Archiv für ‘Weitere Verlage’ Kategorie

Blätterwald #28 vom 18. April 2010

Computec:

Weitere Auflagenzahlen I/2010 nach Verlagsangaben

  • Games and More 56.000 (-9.000 gegenüber IV/2009)
  • N-Zone 21.000 (+2.000 gegenüber IV/2009)
  • PC Games Mmore 67.000 (-2.000 gegenüber IV/2009)
  • PC Games: Runes of Magic 23.000 (-2.000 gegenüber IV/2009)
  • X3 17.000 (-2.000 gegenüber IV/2009)

Interessante Punkte aus dem Geschäftsbericht 2009

  • Der Erfolg von Zeitschriften rund um Onlinerollenspiele zeigt, dass es auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich sei Käuferschichten zu erreichen. Die Publikationen, sowohl Print als auch Online müssen das wachsende Interesse der Konsumenten an Online, Mobile und Browserspielen daher aufgreifen. (Seite 8)
  • Computec hält es eher für wahrscheinlich, dass innerhalb der kommenden 18 Monate kleinere Wettbewerber ihre Aktivitäten einstellen werden, als dass es zu Neueintritten in den Markt kommt (Seite 9)
  • Die Profitabilität konnte gesteigert werden, zum einen durch Personalmaßnahmen, zum anderen durch die Einstellung unrentabler Objekte, sowohl Print als auch online. (Seite 9)
  • Die Printanzeigenerlöse gingen um 23% zurück. Weniger Anzeigen gab es vor allen Dingen aus dem Non-Games-Bereich. Die Onlinewerbeerlöse konnten hingegen um 16% zulegen und liegen nun bei 3,7 Mio Euro. (Seite 10)
  • Das Konzernergebnis verbesserte sich von -1 Mio. auf + 2,4 Mio. EUR. Das Eigenkapital liegt jetzt bei 1,1 Mio Euro, im Vorjahr lag es noch mit 1,2 Mio Euro im Minus. Computec verdient also endlich wieder Geld.

Weitere Verlage

Consol Media startet neues Heft „Gamers free2play“
Das kostenlose DIN-A5-Heft über free2play-Games erscheint ab dem 30. Juni. Gedruckt werden 150.000 Exemplare. Consol Media will das Magazin auf Spielemessen (GC Online, Games Com, GameCity) verteilen, sowie den Heften Gamers.AT und GamersPlus beilegen.

Linkstipps

IGM und GEE
Wer sich die Kohle für ein IGM-Abo sparen möchte, kann das ganze Heft (mit einer Ausgabe Rückstand) auch als ePaper durchlesen. Hier sei Ausgabe 3/2010 empfohlen. Harald Fränkl hat GEE-Chefredakteur Heiko Gogolin interviewt.

Spielehefte in Europa
Es fällt mir eigentlich ziemlich schwer das als Linktipp zu verkaufen: Wer mal einen kleinen Überblick über die europäischen Spielehefte haben möchte, kann sich bei IGM einen Artikel zum Thema durchlesen.

Der Artikel von Jörg Langer taugt allerdings nur als grober Überblick, denn er strotzt nur so von inhaltlichen Fehlern. Beispiele gefällig?

Das fängt mit der konsequenten Falschschreibung des Future Publishing-Konkurrenten Imagine Publishing an und setzt sich beim gleichen Verlag mit weiteren Aussetzern fort. So gibt Imagine auch nach der Einstellung der Total PC Gaming noch sechs Spielehefte heraus (360, gamesTM, Play, PowerStation, Retro Gamer und X360), nicht vier. Bezieht sich die Aussage auf die ABC-Listung der Hefte, ist sie zwar korrekt, dann ist es allerdings falsch die Total PC Gaming in Zusammenhang mit den ABC-Zahlen zu setzen, da das Heft nicht ABC-Mitglied war. Die süffisante Behauptung, keines der Imagine-Konsolenhefte würde mehr die Marke von 25.000 knacken, ist schlicht nicht richtig, letzte Zahlen für X360 (Jul-Dez 2009) besagen 26.532 verkaufte Exemplare.

Ebenfalls falsch ist die Aussage, Play Gamer, das PlayStation-Magazin von Uncooked Media sei nicht mehr bei der ABC gelistet. Die britische ABC ist das, was bei uns die IVW ist. Die Verkaufszahlen gibt’s dort in der Regel allerdings halbjährlich oder jährlich. Folglich kann’s von Play Gamer noch keine Zahlen geben, da das Heft erst seit Ende 2009 erscheint und es für den Zeitraum Januar bis Juni 2010 noch keine Zahlen geben kann.

Nicht ganz unabhängig wirkt auch die Beschreibung des deutschen Markts. So wird GamePro als Marktführer der Konsolenhefte beschrieben, aber keine Zahl genannt, Computecs Konsolen-Magazine werden gleich ganz unter den Tisch fallen gelassen, obwohl sie im vierten Quartal nur wenige Hundert Exemplare hinter der GamePro lagen (play3/Games Aktuell).

Jörgs Gedankengängen zu Italien kann ich gar nicht folgen. Dass man den Herausgeber des ältesten PlayStation-Magazins Italiens, Play Media Company, vergisst, geschenkt. Woher die Dominanz von Future kommen soll, ist mir rätselhaft, hat sich der Verlag doch 2007 aus dem italienischen Markt (und auch aus dem französischen) zurückgezogen, siehe die Geschichtsseite von Future Publishing. Besagtes italienisches Heft Play Generation erscheint bei Edizioni Master als Lizenztitel von Axel Springer España und verkauft nach eigenen Angaben 70.618 (englische Mediadaten) bzw. 66.102 Exemplare (italienische Mediadaten) jeden Monat und nicht 105.739 Exemplare.

Ich befürchte, wenn ich mich noch länger mit dem Magazin IGM beschäftige, mach ich mich unbeliebt. Bei einem 50-Seiten-Heft, das im Jahresabo 85 Euro+MwSt. kostet, könnte man etwas mehr Sorgfalt erwarten. Oder zumindest einen Lektor, der die ganzen Deppenapostrophe entfernt, die der Chefredakteur Marius Hopp in seine Artikel knallt. „DVD’s“ sind echt peinlich…

Blätterwald #27 vom 16. März 2010

Computec:

Games and More verspätet sich
Hat sie schon wer vermisst? Die neue Ausgabe kommt am 17.3 in den Handel, anstelle des geplanten Termins 3. März. Einige Blockbuster hätten es sonst nicht ins aktuelle Heft geschafft. Bei einem Zweimonatsheft ist die Entscheidung nachzuvollziehen.

Wo bleibt X3?
Gute Frage, nächste Frage. Die Verschiebung der Games and More ließ sich auf Cynamite.de nachlesen, zu X3 hingegen gibt es keine Infos, wo die für den 10. März angekündigte Ausgabe bleibt.

Jederzeit kündbare Abos für Buffed und PCG MMore
Computec bietet jetzt für Buffed, PC Games, PC Games MMOre eine Abovariante ohne lange Bindung an. Die von Computec als „Flex-Abo“ bezeichneten Varianten sind jederzeit kündbar, Geld für bezahlte, aber noch nicht gelieferte Hefte gibt es zurück. Cybermedia (M! Games) und IDG (GameStar/GamePro) bieten derartige Abonnements seit Jahren an, umso erfreulicher ist es, dass Computec zumindest für einen Teil der Hefte diesen Service nun auch direkt anbietet und kein Umweg mehr übers Miniabo gegangen werden muss.

Computecs aktuelles Sonderheftprogramm
- Seit dem 3. März ist ein PC Games Sonderheft mit dem Titel Rollenspiele im Handel. In erster Linie ist es ein Tipps-Heft zu Mass Effect 2, Dragon Age: Origins und Drakensang: Am Fluss der Zeit. Der Preis liegt bei € 4,99
- PC Games Tipps&Tricks 02/2010 befasst sich komplett mit dem Thema Anno 1404 und erscheint am 17.03. Der Preis beträgt ebenfalls € 4,99
- Play3 bedient alle Final Fanatasy-Fans mit einem Sonderheft zu Teil 13 der Rollenspiel-Reihe. Test, Komplettlösung und Entwickler-Historie Square Enix sind für € 4,99 zu haben
- Von der Kids Zone erscheint am 24.03 ein Pokémon-Sonderheft zu den Editonen Heartgold und Soulsilver. Der Preis wird mit € 2,99 veranschlagt

IDG:

Geringere Druckauflage für Sims 3-Magazin
Die Druckauflage soll zum Start bei 100.000 Exemplaren gelegen haben. Über Verkaufszahlen schweigt sich IDG aus, die Druckauflage wird aktuell nur noch mit 75.000 Exemplaren angegeben.

Weitere Verlage:

Ausgabe #2 von Return erschienen
Die Ausgabe ist zwar schon seit ein paar Tagen erhältlich, dennoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf die zweite Ausgabe verweisen (daran sieht man, warum Frames auf Webseiten nichts zu suchen haben).

GamingXP #18 erschienen
Weil die Frage in den Kommentaren auftauchte, das Heft gibt es noch. Ausgabe #18 ist seit dem 10. März erhältlich.

Level 1 #23 sollte erscheinen am 12.03.10
Im Raptorshop ist sie seit Montag erhältlich, Kioskbesitzer zeigen ihren Kunden gewohnt die lange Nase.

Neue Ausgaben von Elektrospieler und Retro
Seit Samstag sind für jeweils € 6,95 die neuen Ausgaben der Magazine aus dem CSW Verlag im Bahnhofsbuchhandel zu haben. Retro widmet sich in Ausgabe #15 den Jump’n’ Runs, Elektrospieler setzt die Schwerpunkte auf Bioware und Final Fantasy XIII.

Neues von LCD Publishing
Englands schlechteste Zeitschriftenschmiede hat das „Action Power Extra“-Postermagazin eingestellt. Im Gegenzug ist nun ein weiteres Manga Mania-Poster erschienen.

Neues von Papercut
Die allseits beliebten Produzenten aus England von Tipps-Heftchen haben inzwischen die dritte Auflage des Games Magic WoW-Posters herausgebracht. Wer sich eine WoW-Weltkarte an die Wand kleben will, kann das mit € 2,99 tun.

Verkaufszahlen ConsolPlus/GamersPlus IV/09
ConsolPlus: Druck 49.454 / Verkauf 21.260 / Abo 221
Gamers Plus: Druck 51.225 / Verkauf 20.104 / Abo 43

Level 1 – Das Phantom-Spieleheft

Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass ich über Level 1 „Das nicht erhältliche Spielemagazin“ schrieb. An der Grundsituation nichts geändert, das Heft ist weiterhin nirgends zu bekommen, der Verlag klatscht aber alle paar Monate ein weiteres, zufälliger Weise vergriffenes Heft in seinen Onlineshop. Zeit Level 1 von Raptor Publishing noch einmal zu beleuchten.

Ein Start mit Hindernissen

Level 1 wurde im September 2006 von Raptor Publishing zum Preis von € 1,99 an den Start geschickt. Problem schon damals, bis auf einen Teaser auf der Verlagswebseite gab es zum Heft keinerlei Infos – auch nicht für die Pressegrossos. Dies führte schon von Beginn an zu der bizarren Situation, dass Level 1 zwar problemlos im Bahnhofsbuchhandel zu finden war, am Kiosk, an der Tanke und im Supermarkt jedoch nicht auftauchte. Ebenfalls im Internet unter pressekatalog.de, wo sich die anderen Raptor-Titel, wie Koneko und Peach tummeln, gab es keine Level 1. Mit der monatlichen Erscheinungsweise hatte man es auch nicht so, weshalb man sich die Vorschau oder zumindest den Erstverkaufstag (EVT) von vornherein schenkte.

Die verlorene Nr. 9

Ein Jahr lang ging das Spiel immerhin gut, auch wenn statt der geplanten zwölf nur acht Hefte erschienen. Nr. 8 (August/September 2007) erschien noch ganz normal. Ausgabe Nr. 9 gibt es nicht oder doch?

Level 1

Das mit Nr. 10 betitelte Novemberheft konnte ich damals auch noch als Nr. 10 am Bremer Hauptbahnhof erwerben. Nr. 9 hingegen nicht; beim Versuch es nachzubestellen hieß es beim Verlag, das Heft sei vergriffen. Heute hingegen ist Ausgabe Nr. 9 wieder verfügbar, nennt sich allerdings Nr. 10.

Das Jahr 2008

Von Ausgabe Nr. 11 (Dezember 07/Januar 08) an waren für Level 1 nun € 2,90 fällig. Nr. 12 (Februar) erschien wieder ganz normal irgendwann im Februar, danach habe ich die Zeitschrift nie wieder im Handel gesehen – bis heute. Die Raptor-Webseite, eine seit Verlagsgründung bestehende und schlecht gepflegte Dauerbaustelle ging in der Zwischenzeit mal wieder auf Tauchstation. Durch einen glücklichen Zufall wurde mal wieder eine Mail beantwortet und so kam die 13. Ausgabe zu mir nach Hause. Eine Monatsangabe auf dem Heft hat man sich gespart, laut EAN-Code (der Preisstreifen, der auf den Heften drauf ist), handelt es sich dabei um die Mai-Ausgabe.

Danach war absolute Sendepause. Verlagswebseite offline, im Raptorshop, der in der Animezeitschrift Koneko abgedruckt ist, tauchten keine Level 1-Ausgaben mehr auf und das Eigenanzeigenmotiv von Level 1 wurde stets von der März 2007-Ausgabe geschmückt.

2009 – Wir wissen nicht, was wir tun

Im Januar war’s dann endlich soweit, Raptor hat die Webseite endlich wieder ansatzweise mit Inhalt befüllt und einen Shop eingerichtet. Allerdings waren dort nur die ersten fünf Level 1-Ausgaben aufgeführt. Bis Mai sollte es dauern, bis endlich weitere Ausgaben hinzukamen. Das Sammlerherz war allerdings wenig erfreut:

Level 1

Laut EAN-Code handelt es sich bei Nr. 14 um das Juli-Heft von 2008 – ausverkauft.
Nr. 15 trägt die Angabe „September 2008“, soweit, so nachvollziehbar. Ausgabe Nr. 16 allerdings… gibt es nicht. Laut Shop natürlich schon, dabei handelt es sich um die mit Nr. 17 betitelte Dezember 2008-Ausgabe. Ausgabe Nr. 18 ist inhaltlich mit Ausgabe 17 identisch, hat anstelle von Little Big Planet aber Tomb Raider Underworld als Titelthema und wird im Webshop mit Ausgabe Nr. 15 bezeichnet.

Wer an dieser Stelle noch den Durchblick hat, möge sich bitte melden.

Heft Nr. 18 (im Shop Nr. 17) soll wohl die erste Ausgabe des Jahres 2009 darstellen. Daraufhin folgen zwei Märzausgaben (einmal Killzone 2, einmal Fear 2 als Covermotiv), die als Nr. 18 und 19. bezeichnet werden. Ausgabe Nr. 20 mit Ghostbusters als Coverstory soll irgendwann im Mai/Juni im Handel gewesen sein, zumindest lässt der EAN-Code drauf schließen. Nachbestellen war allerdings nicht möglich, die freundliche Person, die mir kurz auf eine Mail antwortete, weigerte sich allerdings mir eine Bestellbestätigung zu schicken und nur weniger Tage später wurde auch diese Ausgabe von meinem Lieblingsaufdruck geziert: Sold Out

Inzwischen muss man auch bei Raptor Publishing gemerkt haben, dass man eine selten dämliche Verkaufspolitik fährt, wenn man ein Heft hat, welches nur im Onlinehshop zu existieren scheint, in den eigenen Heften jedoch nicht beworben wird und auch sonst irgendwie nicht zu kaufen ist. Deswegen taucht im Dezember Level 1 auch wieder in den Eigenanzeigen auf: Titelstory „Wet“. Die Ausgabe wird am 4. Dezember 2009 in den Onlineshop aufgenommen, wie erwartet, kann man Nr. 21 – 10/2009 nicht nachbestellen, natürlich ausverkauft.

Wohnort: Arsch der Welt?

Nun möchte man vielleicht meinen, der Blogautor wohnt irgendwo in einem kleinen Dörflein, wenn er sich jetzt schon seit mehr als 4.000 Zeichen darüber aufregt, dass er ein Spieleheft trotz zahlreicher Versuche nicht im Handel kaufen kann. Die Suche nach dem Heft am Kiosk trieb den Autor durch vier Bundesländer und namentlich durch die „kleinen“ Städte Bremen, Hannover, Magdeburg und Leipzig, ohne jedoch fündig zu werden.

2010 – Weg frei zu zwölf neuen Ausgaben?

Raptor Publishing ist derweil dabei, sich weiterhin sehr gut in die eigene Tasche zu lügen. Dieses Jahr ist noch keine Ausgabe von Level 1 erschienen, in der Facebook-Gruppe des Verlags heißt es jedoch:

Level 1

Was meint die Verlagswebseite dazu (seit Januar 2009)?

Level 1

(Da wird keine Werbung geblockt, das Bild fehlt wirklich)

Und die Mediadaten?
Die gibt es zwar nicht zum freien Download, ein paar Angaben spuckt mediadaten-online.com allerdings auch ohne Bezahlung aus: Erscheinungsweise 9x jährlich, Preis € 3,90, Druckauflage 45.000.

Na dann, eigentlich ist das Heft nun so teuer, dass sich das Anbieten eines Abos lohnen würde. Ansonsten versuch ich am 12. März wieder mein Glück, denn dann soll laut einer Newsmeldung auf Raptor.de die nächste Ausgabe erscheinen und wer weiß, vielleicht kann ich mir den Running-Gag beim Nekrolog-Spielehefte in diesem Jahr schenken.

Sachdienliche Hinweise zu Aufenthaltsorten des Heftes am Kiosk und/oder die Ausgaben 14 bis 21 werden gerne angenommen.

Blätterwald #26 vom 15. Januar 2010

Willkommen zum ersten Blätterwald im Jahr 2010 mit einem Blick in Computecs aktuelle Unternehmenspräsentation und weiteren IVW-Zahlen.

Computec:

IVW-Zahlen IV/2009 (vergleich mit IV/2008)
Buffed: 44.022 (-15.896 Exemplare)
Games Aktuell 34.351 (-5.562 Exemplare)
Play3 33.277 (-9.411 Exemplare)

Bei Buffed sei der Fairness halber noch angemerkt, dass IV/2008 das bisher beste Quartal war und die Zahlen von IV/2009 nicht die schlechtesten sind – I/2009 waren noch ein paar Hundert weniger.

Neue Verlagsangaben
PC Games MMore 69.000 (-6.000)
PC Games Runes of Magic 25.000 (neu)

Über die weiterhin unveränderten Zahlen zu Games and More (65.000), N-Zone (19.000) und X3 (19.000) darf sich jeder selbst ein Urteil bilden.

Neues PC Games Hardware Sonderheft
Ab dem 27. Januar ist das PCGH-Sonderheft „World of Warcraft“ vs. „Aion“ im Handel. Der Preis liegt bei € 5,99, der Umfang bei 84 Seiten.

N-Zone ohne Abo-DVD
Ab nächsten Monat fällt die optionale DVD, die es für einen Aufpreis im Abo gab weg. Heft 02/2010 ist die letzte Ausgabe, die auf Wunsch mit DVD ausgeliefert wurde.

Weiteres aus der Unternehmenspräsentation I/2010

  • Die Mitarbeiterzahl ging von 150 auf 140 zurück. Das Verhältnis von Vertriebs- zu Anzeigenerlösen hat sich von 3:1 auf 2:1 verändert
  • pcgames.de hat kräftig zugelegt, 660.000 statt 500.000 Unique User (Vergleich 12/09 mit 09/09). pcaction.de konnte die Zugriffszahlen verdoppeln, von 50.000 Unique User im September ging es auf 100.000 herauf. Cynamite.de konnte sich von 130.000 auf 150.000 steigern, Videogameszone.de von 100.000 auf 170.000 und Buffed von 710.000 auf 750.000. Alle Zahlen laut AGOF-Meldung
  • Das englische Portal der PCGH, pcgameshardware.com, wird nicht mehr aufgeführt

Weitere Verlage:

Multimania – mehr Seiten und höherer Preis
Zunächst die gute Nachricht, der Heftumfang ist von 84-92 Seiten auf 100 angestiegen. Der Preis ist ebenfalls mitgewachsen, von € 3,50 auf nun € 4,50.

Magaziniac Schnellansicht #1 vom 06. Dezember 2009

Leser der früheren Stunden erinnern sich, die Blätterwald-Rubrik wurde Anfang 2008 eingeführt, weil nicht jedes Schnipselchen einen eigenen Blogeintrag rechtfertigt, es aber Schade darum wäre, wenn die vielen, kleinen Meldungen untergehen würden. Da ich leider nicht immer Zeit habe, ein umfangreiches „Angesehen“ zu schreiben, jedoch aber nur ungerne Relaunches, Sonderhefte und oder einfach so eine besondere Ausgabe unter den Tisch fallen lasse, gibt es ab sofort die Rubrik „Schnellansicht“.

Computer Bild Spiele 12/2009

Computer Bild Spiele 12/2009Der große Relaunch. Ganze zehn Jahre hat es gedauert, die CBS sieht nun nicht mehr nach einem Computer Bild-Klon, sondern tatsächlich nach einem Spieleheft aus, auch wenn die riesigen Tabellen natürlich geblieben sind. Die Aufmachung an sich ist wirklich richtig gelungen, hat jedoch mit kleineren Problemen zu kämpfen. Durch das immer noch übergroße Heftformat müssen Artworks des Öfteren auf eine Größe aufgeblasen werden, die die Bildauflösung einfach nicht hergibt, das führt zu Unschärfe und pixeligen Kanten. Das Tiefdruckverfahren, mit dem die CBS aufs Papier kommt, leistet hier auch noch seinen Teil dazu bei, dass Bilder immer ein wenig matschig und unscharf wirken. Bei einem Preis von mittlerweile € 4,99 für die Gold-Version haben ich an die Haptik einfach andere Ansprüche als bei einem Drei-Euro-Ramschtitel.

Eine Frage, die mir beim Durchblättern der neuen CBS immer wieder durch die Kopf gegangen ist, konnte ich leider nicht auf die Schnelle beantworten: Darf eine CBS gut und wie ein Spieleheft aussehen oder muss sie den hässlichen CB-Touch haben, um Erfolgreich zu sein? Die IVW-Zahlen werden es zeigen. Zumindest hat die CBS eine Entwicklung durchgemacht, die ich von ihr nicht erwartet hätte.

Elektrospieler #1/2009

Elektrospieler #1/2009Wirklich ein schwieriges Unterfangen. Das Heft trägt sehr deutlich die Handschrift von Robert Bannert. Das gibt es heute auch nicht mehr allzu oft, dass man ein Heft aufschlägt und genau weiß, es kann nur von diesem einen Redakteur und von niemandem sonst stammen. Soweit, so wertneutral. Wie im Interview bereits angekündigt, hat Elektrospieler Print einige Reportagen, ein paar kurze Tests, weil’s irgendwie sein muss und viele schöne Artworks. Damit wären wir auch schon wieder beim Thema Robert: Streckenweise wirkt der Elektrospieler so, wie ein Gothic-Magazin und nicht wie ein Spieleheft. Ich befürchte, damit ist das Magazin viel zu speziell, um eine ausreichend große Käuferschaft zu finden. Vom Gegenteil würde ich mich dennoch sehr gerne überzeugen lassen. Ein Highlight aus vergangenen fungeneration Tagen: Auf der letzten Seite befindet sich ein Comic der kleinen Gruftschlampe.

GamePro Sonderheft: PlayStation 3 XL

GamePro Sonderheft 01/2010 PlayStation 3 XLHachja, die sogenannten Magbooks. Zeitschriften mit großem Umfang und hohem Preis. € 12,95 lässt sich IDG das gute Stück mit 196 Seiten Umfang und DVD kosten. Der Inhalt zielt nicht ganz auf die GamePro-Leserschaft, denn man hat die „ihr-Anrede“ gegen ein ätzendes Gesieze umgetauscht. Wie bei Copy&Paste üblich, klappt das leider nicht immer und Henry Ernst duzt die Leser zwischendurch auch mal. Ebenso verbleiben nicht mehr gültige Preisangaben in den Texten. Die Optik ist ein leicht abgewandeltes GamePro-Design in weniger bunt. Zudem hat man den monströsen Wertungskasten rausgeschmissen und am Ende einen Kasten mit Pro&Kontra sowie einer Gesamtwertung im Prozentsystem runtergesetzt.

Von der Idee her ist das Sonderheft für PS3-Slim-Neueinsteiger ganz nett, die Umsetzung kann mich allerdings nicht so vom Hocker hauen. Angesichts dieses Preises hätte es auch gerne ein vollständiges PS3-Kompendium sein dürfen, also eine Übersicht über alle PS3-Titel. Zudem ist der Umfang im Vergleich zu den anderen XL-Ausgaben von IDG ziemlich knauserig bemessen. Sowohl der Windows-Guide (€ 12,99) als auch das Mac OSX-Handbuch (€ 14,95) bieten jeweils ca. 300 Seiten inkl. DVD.

30.000 Exemplare hat IDG drucken lassen. Hoffen wir trotzdem, dass ausreichend Hefte davon verkauft werden und eine Option auf weitere Ausgaben besteht. Denn zumindest theoretisch lässt sich in einem dieser Magbooks mehr Inhalt und Tiefe vermitteln, als man je in einem normalen Heft unterbringen könnte.

Games4Girls 02/2009

Games4Girls 02/2009Das Heft macht dort weiter, wo Ausgabe #1 aufgehört hat: Beim Hypen von typischen Mädchenthemen. Nach Hannah-Mania steht nun Twilight auf dem Programm. Inhaltlich hat sich nicht wirklich was getan, soll soweit in Ordnung sein, wenn’s der Zielgruppe gefällt… Die nächste Ausgabe soll erst am 5. Mai kommen. Lustiges Detail am Rande: Der Anzeigenvermarkter hat das Heft bereits von seiner Seite entfernt und eine Meldung zur Hefteinstellung gibt es auch schon – na das sind ja rosige Aussichten.

GamesTM 01/2010

gamesTM 01/2010Es hat sich ausgespielt – auch der zweite Versuch das britische Multiformat-Magazin in Deutschland zu etablieren ist gescheitert. Erfreulich ist zumindest, dass man sich ordentlich verabschiedet und nicht mit den Worten „Die nächste Ausgabe erscheint am…“ verschwindet. So gibt es einige kleine Spielereien, der Slogan „Das unabhängige Mutiformat-Magazin“ wurde durchgestrichen und durch „endgültige“ ersetzt. Auf der letzten Seite gibt es ein kleines „Best of gamesTM“ und man darf sein Wunschdatum für die nächste Ausgabe eintragen. Inhaltlich hat sich in der letzten Ausgabe noch etwas Schönes im Retroteil versteckt: Es findet sich die komplette Final Fantasy-Titelstory der Retro Gamer 69 im Heft.

Mobile Gamer 15/2009

Mobile Gamer 15/2009Satte 11 Monate mussten wir auf eine weitere Ausgabe der Mobile Gamer warten. Anzeigenkrise sei Dank? Die Pause ist jedenfalls so lang gewesen, dass man erstmal ein „neu“ auf den Titel klatschen musste. Apropos Titel: Da prangt leider auch ein neues Logo, das alte mit dem Batteriebalken ist leider Geschichte. Der Inhalt ist gewohnt überragend und zeigt einmal mehr, dass sich auch in schwierigen Zeiten erstklassige Hefte produzieren lassen, bei denen Inhalt, Optik und Preis stimmen. Leider geht es auch hier nicht ohne unerfreuliche Nachrichten, denn weitere Ausgaben der Mobile Gamer sind keineswegs sicher. Für 2010 gibt es erstmal keinen Termin, man überlegt noch zwischen unregelmäßigem Sonderheft (defakto einstellung) und zweimonatlich. Drücken wir ganz Fest die Daumen, kaufen uns unser eigenes Exemplar und hoffen, dass im von der Redaktion angepeilten März ein positives Ereignis am Kiosk liegt. Denn wenn es dieser Tage um ein Spieleheft am Kiosk richtig schade wäre, dann wäre es die Mobile Gamer.

X3 12/2009

X3 12/2009Geschickte Taktik: Erst den Umfang reduzieren, dann das Heft vermeintlich einstellen, es als Sonderausgabe mit dem ursprünglichen Heftumfang wieder erscheinen lassen und dabei noch eine saftige Preiserhöhung von € 3,60 auf € 4,99 vollziehen. Und, es scheint sogar mehr oder minder gut zu klappen. X3 kommt als Zweimonatsmagazin, aber leicht verändertem Konzept wieder.

Typische Rubriken wie News, Xbox Live und Community sind aus der aktuellen Ausgabe rausgeflogen. Man beschränkt sich auf einige Testhighlights und Tipps&Tricks. Zwei Previews und ein umfangreicheres Hardware-Special gibt es auch noch. Das besondere an der Heftstruktur, die Tipps befinden sich jeweils direkt hinter dem dazugehörigen Test und nicht gesammelt am Ende. Ungewohnt ist das auf alle Fälle, ob das nun gut oder schlecht ist, möge jeder für sich persönlich entscheiden.

Blätterwald #25 vom 27. November 2009

Computec:

13/2009 – Außer Spesen, nichts gewesen
Es hätte alles so schön sein können, Computec schiebt bei der PC Games ein 13. Heft ein und im Zuge dessen korrigiert man auch bei den anderen Heften die Nummer gleich mit, sodass Dezember auch Dezember ist und sich nicht Januar oder gar Februar nennt. Nach PC Games und PC Action sollte sich dies auch bei den Konsolenhefte fortsetzen, play3 13/2009 – denkste. Obwohl sie angekündigt war, kommt sie nicht.

Statt die Nummer irgendwie zu vereinheitlichen herrscht leider nun das völlige Chaos. Beispiel gefällig?

Der Januar der play3 beginnt am 02. Dezember, der Januar der PC Action am 09. Dezember, der Games Aktuell Januar am 16. Dezember, der PC Games Januar am 23. Dezember und der PC Games MMore Januar am 30. Dezember.

Vetriebstechnische Gründe hin oder her: Das ist absoluter Unfug und schafft keinerlei Klarheit, was eigentlich aktuell ist und was nicht.

Computec EVTs 2010:

2010 ändert sich auch der ein oder andere Erstverkaufstag, gewohnte Termine sind daher aus dem Kopf zu streichen.

Games Aktuell: Bereits in diesem Jahr sind die Erscheinungstermine stellenweise Achterbahn gefahren, 2010 gilt folgendes: Das Heft erscheint zukünftig immer am dritten Mittwoch des Monats, nicht mehr am vorletzten Mittwoch des Monats.

Games and More: Zukünftig gibt es nur noch zwei monatliche Ausgaben, nämlich im November und Dezember – wohl um vom dortigen Anzeigengeschäft profitieren zu können. Von Januar bis Oktober kommt das Heft alle zwei Monate, jeweils am ersten Mittwoch.

PC Games MMore: Bisher war jeder letzte Mittwoch eines Monats der Tag des World of Wacraft-Heftes. Ab März 2010 wird der EVT dauerhaft um eine Woche vorgezogen. Nebeneffekt der Aktion, man erscheint zukünftig zwei Tage vor GameStar World of Warcraft. Die verkaufte Auflage wird jetzt mit 70.000 Exemplaren angegeben, zuvor wurden noch 75.000 angegeben.

X3: Entgegen bisheriger Erwartungen bleibt uns das Magazin auch nächstes Jahr erhalten. Nach einer längeren Pause erscheint X3 dann ab März zweimonatlich. Der EVT wird um eine Woche vorgezogen. X3-Tag ist dann jeweils der zweite Mittwoch eines ungeraden Monats, am Preis von € 4,99 für 100 Seiten ändert sich nichts.

Weitere Computec-News:

Neue Heftformate
Computec Media wechselt bei elf ihrer 13 Publikationen das Heftformat aus. Aus DinA4 mit den Maßen 210x297mm wird das Format 210x280mm. Die Umstellung beginnt im Februar zunächst bei PC Action, Games Aktuell, Buffed, N-Zone, PC Games und PC Games MMore und wird im März bei Play3, PC Games Hardware, Games and More, Widescreen Vision und X3 fortgesetzt.

Wechsel in der Buffed-Chefredaktion
Heinrich Lenhardt hatte seinen Abgang ja bereits angekündigt, nur die Nachfolge stand bislang nicht fest. Ab Ende 2009 übernimmt Computec Urgestein Alexander Geltenpoth das Printruder von Buffed.

Neues Play3-Sonderheft
Hype lass nach. Assassin’s Creed 2 ziert dieser Tage nicht nur unzählige Titelseiten, sondern wird am 2. Dezember auch mit einem eigenen Sonderheft bedacht. Das gute Stück mit der Nummer 01/2010 wird € 6,99 kosten und eine DVD beinhalten.

PC Games weiter auf Free2Play-Trip
Nach dem das Onlinespiel Runes of Magic seit einem halben Jahr erfolgreich mit einem Sonderheftbedient wird, legt Computec nach. Ab dem 2. Dezember ist ein PC Games-Sonderheft (PC Games Bestseller) zum Spiel 4Story im Handel. Auch hier beträgt der Preis € 6,99.

Wechsel des Aboservices
Computec wechselt den Aboservice, anstelle von CSJ darf nun dpv ran. Das äußert sich in zweierlei Dingen. 1. ist der Aboservice nun endlich länger zu erreichen und 2. wird die Münchener Nummer leider gegen eine 01805er-Servicehotline ausgetauscht.

IDG:

Nichts Neues in München
Die Mediadaten für 2010 sind da und was hat sich getan? Nichts. Sowohl bei GamePro als auch bei der GameStar bleibt alles beim Alten. EVTs, Anzeigenpreise und Heftnummern. Ende Dezember wird es also wieder eine GameStar 02/2010 – Januar geben. Es wäre auch zu schön gewesen…

Live Emotion:

Nichts Neues in Bochum
Die Mediadaten lassen zwar noch auf sich warten, im aktuellen Wii-Magazin gibt es aber bereits die Terminplanung der Hefte für 2010 zu begutachten. Es ändert sich auch hier nichts. Wii Magazin und Xbox Games ziehen weiterhin ihre sieben Ausgaben pro Jahr durch, PlayBlu bleibt bei sechs kleben und darf erneut für dreieinhalb Monate Sommerpause machen.

Weitere Verlage:

gamesTM wird eingestellt
Ausgabe 01/2010 ist die vorerst letzte Ausgabe, das Heft konnte leider nie besonders viele Käufer überzeugen und ließ sich jetzt nicht mehr halten. Die letzte Ausgabe erscheint am 2. Dezember. Passend dazu der Thread im gamesTM-Forum.

Gamefront erhöht Preis
Nach Jahren der Preisstabilität ist mal wieder eine Erhöhung fällig. Mit der nächsten Ausgabe, die bereits im Dezember kommen soll, kostet das Heft dann € 6,50 statt € 4,90. Versprochen wird zudem endlich wieder mehr Ausgaben zu produzieren.

Auflagenzahlen ConsolPlus/GamersPlus III/09
Sofern kein Fehler beim erstellen der Auflageninfo passiert ist, denn die verkaufte Auflage ist nach Verlagsangabe unverändert:
ConsolPlus: verkaufte Auflage -> 20.318 (+/- 0 gegenüber II/09)
GamersPlus: verkaufte Auflage -> 21.985 (+/- 0 gegenüber II/09)

Heruntergegangen ist auf alle Fälle die Druckauflage. Bei ConsolPlus sind es nun 58.540 Exemplare, bei GamersPlus sollen es 57.326 sein.

Auflagenzahlen Games4Girls
Verkaufzahlen zur Games4Girls sind da, von den 89.958 gedruckten Exemplaren will man 35.766 abgesetzt haben

Quelle: Verlagsangabe

Game Master kommt ab Juli 2010 früher
Ab Juli 2010 zieht Panini langsam, aber sicher den Erscheinungstermin vor. Ende vom Lied, statt wie bisher zwischen drittem und vorletztem Mittwoch eines Monats zu pendeln wandert der EVT nach vorne, der Januar 2011 wird letztlich am 8. Dezember beginnen.

Neues Entertainmentheft »Big Picture«
Der Titel erscheint erstmalig am 3. Dezember zum Preis von € 2,99. Chefredakteurin ist Susanne Rieger, die zuletzt beim DVD Magazin war. »Big Picture« berichtet über Kino, Blu-rays, DVDs und Spiele. Eine Teaserwebseite gibt bereits einen Einblick auf das Cover.

GEE-Auflage
Auch vom Hamburger Spieleheft gibt es frische Mediadaten. Dort wird die gedruckte Auflage mit 32.320 Exemplaren angegeben, die verkaufte Auflage soll 22.820 Exemplare betragen.

Lesetipps:

Der nächste Eintrag wird eine neue Rubrik im Magaziniac.Blog.

Elektrospieler – Interview mit Robert Bannert zum Heftlaunch

In Kürze startet mit dem gedruckten Elektrospieler ein neues Multiformat-Magazin. Chefredakteur Robert Bannert war so gut für das Magaziniac.Blog ein paar Fragen zu beantworten.

Evil:
Moin, moin Robert! Schwierige Zeiten für Gedrucktes dieser Tage, wie war es möglich, gerade jetzt einen Verleger davon zu überzeugen, ein neues Videospielmagazin herauszugeben?

Robert Bannert:
Das war nicht weiter schwer, weil der Verleger Enno Coners und ich sehr ähnliche Anforderungen an Print-Medien stellen und so ziemlich die selbe Vorstellung davon haben, wie ein ambitioniertes Magazin-Projekt auszusehen hat. Hinzu kam natürlich der Wunsch des Verlegers, neben der „Retro“ noch ein zweites Magazin zu verlegen – und der „elektrospieler“ ist durch die PDF-Ausgabe immerhin schon eine halbwegs bekannte Marke … zumindest bei den Core-Gamern. Und die wollen wir ja auch mit der Print-Ausgabe erreichen.

Evil:
Ich fall gleich mit der Tür ins Haus: Ist der Anzeigenmarkt gänzlich tot? € 6,90 für ein etwa 90seitiges Heft wirken auf mich ein kleines bisschen sehr ambitioniert, lässt sich eine Videospielzeitschrift heute nicht mehr über Anzeigen-, sondern nur noch über Kioskerlöse finanzieren und vor allem, wodurch soll sich dieser vergleichsweise hohe Heftpreis rechtfertigen?

Robert Bannert:
Der Anzeigenmarkt ist sicher (noch) schwieriger geworden, aber tatsächlich haben uns bereits einige Hersteller ihr Vertrauen ausgesprochen, indem sie bei der Startausgabe gebucht haben. Wer bei uns bucht, dem geht es natürlich auch nicht in erster Linie darum, die breite Masse, sondern die Gruppe der Opinion-Leader zu erreichen und sein Produkt in einem Prestige-Objekt zu platzieren. Denn genau das solle der gedruckte elektrospieler sein. Entsprechend sind unsere Anzeigenpreise sehr erschwinglich – wer bei uns bucht, der läuft wirklich keine Gefahr, sein Budget zu strapazieren. Und was den Heftpreis angeht: Unser Magazin kommt mit einer Ausstattung, auf die so manches Comic-Album neidisch wäre – wir werden ein sehr hochwertiges Produkt bieten. Die Print-Ausgabe soll kein Magazin im herkömmlichen Sinne, sondern ein Sammler- und Liebhaber-Objekt sein – mit großformatigen Artworks und hohem ästhetischen Anspruch, das man sich gerne ins Regal stellt. Klebebindung, Papier mit 1,1fachem Volumen und starker Karton als Einband – ich denke, das spricht für sich. Vergleichst Du diese Ausstattung und Verarbeitung mit der von Szene-Magazinen aus den Bereichen Manga, Anime oder Schwarze Szene bzw. deren Preisen, dann sind 6,90 sicher nicht zu hoch gegriffen. Ein Comic-Album mit 40 bis 50 Seiten kostet bei ähnlicher Verarbeitung elf oder zwölf Euro.

Evil:
Elektrospieler wird vom CSW-Verlag herausgegeben, bei dem nun eine ganze Weile bereits Retro erscheint. Bei Retro hab ich allerdings das Problem, dass ich sie nur im Onlineshop des Verlags bekomme oder an größeren Bahnhöfen. Wie wird das beim Elektrospieler gelöst sein, normaler Kioskvertrieb oder nur Direktbezug und Bahnhofsbuchhandel? Mit welcher Auflage werdet ihr an den Start gehen?

Robert Bannert:
Wir starten mit einer für unser Segment recht stattlichen Auflage von 20.000 gedruckten Exemplaren. Natürlich greift der Verleger auf die durch die „Retro“ bewährten und etablierten Vertriebsstrukturen zurück, aber letztlich wird erst die Zeit zeigen, wo das Magazin am besten platziert ist – so was dauert einfach seine Zeit. Unsere Druckauflage ist sicher nicht hoch genug, um sämtliche Kioske zu bedienen – aber das wäre ja auch gar nicht sinnvoll. Viele große bis mittelgroße Publikationen werden unglaublich weit (und dabei teilweise sehr wahllos) gestreut. Das Ergebnis: Da werden Ausgabe für Ausgabe tonnenweise kostbare Hefte vernichtet – und das häufig, ohne dass der Verlag eigentlich so recht weiß, was der Vertrieb genau tut. Enno Coners vertreibt seine Publikationen selber und bedient sich einer sehr cleveren Misch-Kalkulation mit den unterschiedlichsten Outlet-Gattungen. Dabei setzt er sich so sehr für die bestmögliche Platzierung seiner Magazine und Bücher ein, wie es ein großer Vertriebs-Moloch niemals tun würde. Da bist Du nur eines von vielen, vielen, vielen Produkten – und schlimmstenfalls werden Deine Magazine an Grossisten geliefert, die sie buchstäblich in die Tonne treten. Das wollen wir unbedingt vermeiden.

Evil:
Du hast über Twitter verlauten lassen, dass im gedrucktem Elektrospieler eher Reportagen, Interviews, Bildstrecken und ähnliches zu finden sein sollen und der Schwerpunkt nicht so sehr auf „zeitsensiblen“ Themen, wie Tests und Previews liegen sollen. Dazu fallen mir zweierlei Dinge ein: 1. Reportagen, Interviews und großformatige Bilder bekomm ich auch in der GEE. Abgesehen davon, dass es natürlich immer schön ist, mehrere Meinungen zu einem Thema zu bekommen, aber wozu braucht es noch ein weiteres Heft, welches in die Richtung schlägt? Was unterscheidet euch von einer GEE, was setzt euch ab?

Robert Bannert:
Da könnte ich Dich genauso gut fragen: Wer braucht noch ein Magazin, dass schwerpunktmäßig Testberichte und Previews bringt? Die gibt es bereits wie Sand am Meer, aber ein ordentlich geschriebenes, kompetent recherchiertes und visuell anspruchsvolles Objekt, das sich vor allem den Hintergründen und den Abbildungen widmet – das kann der Markt sicher noch vertragen. Ich mag die „GEE“ – und sie hat einige mutige Schritte getan, aber wir möchten noch weiter gehen und ‚noch mutiger‘ sein. Ob uns das gelingt, das wird sich zeigen – wir arbeiten jedenfalls mit Herzblut daran. Es wird kaum zu umgehen sein, dass wir dabei auch etwas ‚herumexperimentieren‘ müssen und vielleicht nicht jedes dieser Experimente gleich gut ankommen wird, aber das bringt Pioniersarbeit eben so mit sich. Wir werden kein Mainstream-Produkt abliefern – und ich weiß, dass es da draußen jede Menge Leute gibt, die auf genau so etwas warten. Jetzt müssen wir sie nur noch erreichen bzw. müssen sie uns finden. ;)

Evil:
2. Bei solchen Themenschwerpunkten fühle ich mich unweigerlich auch an deine fun.generation-Zeit mit Titelstorys wie „Vom Pixel zum Polygon“ u. ä. zurückerinnert. Das Konzept hat damals nicht funktioniert und war bereits nach einem halben Jahr wieder Geschichte. Gut, das ist mittlerweile auch zehn Jahre her und seit dem hat sich viel geändert, später wurde mit [ple:] (Slogan: Computer- und Videospielkultur) in einem kleinen Rahmen versucht das Feld zu beackern, auch das hat leider nicht funktioniert. Da mir Print sehr am Herzen liegt, male ich nur ungerne schwarz, aber soll bzw. läuft dieses Mal anders, damit es dann auch hoffentlich klappt?

Robert Bannert:
Wer glaubt, die fun.generation wäre verschwunden, weil wir uns darum bemüht haben, ein anspruchsvolles Heft abzuliefern, der irrt. Zu einem Erfolg oder Misserfolg gehören außer der Redaktion und Heftqualität noch viele andere Faktoren. Die Annahme, dass sich Qualität zwangsläufig durchsetzt, ist ebenso großer Blödsinn wie die gegenteilige These, dass die Masse blöd ist und nur Schrott will. Entscheidend ist, ob ein Produkt zur richtigen Zeit kommt, von den richtigen Leute auf die richtige Weise verteilt wird und Liebhaber findet. Marketing-Generäle glauben häufig, sie könnten eine Niederlage vermeiden, wenn sie erst nach ausgiebiger Befragung ihrer Marktforschungs-Berater zum Angriff blasen. Aber das ist Unsinn. Die Etablierung und das ‚Finden von Fans‘ sind organische und kaum planbare Prozesse. Letztlich muss man als ‚Macher‘ einfach das durchziehen, was man für richtig hält und hoffen, dass es klappt. Im Übrigen lief die ‚anspruchsvolle‘ fun.generation auch nicht schlechter als kurz zuvor mit dem vorangegangenen Konzept. Ein Problem war, dass damals bei CyPress zu viele Köche den Brei verdorben haben, jeder schlau mitreden und im Konzept rumfuhrwerken wollte. Lief etwas nicht sofort wie erhofft, dann wurde sofort verändert und hektisch geändert. Klüger wäre es gewesen, ein neues Konzept reifen und sich etablieren zu lassen – aber stattdessen wurde das Magazin schlicht um Opfer von internem Macht-Gerangel und Kompetenz-Streitigkeiten, auf die ich als Chefredakteur und Angestellter keinerlei Einfluss hatte. Außerdem hat das Heft niemals so ausgesehen, wie ich es eigentlich habe wollte. Es ging zwar in die richtige Richtung, aber letztlich war es ein einziger großer, fauler Kompromiss voller Zugeständnisse an alle Beteiligten auf jeder Ebene. Davon abgesehen habe ich mich natürlich auch selber weiter entwickelt: Sowohl als Chefredakteur und Journalist wie auch als Grafiker kann ich heute sicher das sehr viel bessere und reifere Produkt abliefern. Davon abgesehen ist der Vergleich vermutlich nicht mal allzu angebracht, weil sich elektrospieler ja nicht nur auf die Berichte, sondern vor allem die schönen, großen Grafiken stützt. Welche Philosophie dahinter steckt, das kann man übrigens im Editorial nachlesen, das bereits jetzt in der Leseprobe auf elektrospieler.de zu finden ist.

Evil:
Gerade bei den „Big Playern“ auf dem hiesigen Markt stelle ich immer wieder fest, dass die Magazine doch sehr stark durch die Onlineauftritte kannibalisiert werden. Da steht häufig schon das halbe Heft zum Abruf bereit, noch bevor es überhaupt bei den Abonnenten liegt. Wenn das Elektrospieler-PDF weiterhin erscheint, besteht nicht die Gefahr, dass auch hier dien Inhalte zwischen den Medien (Print und PDF) hin- und hergeschoben werden?

Robert Bannert:
Winnie und Boris haben hierzu in den entsprechenden Interviews auf elektrospieler.de sehr interessante Kommentare abgegeben. Winnie glaubt, dass hierzulande generell der Fehler begangen wird, dass Online- und Print-Auftritte zu asynchron behandelt werden, Boris wiederum hat betont, wie wichtig es ist, eine eigene Richtung zu finden und etwas Neues zu machen. Sicher haben beide Recht. Mal ehrlich: Wer braucht heutzutage das x-te Heft voller Tests und Previews, also mit dem Schwerpunkt auf Aktuell-Themen, wenn er das alles schon umsonst im Netz findet? Darum wollen wir versuchen, die Aktuell-Themen künftig schwerpunktmäßig auf der Seite bzw. im PDF-Magazin zu behandeln, während wir in der Print-Ausgabe Specials, Artwork-Galerien und ähnliches zelebrieren … Dinge, die man in der Form nirgendwo im Netz findet… vor allem nicht so hochwertig präsentiert. Aber letztlich wird sich auch das mit der Zeit finden und von den Lesern mitentschieden werden. Aktuell planen wir, viermal im Jahr eine Druckausgabe zu bringen und dazwischen jeweils ein PDF. Das sollen zwei völlig unterschiedliche Objekte mit eigenständigen Beiträgen werden.

Evil:
Wie der digitale Elektrospieler ausschaut, kann sich jeder ansehen. Um auf der Lesbarkeit einen Gefallen zu tun, ist er auf dem Bildschirm im Querformat gestaltet. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie man das Layout ins Hochformat übertragen kann, damit es „printgerecht“ ist. Muss das Layout für die Zeitschrift komplett neu aufgebaut werden oder ließen sich Teile der PDF-Optik übernehmen? Generell sind mit dem Kioskverkauf einige Eigenheiten verbunden, das „Schrei-Cover“ gehört zum Beispiel mit dazu. Inwieweit müsst ihr diesem Zwang nachgeben, gibt es bei der Gestaltung Dinge, die ihr im PDF machen könnt, bei denen der Verleger aber sagt „das könnt ihr gedruckt nicht machen“?

Robert Bannert:
Elektrospieler 01/2009Dass die Fans nicht alle ein ‚Schrei-Cover‘ wollen, das hat die Abo-Ausgabe der „M! Games“ eindrucksvoll bewiesen, denn die verzichtet ja auf jeglichen Text-Ballast. Das ist auch die einzig richtige Entscheidung. Spieler sind Grafik-geil – und wollen auf bzw. in ihrem Magazin schöne große Motive sehen … und keine Katalog-Optik oder Marktschreier-Schlagzeilen. Wer am Kiosk ein Magazin sieht, das ihm optisch gefällt und interessant erscheint, dann greift er zu und blättert es durch. Diese These, dass zwischen diesem ‚Erkennen‘ und dem eigentlichen Griff noch eine Phase existiert, in der einzig und allein die Schlagzeilen studiert werden, die halte ich seit jeher für ausgemachten Blödsinn. Wenn meine Magazine jemals mit Schlagzeilen zugepflastert waren, dann nur, weil der Verlag oder vielmehr dessen Vertriebspartner darauf bestand. Ich halte diese Ansichten für überholt – und darum ziehen wir da auch nicht mit. Ein Schrei-Cover wird es beim gedruckten elektrospieler nicht geben. Auch hier geht es uns darum, die Sammler zu erreichen. Glücklicherweise trägt Enno Coners diese Entscheidung. Er gehört wohl zu den wenigen Verlegern, die das verstanden haben. Und was die Anpassung des grafischen Konzepts angeht: Natürlich lässt sich das nicht eins zu eins auf das Print-Medium übertragen. Aber es war auch nicht all zu schwer, die wichtigsten Elemente und Prämissen der Gestaltung zu retten. So bleibt die Rubrizierung am oberen Rand in der bekannten Form erhalten – wohingegen die Navigationsleiste links natürlich wegfällt. Darüber hinaus mussten wir die Schriftgröße anpassen (verkleinern), ebenso die Abstände (vor allem innen am Bund) wurden der Druckform entsprechend verändert. Außerdem ist die Grafik insgesamt einen Tick filigraner geworden. Eine zentrale Rolle spielen aber nach wie vor übergroße Motive – ein Stilmittel, dass die Leser schon in der PDF-Ausgabe sehr geschätzt haben. Der „elektrospieler“ ist also immer noch der „elektrospieler“. Bei den meisten Magazinen ist die Redaktion quasi der ‚Auftraggeber‘ der Grafik. Letztere ist dann mehr oder weniger kreativ damit beschäftigt, den Inhalt ins grafische Korsett zu quetschen und sich dabei mit der Redaktion herumzuärgern. Aber die Grafik einer Zeitschrift sollte weit mehr sein als nur ein Vehikel, um die Inhalte zu transportieren. Gerade in einem Spieleheft gibt es nichts Wichtigeres als das Bild – immerhin ist unser Medium in erster Linie ein visuelles. Gamer wollen Grafik, Gamer wollen große Bilder und vor allem wollen sie statt der üblichen Screenshots Artworks sehen – diejenigen Motive, die sonst nur Artbooks füllen, die von den Zeitschriften aber nach wie vor weitestgehend ignoriert werden, weil ihnen dafür vor lauter Tests, Previews und klaustrophobisch eng gesetzter Informations-Textwüsten einfach der Platz fehlt. Die Publisher und Entwickler überhäufen die Magazine teils geradezu mit hochkarätigem Artwork – aber dann vergammelt es weitgehend ungenutzt auf deren Platten, weil sie einfach keinen Platz dafür haben. Dieses Problem haben wir nicht, denn wir erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit: uns geht es nicht darum, alle Spiele vorzustellen. Haben wir ein Thema auf dem Tisch, aus dem sich eine wunderschöne Seitenstrecke und Galerie stricken lässt, dann nehmen wir uns dafür einfach den Platz. Ich habe lieber fünf oder sechs starke Leitthemen im Heft als über dutzende Seiten verteilten, hässlichen Schrott. Dafür gibt es das Internet, denn das ist noch deutlich geduldiger als Papier. Das Videospielmagazin von heute muss wie die Medien, die es behandelt, vor allem eines sein: Ein Kunstwerk, das zum Entdecken und Bestaunen einlädt … ein Bild- und Themen-Band für Fans und kein verkrampftes Durchhecheln der Neuerscheinungen. Dafür gibt es – wie gesagt – das Internet. Ob uns das gelingt, wird sich zeigen – wir tun unser Bestes. Sobald die erste Print-Ausgabe am Kiosk liegt, werden wir uns auch wieder intensiver um die Aktualisierung der Website und den Aufbau der Community kümmern. Hier soll es auch um Inhalte mit mehr Aktualitäts-Bezug gehen, in der Druckausgabe dagegen in erster Linie um ‚schöne Inhalte‘.

Daten und Fakten:

Start: 18. November 2009
Erstausgabe: 1/2009
Herausgeber: CSW-Verlag
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: € 6,95
Chefredakteur: Robert Bannert
Druckauflage: 20.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Neu im Handel: Return

Return 04/2009Die Zeiten, in denen es große Magazinneugründungen im Segment der Spieleheft gab, sind lange vorbei. Zuletzt dominierten unter den Neuerscheinungen eher Ramschtitel oder Zweitverwertungen den Kiosk. Umso erfreulicher ist es, wenn ein kleines „independent“ Heft den Markt betritt – so geschehen mit Return.

Der Titel umfasst 48 Seiten, kostet € 4,90, erscheint vierteljährlich und ist zunächst nur über Direktbestellung auf return-magazin.de und Abo zu haben. Im Gegensatz zum Mitbewerber Retro ist Return durchgängig farbig und auf eine Papiersorte gedruckt, die durchaus hochwertiger als so manches Umschlagspapier ist.

Return ist eine Retrozeitschrift über die 8-Bit-Generation, das Themenspektrum ist sehr C64-lastig, NES, Atari 2600 und Co. finden dennoch ihren Platz.

Was will Return?

Diese Frage ist ernst gemeint und zielt auch nicht darauf die Macher des Heftes, mit denen ich auf der GameCom ein wenig plauschen durfte, niederzumachen.

Die Optik ist ansprechend und kann ein LiveEmotion-Heft locker ausstechen, trotz einer nicht ganz so lesefreundlichen Schriftart. Nun steht ein und fällt ein Heft nicht mit den Kleinigkeiten, an denen ich mich gerne aufhänge, wie Deppenapostrophe, der Missbrauch von Akzenten als Apostrophzeichen, die Verwechslung von Binde- und Gedankenstrichen oder ss/ß-Fehlern, die in Return allesamt zuhauf zu finden sind. Auch nicht damit, dass man wild mit der Leseransprache zwischen Sie, man, ihr/Ihr, euch/Euch hin- und herspringt, sondern ganz einfach mit den Inhalten. Und die konnten mich bei der Erstausgabe von Return einfach nicht überzeugen.

So ist eine Newsrubrik in einem Quartalsheft eher unglücklich. Was interessiert mich zum Beispiel Mitte Oktober noch der GamesCom-Stand von René Meyer und seiner Konsolensammlung? Das ist zwei Monate nach dem Ereignis weder neu noch großartig interessant, da Renés Sammlung bereits häufiger an allen möglichen Stellen thematisiert wurde. Schade um die zwei-drittel Seite Platz. Glücklicher wäre es da vielleicht gewesen das ganze als „Szene Talk“ aufzubauen und von zeitempfindlichen Themen, wie eben alten Messeberichten oder Nonsens „Pac-Man Durchspielzeit-Rekord eingestellt“ einfach die Finger zu lassen.

Ebenfalls nicht überzeugen kann das Interview mit Boris Schneider-Johne. Wer ein wenig im Netz aktiv ist oder ab und an mal in den Retro-Teil eines der normalen Spielehefte schaut, ist schon über ein Boris-Interview gestolpert. Ich gehe einfach davon aus, wer sich für ein Heft wie Return interessiert, das man nur übers Internet finden kann, der kennt auch die einschlägigen Seiten. Das abgedruckte Interview bietet einfach keine neuen Erkenntnisse. Zudem werden die Fragen teils gar nicht richtig beantwortet, ob das Platzmangel oder Boris’ Antworten geschuldet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn Boris nach einem PowerPlay-Highlight und der Hochzeitphase des Heftes gefragt wird und nur auf die schönen USA-Reisen eingegangen wird, die er im PP-Dienste machen durfte, passt da etwas nicht.

Eine Hand voll Reviews zu neuen (?) C64-Titeln sind in Ordnung, mehr aber auch nicht. Wirklich nett fand ich den unter anderem den Bericht über Donkey Kong Arcade und die Umsetzung auf die verschiedenen Systeme wie beispielsweise Schneider CPC, Sinclair Spectrum und Atari 7800. Genauso, wie den Artikel über den Homebrew-Titel „Lynxopoly“ für Atari Lynx.

Den Artikel „20 Jahre Gameboy“ hätte man sich lieber schenken sollen, das könnte in der Form auch exakt dem Extended-Teil der M! Games (MAN!AC) oder einem GamePro- bzw. Games Aktuell-Special entsprungen sein. So was haut mich nicht vom Hocker und animiert mich nicht dazu noch extra eine Zeitschrift zu kaufen.

Falsche Erwartungshaltung?

Nun hab ich so viel am Heft rumgenörgelt, sodass ich mir selbst die Frage stelle, hatte ich die falschen Erwartungen an Return, hab ich für ein so kleines Projekt die falschen Maßstäbe angelegt? Was hatte ich mir von dem Heft eigentlich erhofft?

Ehrlich gesagt, so genau kann ich das gar nicht beschreiben. Altersbedingt (Jg. 1988) bin ich ohne Telematch, ASM sowie 64’er aufgewachsen und hab von dieser Spielergeneration nichts mitbekommen. Deswegen hätte ich mir gewünscht, mehr aus dieser Zeit fühlen zu können. Was bei mir zurückbleibt, ist der Gedanke „Hey, da hätte man doch so viel draus machen können“. Die Erstausgabe wirkt auf mich einfach, wie eine Zusammenstellung der Retroteile von M! Games und Co. und genau so was will und brauche ich nicht.

Trotzalledem drücke ich den Jungs natürlich für die zweite Ausgabe beide Daumen und werde mir auch noch ein zweites Exemplar bestellen und bezahlen – davon, dass sie mir ein Freiexemplar geschickt haben, können sie das Projekt schließlich auch nicht finanzieren. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser vor hier dem Heft dennoch eine Chance gibt und eine Ausgabe ordert.

Daten und Fakten:

Start: 12. Oktober 2009
Erstausgabe: 4/2009
Herausgeber: SIGN SET Werbegrafiken
Segment: Retro-Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: € 4,90
Chefredakteur: Frank Erstling
Druckauflage: Liebhaberobjekt ;-)

Blätterwald #23 vom 04. September 2009

Computec:

Ende der Chaosnummerierung in Sicht!?
Computec hat sich scheinbar angekündigt die völlig außer Kontrolle geratene Heftnummerierung bei »PC Action« und »PC Games« wieder hinzuschieben. Dieses Jahr soll es ein 13. Heft geben. Natürlich gibt es auch dieses Jahr nur zwölf Ausgaben, aber das neue Jahr beginnt damit nicht schon im November, sondern erst Mitte Dezember.

»Games Aktuell Magazin« demnächst wohl teurer
Der Abopreis liegt nun bei € 2,25 die Ausgabe, was darauf schließen lässt, dass »Games Aktuell Magazin« ab Ausgabe 10/2009 statt € 1,90 nun € 2,50 kosten wird.

Neue »PC Games Hardware«
Computec hat das Magazin mit der Ausgabe 10/2009 einem Facelift unterzogen. Wie es so schön heißt, wurden die „Extended“-Inhalte ins Heft integriert. Einfacher gesagt, die 32 Seiten, die man bislang für € 1,20 zusätzlich kaufen konnte, wurden gestrichen. »PC Games Hardware Extended« wird zu »PC Games Hardware Fan Edition«, vorerst gibt es diese aber nur einmalig. Dafür kostet sie € 7,99 (statt bisher € 6,50), hat keine Extraseiten, aber eine zweite DVD.

Neues »Games Aktuell«-Sonderheft
Von der »Games Aktuell« ist am 02. September ein „neues“ Sonderheft erschienen. Es hat den Schwerpunkt „Die Geschichte der Videospiele“ und recycelt mehr oder weniger die Geschichtsserie der vergangenen Ausgaben. Der Umfang liegt bei 84 Seiten, der Preis beträgt € 5,99.

»SFT« derzeit ohne Chefredakteur?
In der aktuellen »SFT«-Ausgabe (09/2009) ist Chefredakteur Kay Beinroth spurlos verschwunden. Im Impressum gibt es nur noch einen stellvertretenden Chefredakteur, Florian Weidhase. Dieser hat auch gleich das Editorial verfasst.

»X3« kommt tatsächlich zurück
Ab dem 16. September wird eine neue Ausgabe der »X3« ausliegen. Der Spaß wird allerdings teurer als bisher, der Preis steigt von € 3,60 auf für ein Sonderheft typisches Niveau von € 4,99.

Weitere Verlage:

»Elektrospieler« wird gedruckt
Robert Bannerts PDF-Magazin »Elektrospieler« kommt an den Kiosk. Zunächst vierteljährlich und erstmalig ab dem 4. November. Als Verleger betätigt sich der CSW Verlag, bei dem bereits seit einigen Jahren »Retro« erscheint. »Elektrospieler« wird ähnlich ausgestattet sein, also dickes Papier, eine Klebebindung und etwa 90 Seiten bekommen. Der Preis wird bei € 6,90 liegen.

Der Schwerpunkt soll eher auf Hintergrundberichten und Specials liegen, weniger auf Tests und Previews. Das PDF soll weiterhin erscheinen und sich mit der gedruckten Ausgabe ergänzen.

»GamersPlus« mit Gimmick
Wie bereits im letzten Blätterwald erwähnt, kostet »GamersPlus« zukünftig € 4,50. Allerdings nur, wenn der Ausgabe ein Gimmick beiliegt. Diesen Monat wird es eine DVD mit 14-Tage-Testversion von WoW sein. Gibt’s kein Extra, liegt der Heftpreis bei € 3,50.

Die Erscheinungsfrequenz steigt von sechs auf acht Ausgaben pro Jahr.

Mobile Gamer #15 erscheint nun doch
Erstverkaufstag für die erste Ausgabe des Jahres 2009 ist der 06. November. „Angedroht“ wurden im Maniac-Forum einige inhaltliche Überraschungen.

Neues Retro-Magazin »Return« ab Oktober
Besucher der Games Com konnten es bereits einem Flyer entnehmen: Ab Oktober kommt ein neues Retro-Heft auf den Markt. »Return« erscheint vierteljährlich und ist zunächst nur über Einzelheftbestellung bzw. Abo erhältlich.

Der Preis beträgt € 6,50 (€ 4,90 + Porto) und ist der sehr geringen Druckauflage geschuldet. Bestellungen sind ab dem 20. September möglich. Der Heftumfang liegt bei etwa 50 farbigen Seiten. »Return« trägt den Untertitel „Das Magazin für die Generation C64“, befasst sich neben Commodore aber auch mit Atari, Nintendo und Sega deren 8Bit-Konsolen. Einen ersten Eindruck vom Heft kann man sich auf der mit Framesets ebenfalls sehr antik gestalteten Webseite verschaffen.

Blätterwald #22 vom 21. August 2009

Magaziniac – Exklusiv

consol.AT/consolPlus jetzt 10x pro Jahr
Ab 2010 erscheint das österreichische Videospielmagazin consol.AT bzw. dessen deutsche Ausgabe consolPlus zehn Mal jährlich, statt wie bisher nur acht mal pro Jahr.

Consol.media Redaktionsdirektor Michael Furtenbach freut sich darüber, dass auch in Zeiten sinkender Anzeigenerlöse die Leser zu dem Heft stehen und gibt für 2010 daher folgende Erscheinungstermine für das Heft bekannt:

29. Januar/Jänner 2010
05. März 2010
16. April 2010
21. Mai 2010
25. Juni 2010
29. Juli 2010
06. September 2010
08. Oktober 2010
18. November 2010
10. Dezember 2010

(Wer auf die Idee kommen sollte, mal wieder Copy and Paste im consol.AT-Forum zu machen: Klickbaren Link zur Quelle angeben, danke!)

Computec:

Neuer EVT für die N-Zone
Inzwischen geht’s wieder ein bisschen weiter „back to the roots“ und der Erstverkaufstag der N-Zone hat fast wieder den Ursprung erreicht. Pünktlich zum 150. Geburtstag des Heftes, der sicherlich auch die ein oder andere Überraschung parat halten dürfte, erscheint N-Zone von nun an jedem 3. Mittwoch des Vormonats.

Buffed 09+10/2009 verschiebt sich
Aufgrund der Blizzcon kommt das Heft erst am 31. August und nicht wie geplant am 19. August in den Handel. Zur Entschädigung wird es eine 16-Seiten-Beilage zur Blizzcon geben.

Neues Buffed Sonderheft
Am 30. September erscheint das zweite Buffed-Sonderheft. Alles wie gehabt, Tipps zu WoW, Aion und Warhammer Online zum Preis von € 6,90 im Pocketformat.

Thomas Weiß nicht mehr bei der PC Games
Details sind dem PC Games-Forum zu entnehmen.

IDG:

GameStar DVD-Version wird teurer
Der Preis steigt um 20 Cent an und beträgt ab Ausgabe 10/2009 € 5,50. Der Mitbewerber PC Games hatte den Preis bereits mit Ausgabe 2/09 auf € 5,50 erhöht.

Making Games Magazin kommt häufiger
Ab sofort erscheint das GameStar-Branchenheft zweimonatlich statt bisher vierteljährlich.

Weitere Verlage:

GamersPlus vor großer Preiserhöhung
Von Ausgabe 05/2009 beträgt Heftpreis € 4,50 statt € 2,95. Zu den einhergehenden Änderungen sind bislang noch keine Details veröffentlicht worden.

Auflagenzahlen ConsolPlus/GamersPlus II/09
ConsolPlus: verkaufte Auflage -> 20.318 (-5.848 gegenüber I/09)
GamersPlus: verkaufte Auflage -> 21.985 (-2.548 gegenüber I/09)

Gedruckt werden von ConsolPlus nun 65.860 Exemplare. Von GamersPlus sind es 75.618.

Quelle: Verlagsangabe