Archiv für September 2007

Neu im Handel: NMag

Internet goes offline, NMag wird gedruckt. NMag ist eigentlich ein Nintendo-PDF-Fanzine und hat um die 20.000 Leser, nach dem was ich gehört hab. Das sind nicht wenig und so entschied sich IDG nun vor kurzem dazu das Heft in die Läden zu bringen.

Dankenswerter Weise erscheint die Novemberausgabe nicht schon Ende September und auch sonst hebt man sich erfreulicher Weise vom Einheitsbrei der Branche ab. Los geht’s mit einem kleinen Newsteil, der Spielwiese-Rubrik. Direkt danach sind auch schon die Tests dran. VC-Spiele bekommen statt einer Punktzahl Tendenzpfeile, außerdem befinden sie sich vor allen anderen Reviews im Heft. Auf einer Seite wird das Team vorgestellt und das Wertungssystem erklärt. Hierbei fällt folgendes auf: Es gibt keine lästige Prozentwertung, NMag setzt auf das 10er System – und was noch viel interessanter ist: Die Durchschnittswertung liegt bei 5/10 Punkten und nicht bei 7/10 oder ähnlichem. So wird das neuste Madden eben nur mit 6/10 bewertet (überdurchschnittlicher Titel), wohingegen Tiger Woods eben „nur“ 5/10 bekommt (Durchschnittstitel). Mit neun Seiten ist der Testteil allerdings nicht sonderlich groß und es gibt viele Drittelseiter. Es folgen zwei Features über den Nintendo World Store und das „Seal of Quality“, bevor es mit 19 Seiten Previews weitergeht.

Generell ist festzuhalten: Bilder oben und Text unten, sparsamer Einsatz von Artworks und bunten Texthintergründen.

Letzteres hat auch gute Gründe. Die Papierqualität ist unterirdisch schlecht. Es gibt keinen Umschlag, er ist auf das selbe Papier wie das Heftinnere gedruckt. Die Farben wirken allesamt blass und Weißdarstellung ist auf dem Papier schlicht nicht möglich. So kommt das ganze Magazin leider ziemlich labberig daher und wirkt ein wenig billig. Das ist besonders schade, da in PDF-Form das Layout ziemlich hochwertig aussieht.

Die Textqualität schwankt ein kleines bisschen, beim ersten Probelesen sind mir aber keine groben Schnitzer aufgefallen. Mit Marion Schneider (der GamePro-Lektorin) im Lektorat stimmt auch endlich die Verwendung von ss/ß ;-)

Insgesamt ist NMag ein nettes Heft geworden, Vergleiche mit Wii Magazin und N-Zone zu ziehen wäre an dieser Stelle nicht angebracht.

In diesem Sinne, viel Erfolg Jungs!

Daten und Fakten:
Start: 28. September 2007
Erstausgabe: 10/2007
Verlag: IDG Entertainment Media GmbH
Segment: Nintendo-Magazin
Erscheinungsweise: monatlich
Copy-Preis: EUR 1,99
Chefredakteur: Jonas Weise, Marvin Dere
Druckauflage: 40.000 (Verlagsangabe)

Nachschlag: CyPress / Computec

Die Würfel sind nun also gefallen. DVD Vision wird mit Ausgabe 11/07 nach 85 Heften wortlos dichtgemacht (1), PC PowerPlay geht ebenfalls ohne eine einzige Silbe unter.

Das Wichtigste in aller Kürze:
– Ahmet Iscitürk übernimmt die Objektleitung von cynamite.de und Games Aktuell.
– Thomas Szedlak bleibt Games Aktuell Chefredakteur.
– Cynamite.de wird künftig als powered by Games Aktuell laufen.
– Florian Stangl ist kein Chefredakteur mehr bei Cynamite.de. Er übernimmt künftig eine leitende Position im Bereich neue Medien.
– Objektleiter Konsolen-Magazine wird Florian Brich. Er übernimmt die Position von Harald Wagner, der Leiter vom offiziellen Vista-Magazin wird.
– PC PowerPlay wird eingestellt. Abonnenten können als Ersatzlieferung zwischen PC Games und PC Action wählen.

Quelle: Link

Die Meldungen über CyPress – Der Countdown läuft

Die gesammelten Meldungen der letzten Wochen:

22.08.2007 – Computec Media übernimmt von Cypress die Titel Games Aktuell und Play 3

Die Computec Media AG beabsichtigt, von der Cypress GmbH die Titel Games aktuell und Play 3 sowie verschiedene weitere Assets zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu übernehmen. Hierzu haben die Parteien einen Vertrag vereinbart, der unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt steht.

computec.de

10.09.2007 – Bundeskartellamt segnet Computec-Cypress-Deal ab

Auf der GC – Games Convention war die geplante Übernahme von „Games Aktuell“, „Play 3“ sowie weiterer Assets des CyPress Verlags durch Computec Media Tagesgespräch. Nun gab das Bundeskartellamt grünes Licht für das Vorhaben. Zum 1. Oktober werden die Spielemagazine den Herausgeber wechseln, teilte Computec mit. Keine weiterführenden Informationen lieferte das Verlagshaus, ob und welche weiteren Cypress-Aktivitäten über die genannten hinaus übernommen werden sollen.

gamesmarkt.de

22.09.2007 WÜRZBURG/HÖCHBERG – Cypress steht vor dem Aus

(md) Nach dem Verkauf zweier Zeitschriftentitel an die Fürther Computec Media steht die Höchberger Cypress GmbH, eine Tochter der Vogel Medien Gruppe in Würzburg, vor ihrem Ende. Immerhin: Etwa zwei Drittel der 45 Mitarbeiter werden zu Computec wechseln – oder beim Stammhaus unterkommen. Das teilte Vogel-Chef Claus Wüstenhagen dieser Zeitung auf Anfrage mit.

Ende der 90er war die auf Zeitschriften rund um Computerspiele spezialisierte Cypress GmbH kräftig gewachsen. Doch zuletzt liefen den Cypress-Magazinen die – meist sehr jungen – Leser davon. „Die Szene findet fast nur noch im Internet statt“, so Wüstenhagen. Die Ausbreitung von schnellen Internet-Breitbandanschlüssen zu Flatrate-Konditionen hätte den Magazinen zusehens den wirtschaftlichen Boden genommen.

„Wir haben ein Jahr lang gekämpft“, so Wüstenhagen: „Das jetzt war nicht die Wunschlösung“. Für die auf Medien für Technik-Profis spezialisierte Vogel Medien Gruppe seien Markt und Leserschaft von Cypress allerdings auch nie das Stammgeschäft gewesen, fügte er hinzu.

Würzburger Mainpost

24.09.2007 – Cynamite.de ab dem 1. Oktober bei der Computec Media AG

Cynamite.de hat sich einen festen Platz in der Favoritenliste vieler Internetuser gesichert und das soll sich ab dem 1. Oktober 2007 unter der Flagge der Computec Media AG nicht ändern. Gemeinsam mit dem Cynamite.de-Team will die Computec Media AG weiter am Erfolg des beliebten Multiplattform-Portals arbeiten, um in Zukunft noch mehr topaktuelle Berichterstattung aus der Welt des Electronic Entertainment zu liefern.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

http://www.cynamite.de/pc/news/more/cynamitede_ab_dem_1_oktober_bei_der_computec_media_ag/66032/cynamitede_ab_dem_1_oktober_bei_der_computec_media_ag.html

Viele Fragen bleiben offen:
– Wenn die jungen Leser davon liefen, warum man zum Beispiel OPM2 genau auf diese ausrichtete.

– Warum man eine unwirtschaftliche PC PowerPlay so lange am leben hielt, wenn man ein Jahr lang kämpfte. Hätte man nicht alle Kräfte in die anderen Hefte stecken müssen, um diese zu retten? Ständige Layoutwechsel und nicht zuletzt die Rückrufaktion dürften immense zusätzliche Kosten auf der PC PowerPlay-Seite verursacht haben.

– Warum kaufte man CyPress überhaupt, wenn der Verlag gar nicht zum Stammgeschäft passt?

– Was geschieht mit der DVD Vision und ihren restlichen Mitarbeitern?

Neu im Handel: Pokémon – Das offizielle Magazin

Wer sich über das Thema Pokémon informieren wollte, hatte bislang zwei Möglichkeiten. Entweder man nutzte das Internet oder griff zu einem der Anime-Hefte wie Kids Zone, Mega Hiro oder Game Master. Bedingt durch deren breite thematische Ausrichtung, ist aber kaum Platz ausführlich über alles Wichtige im Pokémon-Sektor zu berichten. Da kommt ein Magazin, nur über Pokémon, gerade recht.

Die Erwartungen
Was stelle ich für Erwartungen an das Heft (junge Zielgruppe ist im Hinterkopf vermerkt)? Ganz klar, jede Menge Infos zu den neuen Versionen Diamant & Perl. Welche Pokémon sind neu, was gibt’s die ersten Minuten zu tun, Stärken und Schwächen der Elemente, Kampftipps, Infos zu den Attacken und neuen Fähigkeiten. Vielleicht noch ein bisschen Hintergrundwissen zu den vorherigen Versionen für GBC und GBA, ein Überblick über die Pokémonspiele, ein Pokédex mit den Fundorten der Monster und Angaben in welcher Version ich sie antreffe. Die TV-Serie, wann läuft sie wo, wie viele Folgen gibt es inzwischen, was ist mit den Kinofilmen?

Die Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen und genau das alles bietet Pokémon – Das offizielle Magazin NICHT.

Das Heft
EUR 2,80 soll das gute Stück kosten. Im Preis mit inbegriffen ist jede Ausgabe ein mehr oder minder tolles Extra – im Falle der Erstausgabe sind es drei Daumenkinos. Seiten hat das Heft auch noch, allerdings nicht besonders viele. 36 sind es um genau zu sein.

Damit der Leser nicht von vornherein merkt, wie wenig Inhalt das Heft bietet, wird auf ein Inhaltsverzeichnis gleich ganz verzichtet. Nach dem Editorial bzw. der Vorstellung des Heftextras geht es direkt mit der Vorstellung von Diamant und Perle los.

Über 100 brandneue Pokémon gibt es zu entdecken.

Aha, welche?

Damit wächst die Anzahl der Pokémon insgesamt auf weit über 400.

493 sind es, also eher fast 500.

Neue Pokémon sind aber nicht die einzige Besonderheit der neuen Editionen.

Sag bloß!

Erstmals gibt es auf dem DS verschiedene Tageszeiten.[…]

Boah, wahnsinn!

Das war die erste Seite von drei Seiten des Artikels. Auf der zweiten werden nun die neuen Start-Pokémon, die neue Tauschfunktion, sowie extrem euphorisch die Tageszeiten erwähnt. Auf der dritten und letzten Seite werden Pokétech und die neue Region Sinnoh vorgestellt. Ach ja, viele der bisher bekannten Pokémon können sich nun weiterentwickeln. Toll, was hab ich davon, dass sich Roselia zu Roserade entwickeln kann? Und durch was entwickelt es sich weiter? Level, Steine, Tauschen etc. Eine Antwort wird darauf nicht geliefert, aber man kann sich das offizielle Lösungsbuch kaufen, hilft einem bestimmt weiter und wird wärmsten empfohlen, klasse.

Die Merchandiseproduktion ist voll im Gange und natürlich muss auch der Plastikkrams vorgestellt werden. Vorausschauender Weise hat man sich die Preisangaben geschenkt, ist eh besser die Eltern erst an der Kasse zu schocken.

Seite 8, offizieller Pokédex, endlich!
Was ist das? Besagte Rubrik umfasst doch tatsächlich zwei Seiten und stellt die ersten zwei Start-Pokémon (Pflanze und Feuer) vor. Rund 3/4 der Seite nimmt die Figurenzeichnung ein. Darunter steht folgendes Sätzchen:

Hier sind alle Infos, die du über dieses Pokémon benötigst.

Um was wollen wir wetten, dass dem nicht so ist? Typ, Größe, Gewicht, Fähigkeit – soweit so gut.

Entwicklungen, Fundort, einmalig auftauchen oder beliebig oft?
Die Entwicklungsstufen werden genannt, aber wer will schon die Voraussetzungen dafür wissen (Level, Tausch, etc.)? Und überhaupt, wen interessiert der andere Kram?

Welche Attacken kann denn mein Liebling?
Hör mal Evil, haste die Seite davor nicht gelesen? Offizielles Lösungsbuch! Da steht drin, was du wissen willst! Du glaubst doch nicht ernsthaft, wir würden so was ins Heft schreiben?

Sammelkarten
Der wohl teuerste Posten eines Pokémonfans, die Spielkarten. Beim Inhalt gilt auch hier wieder, erwähnen der Bezeichnung der Neuerung reicht: „Neu: Level X Pokémon“.

Gut, und was bringen mir die?
Lieber Evil, kauf sie dir, dann weißt du es.

Und was kostet der Spaß?
Sag ich dir nicht, du bist blöd :p

Fernsehen zum Lesen
Merke, das Heft hat 36 Seiten Umfang. Ganze zehn Seiten nimmt die „Comicumsetzung“ einer TV-Episode ein, also 1/4 des gesamten Magazins. Unterbrochen wird sie nach fünf Seiten durch Rätsel, Poster, Malbild, Labyrinth, Fehlerbild und Pokémon-Lexikon. Mit ein bisschen mehr Nachdenken bei der Seitenplanung hätte sich das durchaus vermeiden lassen, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Der Comic selbst ist in Ordnung.

Das große Pokémon-Lexikon, Teil 1
Wenn wir etwas nicht wissen, fragen wir Wikipedia oder schlagen in seltenen Fällen in einem Lexikon nach. In einem Lexikon befinden sich dann ausführliche Informationen zum gewünschten Thema. Soviel zur Theorie.

Unser Pokémon-Lexikon listet nach und nach alle Pokémon auf. Die Angaben beschränken sich auf Nummer, Name, Typ, Größe und Gewicht. Entwicklungsstufen, Editionen, Fundorte etc. pp. fehlen erneut.

Es werden genau 24 Pokémon auf den zwei Seiten aufgelistet. Überschlagen wir doch mal kurz: 24 Pokémon pro Ausgabe, 493 gesamt. Macht gerundet 21 Ausgaben, bis alle durch sind. Bei zweimonatlicher Erscheinungsweise und der Voraussetzung das Heft wird nicht eingestellt und es kommen keine neuen Pokémon in der Zeit dazu, ist das Lexikon in vier (!) Jahren komplett. Na dann, „gotta collect ’em all“.

Der Rest
Die letzten Seiten werden noch mal mit Rätseln und Leserzeichnungen aus den Schwesterheften gefüllt. Übrigens, in der nächsten Ausgabe wartet ein Flipper-Handy als Mega-Extra111

Das Fazit
Ganz klar, Finger weg! Als meinetwegen Achtjähriger kann ich mit Entwicklerinterviews, technischen Details usw. nichts anfangen. Klar, so was erwarte ich auch nicht. Ein Mindestmaß an Informationen muss einfach gegeben sein. Mit „Es gibt PUNKT“ ist niemanden geholfen. Wenn beim Sammelkartenspiel „Level X“ Pokémon erwähnt werden, will ich auch wissen, wofür die gut sind und nicht nur, dass es sie gibt. Und ein paar Attacken und die Entwicklungslevel in den Pokédex zu schreiben sollte wohl drin sein.

Wenn man die Attacken und Entwicklungslevel der Startpokémon wissen will, muss man übrigens nicht das Lösungsbuch kaufen. Ein Blick in das 19 Cent teurere Schwesterheft Game Master genügt. Wer nicht weiterkommt, findet dort auch eine mehrteilige Komplettlösung. Sollte das immer noch nicht reichen, gibt es Linktipps zum pokewiki und bisafans obendrauf.
Daten und Fakten:
Start: 19. September 2007
Erstausgabe: 01/2007
Verlag: Panini Verlags GmbH
Segment: Kids-Spielehefte/Pokémon-Magazin
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Copy-Preis: EUR 2,80
Chefredakteur: Jo Löffler
Druckauflage: unbekannt

Neu im Handel: Kids Gamer

Das Kartellamt hat inzwischen der Übernahme von play3 und Games Aktuell zugestimmt und auch sonst launcht Computec munter weiter Zeitschriften. Das neuste Heft trägt den Namen Kids Gamer und wird als Kids Zone Sonderheft geführt. Damit ist auch schon gleich die Zielgruppe definiert, 6-13jährige.

Das Heft beginnt mit dem groß auf dem Cover beworbenen Gewinnspiel. In erster Linie dürfte das Ziel sein möglichst viele Premium-SMS à 49 Cent abzugreifen. Die alternative Teilnahmemöglichkeit (Mitmachcoupon) wird nur unaufällig erwähnt und befindet sich 60 Seiten später im Heft.

Im Special „Die coolsten Handygames“ geht es weiter mit „Fragwürdigkeiten“. Erst werden ein paar Handyspielchen benotet, dann folgt ein advertorialartiger Artikel über Mobile Unlimited und dessen Vorzüge. „Kein Abo, mit 5 Euro pro Spiel wird euch ja nicht so viel Geld aus der Tasche gezogen und ein Limit was ihr im Monat dafür ausgebt, solltet ihr euch auch setzen.“ um es mal zusammenzufassen. Mobile Unlimited gehört zu Computec und welch Zufall, direkt neben dem Artikel befindet sich auch eine Anzeige zum Handyspieldownload-Portal…

Anschließend folgt ein mehr oder minder guter Bericht über das Preisleistungsverhältnis der aktuellen und älteren Konsolen, sowie ein reichlich bebildertes und schmal betextetes Special über „Die besten Hits fürs Taschengeld“

Die heftüblichen Inhalte Vorschau, Tests, Cheats usw. dürfen natürlich nicht fehlen. Die Texte sind allesamt sehr kurz geraten und grundsätzlich bunt hinterlegt. Das Layout wirkt ziemlich Oldschool, da hatte Computecs gescheiterter Screenfun-Konkurrent Games and More vor 7 Jahren mehr zu bieten. Warum der GameCube als tote Konsole noch zum Layoutgerüst gehört lässt sich nicht erschließen, ebenso wenig warum die Xbox 360 grundsätzlich als Xbox betitelt wird. Xbox 360 ist für einen Button zu lang, also warum nicht X360 oder 360? So ist jedenfalls keine Unterscheidung zwischen beiden MS-Konsolen möglich.

Die Textqualität ist für die Zielgruppe Kids Zone sicherlich ausreichend, ob für so ein Heft ausreichend Marktpotenzial vorhanden ist, wage ich vorsichtig zu bezweifeln.

In der Pressemitteilung heißt es zwar:

Mit Kids Gamer spricht Computec eine markenbewusste und kaufkräftige Zielgruppe an. Die jüngste KidsVA-Studie enthüllt bei den 6- bis 13-Jährigen in Deutschland ein Sparguthaben von 4 Mrd. Euro, 1,5 Mrd. Taschengeld und nahezu 1 Mrd. Euro an Geldgeschenken, über die sie oft selbst verfügen dürfen.

Großen Erfolg dürfte man sich angesichts einer Druckauflage von 50.000 und vierteljährlicher Erscheinungsweise nicht so recht zutrauen. Anzeigenkunden machten bisher auch nicht den interessiertesten Eindruck, nur zwei der 68 Seiten sind mit Werbung belegt.

Daten und Fakten:
Start: 12. September 2007
Erstausgabe: 01/2007
Verlag: Computec Media
Segment: Kids-Spielehefte/Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Copy-Preis: EUR 2,99
Leitende Redakteurin: Silke Menne (V.i.S.d.P.)
Druckauflage: 50.000 Exemplare (Verlagsangabe)

Und die Moral von der Geschicht’…? – Die Themen der PC Presse

Jeden Monat bzw. alle 14 Tage, wenn ich mir meine c’t hole, werfe ich am Kiosk auch einen Blick auf die Cover der Computer-Hefte, vornehmlich derer mit PC im Titel. Die „Eyecatcher“ der Ausgaben dieses Jahres von PC Go, PC Magazin und PC Pr@xis habe ich an dieser Stelle mal zusammengetragen:

Themen der PC-Presse

Ja, der Weka-Verlag hat da 2007 schon mal ne Rüge vom Presserat bekommen, an der Themenwahl hat sich aber nichts geändert. Seltsamer Weise habe ich aber auch in Foren noch nie Beschwerden über derartige Berichterstattung gelesen. Fragt hingegen mal ein User nach einem No-CD-„Patch“ für ein aktuelles Spiel, ist die Aufregung hingegen groß.

Wie würde wohl das Echo in den Foren und in der Spiele/Filmbranche ausfallen, wenn GameStar und PC Games gleich zeigen würden, wie man über Emule und Co. an die getesteten Games käme oder wenn Widescreen Tipps zum Kinofilmdownload/DVD knacken geben würde?

Stört es Universal, EA und Co. nicht, wenn PC-Anwendermagazine regelmäßig mit derartigen Themen um Käufer buhlen oder bekomme ich da einfach nichts von mit?

Update: Lieber die Themen als Bild, man muss ja nicht alles im Googleindex stehen haben um Besucher zu catchen…