IVW-Zahlen III/2012 – Alles im roten Bereich

Seit dem heutigen Freitag gibt es die neuen IVW-Zahlen und zwar gleich in der kompletten Fassung samt Sonderverkäufen. Die Vorabmeldungen über den VDZ-Auflagendienst wurden eingestellt.

Komplett sind die Zahlen dennoch nicht. Wie auch schon im vorherigen Quartal, wurden bei 360 Live bei der Meldung erstmal die Remittenden vergessen. Das verfälscht die Zahlen, da Lieferung an den Handel = verkaufte Hefte im Handel entspricht – ein Ausverkauf sämtlicher Hefte und ein Auflagenplus von +71.75% sind dann doch dezent unwahrscheinlich. Sobald die korrigierte Meldung verfügbar ist, werden die entsprechenden Zahlen hier ergänzt.

Computer Bild Spiele: 147.302
(-32,94%/-72.370 Exemplare)

Game Master: 29.364
(-1,61%/-482 Exemplare)

GamePro: 21.085
(-16,65%/-4212 Exemplare)

GameStar: 106.349
(-15,35%/-19.288 Exemplare)

Games Aktuell: 27.367
(-19,99%/-6.838 Exemplare)

PC Games: 79.698
(-24,73%/-26.187 Exemplare)

PC Games Hardware: 38.227
(-19,87%/-9.477 Exemplare)

play³: 28.968
(-21,36%/-7.866 Exemplare)

SFT: 74.230
(-27,84%/-28.644 Exemplare)

Xbox Games: 15.473
(-33,78%/-7.893 Exemplare)

Bedeutende Sonderverkäufe:
GameStar: 10.000 Bordexemplare
PC Games: 15.042 Sonstiger Verkauf
SFT: 1.044 Lesezirkel, 26.000 Bordexemplare, 20.671 sonstiger Verkauf
Xbox Games: 4.101 sonstiger Verkauf

Quelle: ivw.eu

Update 24.10.2012
360 Live: 11.895
(-32,36%/-5.692 Exemplare)

78 Antworten zu „IVW-Zahlen III/2012 – Alles im roten Bereich“

  1. PhanZero sagt:

    Wenig überraschendes – immerhin kann die GamePro ein kleines Plus im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 vorweisen. Dürfte der Jubiläumsausgabe geschuldet sein.

    Trotzdem, es geht weiter abwärts. Bei eigentlich allen…

  2. Rodon sagt:

    Die MMORE der PCG müsste schon fast mehr verkaufen als das Stammheft mittlerweile…

    • Evil sagt:

      Das halte ich für unwahrscheinlich. Guck dir mal deren Mitbewerber an: MMO Pro -> eingestellt, GameStar MMO -> kommt nur noch vierteljährlich, Buffed -> IVW-Austritt nach Halbierung der Auflage, Preiserhöhung, Umfangsreduzierung.

      Da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass PCG MMore weiterhin bei 71.000 liegt.

    • Rodon sagt:

      Fakt ist aber auch, dass die PCG MMORE in der Vergangenheit nichts an Umfang eingebüßt hat, eher im Gegenteil – da werden auch mal 48-seitige Booklets reingetan. Der Release von „Mists of Pandaria“ dürfte dem Magazin auch nicht unbedingt abträglich gewesen sein. Ich denke schon, dass das Magazin zumindest deutlich über 50.000 liegt und das ist von der „harten“ Auflage der PCG, die ja in unglaublichen vier Editionen (Magazin, 1 DVD, Extended und Premium) ausliegt, nicht mehr weit entfernt.
      Die Mitbewerber konnten mit der Qualität der MMORE einfach nicht mithalten und es ist für mich auch sonnenklar, dass in dieser Richtung kein Platz für vier Titel auf dem Markt ist, dazu ist das Thema zu speziell.

  3. einsteinsneffe sagt:

    Erschreckend groß auch der Einbruch bei der CBS…

    Im Moment bietet die die PCG imo die besten VV an. Für mich hat sich die CBS immer nur so blendend verkauft, da wirklich gute Spiele auf DVD mitgeliefert wurden. In den letzten Monaten ist diesbezüglich die Qualität deutlich gesunken. Das scheint sich nun auch spürbar auf die Verkaufszahlen auszuwirken.

    Den erneut starken Einbruch bei der PCG kann ich nicht nachvollziehen. Bis auf die DVD (Videos) ist sie immer noch wesentlich runder und qualitativ hochwertiger (Heft) als die unausgegorene GameStar.

    • Spiritogre sagt:

      So deutlich gesunken ist die Qualität der Vollversionen gar nicht. Alle paar Monate ist auf der CBS schon mal ein nettes Spiel drauf, das mich interessiert. Im Schnitt etwas mehr als bei PC Games und Gamestar, schlicht weil auch jeden Monat mindestens zwei drauf sind. Und, sie bieten als einzige und damit sehr viele Exklusivtitel, ab 18 Spiele als dritte große Vollversion an. Wenn ich persönlich auch eine Zeitschrift wegen einem Spiel nur kaufe, wenn es auf Datenträger ist.
      Ich glaube eher, dass die Zielgruppe der CBS, Casuals und Gelegenheitsspieler, inzwischen eher auf Smartphone und Tablet und nicht mehr so viel am PC zockt.

      Die PC Games hat meiner Ansicht nach ein ähnliches Zielgruppenproblem. Zwar nicht so schlimm wie PC Action ist der Humor und der Sprachgebrauch dort doch abseits der Spielberichte häufig ziemlich infantil. Dazu kommt das knallbunte wenig seriöse Layout mit den ganzen Kästen, die alles zerreißen. Für Ältere wie mich ist das manchmal an der Grenze zur Erträglichkeit. In der Hinsicht ist die Gamestar weit voraus. Dazu halt die schlechte DVD, auch da ist Gamestar ungeschlagen.

      De Fakto bieten mir allerdings insbesondere Gamestar aber auch PC Games viel zu wenig Spieletests und Berichte und sind für das Geld einfach auch noch zu dünn.

      Dazu kommt für mich als Altspieler noch, dass durch stetigen Redakteurswechsel mir viele „Identifikations-Redis“ im Laufe der Jahre abhanden gekommen sind und ich mich mit dem jungen Nachwuchs oft etwas schwer tue. Wahrscheinlich auch, weil mein Anspruch recht hoch ist und den Jungspunden einfach das nötige Wissen fehlt, das man erst nach jahrelanger Berufserfahrung erwirbt.

  4. Gabumon sagt:

    @Spiritogre

    ähm? Der Unterschied zwischen PCGames und PCAction ist, die Umschlagseite, mehr ist da nicht mehr. Die haben beide die gleichen Artikel und damit auch den gleichen „Humor“. Garkeinen :ugly:

    Bei Computec merkt man halt das man dort in Finanzielle Schwierigkeiten gerät, hier wird eben gespart wo es geht, und der größte Kostenfaktor sind halt „Mitarbeiter“. Praktikanten und Freie Redakteure sind günstiger.

    Das macht man bei der Computerbildgruppe mittlerweile auch. Das merkt man eben an der Heftqualität, wodurch dann noch mehr Leser verloren gehen, Teufelskreis.

    • Chefkoch sagt:

      Es ist natürlich Bullshit, dass aufgrund der vielen freien Mitarbeiter die Qualität der Hefte sinkt.

    • Gabumon sagt:

      Wenns wenigstens Freie Mitarbeiter wären, es werden mehr und mehr Praktikanten die die Hefte füllen..

    • Chefkoch sagt:

      Da gebe ich dir recht. Billige Inhalte von Praktikanten werden leider die Regel. Und dann stimmt auch die Qualität nicht mehr. Ich könnte da etliche Beispiele nennen … ich sage nur so „Titten“, Bilderstrecken & Co …

  5. Falconer sagt:

    @Chefkoch
    Völlig richtig. Auf dem Markt waren nie mehr hochkarätige freie Game-Redakteure unterwegs, als aktuell. Und die liefern (für teils lachhafte Honorare) klasse Artikel ab. Trotzdem bleiben ihre Beiträge häufig Fremdkörper in den Heften. Das ist die Schattenseite, die die Stammleser stört.

  6. Bollermann sagt:

    Ich gebe Gabumon völlig recht. Die Action ist bei genauem Hinsehen eine kostengünstige Zweitverwertung, die solange leben darf, wie sie als Anzeigenvehikel taugt. Bis auf die Optik ist die PCA identsch mit der PCG. lediglich das Zeitfenster entscheidet noch, wo wann welche Geschichte zuerst erscheint.

    Bei diesen Zahlen der PC Games wird man seitens der Verlagsleitung und seitens des Mehrheitsaktionärs kaum noch stillhalten und statt des eisernen Besens gleich das Messer rausholen. Was soll man denn auch tun? Es verkaufen sich noch weniger Hefte. Das macht die Anzeigen weniger einträglich weil für den Kunden billiger etc. Papier und Druckerei sind schon am unteren Preoslimit angekommen. Da geht kaum noch was.

    Ich tippe darauf, dass demnächst ein paar altgediente Vertraute Gesichter von den Teamseiten der PCG, PCA und der P3 verschwinden werden. Warum? Sie sind lange dabei, haben vielleicht noch – für Computecverhältnisse – Verträge, von denen man heute gerade noch so über die Runden kommt und die Null am Monatsende schwarz sein könnte.

    Aus Verlagssicht sind sie teuer, kosten viel und schmälern das Konzernergebnis, zu dem sie durch ihre Arbeit, Anwesenheit, ihren Einsatz beitragen.

    Die Diskussion um die Qualität der Hefte will ich gar nicht mehr führen. Die führen wir hier eh jedes Quartal, ohne dass die Leser, Käufer und die Entscheidungsträger wirklich schert.

    Ich bedauere nur, dass hier immer die Spieler und nicht die Trainer oder Vereinsfunktionäre die Situation verbessern müssen oder zum dauerhaften duschen geschickt werden.

    • Gabumon sagt:

      Vielleicht wär es bei Computec gar nicht mal so falsch einen kompletten Neuanfang zu machen. Ich hab langsam das Gefühl das sich dort eine „Betriebsblindheit“ eingebürgert hat. Anders kann ich mir auch nicht erklären das noch immer an dem extrem furchtbaren und chaotischen Layout der PCGames, PCAction und anderen Heften festgehalten wird…

      Oder das die Inhaltliche Qualität der PCGames Videos immer noch meilenweit hinter der Gamesstar hinterherhängt. Warum man immer noch das Veraltete Doppelseitige DVD Format benutzt…

      Davon das die Texte teilweise ein ganz furchtbares Niveau haben noch ganz abgesehen. Die Computec Texte haben mittlerweile ein ganz furchtbares Niveau. Dagegen ist Gamestar ja fast Literaturnobelprei Verdächtig.

      Die SFT dürfte auch langsam in die rote Zone rutschen. Warum man da noch keine Notbremse gezogen hat. Die Frage ist halt wo man bei Computec noch Sparen kann, noch weniger Mitarbeiter die noch mehr Hefte versorgen? Wie lange soll das noch gut gehen?

      Meiner Ansicht nach ist die letzte Chance ein Radikalschnitt, sprich die Komplette Konzernleitung austauschen. Aber das wird sicher nicht passieren, eher gehen noch mehr Redakteure und mehr Freie Mitarbeiter und Praktikanten kommen…

    • Rodon sagt:

      Das mit dem „extrem furchtbaren und chaotischen Layout“ der PC Games möchte ich nicht so stehen lassen. Das war vor einigen Jahren mal so, mittlerweile ist es doch SEHR aufgeräumt und klar. Gerade den Testteil finde ich deutlich besser layoutet als bei der GameStar. In der PCG sehe ich jedenfalls keine schwarzen Textblöcke mitten im Fließtext und keine aufgedunsenen Fieberthermometer-Wertungskästen.

    • Gabumon sagt:

      Wenn du die Kästchen und Kastenflut bei größeren Artikeln als aufgeräumt bezeichnest? Wenn ich mir alleine diesen X-Com preview von letzte Ausgabe angucke…

  7. Bollermann sagt:

    @ Gabumon: Die Idee hat was… Denn bis zu einem gewissen Grad handeln die Redakteure, Freien und Praktis ja weisungsbedingt. Sie setzen neben eigenen Ideen die Vorgaben der leitenden Redakteure und der Chefredakteure um. Und die erhalten durchaus Hinweise noch von eins weiter oben. Aber da ist es oft so wie bei Magath am Wochenende: „wir haben die richtige strategie, aber sie ist nicht richtig umgesetzt worden…“

    Und leider – so erfrischend die Idee auch ist – wen soll denn Marquard aus dem Hut zaubern, wenn Vorstand, Chefredakteure, leitende Redakteure und Objektleiter – natürlich nicht ohne teure Abfindungen das Feld räumen sollten?

    Wer sollte sich diesen Schleudersitz antun wollen? Durck vom Verleger, Durck durch sinkende Zahlen im Gesamtmarkt und Druck von den Lesern, die – zu Recht – Druck für mehr Qualität für Ihr Geld anmahnen.

    Ich will es nicht…

    • Gabumon sagt:

      Ich weiss das dies leider nicht wirklich durchführbar ist, bzw. mit riesigen Investitionen verbunden ist. Aber so wird das auch nicht mehr lange laufen können…

  8. Evil sagt:

    @Lorenz: Irgendwie scheint Bad Behavior dich nicht sonderlich gemocht zu haben. Ich weiß nicht, ob es an einem falsch beantworteten Captcha oder an deinem Firmenproxy liegt. Ich hab die Einstellung mal etwas weniger scharf gestellt, deinen Kommentar bzw. deine Frage bekomm ich trotzdem nicht wieder hergestellt, kann also nur aus dem zitieren, was das Plugin aufgezeichnet hat:

    Wie ist bei der Gamestar der Anstieg um 5.000 Abonennten von Q2 auf Q3 zu erklären?

    Seit dem dritten Quartal wird die ePaper-Auflage der GameStar mit ausgewiesen. Die tauchte vorher nirgends auf. Offenbar ist man dort sehr erfolgreich…

  9. Falconer sagt:

    Wenn die strukturellen Defizite des eigenen Denkens für das hier versammelte „Expertentum“ Basis sind, dann darf man wohl von großem Nonsens reden.

  10. Bollermann sagt:

    @ Falconer: Niemand hat sich hier den Button „Experte“ ans Revers geheftet. Warum teilst Du so großzügig aus? Ist es schon Nonsens, Bestehendes aus- und anzusprechen? Oder eine persönliche Einschätzung abzugeben? Solltest Du beispielsweise bei oder für Computec arbeiten, ehrt Dich Deine offensive Verteidigungshaltung. Doch wo siehst Du Ansatzpunkte zu Verbesserungen? Auch mit Rücksicht auf Rentabilität UND Leserwünsche.

    Viele Grüße

  11. Falconer sagt:

    Die Idee hat was… Denn bis zu einem gewissen Grad handeln die Redakteure, Freien und Praktis ja weisungsbedingt. Sie setzen neben eigenen Ideen die Vorgaben der leitenden Redakteure und der Chefredakteure um. Und die erhalten durchaus Hinweise noch von eins weiter oben.

    So ist das in jedem Unternehmen. Ob bei Pallhuber&Söhne oder bei Computec. Wo ist jetzt der Erkenntnisgewinn?

    Aber da ist es oft so wie bei Magath am Wochenende: “wir haben die richtige strategie, aber sie ist nicht richtig umgesetzt worden…”

    Trotzdem hat Martin Winterkorn das Sagen bei VW. Und Felix Magath muss sich für Tabellenplatz 18 verantworten. Da geht’s ihm nicht anders, als vielen anderen Angestellten in diesem Land.

    Und leider – so erfrischend die Idee auch ist – wen soll denn Marquard aus dem Hut zaubern, wenn Vorstand, Chefredakteure, leitende Redakteure und Objektleiter – natürlich nicht ohne teure Abfindungen das Feld räumen sollten?/blockquote>

    Herr Marquard braucht nicht zaubern, er muss möglichst vernünftige Entscheidungen für seine Verlagsgruppe treffen. Ein paar Jährchen macht er das ja schon. Er könnte zum Beispiel den Computec-Vorstand um einen Online-Experten erweitern. Hat er zum 01.10.12. auch gemacht. Wie sehr ihm persönlich der deutsche Videospiel-Journalismus am Herzen liegt, kann ich nicht beurteilen. Spielt aber eigentlich auch keine Rolle. Geld verdienen kann man auf Dauer nur mit guten Produkten. Und Geld liegt ihm auf jeden Fall am Herzen.

    Wer sollte sich diesen Schleudersitz antun wollen? Durck vom Verleger, Durck durch sinkende Zahlen im Gesamtmarkt und Druck von den Lesern, die – zu Recht – Druck für mehr Qualität für Ihr Geld anmahnen.

    Ja, wer tut sich sowas schon an. Verantwortungsvolle Aufgaben bei einer Firma zu übernehmen, vielleicht sogar noch gut dotiert. Schlimmer geht’s ja nicht.

    Ich will es nicht…

    Dann solltest Du entsprechende Job-Angebote ausschlagen.

  12. Falconer sagt:

    Doch wo siehst Du Ansatzpunkte zu Verbesserungen? Auch mit Rücksicht auf Rentabilität UND Leserwünsche.

    Viele Grüße

    Ganz ehrlich, es fehlt mir die Zeit, hier ausführlich meine persönliche Sicht der Dinge aufzuschreiben. Zumal ich zwar über betriebswirtschaftliches Fachwissen verfüge, aber nicht so vertieft branchenspezifisch, dass meine Meinung relevant wäre. Als Leser hätte ich etliche Verbesserungsvorschläge, insbesondere hinsichtlich der m.E. nicht optimalen Verknüpfung von Online und Print bei Computec. Die einzelnen Marken müssten besser gepflegt werden. Dazu gehört, dass ich die redaktionelle Splittung zwischen Online und Print für absolut überholt halte. Klar gibt es Unterschiede, aber Journalisten im Bereich Electronic Entertainment müssen das Handwerkzeug für jegliche Art der Berichterstattung haben. Die Print-Auflagen auf längere Sicht zu stabilisieren, halte ich in diesem Zeitschriften-Segment für fast unmöglich. Ich wünsche mir aber sehr, dass es doch noch irgendwann gelingt.

    Auch viele Grüße!

    • Bollermann sagt:

      @ Falconer: So weit sind wir doch gar nicht auseinander. Du hast mit Deinen Aussage ja auch völlig recht. Das sind zudem doch sehr pragmatische Ansätze mit zwei Kernaussagen: Marken PFLEGEN – was man beispielsweise bei Computec eher stiefmütterlich behandelt und die Verschmelzung von Print und Online.
      Der Wunsch, Print zu stabilisieren ist ja auch nicht schlecht und hätte bei einer gut durchdachten Strategie vielleicht sogar Erfolg. Bei Springer geht man schon jetzt diesen Weg konsequent weiter und setzt konzernübergreifend auf digital als Einnahmequelle, ohne Print dabei völlig aus den Augen zu verlieren.
      Ich bin kein Betonkopf, der Print über alles andere erhebt. Als Leser möchte ich aber – wie viele andere hier auch – ein Produkt, das ich gerne und guten Gewissens kaufen kann, ohne das Gefühl zu haben eine Mogelpackung zu bekommen.

      Viele Grüße

  13. Petra sagt:

    > Der Wunsch, Print zu stabilisieren ist ja auch nicht schlecht und hätte bei einer gut durchdachten Strategie vielleicht sogar Erfolg. Bei Springer geht man schon jetzt diesen Weg konsequent weiter und setzt konzernübergreifend auf digital als Einnahmequelle, ohne Print dabei völlig aus den Augen zu verlieren. <

    Mindestens diese Aussage ist Unsinn – bitte einfach mal in aller Ruhe einen Vorjahresvergleich der drei Springer-Titel anstellen. Und vielleicht hilft auch dieser Text weiter bei der Meinungsbildung:

    http://meedia.de/print/doepfners-absage-an-die-print-zukunft/2012/10/19.html

    Bzgl. Trennung Print/Online (der Aspekt, den Falconer nannte): Hier gibt es – in allen Verlagen – komplett unterschiedliche Modelle. DER SPIEGEL hat z. B. eine vergleichsweise strikte Trennung (und das ist von außen betrachtet eher gut für beide Kanäle), in anderen Häusern ist alles integriert, an anderer Stelle gibt es Mischformen. Das alles sind Ergebnisse langjährigen Experimentierens, und diese Phase ist auch noch lange nicht vorbei.

    Es gibt nicht DIE eine ideale Struktur, die überall gleich gut funktioniert bzw. funktionieren kann. Auch ASV hat die IT-Redaktionen erst vor kurzem fusioniert.

    Stichwort "Handwerkszeug": Es ist keineswegs so, dass sich Redakteure mit Print-Schwerpunkt zwangsläufig die Presskits via Fax und Diskette zuschicken lassen. Nur muss man einfach sehen, dass Print/Online einer unterschiedlichen Taktung (Deadlines, Embargos) und einem komplett anderen Wettbewerbsumfeld unterliegen. Wenn man dieser Erkenntnis Rechnung trägt, spricht nichts dagegen, dass News, Artikel, Videos aus einer Hand kommen.

    Viele Grüße
    Petra

  14. Gabumon sagt:

    Wie man Print/Web nicht verschmelzen sollte zeigt(e) ja IDG, dort ist Streckenweise das ganze Heft vor dem Heftverkauf Online gewesen auf der Webseite. Frei für jeden. Man musste sich nur die Artikel zusammensuchen.

    Das ist mittlerweile zum glück nicht mehr so.

    Computec musss DRINGEND an der Qualität der DVD arbeiten. Vor allem bei den Videos. Die sind regelrecht einschläfern langweilig. Da hat Gamestar einen absoluten vorteil…

    • Falconer sagt:

      musss DRINGEND an der Qualität der DVD arbeiten. Vor allem bei den Videos. Die sind regelrecht einschläfern langweilig. Da hat Gamestar einen absoluten vorteil…

      Deine Meinung. Ich habe seit vielen Jahren keine GameStar-DVD mehr angeschaut und kann dazu nichts sagen. Die PCG-Videos finde ich okay. Die von der play³ sogar jeden Monat sehr gut bis genial. Und ab der kommenden Ausgabe endlich auch in moderner (und hoffentlich gelungener) Aufmachung. Wir reden hier aber über absolute Geschmacksfragen und sollten einfach mal froh sein, noch solch eine Auswahl am Kiosk zu haben. Nur mal zur Erinnerung: Ohne Computec gäbe es keine play³, Games Aktuell, PlayBlu oder XBG Games mehr… Was hat IDG eigentlich so für die Vielfalt im Zeitschriftenregal getan? Ach ja… Inside PS3. Bombig.

    • Gabumon sagt:

      Naja IDG hat alles aussortiert was nicht Rentabel ist (dem wird die Gamepro wohl auch bald zum Opfer fallen)

      Computec machts ja über die masse, die Einheitsredatktion Versorgt alle Hefte, andere werden von Prakikanten verfasst etc. Ist natürlich dann blöd wenn das Flagschiff PCGames solche einbrüche kriegt. Die sind kaum zu kompensieren. Wär Computec nicht so extrem breit aufgestellt (Auch was die MMO Hefte angeht) wären da längst die Lichter aus. Die Frage ist halt wie lange man das alles querfinanzieren kann. Die verschenken ja ~28000 Hefte…

      IDG bedient halt nicht nur den Spielebereich sondern auch andere, Computec hat da nicht viel ausser die SFT, und deren Zahlen sind Katastrophal…

    • Gabumon sagt:

      Huch, zahlendreher, die PCGames verschenkt „nur“ 15000 Hefte, SFT ist die mit den 28000…

    • Falconer sagt:

      Respekt dafür, dass Du die Finanzen von Computec so gut überblickst. Dort werden also „unrentable“ Magazine „querfinanziert“, die „Einheitsredaktion“ versorgt „alle“ Hefte und andere werden von „Praktikanten verfasst“. So ausgeklügelt läuft das? Krass. Dann habe ich dem nichts mehr entgegen zu setzen.

      IDG bedient halt nicht nur den Spielebereich sondern auch andere, Computec hat da nicht viel ausser die SFT, und deren Zahlen sind Katastrophal…

      Ach. Jetzt check ich das erst. IDG macht noch mehr als GameStar und GamePro? Sind die am Ende noch international und in Deutschland in mehrere Verlagsgesellschaften unterteilt? Wenn das der Herr Marquardt erfährt, schließt der in Fürth sofort die Pforten. Vielleicht sagt ihm das mal jemand!? Bringt ja dann alles nichts mehr.

    • Gabumon sagt:

      Dadurch das die Magazine billig Hergestellt werden, eben durch das hin und hergeschiebe von Artikeln, 2. Verwertungen von Artikeln (PCA->PCG->PCA) sind sie ja eben NOCH rentabel. Und ohne die scheinbar Erfolreichen MMO ableger (Auch wenn hierzu keine IVW Zahlen, und Computec da behaupten könnte was sie wollen) würde es da wohl ziemlich düster aussehen.

  15. Petra sagt:

    > Computec machts ja über die masse, die Einheitsredatktion Versorgt alle Hefte, andere werden von Prakikanten verfasst etc. Ist natürlich dann blöd wenn das Flagschiff PCGames solche einbrüche kriegt. Die sind kaum zu kompensieren. Wär Computec nicht so extrem breit aufgestellt (Auch was die MMO Hefte angeht) wären da längst die Lichter aus. <

    Da ist jeder einzelne Halbsatz unwahr. Es gibt keine "Einheitsredaktion" – N-ZONE macht N-ZONE, buffed macht buffed, PCGH macht PCGH, MMORE macht MMORE, play3 macht play3, XBG macht XBG, Games Aktuell macht Games Aktuell. Und natürlich wird wechselseitig unterstützt: Wir schicken nicht fünf Redakteure zu einem exklusiven Studiotermin, sondern halt einen oder zwei. Dann taucht Sebastian Stange in PCG auf, that's it.

    Nenn mir den Test oder die Preview in PCG oder play3, der von Praktikanten geschrieben wurde (Tipp: Die Antworten "Heinrich Lenhardt" und "Benedikt Plass" sind falsch).

    Petra

    • Falconer sagt:

      Nenn mir den Test oder die Preview in PCG oder play3, der von Praktikanten geschrieben wurde

      Ich helf Gabumon mal: Final Fantasy XIII, Viktor Eippert, play³ 04/2010. ;)

    • Flo sagt:

      Viktor Eippert ist Volontär bei der PC Games, kein Praktikant. Kann natürlich sein, dass er zu dem Zeitpunkt noch im Praktikum steckte, aber wenn man da einen talentierten wie engagierten Schreiberling hat – warum dann kein Artikel von dem? Nur weil jemand den Status Praktikant hat, sagt das nichts über seine Qualifikation aus. Der kann studiert haben, sogar nen Doktor-Titel und trotzdem noch Prakti sein.

    • Gabumon sagt:

      „Wechselseitig unterstützt“ ist aber eine nette Umschreibung für „gleiche Artikel für die Hefte“. Besonders Tragisch ist da noch das die „Gastredakteure“ nicht einmal vorgestellt werden. Gamestar tut das…

      Davon ab das in PCA/PCG bis auf wenige ausnahmen 1:1 das gleiche steht reden wir besser gar nicht…

    • Evil sagt:

      Nenn mir den Test oder die Preview in PCG oder play3, der von Praktikanten geschrieben wurde (Tipp: Die Antworten „Heinrich Lenhardt“ und „Benedikt Plass“ sind falsch).

      Welchen Status haben denn Tom Oertel, Katharina Trautvetter und Sebastian Zelada bei der PlayBlu? Die stehen ja nun unter „Mitarbeiter dieser Ausgabe“ – im Gegensatz zu Ahment, Udo und Uwe kann ich sie aber nicht einordnen.

    • Falconer sagt:

      @Flo
      Damals war Viktor noch Praktikant. Ansonsten bin ich Deiner Meinung. War ja nur ’ne „Streber“-Reaktion auf Petras Aussage. Siehe Smiley.

  16. Gabumon sagt:

    Aber ich frage gerne auch mal anders herum, wie sehen aktuell die Konsequenzen bei Computec zu den. Seien wir ehrlich Katastrophenzahlen aus?

    Die einzigen Konsequenzen die man sieht sind IVW-Austritte, und die Reduzierung der Mitarbeiter. Ansonsten sieht das ganze eher nach „Kopf in den Sand“ aus. Irgendwann muss doch mal der Punkt erreicht sein das mal reagiert.

    • Petra sagt:

      Als interessiertem Beobachter kannst du dir die Antwort selbst geben. Computec ist eine AG – was immer es an relevanten News zu verkünden gibt, ist öffentlich nachlesbar.

      Ansonsten machen wir das, was ein Unternehmen halt so macht: Neue Angebote ausdenken, entwickeln und starten. Bestehende Produkte und Abläufe laufend überprüfen. Und wenn’s passt, auch zukaufen (vgl. XBG, playBlu, golem.de, gamezone.de).

      Sehr überrascht?

    • Gabumon sagt:

      Ich hab die Antwort erwartet, nur wenn man als Leser von den Magazinen davon nichts merkt ist das relativ nutzlos.

      Ich lese die PCGames seit 1992, und fand das Heft nich nie so, dröge und langweilig und vor allem Unzuverlässig wie jetzt. Ich kann zu den Redakteuren keine „beziehung“ mehr aufbauen, ganz davon ab das man immer wieder mal fremde Gesichter im Heft sieht die man nicht einschätzen kann.

      Wenn früher ein Test von Petra Maueröder kam, konnte ich anhand der Wertung schon von weitem sehen ob das Spiel was für mich ist. Das kann ich heute nicht weil ich die Redakteure nicht einschätzen kann, erst recht nicht wenn dieser Redakteuer eigentlich hauptsächlich für ein anderes Magazin schreibt

      Mich stört ja auch der krampfthaft auf Objektiv getrimmte Wertungskasten. Diese „Spielspasskurve“ ist für mich ein absolutes Mysterium, mal fängt sie bei 50% an, mal sind da riesige Schwankungen drin, ohne erklärung warum (Unfairer Bossgegner whatever) die da so schwankt ist das ganze System sinnlos. Ich finde es viel ehrlicher wenn ein Redakteur sagt „Mir gefällts daher gebe ich 84%“.

      Ich finde es auch nervig das der Award an eine Wertung gekoppelt ist, früher würde der für besonders Innovative, gute, etc Spiele verliehen. Ich würde auch gerne wieder zum Spiel des Monats zurück.

      Vielleicht wär so ein „Back to the Roots“ Experiment mal angebracht, mit so fallenden Zahlen kann es jedenfalls nicht mehr mit „Wir lassen das mal so“ weiter gehen. Etwas mehr mut bitte.

    • Dr. Ebil sagt:

      Richtig, Computec ist eine AG (lies: nicht in privater Hand), wo massiv Kohle scheffeln für die Investoren nun mal höchste Priorität hat. Es werden nur noch Top-Wertungen für namhafte Publisher verhökert. Gerade im kreativen Business müssen die Qualität und die Inhalte daher zwangsläufig auf der Strecke bleiben, und genau das passiert hier gerade.

      PC Games, Buffed und wie sie alle heissen – alles nur noch Lachnummern mit Fluff-Content im Vergleich zu den 1990ern. R.I.P., und ehrlich gesagt, ihr habt’s euch redlich verdient.

    • Dr. Ebil sagt:

      PS: Ohne jetzt gehässig sein zu wollen: Man darf gespannt sein, wann die PC Games Chefredaktion neu besetzt wird.

    • Falconer sagt:

      PS: Ohne jetzt gehässig sein zu wollen: Man darf gespannt sein, wann die PC Games Chefredaktion neu besetzt wird.

      Wen schlägst Du vor? … Chuck Norris?

    • Dr. Ebil sagt:

      Das wäre ein Anfang.

    • Calvero sagt:

      Sehen wir es ein: die 1990er-Ära der Spielezeitschriften ist unwiederbringlich vorbei. Da schwingt bei vielen verständliche Nostalgie mit, aber eine Debatte mit unterlegtem „Früher war alles besser“-Blues bringt uns heute doch keine besseren Zeitschriften. Auch eine PC Player mit Lenhardt, Stangl und Schneider würde sich jetzt am Kiosk nicht mehr gut verkaufen. Das ist ein (zugegeben trauriger) Fakt, hat aber eher wenig mit unfähigen Managern in Verlagsgeschäftsführungen zu tun.

    • Gabumon sagt:

      Naja die Manager/BWLer haben das Problem Hausgemacht. Erst verpennt man „Das Internet“ dann verpennt man das man im Web/Print nicht 1:1 das gleiche bringen kann. Von Vollversionsschlacht, was zu Zeiten von 350.000 Verkaufen Heften nicht so das Problem war, und jetzt in „was nehmen wir, was können wir uns überhaupt leisten“ ausartet noch ganz abgesehen… Wobei sich ein Magazin ohne Vollversion im PC Bereich wohl auch kaum noch verkaufen lassen dürfte, jedenfalls nicht zu den aktuellen Preisen. Da müsste man schon mit „1,99 das Heft“ anfangen…

      Keines der (Haupt)Magazine traut sich wirklich aus dem „News, Previews, Reviews“ trott raus. Überall gibts die gleichen „10 Seiten Spiel XY“ Previews oder Reviews. Weil man meint „Das interessiert die Leser“ ist dann nur Kontraproduktiv wenn der Leser gleich unter 4 Magazinen wählen kann. Der nimmt dann eines, die Zeiten das Leute 3-4 Magazine kaufen sind vorbei. Das lässt die Wirtschaftliche Situation auch bei vielen wohl nicht mehr zu.

    • Dr. Ebil sagt:

      Nicht nur das. In Zeiten wo sich jeder alles aus dem Netz holt, ist doch klar, dass Previews, Guides usw. alles online sein muss. Und ist es erstmal online, brauche ich kein Heft mehr.

      Die Hefte wurden einfach von der Zeit überholt und sind nur noch Luxus.

  17. Falconer sagt:

    Weil es gerade so schön zu meiner gestrigen „Markenpflege“-Kritik passt… Heute auf Meedia: http://meedia.de/print/wie-print-eine-renaissance-erleben-koennte/2012/10/24.html
    (Und nein, ich arbeite nicht für Roland Berger) ;)

  18. Eldorado sagt:

    Ich frage mich wie die Cybermedia mit M!Games sich hält. Es gibt eine feste Redaktion, die freien Mitarbeiter gehören regelrecht zum Team und sind bestens bekannt, online stehen nur wenige Artikel aus dem Heft usw.

    Also eigentlich alles was man fordert. Sind sie damit erfolgreich oder ist Cybermedia keine AG und gibt sich mit einer schwarzen Null zufrieden? (Okay gesamt schreibt der Verlag laut Bundesanzeiger konstant Gewinne.)

    • Calvero sagt:

      Die feste M! Games-Redaktion ist ja relativ klein (und preiswert). Ausführlicher Spiele-Journalismus neben dem News/Preview/Review-Schema lässt sich damit aber leider nicht mehr stemmen. Da hat die M! Games in den letzten Jahren entgegen vieler Versprechen nachgelassen. Nicht mit böser Absicht, sondern wohl aus wirtschaftlicher Notwendigkeit (= Teufelskreis). Allein betrachtet ist das Heft wahrscheinlich nicht „schwarz“, da müssen wohl die anderen Cypermedia-Titel mithelfen. Für die (mit Herzblut engagierten) Eigentümer zählt unterm Strich die Gesamtbilanz. Freuen wir uns doch darüber.

    • Spiritogre sagt:

      @Calvero:
      Gerade die M! hat doch etliche Interviews mit Entwicklern, insbesondere auch japanischen und übergreifende Themen wie immer mal wieder den Blick in die Arcades und ähnliches.
      So wie die M! Games wünsche ich mir die PC Zeitschriften auch. Sehr viel Inhalt, fairer Preis, schönes Layout, gut geschriebene Texte, teilweise Mut zur eigenen Meinung, auch wenn „große“ Titel gerne mal sehr positiv gewertet werden, Stammredakteure die man kennt und schätzt.

      Und so wie ich das aus dem Podcast der M! mitnehme (PS: der zweite Podcast, M! in Japan, ist auch einzigartig und dadurch genial) sind die mit den Verkaufszahlen recht zufrieden, auch wenn sie leider nie sagen, wieviele Hefte sie verkaufen. Allerdings kam da durch, dass die Podcasthörer-Zahlen im Moment wohl erstaunlich wachsen und auch die iOS Ausgabe der Zeitung soll sich recht gut verkaufen.

    • Calvero sagt:

      Die M! Games ist die einzige Spielezeitschrift, die ich im Abo habe. Das sagt ja einiges aus. Trotzdem bleibt festzustellen, dass sie meilenweit von Qualität und Umfang der früheren Jahre entfernt ist. Interviews sind zwar interessant, aber eben auch billiger zu produzieren als ein Themenspecial. Der aktuelle Umfang von 100 Seiten inkl. vieler Füllseiten (Gewinnspiele, Rätselseite) ist m. M. eindeutig zu gering für ein ideales Spielemagazin mit Vorbildcharakter. Übrigens hat Cybermedia gerade den Preis des Heimkino-Magazins AUDIOVISION erheblich auf M! Games-Niveau angehoben. In 1-2 Jahren wird es wohl keine „Fachpresse“ unter 5 Euro mehr geben.

  19. Rodon sagt:

    Die PC Games hat jetzt übrigens die doppelseitigen DVDs abgeschafft und nun auch endlich (nach fast 10 Jahren!!) wieder „normale“ DVDs eingeführt. Das war wirklich überfällig.

  20. Burtchen sagt:

    Was ich an dieser Stelle einmal einwerfen möchte: Wer sich ohne nostalgische Verklärung Spielemagazine von vor zehn oder, oh Graus, fünfzehn Jahren anschaut, stellt sich meines Erachtens auf sehr wackelige Stelzen mit der Behauptung, die se seien den heutigen Magazinen so viel überlegen. Ich möchte keineswegs sagen, dass die alle schlecht waren – natürlich nicht, ich habe damals ja angefangen mit der Lektüre und meinen damaligen Traumberuf gefunden. Aber: genau wie in der Nostalgie bei Spielen oft einige Highlights die ganze Erinnerung prägen und ein Wiederspielerlebnis dann sehr ernüchtert, so ist auch das durchschnittliche PC-Spiele-Heft dieser Zeit eben KEINE Aneinanderreihung von einem großartigen Heinrich-Lenhardt-Epos auf der einen und einer phantastisch gewitzten Petra-Maueröder-Glosse auf der anderen Seite, fein flankiert von einem geradezu da’vinci-esque genialen Boris-Schneider-Report nebenan. (Üblicher Disclaimer: Personennennung exemplarisch.)

    Es hat einen Grund, dass etwa im PC-Games-Podcast öfters spöttisch über Formulierungen wie „Fans greifen zu, alle anderen spielen Probe“ geplaudert wird, nämlich dass diese sich erst einmal etabliert haben; das gleiche gilt für „zugegeben, mir war Teil 1 eigentlich…“.
    Ein Großteil der Artikel wirken in der Retrospektive eher „einfach“ gesetzt. Große Screenshots von damals oft wenig ansehnlichen Spielen prägen Artikel, gerne auch einmal mit Bild-Überlagerungen. Zeilenabstände lassen Platz für Ihre Notizen. Die Kritik an einem unübersichtlicheren Layout ist, seit ich das erste Mal im PC-Games-Forum war, immer wieder ein Dauerbrenner, obwohl das Layout in der Zwischenzeit mehrfach gewechselt wurde; das deutet darauf hin, dass hier vielleicht auch ein Pauschaladjektiv ein anderes Gefühl ersetzen soll.
    Die Hefte dieser Zeit waren nicht durchweg schlecht. Natürlich nicht, mir fallen aus dem Stand großartige Artikel ein, die mich extrem informiert und begeistert haben (Petras Caesar-3-, Siedler-2- oder Conquest-Earth-Test ; Florian Stnagls Kritik an der Need-4-Speed-2-SE). Aber die Vorstellung, dass qualitativ permanent nah an der Unantastbarkeit agiert wurde, lässt sich einfach nicht mit dieser Realität vereinen.

    Spielehefte waren Propheten, Informationsverkünder, hatten einen echten Vorsprung, von den Demos, die anderenfalls drei Abende mit dem Modem in Anspruch genommen hatten, bis hin zu den eigentlichen Informationen und Assets. Ich habe mir einmal eine PC Action wegen EINES Bildes von Monkey Island 3 gekauft, ein damaliger Schulfreund saugte alles bedruckte Papier mit Alarmstufe-Rot-Informationen auf. Eine Welt, in der das vorstellbar ist, hat zwangsläufig eine andere Wahrnehmung und nachgerade auch eine andere Erinnerung an die Akteure dieser Zeit.

    TL;DR: Spielehefte haben gegenwärtig natürlich Qualitätspotenzial – das allein in der Vergangenheit zu suchen, ist weder den derzeitigen noch den damaligen Akteuren gerecht gegenüber.

    • Gabumon sagt:

      Naja natürlich ist da ein etwas verblendeter „Retroblick“ bei. Aber ich fand allgemein die Hefte früher „ehrlicher“. Heutzutage habe ich sehr oft das gefühl (bei allen Heften) das diese nicht mit Blick auf die Kunden gemacht werden. Sondern auf Blick auf die Aktionäre.

      Wobei das natürlich nicht die Schuld der einzelnen Redakteure ist, sondern der Vorstände.

      Klar war nicht jeder Testbericht in der gleichen Qualität, aber ich hab mich beim Lesen selten so gelangweilt wie jetzt, besonders bei PCGames fällt mir das auf das da viel einfach langweilig geschrieben ist. Vielleicht bin ich da auch von der kreativen schreibe der PCAction die es früher halt gab versaut…

      Apropos Layout, ich find das PCAction Layout von um 2001/2 deutlich besser als das was die jetzt hat. Auch das PCGames Layout von um 95 fand ich wesentlich besser als jetzt. Besonders der Wertungskasten war viel übersichtlicher, und auch deutlich besser nachzuvollziehen als irgendwelche „Spielspasskurven“ die überhaupt keinen sinn ergeben wenn sie nicht beschriftet sind.

    • Dr. Ebil sagt:

      Heutzutage ist es doch egal, ob ein Leitender Redakteur oder ’ne Einkaufstasche auf dem Chefsessel sitzt – die Games Print Branche ist am Ende. An den Zahlen lässt sich klar ablesen, dass der Damm nun endgültig gebrochen ist (was angesichts der rasanten Entwicklung von Online ja auch zu erwarten war).

      Wer heute Investor ist, hat die Wahl: Stecke ich mein Geld lieber in aussichtsreiche Online-Only-Portale (und kassiere zunächst erstmal weniger), oder lasse ich meinen Millionen „fröhlich“ von einem Print-/Online-Riesen versenken, der weder Fleisch noch Fisch ist.

    • Calvero sagt:

      Ja, es ist sicher kein Zufall, dass die genannten „Legenden“ heute mit Ausnahme von Petra Maueröder keine leitenden Funktionen im Print-Journalismus einnehmen. Die Gründe sind bekannt und oft hier besprochen und das wissen sie alle natürlich auch selbst am besten. Klar ist wohl, dass es für die Zielgruppe der heute 30-45-jährigen „Spiele-Interessierten“ (nicht zu verwechseln mit „Spielern“!) (sorry falls ich hier jüngere vergesse) nie mehr ein Print-Magazin geben wird, das ihren (unseren) Interessen annähernd gerecht wird. Ein solcher Titel würde sich einfach nicht rentieren, da die journalistischen Produktionskosten zu hoch sind. Ich „alter Sack“ kann übrigens schwer einschätzen, wie sich die jugendlichen Leser von heute mit den aktuellen Redakteuren identifizieren. Vermutlich ist es anders, als bei uns in den Vor-Internetzeiten, denn der Informationsvorsprung ist so stark geschrumpft, dass das Bewunderungs- und Erhöhungspotential entsprechend abnimmt. So und jetzt gehe ich in die Abstellkammer und hole ein paar alte PC PLAYER aus der Kiste und freue mich auf den nächsten Spieleveteranenpodcast;-)

    • Bollermann sagt:

      Dem, was Burtchen sagt ist nichts mehr hinzuzufügen.

      Meine Konsequenz daraus: Petra Fröhlich, Wolfgang Fischer, Thorsten Küchler und Co. (und wie sie sonst bei diversen Heften und Verlagen heißen mögen) machen einen erstklassigen Job. Sie sind nah an den Herstellern und nah an den heutigen Lesern, verstehen es aus der verschworenen und aufopferungsvoll arbeitenden Crew aus Redakteueren, Volontären, Freien und Praktikanten mit viel Führungsvermögen, Branchenwissen und Spieleenthusiansmus bis hinein in die eigene Freizeit, jedes Heft aufs Neue das beste herauszuholen und sich aufkommender Kritk konstruktiv zu stellen. Zudem bilden Sie den Spieleredakteursnachwuchs von morgen aus und fördern und fordern ihre Mitarbeiter aufs Beste.
      Ich steig hier jetzt aus. Denn es dreht sich alles nur noch im Kreis. Das Leben geht weiter – für mich ab jetzt auch ohne Spielezeitschriften und nur noch mit einem Minimum an Spielen. Denn RL hat doch ein bisschen mehr zu bieten.
      In diesem Sinne: Alles wird gut, Eisberg voraus und alles ganz geschmeidig, smart und zu recht ;-)

      Machts gut
      Der Bollermann

    • Spiritogre sagt:

      Zitat von Bollermann: “ … Zudem bilden Sie den Spieleredakteursnachwuchs von morgen aus und fördern und fordern ihre Mitarbeiter aufs Beste.“

      Äh, na, also ehrlich gesagt: Man merkt leider sehr häufig nur allzu deutlich, dass etliche Spieleredakteure aber vor allem auch Newsschreiber keinerlei richtige journalistische Ausbildung haben sondern eben nur das sind: Spieletester. Während ich das bei irgendwelchen anonymen Newstippern noch irgendwo verstehen kann, immerhin sind das Billiglöhner, also arme Schweine ohne richtigen Job, stößt mir das bei großen Artikeln immer mal wieder sauer auf, wenn elementare journalistische Grundregeln mißachtet werden und auch scheinbar keiner da ist, der auf sowas achtet. Das mag dem Laien nicht so auffallen, aber ich persönlich finde das schon ziemlich nervig, weil es das gesamte Niveau einfach nach unten zieht.

    • Dr. Ebil sagt:

      „Arme Schweine ohne richtigen Job“ make the world go round!

    • ShadowAngel sagt:

      Ich denke schon, das es einen Unterschied zwischen Damals und Heute gibt. Wenn ich alte Magazine mit heutigen Gamestar und PC Games Ausgaben vergleiche, fallen drei Sachen auf, die es früher gab:
      – Mangelnder Enthusiasmus: Bei den Testberichten früher hatte ich zumindest das Gefühl, das den Redakteuren sowohl ihr Job als auch das Hobby Spiele Spaß macht und sie bei tollen Spielen mit Eifer bei der Sache sind. Heute ist dagegen alles zu trocken. Natürlich will ich keine Testberichte im Manfred Kleimann Stil (bei dem ich immer das Gefühl hatte, das er nie so ganz nüchtern beim schreiben seiner Texte war) aber Magazine sollten sich nicht wie Schulbücher lesen.
      – Interessanter Schreibstil: Einen Lenhardt Test hat man direkt an der ersten Zeile erkannt. Wenn sich Hengst über ein Rollenspiel her machte, konnte man auch direkt herauslesen wie es ihm gefällt. Der Grund, warum die Redakteure von damals solchen „Kultstatus“ haben, liegt einfach daran, das sie einzigartige Charaktere waren. Jeder hatte seinen eigenen Schreibstil, seine eigenen Vorlieben. Von den letzten 12 Jahren Gamestar und PC Games sind mir dagegen kaum Redakteure im Gedächtnis geblieben (außer solche die durch grobe Fehler auffielen, wie Markus Schwerdtel früher bei der Gamestar). Es sind gesichtslose Gestalten mit ebenso gesichtslosen Texten. Das scheinen heute nur noch Webseiten zu schaffen, wenn ich da etwa an den Luibl von 4Players und seine spaßigen Verrisse denke.
      Beides liegt mit Sicherheit am Anforderungsprofil der Redakteure: Eine Stellenanzeige der Power Play vor 20 Jahren bestand aus „Du hast Spaß am Spielen? Kannst gut schreiben? Englisch und Deutsch kannst du sehr gut? Schick uns Probetests“ – Heute müssen das studierte sein, mit Volontariat die also dann schon einen festgefahrenen Schreibstil aufgelernt bekamen und manche haben mit Spielen vielleicht gar nicht so viel am Hut, sondern sind einfach froh einen Job zu haben (Etwa früher bei Markus Schwerdtel von der Gamestar hab ich mich das immer gefragt, seine fachliche Kompetenz war kaum vorhanden, er schrieb darüber, das Dinge im Spiel fehlten (die es aber dann doch gab) oder über Dinge im Spiel, die es gar nicht gab, fast so als wäre er nie über das Startmenü hinausgekommen)

      – Abhängigkeit von Publishern und die daraus resultierende Unglaubwürdigkeit der Magazine. Das fängt mit dem „Heimspielbonus“ für deutsche Spiele an: Gothic 3 (PC Games: 88%, Gamestar: 86% und in beiden Fällen kaum ein Wort über die tausend Bugs) Gothic 4 (PC Games: 79% und da fehlts ja wohl wirklich…) und EAs schrottiger Fussball Manager kriegt auch immer Topwertungen, da ist es scheinbar egal, das über Jahre hinweg die immer gleichen Bugs und Probleme präsent sind.
      War früher doch auch nicht so, da wurden Starbyte Spiele meist zurecht schlecht bewertet und nicht jede Software 2000 WiSim wurde gefeiert.

      Das gleiche gilt für AAA-Titel…(und ich kann mich noch an den Aufstand erinnern, damals, als die Gamestar das schrottige Black & White nicht als „Bestes Spiel aller Zeiten“ abfeierte)

      Wenn ich da eine alte PC Games lese, gibt es zwar auch Juhu-Wertungen (Ultima 8) aber auch viele große Titel die vielleicht auch zu Unrecht ‚abgewatscht‘ wurden (Doom 2 sei mal genannt)
      Nur scheint sich das keiner mehr zu trauen. Da empfindet man ein ödes, langweilig designtes und mit repititivem Gameplay ausgestattetes Spiel wie Assassin’s Creed auch im zigsten Sequel noch als Geschenk Gottes.

      Unglaubwürdig ist das vor allem dann, wenn die Redakteure heutzutage Phrasen raushauen wie „Dieses Indiespiel hat mir mehr Spaß gemacht als so mancher AAA-Titel“ – warum werden die dann trotzdem ohne Ausnahme kritiklos abgefeiert?

  21. Petra sagt:

    Interessante Beiträge.

    Dass die Auflagen so sind, wie sie sind, hat eine ganze Reihe relativ klarer Ursachen (und die gelten für das komplette IT-/Games-Segment). Und mit diesen Ursachen müssen wir halt umgehen.

    „Das Internet“ als solches ist wirklich nur *ein* Aspekt, aber mE nicht der entscheidende.

    Uns hat vielmehr zu beschäftigen, wie die Leute spielen, was sie spielen, wie lange sie spielen, wie intensiv sie spielen. Dass sich all das für jeden erkennbar verändert hat, ist einerseits Fluch, andererseits Segen (hallo MMORE).

    Daher:
    Zu glauben, man müsse nur ein bisschen am Wertungskasten oder am Layout schrauben oder eine Spiele-App-/Facebook-Spiele-Rubrik eröffnen oder Edelfedern ins Heft holen oder Wertungen weglassen, ist mE buchstäblich sehr oberflächlich gedacht. Genau das hat mich ja auch an der „Mehr Geist“-Diskussion vor gut einem Jahr so geärgert, weil sie einfach nicht aufrichtig geführt wird.

    Ich hab den Vergleich schon mal bemüht: Dass der Marktanteil der ARD-Tagesschau nicht mehr derselbe ist wie in den 70ern oder 80ern oder 90ern, liegt nicht daran, dass die Qualität der Sendung soviel schlechter geworden wäre. Und auch nicht „am Internet“.

    Schönen Sonntag,
    Petra

    • Gabumon sagt:

      Klar reicht nicht einfach eine „Layoutänderung“ oder das streichen oder abändern der Wertungskästen. Das ist höchstens ein Teil. Man braucht auch keine Browserspiele oder sowas zu testen. Die meisten dieser Spiele haben eine kürzere Halbwertszeit als eine Castingband…

      Diese „mehr geist“ diskussion war sowieso ziemlich daneben, die kam von jemanden der nach Bigpoint(!) gewechselt ist. Bigpoint, Zynga und co sind für mich nichts anderes als es 9Live & co waren, aber das nur neben bei.

      Man müsste eventuell die komplette ausrichtung der Magazine überdenken, weg von dem „News -> Previews -> Test“ Konzept sondern ein Magazin das auch tiefgehende Reportagen bietet, und zwar nicht nur eine auf 4 Seiten. Sondern 3-4 auf 20 Seiten. Das ist aufwendig und teuer, aber sowas les ich z.b. viel lieber als den 10 (Beliebiges Blizzard/Bioware) Preview.

      Die Artikel die ich z.b. in den letzten PCGames Ausgaben am Intensivsten gelesen habe waren die Rückschauartikel zu 20 Jahren PCGames (auch wenn da nen Fehler drin war, die Coverdisk hatte (mit einer einzigen ausnahme) keine 1,44 MB sondern 720 kb )

      Das könnte man auch mit der PCAction koppeln, da kämen dann nur die Ausführlichen Pre/Reviews rein. In der PCGames dafür mehr Reportagen und Hintergrundberichte und verkürzte Pre/Reviews. Nur so als idee

    • Dr. Ebil sagt:

      @ „Ich hab den Vergleich schon mal bemüht: Dass der Marktanteil der ARD-Tagesschau nicht mehr derselbe ist wie in den 70ern oder 80ern oder 90ern, liegt nicht daran, dass die Qualität der Sendung soviel schlechter geworden wäre. Und auch nicht “am Internet”.“

      Das ist doch Quark, und sie reden sich das nur schön. Was die Leute im Internet/Mobile-Zeitalter wollen sind kompakte News, Tests, Guides usw. – alles Mobile-kompatibel, möglichst scnhell und 24/7, und wenn’s geht alles kostenlos! Das ist Fakt, und so sollte das Geschäft auch konzipiert sein, d.h. kostenlose & Premium Mobile-Inhalte around the Clock.

    • Falconer sagt:

      Nur kurz zum Tagesschau-Marktanteil im TV… Kenne kaum noch jemanden unter 40, der die 20-Uhr-Tagesschau im Fernsehen guckt. Es liegt schon „am Internet“, dass viele sie täglich im Internet anschauen. Außerdem bestreitet die ARD mit genau den Argumenten fallende Marktanteile, wie sie Computec für die PCG anführt. Splittung der Marke: Tagesschau24, Tagesschau in 100sek, TagesWebShow…

    • Gabumon sagt:

      Nicht zu vergessen die Tagesschau App, die ARD spart da nicht, sie steckt da richtig Kohle rein. (Nunja die habens ja auch :ugly: ) Und sparen nicht ihre angebote solange Rentabel bis nichts mehr geht…

  22. Evil sagt:

    Es sieht übrigens so aus, als hätte Computec sich von PC Games Runes of Magic getrennt. Das Heft ist komplett aus dem Webshop verschwunden. Stattdessen kommt Pad&Phone jetzt alle zwei Monate.

  23. Gabumon sagt:

    Wer hat eigentlich diese PCGames.de seite verbrochen, ich mein Gamestar.de ist eine technische Katastrophe, aber dass? Der Verantwortliche gehört schlichtweg entlassen…

    • Calvero sagt:

      Das wäre dann wohl der Stanglnator?

    • Gabumon sagt:

      Die Seite macht jedenfalls nicht nur auf den gängigsten Browsern probleme, sondern auch auf iPad, iPhone und Android Systemen funktioniert kaum was so wie es soll…

      Ich hatte nie gedacht das es schlimmer werden kann als bei Gamestar…

    • Dr. Ebil sagt:

      Und all das von so hoch bezahlten „Profis“, wa? ;)

  24. Ronny sagt:

    Es ist eine Platitüde: Die Zeiten haben sich verändert. Spielemagazine wie in den erfolgreichen 90ern würden heute nicht mehr funktionieren, denn der Spieler hat sich verändert. Das Problem: Im Prinzip sind die Hefte noch die gleichen wie vor 20 Jahren. Am grundsätzlichen Konzept hat sich nichts geändert, außer der Tatsache das alle relevanten Informationen im Internet in gleicher oder besserer Qualität und viel schneller zu haben sind. Der veränderte Spieler hat sich längst darauf eingestellt und braucht das Heft zur Online Seite nicht mehr zwingend. Die Verkaufszahlen sind sogar noch überraschend hoch.
    Ein neues Konzept ist zwingend erforderlich, ohne diejenigen zu verprellen, die das gewohnte tatsächlich noch kaufen und das sind immerhin 70 bzw 100 Tsd bei PC Games und Gamestar.
    Die Chance für die Verlage und am ehesten bei Computec: Ein derzeit schwach laufendes Heft umbauen und ein neues Konzept ausprobieren, dass das gewohnte in erwachsener Form ansprechend beibehält, aber anders verpackt und vor allem: Kürzer hält und dazu Mehrwert bietet, den das Internet nicht bringt.
    Ideen hätte ich, aber die passen hier nicht hin. Außerdem wirds eh keiner machen…

    • Petra sagt:

      Ronny, ich wär ernsthaft interessiert an deinen Ansätzen und „neuen Konzepten“ (Stichpunkte genügen) – einfach nur zum Abgleich, ob das jeweilige Stichwort in den vergangenen zehn Jahren schon mal gefallen ist bzw. durchdacht bzw. ausprobiert wurde.

      Wenn ich raten müsste, würde ich zum Beispiel „Mehr hintergründige Reportagen“ erwarten – Treffer? ;-)

      Viele Grüße
      Petra

    • Falconer sagt:

      Petra, auch wenn es euch aus den Ohren rauskommt (nicht auf die PCG bezogen): Ein Magazin, dass sich mit breitem Themenspektrum und gewandter Sprache an Spieler richtet, die der stark fokussierten Berichterstattung herkömmlicher Game-Magazine entwachsen sind, fehlt ganz einfach in Deutschland. Kein Computec, kein IDG und schon gar kein ASV haben es versucht bzw. hinbekommen, solch ein Heft marktfähig zu konzipieren. Ich sag bloß „Localization Unit“ im Bezug auf den Computec-Versuch in der Richtung. Wenn man seine Leser dermaßen unterfordert, unterschätzt und glaubt, Qualität vorgaukeln zu können, kann es nicht gelingen.

      Ich bin immer noch überzeugt davon, dass es einen Markt für ein Games-Pendant zu Zeitschriften wie 11Freunde, Business Punk oder brand eins gibt. Gerade im Print-Bereich.

      Gruß,
      Falconer

  25. Petra sagt:

    Ich bin immer noch überzeugt davon, dass es einen Markt für ein Games-Pendant zu Zeitschriften wie 11Freunde, Business Punk oder brand eins gibt. Gerade im Print-Bereich.

    „Einen“ Markt gibt es mit Sicherheit. Nur: Er ist mutmaßlich nicht besonders groß für eine nachhaltige wirtschaftliche Basis – und das liegt ausgerechnet am breiten Themenspektrum.

    Weil ich die von dir genannten Blätter ziemlich gut finde und gern lese (auch sowas wie „Landlust“), liegt es nahe, das gedanklich durchzuspielen und evtl. daraus Rückschlüsse zu ziehen.

    Um beim beliebten Beispiel „11Freunde“ zu bleiben: Es gibt ganz entscheidende Unterschiede zwischen dem Thema Fußball vs dem Games-Bereich. Einer davon: Im Fußballbereich korrelieren Vereine, Spieler, Manager, Ligen, Trainer usw. direkt miteinander. Alles steht direkt miteinander in Verbindung, alles ist im Fluss. Es gibt eine Durchlässigkeit. Als Fan von Rot-Weiß Essen oder Augsburg verfolgst du zwangsläufig mindestens die jeweilige Liga.

    Das ist bei Spielen tutti anders. Wie willst du eine gemeinsame Klammer finden, die Fans von League of Legends, Halo 4, Shingo Takatsuka, GTA 5, EVE Online, Diamond Dash, ZombiU, Cannonfodder, Limbo, Super Mario 64 und den Landwirtschafssimulator auch nur ansatzweise angemessen unter einen Hut bringt? Das wäre nämlich das Spektrum, von dem wir reden.

    Selbst wenn man sich nur in der PC-Sphäre bewegt: Warum sollte ich regelmäßig zu diesem Heft greifen, wenn ich mich vorwiegend für PC-Strategiespiele (oder Adventures. Oder MMORPGs. Oder Battlefield 3. Oder Minecraft) interessiere?

    Dass sich der Spielemarkt in viele kleine und große Nischen aufgeteilt hat, ist ja gerade *eine* Erklärung für die Situation am Kiosk (und teilweise auch im Web).

    Petra

    • Gabumon sagt:

      Da bleibt aber die Gegenfrage, warum sollte ich zur PCGames greifen wenn mich nur Rundenstrategiespiele Interessieren?

      Mit der Begründung müsste man ja für jedes Genre ein eigenes Heft bringen, da ein „Multigenremagazin“ niemals ausführlich genug sich um ein Genre kümmern kann sondern immer nur anreissen

      Und wie Falconer schon schrieb, Humor ist auch sowas, die PCAction war früher eine schöne alternative zur „seriösen“ PCGames und Gamestar, sowas fehlt heute völlig…

      Im Grunde sind mittlerweile leider alle Magazine gegeneinander Austauschbar, alleinstellungsmerkmale fehlen völlig und zwar über alle Verlage hinweg. Die „Computerspieleheftewelt“ wirkt wie eine art Plattenbausiedlung…

  26. Falconer sagt:

    Um beim beliebten Beispiel “11Freunde” zu bleiben: Es gibt ganz entscheidende Unterschiede zwischen dem Thema Fußball vs dem Games-Bereich. Einer davon: Im Fußballbereich korrelieren Vereine, Spieler, Manager, Ligen, Trainer usw. direkt miteinander. Alles steht direkt miteinander in Verbindung, alles ist im Fluss. Es gibt eine Durchlässigkeit. Als Fan von Rot-Weiß Essen oder Augsburg verfolgst du zwangsläufig mindestens die jeweilige Liga.

    Hm, mag ein Punkt sein. Gilt meines Erachtens aber eher -um in dem Segment zu bleiben- für „Kicker“ und „Sport Bild“. Da wird zugegriffen, wenn es um aktuelle Infos zum Lieblingsclub geht. 11Freunde hat m.W. nicht nur in der Fußball-Zielgruppe Erfolg. Sondern da gibt es ne Menge LeserInnen, die das Magazin wegen seiner Einzigartigkeit, Glaubwürdigkeit und Originalität schätzen. Der Verein (oder sogar der Sport) sind da nicht entscheidend, sondern die unkonventionelle Berichterstattung. Und ganz wichtig: Der Humor!

    Der Humor wäre nochmal ein ganz eigenes Kapitel, dass man mal in Sachen Game-Zeitschriften analysieren müsste. Bierenste Spieletests mit Mot-Kurve sprechen (in Deutschland) sicherlich eine bestimmte Leserschaft an. Aber wo ist die Alternative? PC Action war einmal eine… Als PlayStation-Spieler bin ich saufroh, dass die play³ noch so eine leuchtende Ausnahme im Zeitschriftenregal ist.

    • Calvero sagt:

      Gerade mal geschaut: 11 Freunde hat 30.655 Abonnenten und verkauft 47.519 Hefte am Kiosk. Von den Vertriebserlösen wirft das Heft also bestimmt nicht viel mehr ab, als die Spielezeitschriften. Ich kenne das Heft jetzt nicht genau, vermute aber mal, dass die sich bei den Anzeigen auch ranhalten müssen. Die machen dann aber auch noch viel nebenbei (z.B. Medienkooperationen). Hochwertige Nischentitel rechnen sich wohl doch, reich wird man nicht, aber Geldvernichter sind die Herausgeber sicher nicht. Noch ein Beispiel aus dem Sport: Ich hätte nie gedacht, dass dieses schöne Heft (http://www.sportsfreund-magazin.de/archives/category/magazin) 10 Ausgaben schaffen wird, hat es aber!

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