
Preis: € 5,00 (Nur Abo/Direktbezug, Bahnhofsbuchhandel)
Ausstattung: 92 Seiten, Artbook-Optik
Erscheinungsweise: sporadisch
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #15
Webseite

 

Making Games Magazin

Making Games Magazin 03/2013Chefredakteur: Heiko Klinge
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 6,90 (Nur Abo/Direktbezug, Bahnhofsbuchhandel)
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2005
Ausgaben derzeit: #36
Webseite

 

Multimania

Multimania #43Chefredakteure: Lutz Granert, Martin Schneider
Verlag: Devil Inc. Presseverlag
Preis: € 4,50 (Nur Abo/Direktbezug, Bahnhofsbuchhandel)
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 6x jährlich
Erstausgabe: 03/2005
Ausgaben derzeit: #43
Webseite

 

WASD-Magazin

WASD-Magazin #2Chefredakteur: Christian Schiffer
Herausgeber: Verlag Sea of Sundries
Preis: € 14,50 (Nur Direktbezug, zzgl. Porto)
Erscheinungsweise: halbjährlich
Erstausgabe: 01/2012
Ausgaben derzeit: #2
Webseite

 

Abo-Titel:

In Österreich erscheinen drei weitere Spielemagzine, diese sind in Deutschland nur im Abo erhältlich. Es handelt sich um die Titel Consol.AT, Gamers.AT und GamingXP.

 

Ruhende Titel:

GEE – Zum 10jährigen Jubiläum soll noch ein Heft im Oktober erscheinen. Im Prinzip ist aber sense.
Gamefront – Seit zwei Jahren ist keine Ausgabe mehr erschienen. Eine Abomöglichkeit ist aber weiterhin noch verfügbar.
Mobile Gamer – Keine Anzeigen, kein Heft. Und so blieb die nach dem PS Vita-Launch angedachte zweite Ausgabe für 2012 aus.

 

Ein Blick in die Vergangenheit:

Spielehefte am Kiosk 2008, Spielehefte am Kiosk 2009, Spielehefte am Kiosk 2010 – Teil 1, Spielehefte am Kiosk 2010 – Teil 2

Spielehefte am Kiosk 2013 – Eine Sichtung des Bestandes – Teil 1

In den letzten Monaten hat sich einiges getan im Segment der Spielehefte. Zeit für Magaziniac mal wieder einen Blick ins Kioskregal zu werfen und den Bestand zu sichten. Der erste von zwei Teilen behandelt die Spielehefte in den Segmenten Multiformat, PlayStation, Nintendo und Xbox.

 

Multiformat:

Computer Bild Spiele

Computer Bild Spiele 06/2013Chefredakteur: Axel Telzerow
Verlag: Axel Springer Verlags AG
Preis: € 5,80
Ausstattung: 124 Seiten, 2x DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 12/1999
Ausgaben derzeit: #163
Webseite

 

ConsolPlus

ConsolPlus #45Chefredakteur: Alexander Amon
Verlag: consol.Media Verlags GmbH
Preis: € 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Erstausgabe: 01/2008
Ausgaben derzeit: #45
Webseite

 

Game Master

Game Master 05/2013Chefredakteur: Jo Löffler
Verlag: Panini Verlag
Preis: € 3,50
Ausstattung: 36 Seiten, Spielzeug-Extra
Erscheinungsweise: 9x jährlich
Erstausgabe: 01/2004
Ausgaben derzeit: #83
Webseite

 

GamePro

GamePro 06/2013Chefredakteur: Michael Trier
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Preis: € 5,50
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-10
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 10/2002
Ausgaben derzeit: #129
Webseite

 

Games Aktuell

Games Aktuell 06/2013Chefredakteur: Thomas Szedlak
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,90
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 06+07/2003
Ausgaben derzeit: #119
Webseite

 

Games and More

Games and More 04+05/2013Chefredakteur: Thomas Szedlak
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 1,99
Ausstattung: 68 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 11/2008
Ausgaben derzeit: #30
Webseite

 

Level 1

Level 1 #44Redaktionsdirektor: Marcus Menold
Verlag: Raptor Publishing GmbH
Preis: € 1,00 (Nur Direktbezug)
Ausstattung: 68 Seiten
Erscheinungsweise: 8x jährlich
Erstausgabe: 10/2006
Ausgaben derzeit: #44 (laut Verlag)
Webseite

 

M! Games

M! Games 06/2013Chefredakteur: Oliver Schultes
Verlag: Cybermedia Verlag GmbH
Preis: € 4,50
Ausstattung: 100 Seiten, Hochglanzoptik
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 11/1993
Ausgaben derzeit: #237
Webseite

 

Nintendo:

N-Zone

N-Zone 06/2013Redaktionsleiter: Thomas Eder
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,90
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 09/1997
Ausgaben derzeit: #194
Webseite

 

PlayStation 3:

play3

play3 06/2013Redaktionsleiter: Wolfgang Fischer
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 5,50
Ausstattung: 100 Seiten, DVD-9
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 05/2007
Ausgaben derzeit: #74
Webseite

 

PlayBlu

PlayBlu 05+06/2013Redaktionsleiter: Thomas Eder
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,80
Ausstattung: 100 Seiten + Doppelposter
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 01/2009
Ausgaben derzeit: #28
Webseite

 

PS3M

PS3M 06/2013Chefredakteur: Sönke Siemens
Verlag: Airmotion Games GmbH
Preis: € 3,90
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 11/2008
Ausgaben derzeit: #56
Webseite

 

Xbox 360:

360 Live

360 Live 06/2013Chefredakteur: Sönke Siemens
Verlag: Airmotion Games GmbH
Preis: € 3,60
Ausstattung: 84 Seiten
Erscheinungsweise: monatlich
Erstausgabe: 01/2006
Ausgaben derzeit: #86
Webseite

 

X3

X3 07/2013Redaktionsleiter: Wolfgang Fischer
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 4,99
Ausstattung: 100 Seiten
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 09/2008
Ausgaben derzeit: #31
Webseite

 

Xbox Games

Xbox Games 05+06/2013Redaktionsleiter: Thomas Eder
Verlag: Computec Media AG
Preis: € 3,80
Ausstattung: 100 Seiten + Doppelposter
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erstausgabe: 03/2003
Ausgaben derzeit: #68
Webseite

Der zweite Teil und letzte Teil der Serie widmet sich den Spieleheften aus den Bereichen PC, Retro, MMO, sowie die besonderen Hefte, die in keine dieser Kategorien passen.

Level 1 – Vom Phantom zu free2read

Inzwischen ist es gut drei Jahre her, dass ich das letzte Mal über das 2006 gestartete Spielemagazin Level 1 von Raptor Publishing geschrieben habe. An der Thematik „Nicht erhältlich“ hat sich seit dem nicht allzu viel getan. Immer mal wieder tauchen neue Cover im Onlineshop des Verlages auf – Oft direkt mit dem Hinweis „Sold out“, obwohl nie am Kiosk erschienen, nie in den Schwesterpublikationen beworben und nie im Onlineshop erhältlich gewesen.

In mal mehr, mal weniger unregelmäßigen Abständen ist ein Heft dann doch direkt zu beziehen. So konnte man über die Jahre verfolgen, dass aus einem extrem stylishen Spieleheft mit etwas Inhalt ein hässliches was auch immer wurde – wahrscheinlich um den Produktionsaufwand auf ein Minimum herunterzufahren. Einst wurde das Layout von einer Diplomdesignerin entworfen, inzwischen lässt man wohl eher einen Dreijährigen mit ein paar digitalen Buntstiften malen und guckt, was passiert. Die letzten Spuren des ursprünglichen Designs fegte man 2011 mit einer Logo-Änderung beiseite, gleichzeitig stieg der Preis auf € 3,90 für 68 Seiten. Wer das kaufen sollte, wusste man wohl selbst nicht so recht und stellte in dieser Zeit konsequent keine fast Ausgaben mehr rein. So ist Ausgabe Nummer 38 bis heute verschollen. Nr. 35 tauchte dieses Jahr das erste Mal auf, obwohl angeblich seit Dezember 2011 im Shop befindlich.

Im September 2012 und dem bevorstehendem Wii-u-Launch kam wieder ein bisschen Leben in die Geschichte. Der zumindest auf dem Papier existierende Auslandsvertrieb wurde eingestellt und der Heftpreis auf 1,90 gesenkt. Damit kostete das Heft sogar einige Cent weniger als zum Start. Im Gegenzug ging der Umfang auf 36 Seiten runter. Gefühlt hat man das nicht direkt, da das Inhaltspapier die Umschlagsdicke so mancher Zeitschrift locker schlägt. Drei Ausgaben hat man besagte Praxis durchgehalten, wobei die dritte – Nummer 41 – schon wieder den Status „verschollen“ trägt.

Free2read
2013 fasste man sich nun ans Herz und erlöste Level 1 von ihrem Phantomdasein. Seit dem hat das Heft nicht nur eine Facebookseite, sondern ist auch wieder regulär und regelmäßig im Onlineshop erhältlich. Das Logo wurde erneut überarbeitet und der alibimäßig aufgedruckte EAN-Code vom Titel ist verschwunden. Gleichzeitig prangt auf dem Titel ein großer „Free2read“-Button.
Laut Editorial „Hi Gamerz!“ [sic] solle man sich nicht wundern, man habe als Leser nicht größere Hände bekommen, sondern das Heft sei auf „Pocket-Size“ geschrumpft. Denn kleiner bedeute günstiger und in dem Falle sogar kostenlos. Und so könne man die frohe Kunde „Wir lieben Games“ noch weiter streuen. Der Umfang wurde übrigens wieder auf 68 Seiten angehoben.

Wie „free2read“ gehen soll [wo gibt es das Magazin?], behielt man zunächst lieber für sich. Immerhin kann man die neuen Ausgaben nun für 1 Euro inkl. Versandkosten im Verlagsshop erwerben.
Seit heute gibt es über die Ostertage bis zum 1. April ein kleines Goodie: Man kann sich die erste Ausgabe des free2read-Konzepts kostenlos unter www.raptor.de/getit/lv1.pdf herunterladen (PDF, 9,3MB; besteht nur aus stark komprimierten JPGs) und selbst ein Urteil über das Heft bilden.