IVW-Zahlen I/2014 – Unter ferner liefen

Die Osterfeiertage sind vorbei und somit ist es Zeit für die neuen IVW-Zahlen. Angesichts des Gebotenen kann da schon mal leichte Katerstimmung aufkommen. Erschreckend sind vor allem hierbei die Zahlen der Xbox Games, die mit knapp 6.700 Exemplaren deutlich unter die Marke von 10.000 fällt und damit noch einmal vor Augen führt, warum der Live-Emotion-Verlag auf Dauer mit seiner Print-only-Strategie nicht gewinnen konnte. Die CBS konnte sich zwar vom Allzeittief ein wenig erholen, mit -24% ist man aber weit von einer Glanzleistung entfernt. Das Plus bei der GamePro dürfte einzig und allein auf die Übernahme der 360-Live- und PS3M-Abonnenten zurückzuführen sein, denn am Kiosk geht es auch hier nur abwärts. Interessant ist noch ein Blick auf die Zahlen der beiden PC-Spielehefte: PC Games verliert sowohl am Kiosk als auch im Abo ca. 16% der Käufer und damit gleichmäßig in beiden Kategorien. Bei der GameStar hingegen gibt es große Unterschiede. Hier gehen bloß 10% der Abonnenten verloren, die Kioskauflage sinkt hingegen um heftige 34%.

Computer Bild Spiele: 110.060
(-23,73%/-34.234 Exemplare)

Game Master: 16.397
(-29,26%/-6.783 Exemplare)

GamePro: 17.406
(+1,94%/+331 Exemplare)

GameStar: 68.209
(-20,75%/-17.864 Exemplare)

Games Aktuell: 20.123
(-10,19%/-2.284 Exemplare)

PC Games: 44.087
(-15,91%/-8.339 Exemplare)

PC Games Hardware: 32.972
(-11,46%/-4.266 Exemplare)

play³: 22.545
(-12.56%/-3.238 Exemplare)

Xbox Games: 6.677
(kein Vergleich möglich, Zahlen I/13 nicht eingetroffen)

Quelle: ivw.eu

40 Antworten zu „IVW-Zahlen I/2014 – Unter ferner liefen“

  1. eldorado sagt:

    Durch neue Konsolen und doch Großes Sterben in den letzten Monaten dachte ich zumindest eine kleine Stabilisierung zu sehen und bin jetzt naja „regelrecht schockiert“ kann ich nach den letzten x-Jahren nicht mehr schreiben.
    Aber immerhin ist ConsolMedia und Airmotion Games verschwunden, das sind 4 Hefte, gemeinsam hatten sie sicher Auflage von so 30 000 Exemplaren.

    Nun anscheinend sind die Leser ihrem Heft halbwegs treu, kaufen es aus Gewohnheit und kehren bei seinem Verschwinden der Branche den Rücken..

    • pvcf sagt:

      Hui ui ui, da wird man glatt Sprachlos. Wenn man ganz ganz böse wäre, könnte man sagen, dass kaum noch jemand Zeitschriften von Hobbyisten/Praktikanten kaufen möchte… aber ich bin ja nicht böse, daher mal eine Frage: wie wird es weitergehen wenn die magische 20k grenze bei Gamestar und PCGames erreicht ist? Oder gibt es diese mittlerweile nicht mehr?
      Eine weiter Frage wirft der Artikel auf:
      [i]und damit noch einmal vor Augen führt, warum der Live-Emotion-Verlag auf Dauer mit seiner Print-only-Strategie nicht gewinnen konnte.[/i]
      Das halte ich doch für sehr Diskussionswürdig: Ich zb habe aufgehört Zeitschrifteen zu kaufen, weil ich A) keine kohle mehr dafür über hatte und B) die Artikel kostenfrei auf der Website bekam bzw bekomme (im Falle Gamestar)und C) PCGames ich das verkleinerte Heftformat einfach nicht abkann. Sprich, um zum Kern zurückzukommen, ein gleichzeitiges bzw früheres und vollständigeres veröffentlichen von Heftartikeln auf der Website trägt ganz bestimmt nicht zum Heftverkauf bei^^
      Nehmen wir mal PCAction, die hab ich so gut wie immer gekauft, bevor die lustigen leute rausgeschmissen und PCGames Artikel genommen wurden, und war so gut wie niemals auf ihrer Website.
      Man muss der Realität ins Auge schauen: 99.99999% der Internetuser geht wie Selbstverständlich davon aus, alles kostenlos im Inet zu bekommen, weil es nun mal so ist und sie so sozialisiert wurden. Wenn ich jetzt nach einem erfolgreichen Paywall angebot nachfrage, wird es vielleicht eines geben, als das berühmte ausnahmige Beispiel, mehr aber auch nicht.

      Und nein, ich glaube nicht dass Gamestars webauftritt mit Premiumusern und der ganzen Werbung weder die Webseite mit Artikeln noch das Heft finanziert. Ich bin mir sicher sie Kanibalisierten sich selber mit der Website das Heft zu tode, welches die Website überhaupt erst finanziert.

  2. Calvero sagt:

    Interessantes Video zum Thema:
    http://www.gamestar.de/news/vermischtes/3034465/feedback.html

    Laut Andre Horn gibt es keine Grenze nach unten, die Hefte werden eher zu wertigen Liebhaberstücken. Ich finde, er hat mit vielen Gedanken recht, z.B. dass sich die (jungen) Leser nicht ständig das historische Spielewissen der Redakteure auf die Nase binden lassen wollen. Den Gedanken hatte ich auch beim PlayStation 1-Special in der aktuellen M!Games, wo jeder Redakteur unbedingt seine (meist lahme) PS-Anekdote erzählen muss. Der freie (aber nicht unbekannte) Autor des Beitrags hat übrigens keinen Meinungskasten bekommen.

  3. Strabo sagt:

    Sprich, um zum Kern zurückzukommen, ein gleichzeitiges bzw früheres und vollständigeres veröffentlichen von Heftartikeln auf der Website trägt ganz bestimmt nicht zum Heftverkauf bei^^

    Sicherlich, aber die Alternative für den Leser ist ja meist nicht „dann kauf ich mir das Heft, wenn ich es auf der Webseite nicht lesen kann“, sondern „dann les ich einen ähnlichen Test/News/Report eben auf einer anderen Webseite (und besuche GS.de/PCGames.de etc. nicht mehr)“.

    • pvcf sagt:

      Also um da gut zu antworten musste ich erstmal zweimal drüber schlafen, bitte verzeih, AAAAAlso:

      Im Prinzip ist der Gedanke natürlich richtig, aber warum genau hab ich mir zB die Zeitungen gekauft? Weil ich einen bestimmten Textbericht lesen wollte? Vielleicht 2x im Jahr! Wegen der News? Das war vor 10-15 Jahren.
      Es war Entertainment! Es war das (ich sprech es mal aus: ) auf dem Pott sitzen, und schmökern! Tests zu Spielen lesen die mich nicht die Bohne interessierten, News zu Spielen die mich nicht interessierten. Allein die oftmals unterhaltsame Schreibe hat es ermöglicht, mich mit und über Spiele zu informieren, die überhaupt nicht in mein Beutschema passen.

      Jetzt stelle ich das mal OnlineInhalten gegenüber:
      Mein Verhalten beim lesen von selbigen ist Extrem selektiv, ich hab einfach keinen Bock Artikel auf dem Bildschirm von Spielen oder News zu lesen, welche mich nicht interessieren. Hinzu kommt, dass mich die Art der Schreibe in 95% der Artikel nicht mehr „packt“, es wirkt generisch.
      Und die „News“, auf den websiten, sind maximal uninspiert und emotionslos und unredgiert und unrecherchiert. Ein besseres „blabla“, mehr nicht.

      Sprich mit fehlt der Faktor „gemütliche und Amüsante Breitbandunterhaltung aufm Klo“.
      Wer versucht hat mal mit nem Handheld artikel oder news von der Gamestarseite Online aufm Pott zu lesen, weiss, dass man das ganz genau einmal versucht, dann nie wieder. (es liegt an der Grauenhaft langsamen Ladegeschwindigkeit selbst bei Breitbandverbindung im WLan, und das selbst beim zurückblättern der Seite selbige nochmal komplett von oben bis unten mit all dem Furchtbar unnützen mist neu geladen wird, warscheinlich um Traffic und Impressions zu erzeugen, F***Y** webseiten programmierer von IDG! ).

  4. Antom sagt:

    Eigentlich wird das Geld nur noch Online über Werbung verdient, relativ leicht herzustellen, wenig aufwand, immer wieder änderbar, Tages aktuell.

    Dazu muss ich sagen das ich auch Zeitschriften nicht abgeneigt bin wenn sie gut sind.

    • UncleHo sagt:

      Ist fraglich ob über Online-Werbung noch so viel reinkommt.. Beim Ende von ConsolMedia haben die Verantwortlichen ja auch gesagt, dass eher das Heft – so schlecht es dem auch ging – die Webseite gestützt hat und nicht umgekehrt… die Werbung wird ja auch auf den Seiten immer agressiver, nur noch sogenannte „Störer“ (wenn ich den Begriff richtig verstanden habe) werden werbemäßig wohl noch halbwegs entlohnt, unauffällige Werbung bringt wohl nix mehr richtig ein…

      Nur was sind die Alternativen?

      Werbung Online: – Die Leute meckern.
      Paywall Online: – Die Leute gehen woanders hin (und nehmen dann doch Werbung in Kauf?)
      Print: Tja.

      Irgendwie drehen sich da alle im Kreis, oder?

  5. Bonito sagt:

    Und wieder: OMG
    Und wieder: Böses Online – gutes, aber armes Print
    Und wieder: Computec/IDG/Springer heute böse und früher viiiieeeeeel besser
    Und wieder: Unterbezahlte/ausgepresste/dennoch mit Herzblut arbeitende Redakteure sind ja selber Schuld, wenn sie das mitmachen/Verlage lieben billige Praktis/Freie/Hospis/Trainees und günstige Volontäre
    Und wieder: Alle sind doof, nur wir hier nicht
    Und wieder: Wir werden alle sterben
    Und wieder: nächstes Quartal wirds wieder genauso kommen

    PS: Die Zeiten sind vorbei, wo massenhaft Menschen print kaufen, um sich über ein digitales Medium zu informieren. Print über digitale Medien wird eine bezahlte Nische, mit der sich die Gewinne der vergangenen Jahre nicht mehr erwirtschaften lassen. Und die Digital-Bezahlmodelle stecken noch in den Kinderschuhen. ABER: digital, so wie wir es bis jetzt kennen, wird nicht kostenlos bleiben. Nur die Erlöse werden kleiner ausfallen. Solange noch ein Erlös/Gewinn rausspringt, solange wird es Hefte geben. Kein Gewinn – Keine Printhefte. So einfach ist das.

    So, Hut ist im Ring ;-)

  6. Stefan Hofstätter sagt:

    Mich würde noch die Zahlen der MAN!AC aka M!GAMES interessieren.

    Ich persönlich habe noch einige Print Abos, komme aber immer weniger dazu diese zu lesen. Werde also auch wohl bald mein Abo kündigen.

    Wenn ich morgens meinen Twitter Feed abrufe, und danach auf reddit unterwegs bin, dann bin ich schon auf dem laufenden. Leider kommt da kein print Heft mit. Nur die Specials sind es auf die ich mich noch freuen kann. Aber hier wurde auch schon so gut wie alles durchgekaut (retro, oculus etc.)

    Gerade der Live Emotion Verlag hatte bei mir immer ein großes Stein im Brett. Onkel Toms Posthütte war jahrelang mein einziger Kaufgrund! Ich stelle mal die These auf das es bestimmt einige Käufer gibt die bei einem Magazin einen Lieblingsredakteur haben, und dann das Heft nur deswegen noch abonniert haben.

    Als Henry Ernst die Gamepro verlassen hat, haben 2 Leute aus meinem Bekanntenkreis ihr Gamepro Abo gekündigt weil sie nur noch wegen ihm überhaupt das Heft gelesen haben.

    Aber das sind jetzt nur meine Thesen. Schade um Print ist es trotzdem.

    • Mario sagt:

      Verkaufzahlen der M! kann ich auch nicht liefern, der Verlag dürfte aber doch recht klein sein? Audiovision und nur noch die M!, soweit ich weiß. Daher kann man beim bundesanzeiger.de einigermaßen das Befinden des Verlages und der M! erkennen (sofern Audiovision nicht besonders stark zur Bilanz beiträgt, was ich aber nicht glaube). Als GmbH muss der Cybermedia-Verlag dort (leider immer nur mit gut 1 Jahr Verzögerung), die Bilanz öffentlichen machen. Bald müsste die Bilanz für 2013 dort veröffentlicht werden, aktuell ist leider nur die bis 2012 dort abrufbar.

  7. Ich finde es echt Schade, dass viele kein Interesse mehr haben sich Spielemagazine zu kaufen.
    Etwas beim lesen in den Pfoten zu haben ist etwas ganz besonderes schönes und nebenbei sammelt man in den Jahren ein gutes Archiv an gedruckter Spielegeschichte.
    Hoffentlich werden bei den weiteren Niedergang des gedruckten Spielejournalismus möglichst viele Beteiligte einen Umstieg in andere Bereiche schaffen. Solange sie noch die gedruckten Varianten anbieten, wird, die Zeitschrift meiner Wahl, auf jeden Fall bis zum bitteren Ende unterstützt. :)

    • pvcf sagt:

      Ich hab mir heute mal die Aktuelle Gamestar durchgeblättert und war ein bissl ob der Papier und Druckqualität erschrocken. Der Druck war Unscharf und das Papier so dünn, dass selbst im liegendem Zustand bei schlechtem Licht die Rückseite der aktuellen Seite Durchgepaust hat.
      Das Layout war immernoch „hektisch“ und unleserlich, zerstückelte Texte auf komplett blau eingefärbten Seiten (plus dem Durchpauseffekt, schwarze Fragmente unter dem Schwarzen Text auf Dunkelblauer seite von Zeitungsqualität, weia). Auch wirkte das Heftformat ein bissl kleiner als ich es in Erinnerung hatte. Alles in allem fühlte es sich sehr billig-Tageszeitungsmässig an. Keine Einzige Seite oder Artikel oder Screenshot hat mich beim Durchblättern inspiriert, mal auch nur 2 Zeilen zu lesen. Durch die megablassen Farben der Screenshots musste man der Beschreibung eines Screenshots einer Naturscene glauben, dass es im Spiel schön aussieht. Wenn dann noch der ganze Kram von Praktikanten und Hobbyschreibern geschrieben wurde…. ja, da hab ich gleich mal auf den Preis geguckt, ob sich dass da wiederspiegelt, so wie ich es in der Hand hielt, war es mir maximal 2.30 wert, und oh, es waren ~ >4.XX, da hab ich sie lachend wieder ins Regal gestellt.

    • pvcf sagt:

      Ergänzung:
      Das sollte KEINE meckerei an der Qualität der Artikel sein, hab keinen gelesen. Das komplette Layout schrie mich die ganze Zeit an: Blätter weiter bis du zu einer leserlichen Seite kommst… kam nicht.

  8. gabumon sagt:

    Naja das einzige was an den Heften noch interessant ist, sind die „Specials“ also das was hinter dem gähnend öden „Hier kommen die Herstellerfreundlichen Previews“ und den „Hier kommen die großen Publisherfreundlichen Reviews“ kommt.

    Im Grunde könnte man den Rest der Hefte auch einsparen. Tests gibt es weitaus mehr und umfangreichere auf diversen Websites. Previews sind sowieso nutzlos wenn sie meist aus eh schon bekanntem Kram bestehen. Wenn das jetzt wirklich unbekannte Titel währen, aber es ist ja dann lieber ein 10 Seiter zum nächsten WoW Addon etc.

    News, die schon bei Drucklegung veraltet sind usw.

    Das sieht für mich so aus als würden die Verlage die Hefte nur solange mitziehen, wie sie schwarze Zahlen schreiben. Investieren wird keiner mehr.

    Die Frage ist was dann mit den Websites passiert, ich bezweifle weiter hin das die sich von alleine Finanzieren. Jedenfalls nicht mit eigener Hardwareabteilung und eigener Redaktion in dem Umfang.

    Ich gebe PCGames maximal noch 2 Jahre, dann gibts die in der Form nicht mehr.

  9. Dok sagt:

    Der Niedergang de Magazine mag einerseits an online liegen… Andererseits ist ganz sicher auch die spieleindustirie Schuld. Fast jedes aufwendig produzierte Game hat eine Zahl hinter dem Titel und ist die xte Fortsetzung des immer gleichen. Und über CoD 12 braucht man halt keinen Artikel zu lesen. Und der 100. free2play WOW klon, der von irgendwelchen kellerkindern programmiert wird und komplett Null innovativ ist, lädt auch nicht zum lesen ein. Ich persönlich bekomme die Hefte übrigens gratis und lese trotzdem nur das Inhaltsverzeichnis – die Spiele interessieren nicht .

    • Gabumon sagt:

      Und dieser 100. WoW Klon bekommt dann auch noch massiv viele Seiten Preview/Review/Kontrollbesuche, und wenn es dann auf F2P umgestellt wird, werden die Datenträger alle paar Monate mit dem Client vollgeballert … Aion *hust*

    • ShadowAngel sagt:

      Wenn die Schuld daran liegt, das die Magazine eben hundert Seiten für das tausendste Crap of Duty verschwenden, anstatt über andere, unbekanntere Spiele zu berichten, warum ist dann die neue Power Play so grandios gescheitert und schon nach wenigen Ausgaben eingestellt werden? Man sollte doch denken, das dieses Magazin mit seiner anderen Art und größerem Fokus auf Indie- und Nicht-Mainstream alle anspricht, die Gamestar & Co. mies finden? Trotzdem war der Erfolg nicht vorhanden und das kann ja allein nicht an einigen miesen Redakteuren wie Winfried Forster gelegen haben.

      Nein es liegt schon an Online, daran, das niemand mehr Geld für alte Nachrichten und gekaufte Wertungen ausgeben will und das Lesen gerade bei der jüngeren Generation sowieso absolut unpopulär ist und gerade die fehlen dann eben als Käufer. Die ältere Generation hört vielleicht irgendwann mit Spielen auf oder hat kein so großes Interesse mehr, das man 5-6€ für Altpapier ausgibt – ich wette da gibt es viele, die monatlich alle möglichen Hefte gekauft haben, mittlerweile das aber nicht mehr tun. Ich gehöre da auch dazu.

    • SILen(e sagt:

      Ich denke den größten Anteil am Niedergang der Magazine wird Online haben, aber eben auf eine andere Art und Weise als noch vor wenigen Jahren gedacht.

      Die erste Generation die das Internet wie selbstverständlich als Kind nutzte hat auf Spielemagazine verzichtet und stattdessen Gamestar und andere Seiten genutzt – diejenigen die jedoch erst seit 2010 das Web nutzen haben auch die Spieleseiten übersprungen und schauen sich einfach ein Let’s Play auf YouTube an.

      Spieleseiten sind höchstens noch für News gut, Spielerfahrungen schaut man sich auf YouTube an.
      In der Zeit in der man bei einem Artikel für die Einleitung benötigt sieht man da schon die Action.

      Das geht natürlich nur bei Titeln die bereits erschienen sind, aber auch das ist kein Problem, denn – und da hat Dok recht – Titel die man unbedingt am Erscheinungstag spielen will werden eh gekauft, völlig egal was irgend ein Reviewer dazu zu sagen hat.
      Als würde die gesamte CoD-Fanbase darauf warten was irgend so ein „Dödel“ von nem Magazin oder einer Internetseite zur Qualität des Spieles sagt, bevor sie vorbestellen…

      Und was die WoW-Klone angeht ist sicherlich auch ein früherer Vorteil der Magazine weggebrochen: Immer mehr (MMO-) Spiele haben heutzutage eine Open Beta oder sogar eine lange und relativ offene Alpha-Phase vor Release.
      Wartete man früher auf das Erscheinen der neuesten Ausgabe der XYZ um zu erfahren wie sich das Spiel nun wenige Tage vor Release denn bereits spielt, so lädt man sich heute den Client runter und spielt selbst.

      Dass starke MMOs und Shooter außerdem Spieler lange Zeit an sich binden und das Interesse an anderen Spielen (und entsprechenden Reviews) schwächen kommt ja noch hinzu.
      Jemanden der ernsthaft WoW spielt erreicht man nicht mehr mit Reviews zu Autobahnraser 17, höchstens noch mit einem „Wie lege ich Boss Megadeathosaur?“-Sonderheft.

      Und zuletzt gibt es heutzutage viel mehr Möglichkeiten sich zu beschäftigen – früher hatte man zig Spielezeitschriften um sich ausführlich zu informieren UND….vor allem um sich auf dem Klo zu beschäftigen. Oder wenn einem langweilig ist…

      Auf dem Klo surft man nun mit dem Smartphone oder schleudert Vögel gegen Häuser, was die Langeweile angeht hab ich auf dem PC mehr Spiele als ich überhaupt spielen könnte, dank Steamdeals, Indiebundles etc…

      Journalismus als Kaufberatung ist zumindest in diesem Bereich tot, ich könnte mir höchstens noch Journalismus für Spielzeitmanagement vorstellen^^

      Ich muss mich heutzutage nicht mehr entscheiden welches Spiel ich mit meinem wenigen Geld kaufe – und dabei mehr Geld für Zeitschriften als für Spiele ausgeben – ich brauche Tipps welches Spiel aus meiner 500 Spiele umfassenden Library ich JETZT am besten spiele :P
      Kaufen kann ich eh alles was mich auch nur am Rande interessiert, und wenn es erst 3 Monate nach Release für 16 Euro bei nem Keystore ist.

    • Evil sagt:

      Die Meldung find ich spannend.

      In seiner neuen Funktion verantwortet Michael Trier, der seit Dezember 2001 für IDG in verschiedenen leitenden Positionen tätig ist, alle Publikationen, die außerhalb der regulären Produktlinien GameStar und GamePro erscheinen. Das schließt sowohl Sonderhefte mit speziellen Themenschwerpunkten als auch die Akquise und Erstellung maßgeschneiderter Medialösungen im Rahmen von Corporate Publishing-Aktivitäten ein.

      Heißt das, er wurde weggelobt?

    • Dr. Ebil sagt:

      Ist denkbar – Abgeschoben auf irgendeinen Elefantenfriedhof. ^^

  10. Alkatei sagt:

    Bin sehr gespannt ob diese Änderungen bei IDG irgendwie fruchten.
    Als Chefredakteur wird Michel Grad wohl weniger Tests und Videos beisteuern, was der Gamestar nicht unbedingt gut tun wird.
    Heiko Klinge als Chef der Gamepro könnte interessant werden wenn er denn dort eigene Ideen oder Konzepte einbringen darf.

  11. Rodon sagt:

    Die PC Games speckt weiter ab und kommt mit der Ausgabe 07/2014 nur noch auf 116 Seiten + 16 Extended-Seiten. Wahnsinn, wie dünn sich das Heft mittlerweile anfühlt…

    • Gabumon sagt:

      Das ist damit soviel wie das Magazin früher ohne Extended Teil hatte.

      Ich denke mal nächstes Quartal sind die bei ca. 35000 Verkäufen und dann lohnt das bald nicht mehr, 2015 ist da schluss.

      Oder andere Magazine müssten die PCGames mitsubventionieren, nur.. da ist nix.

  12. gabumon sagt:

    Also dieses Gamestar+ wenn man schon quasi 1:1 bei der Bild kopiert dann bitte auch mit den Vorteilen für die Kioskkäufer, bei der Bild ist nämlich jeden Tag ein Gutschein für 1 Tag Bild+ dabei…

    Bei der Kioskgamestar sollte das genau so sein… also für den Monat halt

    • Rodon sagt:

      In der Feedbackfolge mit Daniel Visarius wurde begründet, warum man das nicht so macht und nur einen Rabatt bei Abonnenten gewährt.

    • gabumon sagt:

      Ich hab keine Zeit ein ewig langes Video zu gucken.

      Trotzdem fühl ich mich da als Heftkäufer zur 2. Klasse degradiert. Obwohl im Falle Gamestar ist das schon 4. Klasse…

      Die Seite ist ohne Script und Werbeblocker immer noch unbenutzbar…

    • Calvero sagt:

      Für 4 Euro bekommt man ein gedrucktes Heft, das man überall lesen, sammeln und weiterverschenken kann. Eine klare Leistung zu einem definierten Preis. Eigentlich fair für den freiwilligen Heftkäufer. Wie man sich daraus degradiert fühlen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man weiß, was solche Online-Entwicklungen wie Gamestar Plus in der Entwicklung und im Betrieb kosten, kann man eigentlich nicht auf die Idee kommen, dass man das verschenken kann und sollte. Lobenswert finde ich, wie Gamestar das in der Videorubrik „Feedback“ offen kommuniziert.

  13. Calvero sagt:

    Und wieder verschwindet ein bekannter PC-Titel vom Kiosk: COM!
    http://www.dnv-online.net/medien/detail.php?rubric=Medien&nr=91014

    Stattdessen setzt der ratlose Verlag auf eine Pro-Ausgabe „für IT-Entscheider“ mit DVD für 6,90 Euro! Das kann ja nur scheitern.

    • Evil sagt:

      Welchen Sinn hat es bitte das Heft als
      – Pocket-Ausgabe zu € 1,20
      – Magazin-Ausgabe zu € 2,40
      – CD-Ausgabe zu € 3,75
      – DVD-Ausgabe zu € 4,99
      – Super-Premium-Ausgabe zu € 6,90
      an den Kiosk zu bringen?

      Das bläht dir die Druckauflage und Produktionskosten doch nur unnütz auf. Der Trend geht wieder zu weniger Heftvarianten. Weka hat beim PC-Magazin diesen Monat auch die CD-Ausgabe gestrichen.

      GS und PCG haben die Streichung der normalen DVD-Ausgabe doch auch schon hinter sich gebracht, sodass es nur noch zwei Varianten am Kiosk gibt.

      Was sicher diskussionswürdig ist, ist die Neuausrichtung des Heftes. Auf der Facebook-Seite gibt es bisher nur negative Kritiken. Ich hab die Relaunch-Ausgabe noch nicht gesehen, allerdings fand ich das Heft schon schlecht, als aus „Com! Online“ die „Com! Computer und Internet“ wurde – nach der Änderung auf „Com! Magazin“ ist das Heft für mich dann gestorben und ich bin zur c’t gewechselt.

    • Calvero sagt:

      Diese Billigausgaben ohne Datenträger haben wohl nicht zu sonderlich höheren Verkäufen geführt. Gerade testet die CHIP 2 Euro als Heftpreis, diese Strategie ist wohl eher selbstmörderisch. Andererseits sind weniger Käufer bereit, für immer schwächere Datenträger zusätzliches Geld auszugeben. Ja was macht du nun als Verlagsmanager? Mehr Geld von wenigen ist besser als wenig Geld von fast genausovielen. Das Remitieren von Heften mit Datenträger hat aber auch schon einige in den Ruin getrieben.

  14. Tris sagt:

    Habe die Tage zuerst die aktuelle PC Games grob durchgelesen und kurz danach die Play4. Es waren auffallend viele Artikel die fast 1:1 übernommen wurden, zuzüglich Bildunterschriften, etc..
    Evtl. lag es ja an der E3…
    Und was mir noch aufgefallen ist, dass die Play4 in der Höhe nochmals um wenige Millimeter geschrumpft ist.

    • Alkatei sagt:

      Finde generell das die ComputecHefte nach dem kleinen Hoch das ich auch mit Torsten Küchler in Verbindung bringe wieder sehr stark nachgelassen haben.
      IDG berappelt sich hingegen wieder ein bisschen, die aktuelle Gamepro ist wieder ein Stück besser wie die vor einem Jahr noch.
      Schon krass wie das immer schwankt bei beiden Verlagen..

    • Evil sagt:

      Computec hat, ich müsste lügen, zu Jahresbeginn die Druckerei gewechselt. Seit dem wird nicht mehr bei RR Donnelley gedruckt, sondern bei Quad/Graphics. Dadurch ist das Format von 210×280 auf 210×275 geschrumpft.

    • Gabumon sagt:

      Dafür ist, zumindestens bei meinem Heft ganz subjektiv die Druckqualität besser geworden, viel schlechter ging das auch kaum noch, höchstens hätte man mit Flexodruck auf Bäckereitüten gedruckt…

      Das die Hefte immer und immer stärker an Einheitsredaktion leiden merkt man jedes mal mehr wenn gerade die Katastrophenzahlen eintrudeln. Bei Computec wird nur noch ausgequetscht bis nix mehr geht. Schade wäre das mittlerweile um kein Heft wenn da der stecker gezogen wird. Das jetzt ist ja eh nur noch hingesieche…

      Da weiss vermutlich auch jeder das bald da das Licht ausgeht, jedenfalls klingt das stellenweise schon so durch als würde man nur noch Sitzen und Abwarten das man woanders unterkommt. Die Hefte wirken auch schon so Lustlos. Jaja alles subjektiv. Aber ich hab im Gefühl beim Lesen das die IDGler viel mehr Spass an ihrem Beruf haben. Was auch dem Heft zu gute kommt. Die aktuelle Gamestar liest sich sehr gut. Was natürlich auch am neuen ChefRed liegen könnte *hust*

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