Neu im Handel: Robot
Es geschehen noch Zeichen und Wunder oder so ähnlich. Schlecht durfte jedenfalls der geneigte Leser nicht staunen, als er am 28. November 2014 am Kiosk zu den Spieleheften schaute und dort ein neues Magazin erblicken durfte. Das gute Stück trägt den Namen „Robot“ und soll uns zukünftig jeden Monat beglücken. Allzu viel erwarten sollte der erwachsene Leser allerdings nicht, denn das Heft hält, was der Titel verspricht: Es ist ein Spielemagazin für die ganz junge Zielgruppe. Plastikspielzeug als Beilagen gibt es nicht, dafür bekommt man für seine € 3,90 ein paar Seiten mehr, nämlich ganze 52. Diese sind immerhin komplett werbefrei. Der Umschlag ist dick und mit UV-Lack veredelt, die Papierqualität ist deutlich besser als von den gewöhnlichen Spielemagazinen – Weiß ist keine gräuliche Pampe und die Farben kommen auch frisch und knallig zur Geltung. So lassen sich auch kleine Texte gut lesen und die weiße Schrift vermatscht nicht.
Ganz taufrisch ist Robot allerdings nicht – der hierzulande wenig bekannte Verlag Reset Media gibt die Zeitschrift bereits seit 2010 in Schweden und seit Juni ’14 auch in England heraus. Robot ist demnach ein übersetztes Heft. Kristian Metzger (ehemals Herausgeber der [ple:] und Chefredakteur von Eurogamer.de) und Maxi Lange zeichnen sich für die Lokalisierung verantwortlich. Vom ziemlich verhunzten Editorial und kleinen Inkonsistenzen bei der Leseranrede abgesehen ist ihnen das ganz gut gelungen.
Inhalt
Los geht’s mit einem achtseitigen Minecraft-Artikel. Dieser enthält Tipps zum Umgang mit Pferden, Verteidigungsstrategien gegen Monster, Infos zu Verzauberungen, sowie einige Infos zu verfügbaren Mods und Neuerungen von Patch 1.8. Redakteure hat das Heft direkt nicht, diese verstecken sich hinter Manga-Charakteren – und haben selbstverständliche ihre Doppelseite mit einem wilden Abenteuer. Anschließend folgt eine Doppelseite mit „Neuigkeiten“, wie dem Verkauft von Minecraft an Microsoft.
Nach einer weiteren Doppelseite Einstieg folgt das Herzstück eines jeden Spieleheftes, der Testteil. Zielgruppengerecht gibt es keine Fließtexte, sondern nur einzelne Kästchen, die mit Text gefüllt sind. Die Testlänge variiert von maximal 4 Seiten für Super Smash Brothers 3DS hin zu Halbseitern, wie bspw. Sims 4. Bei den großen Tests werden zusätzlich zur Endwertung noch Aussehen, Sound, Steuerung und Langzeitmotivation einzeln in Prozent bewertet, Kurztests enthalten nur eine kurze Spielbeschreibung, Redakteursfazit und die Endwertung.
In die Mitte des Heftes ist das obligatorische Doppelposter eingeheftet. Der nächste nach dem Testteil folgende Schwerpunkt sind die neuen Skylanders-Figuren „Traps Masters“. Was dann folgt, hat man schon lange nicht mehr in Spieleheften gesehen, einen kurzen Tipps-Teil mit Hotline. Du kommst nicht weiter? Mail uns deine Frage… Mittlerweile sind wir schon auf Seite 40 angekommen und dürfen uns über ein paar Cosplay-Bilder nebst Interview freuen. Auf den letzten Seiten des Heftes werden nun noch die auf dem Cover angepriesenen Handy- und Tabletspiele abgefrühstückt, zur Bewertung darf ein 5er-System ran, bevor eine noch eine Doppelseite zu den neusten Pokémon-Spielen folgt.
Nun hat man es endlich geschafft, lässt sich noch erklären, dass Nintendos Virtual Boy sich nicht durchgesetzt hat, weil a) die 3D-Technologie damals noch neu und Fremd war und b) nur wenige gute Spiele gemacht wurden. Ah ja. Nachschlag mit Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir als Titelstory soll es dann am 23. Dezember geben.
Fazit:
Recht hübsch aufgemachtes Spieleheft für Kinder – ich wüsste allerdings nicht, wer das Heft kaufen sollte. Titel wie Kids Gamer oder FOR sind sicher nicht wegen ihrer großen Kioskerfolge verschwunden und auch Paninis Game Master hat mit massiven Auflagenverlusten zu kämpfen. Wer mag auf einen kompletten Jahrgang 2015 mit 10 Ausgaben wetten? 😉
Daten und Fakten:
Start: 28. November 2014
Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Reset Media AB
Segment: Kinder-Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Copy-Preis: € 3,90
Ausstattung: 52 Seiten
Chefredakteur: Pär Villner
Druckauflage: k.A.
Webseite: robotmagazin.de (derzeit nur für Mailkontakt eingerichtet)

Nachdem Future Publishing den Schwestertitel Nintendo Gamer Im Jahr 2012 platt gemacht hat, sieht die Situation bei den Nintendo-Heften ähnlich aus, wie bei uns in Deutschland. Es gibt nur noch ein Heft, welches sich ausschließlich dem Thema Nintendo widmet und das ist das „Official Nintendo Magazine“ von Future Publishing. Es kostet £ 4,50 und erscheint vierwöchentlich (13x pro Jahr). Obwohl es keinerlei Mitberwerber mehr hat, verliert es weiterhin massiv an Auflage. Ursprünglich startete das Heft bei EMAP im Jahr 1992, wechselte im Jahr 2006 aber zu Future. Mit neuem Namen und Team startete die Nummerierung wieder bei #1.
„Play“ von Imagine Publishing – Europas ältestes PlayStation-Magazin, welches im Oktober 1995 startete und zeitweise mehr als 90.000 Exemplare verkaufte. £ 4,99 werden für das 100-Seiten-Heft veranschlagt. Eine DVD liegt bei, ab und an gibt es auch kleine Büchlein oder Poster beigelegt. Die Verpackung im „Gadget-Bag“ ist jedoch nicht mehr Standard. Mit Ausnahme vom Jahr 2013 (laut ABC) erscheint es vierwöchentlich (13x pro Jahr). Bleibt zu hoffen, dass mit dem PS4-Launch die Auflagenzahlen wieder steigen, wäre schade nach so langer Zeit um das Heft. Als Randinfo: 1998/1999 basierte die deutsche PowerStation auf der Lizenz der Play.
Von Future Publishing kommt „Playstation Official Magazine UK“. Es kostet £ 5,99, die Demo-Blu-ray wurde mit Ausgabe 7/2013 abgeschafft. Stattdessen kommt das Heft im „Gadget-Bag“ dem z. B. Poster, Postkarten oder Schlüsselanhänger beiliegen. Mit dem Heftlaunch 2008 verabschiedete man sich von dem Konzept jede Sony-Konsole mit einem eigenen Heft zu begleiten, so gibt es mit dem PlayStation-4-Start kein eigenes Magazin mehr und die Nummerierung wird fortgesetzt. Aktuell ist demnach Ausgabe 94.
Das erste aus dieser Reihe ist „One Gamer“ von Uncooked Media. 2005 erschien er erstmalig unter dem Namen „360 Gamer“. Bis einschließlich 2012 kam es dreiwöchentlich (17x pro Jahr). Inzwischen kostet das Heft£ 3,99, hat 132 Seiten Umfang und kommt vierwöchentlich in den Handel. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern gibt es keine beigelegten Extras, die den Heftpreis hochtreiben. Die ABC-Mitgliedschaft wurde beendet, die letzten Zahlen stammen von 2012.
Der zweite Xbox-Titel stammt von Imagine Publishing. Das Heft startete 2005 unter dem Namen „X360“. 2012 wurde, wie es so schön heißt, der Schwestertitel „360“ ins Heft intergriert. „XOne“ kostet £ 4,99, kommt im „Gadget-Bag“ und erscheint vierwöchentlich (13x pro Jahr). In Teilen kann einem das Heft bekannt vorkommen, die ersten Ausgaben von Richard Löwensteins 360 Live aus den Jahren 2005/2006 basierten auf der X360-Lizenz.
Wie gewohnt kommt von Future Publishing das offizielle Konsolenmagazin. „Xbox – The official Magazine“. Die Umbennung vom Ursprugstitel „Xbox 360 – The official Magazine“ fand mit Ausgabe 105 bzw. 12/2013 statt. Damit gab es einen fließenden Übergang zwischen den Konsolengerationen. Im Gegensatz dazu wurde beim Wechsel von der Xbox zur Xbox 360 noch ein neues Heft gestartet. Ebenfalls verschwand mit der Umbennung die Demo-Disc. Nummer #104 war damit das letzte offizielle Konsolenmagazin mit Demo-Datenträgerbeilage. £ 5,99 werden alle vier Wochen (13x pro Jahr) für das Heft im „Gadget-Bag“ mit Poster, Postkarten etc. fällig.
Die Briten sind nicht die allzu größten Fans von PC-Spieleheften. Lange vor dem letzten großen Sterben der Konsolenhefte hatte sich die Anzahl der Magazine auf eins reduziert, Future Publishings „PC Gamer“. Das Heft kommt alle vier Wochen (13x pro Jahr) in den Handel und kostet £ 5,99. Eine Cover-Disc gibt es bereits seit Ausgabe 11/2011 nicht mehr, stattdessen gibt es Download-Codes für DLC oder Vollversionen.
Zur „Edge“ muss man wohl nicht allzu viele Worte verlieren. Hoch geschätzt in den Internforen, überall auf der Welt mal als Lizenzausgabe erschienen und letztlich immer wieder nach kurzer Zeit eingestellt worden. Computec unternimmt zurzeit in Deutschland einen neuen Anlauf mit einer ausschließlich digitalen Ausgaben. Die britische Edge kostet gedruckt £ 5,00 und kommt alle vier Wochen (13x pro Jahr)
Der Gegenspieler von „Edge“ ist „gamesTM“. Kostet ebenfalls £ 5,00 und kommt auch alle vier Wochen (13x pro Jahr), wobei es laut ABC 2013 nur 12 Ausgaben gab im Prüfungszeitraum. Das Heft ursprüngliche als Alleinstellungsmerkmal einen Umfang von Dauerhaft 180 Seiten. Aufgrund der Tatsache, dass die Auflage sich innerhalb der letzten Jahre auch praktisch halbiert hat, wurde dieser auf 164 Seiten zurückgefahren. Da Inhalt und Aufmachung des Heftes sehr hochwertig und abwechslungsreich sind, gab es bereits mehrfach Lizenzausgaben. Sowohl die deutsche (zwei Anläufe) als auch die niederländische Ausgabe konnten sich jedoch nicht am Markt behaupten.
„Games Master“ ist ein quietschbunter Multiformat-Titel, der von Ende 2005 bis Mitte 2006 unter dem Namen „CVG“ von Computec auch als Übersetzung in Deutschland erschien. Auf der Insel erscheint das Heft bereits seit 1993 und war auch mal richtig groß von den Auflagenzahlen, ist inwzwischen aber auch deutlich unter die 20.000er-Marke gefallen. £ 4,50 werden alle vier Wochen (13x pro Jahr) fällig. Das Heft kommt in einem „Gadget-Bag“ mit verschiedenen Zugaben, wie Poster, Sticker, Downloadcodes etc.
Zur „Retro Gamer“ von Imagine Publishing werden keine Auflagenzahlen veröffentlicht. Dass 2004 mal eine Druckauflage von 40.000 genannt wurde, hilft nach Verlagswechsel, Konteptionsänderungen und letztlich zehn Jahre später nicht wirklich. Aktuell ist das Heft unter gleichem Namen als vierteljährliche Lizenz-Ausgabe von der Heise-Verlag-Tocher eMedia zu haben.
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