IVW-Zahlen III/2015 – Stagnation

Mit formschönen Minuszeichen starten die wenigen in der IVW verbliebenen Spielehefte ins 3. Quartal 2015. Immerhin: GameStar, PC Games Hardware und play4 verlieren im Vergleich zum Vorjahr weniger als 10% ihrer Verkäufe. Bei der Computer Bild Spiele geht es hingeger unvermindert weiter stark abwärts und leider konnte auch die Games Aktuell ihre positiven Vorzeichen nicht halten. Letztere musste jedoch kürzlich eine satte Preiserhöhung von 3,90 Euro auf 4,90 Euro verkraften – dass diese nicht spurlos an den Zahlen vorbeigeht, dürfte wenig überraschen.

III/2015 (im Vergleich mit III/2014)
Computer Bild Spiele: 67.709
(-23,11%/-20.351 Exemplare)

Game Master: 17.028
(-17,03%/-3.494 Exemplare)

GamePro: 14.154
(-14,85%/-2.469 Exemplare)

GameStar: 64.585
(-4,80%/-3.254 Exemplare)

Games Aktuell: 17.641
(-20,09%/-4.434 Exemplare)

PC Games Hardware: 27.995
(-9,44%/-2.917 Exemplare)

play4: 19.269
(-6,72%/-1.388 Exemplare)

Vergleicht man die Verkaufszahlen mit dem Vorquartal, sieht es nicht nur weit weniger dramatisch aus – es gibt sogar positive Vorzeichen. GameStar, GamePro und PC Games Hardware legen leicht zu, die play4 hält ihre Auflage faktisch unverändert. Bei Games Aktuell und Computer Bild Spiele gibt es nur ein moderates Minus. Insgesamt kann man hoffen, dass sich die Auflage langsam auf niedrigem Niveau einpendelt. Der einzige Ausreißer kommt von Paninis GameMaster mit einem Plus von fast 50% – hier ging’s nach einer ziemlichen Delle allerdings nur weniger auf Normalniveau hoch.

III/2015 (im Vergleich mit II/2015)
Computer Bild Spiele: 67.709
(-3,26%/-2.283 Exemplare)

Game Master: 17.028
(+49,02%/+5.601 Exemplare)

GamePro: 14.154
(+1,93%/+268 Exemplare)

GameStar: 64.585
(+1,44%/+919 Exemplare)

Games Aktuell: 17.641
(-6,41%/-1.208 Exemplare)

PC Games Hardware: 27.995
(+4,37%/+1.173 Exemplare)

play4: 19.269
(+0,11/+21 Exemplare)

Quelle: IVW.eu

40 Antworten zu „IVW-Zahlen III/2015 – Stagnation“

  1. Rodon sagt:

    Vielleicht hat die GS im nächsten Quartal die CBS dann überholt. Wobei „überholen“ bei der Auflagenentwicklung sicherlich nicht ganz der treffendste Begriff ist. :D

    • Evil sagt:

      Darauf warte ich eigentlich schon eine ganze Weile… wie auch bei c’t und CB. Es wird langsam realistisch :D

    • Gabumon sagt:

      Ich frag miche eher wann Axel Springer die Notbremse zieht, bei den Verkaufszahlen und den Vollversionen dürfte das Heft nicht mehr in der Gewinnzone sein. Die haben immerhin 4 Stück pro Ausgabe, 2 große, 2 kleine und die „Jedes Kind kann sich ab 18 Spiele laden“ Vollversion.

    • Evil sagt:

      Die Vollversionen gibt es doch mehr oder weniger noch als Code. Wer die nicht innerhalb eines gewissen Zeitraums in Anspruch nimmt, hat ne Scheibe mit Datenmüll. Das dürfte kostenmäßig einiges Einsparen im Vergleich zu echten Vollversionen auf DVD…

    • Gabumon sagt:

      Nicht jede der Vollversionen ist ein Code, auf dem Datenträger sind meistens die Installer drauf.

      Ich glaube kaum das, dass einen großen Preisunterschied macht. Ich wüsste auch nicht warum. Für die Spielefirmen macht das keinen Unterschied

    • Tobi sagt:

      Da fast alle Spiele mittlerweile Steam oder UPlay brauchen, sind auch die Codes zum Aktivieren notwendig. Die Ab-18 Vollversion ist aber nie auf dem Datenträger und immer zum herunterladen. Die Silber-Version hat auch keine DVDs mehr dabei. Da muss man auch alles herunterladen. Nur bei der Gold-Version gibts noch 2 DVDs.

    • Gabumon sagt:

      Ich frag mich eh wer die Silber Version eigentlich kauft, hier gibts die nicht, hab die nur mal am Bahnhof in Düsseldorf gesehen, und da war es auch nur eine einzige

  2. PVCF sagt:

    Ist die PC Games nicht mehr gelisted ?

    ps.:
    @Evil Danke für das schöne Block!

  3. Andreas sagt:

    Hmmm, Florian Stangl hat auch Computech verlassen?

  4. Tris sagt:

    Dafür schreiben Markus Schwerdtel und Heinrich Lenhardt wieder regelmäßig für die GameStar!

  5. Gabumon sagt:

    Auch lustig

    Computec hat sich wohl bei „kultmags.com“ bedient für ihre „UraltPCGames in der App“ dass sind nämlich deren Scans die da verwurstet wurden.

    Zwar ist Computec wohl auf der rechtlich sicheren Seite, trotzdem wurde der Webmaster dort nicht mal wirklich gefragt, oder gar erwähnt in der App. Nicht gerade die feine Art. Immerhin ist alte Hefte einscannen saumäßig viel arbeit. Und man muss sich Fragen ob Computec überhaupt noch alte Backups der Daten hat. Dann bräuchte man nicht Scannen. Vor einigen jahren hieß es nur das man die alten QuarkXpress sachen nicht mehr öffnen könnte. Was natürlich geht wenn man wollte…

    • Spiritogre sagt:

      Vielleicht haben die ihre alten Macs mit Quark alle eingemottet? Viele sind ja inzwischen auf InDesign oder gleich irgendeine Verlagssoftware umgestiegen. Und wenn die die PDFe nicht mehr haben …

      Hmm, ich habe hier noch irgendwo eine QuarkXPress 5 CD (Windows) rumschwirren. Habe ich seit Jahren nicht mehr draufgehabt, zuletzt noch mal für Bewerbungsunterlagen genutzt.

    • Gabumon sagt:

      Ich hab denen mal Angeboten das zu machen, da ich von QuarkXpress 1 bis aktuell alles lesen kann. Ich möchte mal die Antwort zitieren:

      Wobei Indesign mittlerweile deutlich besser ist als QuarkXpress. Illustrator ist aber immer noch keine wirkliche alternative zu Freehand, da aber Freehand kaum noch läuft bin ich leider zu Illustrator gezwungen.

  6. Calvero sagt:

    Noch ein Tiefpunkt: Die aktuelle M!Games, ja die parallel zum fetten Weihnachtsgeschäft am Kiosk liegt, hat im Heft keine einzige Anzeige mehr. Nur die 3 Umschlagsseiten sind noch verkauft, davon neben 1&1 und Teufel mit Fallout4 nur eine einzige Spieleanzeige. Und Teufel ist sicher nur ein Bundlegeschäft mit der audiovision, 1&1 schaltet sowieso überall. Was ist in der millionenschweren Gamesbranche schief gelaufen? Selbst in Nischentiteln des Hifi-Bereichs (mit ähnlicher Auflage) schalten die Markenartikler weiter Anzeigen. Was hat sich gegenüber früher geändert? Schon immer wurden die Games-Zeitschriften von Multiplikatoren gelesen und deren Empfehlungen weitergereicht. Warum schert sich da keiner mehr drum? Selbst meinem Sohn würde ich Anzeigen von Spielen zeigen (z.B. Lego Dimension), weil er in der Schule davon hört. Was ist mit den Zubehöranbietern? Was ist mit Non-AAA-Titeln, brauchen die keine Werbung? Oder haben einfach nur die Anzeigenverkäufer den Zug verpasst?

    • bluntman3000 sagt:

      Ist mir gar nicht aufgefallen. Beängstigend … aber wie halten die sich? Allein durch Heftverkäufe? Gibt’s da Zahlen / Anhaltspunkte? Ich meine, vor längerer Zeit mal gelesen zu haben, dass M!Games eine recht konstante Auflage verkauft.

    • Spiritogre sagt:

      Schade um die M! Games, war die letzte Spielezeitschrift, die ich noch im Abo hatte. Gekündigt und seither gekauft habe ich sie wegen persönlicher Differenzen mit einer bärtigen Persönlichkeit in der Redaktion dann nicht mehr und nicht wegen deren Qualität, die wirklich hervorragend war. Wobei einige Wertungen teilw. auch immer mal ein wenig „großzügig“ ausfielen.

      Man muss allerdings auch sagen, dass die Webseite von denen immer noch eine einzige Katastrophe ist mit deren drei Spalten, dem automatischen nachladen beim Runterscrollen (anstelle vorige Seite) usw. das hat sich im Laufe der Jahre nur verschlimmbessert, die hingen da ja schon immer weit hinterher.

      Wenn die wollten könnten sie da ein schönes Portal machen, gerade weil sie sich auch viel mit Japano Games beschäftigen, die sonst nur Fanseiten wie jpgames.de haben (und das ist halt ein Hobbyprojekt mit viel sinnlosem Füllmaterial, da dort jeder kleinste Infoschnipsel a la neuer Screenshot für „unbedeutendes Game Y“ eine News bekommt und eben auch nur Japan-Games dort auftauchen).

      Die M! Games hat da meiner Ansicht nach die perfekte Mischung, Alle großen Titel insgesamt plus halt der Blick gen Osten, der den anderen Magazinen und Webseiten halt zum Großteil fehlt.

      Aber vielleicht ist da die Zielgruppe auch einfach zu gering, da sich die Zeitschrift nicht an „kleine Mädchen“ richtet. überspitzt formuliert, sondern (inzwischen, nach diversen infantilen Phasen), durchaus an ältere, ernsthafte Zocker. Der Anteil der Japano-Games Fans ist da sicher relativ gering. Und die Jüngeren sind halt inzwischen nur noch im Netz unterwegs.

      Die Kombination aus Zeitschrift und gut aufgemachtem Portal a la Gamers Global oder etwa auch Golem.de könnte meiner Ansicht nach durchaus ziehen. Allerdings, wie man an deren Podcasts inzwischen merkt, die vor fünf Jahren wirklich gut waren, haben die wohl auch einfach keine Lust auf viele Dinge im Bereich „Kundennähe“ (die Podcasts klingen jedenfalls sehr lustlos und lahm) und machen nur das, was den Laden so gerade am Laufen hält und was nötig ist, um ihren Job zu behalten.

  7. Calvero sagt:

    Ich schätze die verkaufte Auflage der M!Games maximal auf 10000. Mit dem kleinen Redaktions-Team kann sich das ja immer noch rechnen. Die zuletzt eingestellten Redakteure verdienen sicherlich auch deutlich weniger als ihre Vorgänger. Und in freie Extended-Autoren wird gefühlt deutlich weniger investiert. Jeden Monat ein neuer großer Winnie Forster-Artikel ist wohl nicht mehr drin. Und für einen Spieletest bekommt man als Freier wahrscheinlich nicht viel mehr als das Testmuster:-) PS: Die Webseite sollte die M!Games aufgeben, da ist die Konkurrenz uneinholbar enteilt, das ist nur Ressourcenvergeudung, die man besser in die Produktion teurerer Sonderhefte stecken sollte. Wenn ich sehe, wie überall prominent die Retro Gamer ausliegt, das wäre ja eigentlich ureigenes Maniac-Gebiet.

    • Don Fishli sagt:

      Also zumindest in einem der letzten Editorials würde mal erwähnt dass sowohl verkaufte anhefte als auch Abos gestiegen sind. Und die Anzeigensituation war ja schon die letzten Jahre alles andere als rosig. Dementsprechend hoffe ich (inständig) dass die M! auf gesunden Beinen steht.

      Wenn man sich anschaut wie die N-Zone in eine der letzten Ausgaben nicht eine Anzeige hatte, sollte man eh schauen, dass sich das Heft inzwischen ohne Anzeigen tragen kann (klar ist aber auch dass Computec als großer Verlag sowas kompensieren kann, wobei es schon lustig ist dass nicht einmal Nintendo eine Anzeige schaltet).

    • Calvero sagt:

      Warum sollte Nintendo denn Werbung schalten? Das Heft ist doch eine einzige freiwillige kostenlose Werbeschleuder. Aus Mitleid oder Mäzenatentum? Wer das Heft kauft, hängt doch schon an der Nintendo-Angel. Eigentlich müsste die Konkurrenz werben:-)

  8. Calvero sagt:

    Weiß eigentlich jemand, was bei Areagames los ist? Die Saskia stellt da noch tapfer News fürs SEO ein, von Chef Alexander Laschewski-Voigt hat man nach dem letzten vergeblichen Videoversuch nichts mehr gehört. Ist der bei Webedia aufgestiegen oder ganz raus?

    • Don Fishli sagt:

      Also bei areagames ist er ja seit Anfang 2015 raus. Ob er noch irgendwo bei idg steckt (wie damals erwähnt) weiß ich nicht. Er soll wohl mal was in seinem neuen Podcast erwähnt haben, aber den hab ich mir nicht angehört.

      http://www.areagames.de/forum/areagames/final-voigt-thread-alex/

      http://www.burnwho.com/podcast/2015/7/9/19-areagames-chronicles-der-letzte-podcast

    • Calvero sagt:

      Danke für Aufklärung und Links.

    • Calvero sagt:

      Im Podcast erzählt er, dass er seinen alten Chef getroffen hat und in dessen Firma jetzt Buchhalter ist. Mit Spielen hat er beruflich nichts mehr zu tun und sieht im Online-Spielejournalismus keinerlei Zukunft, da die meisten Jobs von schnell angelernten „dressierten Affen“ gemacht werden könnten, abgesehen von ca. 10 Top-Autoren. Er wollte auf keinen Fall wie Harald Fränkel enden und rät allen, eine vernünftige Ausbildung zu machen.

    • Spiritogre sagt:

      Na, ja, die Qualität, gerade im Online-Spielebericht-Bereich spricht ja Bände, die ist halt in der Regel sehr mies, da nur schnell, schnell auf „Clickbait“ ausgelegt. Sieht man immer gut an den zalhreichen Fehlern, da wird halt in der Regel scheinbar nicht mal vor dem Reinstellen drübergelesen. Ausführliche, also längere, gut recherchierte Artikel lohnen online einfach nicht, da kaum jemand bei dem Riesenangebot im Web lange an einer Stelle verweilt. Knackige, reißerische Schlagzeilen und kurze News bringen die Leserzahlen und somit im Zweifel durch die Anzeigen ein wenig Geld ein.

    • Gabumon sagt:

      Du meinst wie bei Gamestar?

      Falsch übersetzte News, fehlerhafte News, dreiste Clickbaitüberschriften, irgendwelche NonsensYoutube Videos. Zudem fallen immer die gleichen Autoren da negativ auf, aber bei Webedia kriegt man wohl keine anderen die für ein paar Groschen was machen. Merkt man eben auch…

      Was macht Herr Fränkel eigentlich?

    • UncleHo74 sagt:

      Bin ja nur passiver Mitleser hier.. aber mal so zur Abwechslung..

      Falsch übersetzte News, fehlerhafte News, dreiste Clickbaitüberschriften, irgendwelche NonsensYoutube Videos. Zudem fallen immer die gleichen Autoren da negativ auf, aber bei Webedia kriegt man wohl keine anderen die für ein paar Groschen was machen. Merkt man eben auch…

      Ohne diese Clickbaitüberschriften scheint es ja nirgendwo mehr zu gehen… scheint auch ein Generationenproblem zu sein, die „Jüngeren“ erwarten solche Überschriften wohl geradezu, ohne das geht es anscheinend nicht.. :(

      Was macht Herr Fränkel eigentlich?

      Hatte einen Youtube und Twitch Kanal, Spezialität unter anderem die obskursten Simulatoren.. hatte ne feste Fangemeinde die aber wohl laut seiner eigenen Aussage wirtschaftlich nicht tragfähig war.. dann nach einigen Reibereien mit anderen Youtubern sowas wie ein „Public Meltdown“ mit Abschiedsvideo (mittlerweile gelöscht), war alles nicht schön und recht dramatisch, dann psychiatrische Behandlung die er öffentlich auf Facebook machte… da mittlerweile wohl wieder raus. Jetzt auf hitbox Live-Streams, aber nicht mehr aus kommerziellen Erwägungen und nur noch auf Sachen, auf die er Lust hat.

      Vielleicht deswegen auch die Anspielung von Herrn Voigt bezüglich Fränkel.. wobei ich den ganzen Verabschiedungs-Podcast nicht so fein fand, irgendwie hat das für mich so einen Beigeschmack wenn man davon spricht das man noch „rechtzeitig den Absprung“ gefunden hättte und damit ja alle anderen ähnlich alten oder älteren Ex-Kollegen ja indirekt sagt sie hätten es nicht geschafft und würde da jetzt versauern….

    • Calvero sagt:

      Sorry, das mit Harald Fränkel wusste ich nicht, dann hätte ich mir die Bemerkung verkniffen. Dass sich aufwendigere Youtubechannels gegen den ganzen Rotz wirtschaftlich nicht rechnen, ist sehr traurig. Letztendlich geht es ihm wohl ähnlich wie von Alexander Voigt beschrieben: für die alten Recken interessiert sich in der heutigen Gamesleserschaft kaum einer mehr, geschweige denn ein Verlag will dafür die entsprechenden Kosten locker machen. PS: Meiner Meinung kann man auf 4Players, Gamersglobal, Eurogamer.de uam. sehr wohl noch viele gute Artikel und Tests lesen – immerhin für ummo. Wir sollten uns also bei aller berechtigten Clickbaiting-Kritik nicht zu zu groben Verallgemeinerungen hinreißen lassen. Ob das für die Autoren allerdings eine Möglichkeit ist, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, steht auf einem anderen Blatt.

    • Calvero sagt:

      wobei ich den ganzen Verabschiedungs-Podcast nicht so fein fand, irgendwie hat das für mich so einen Beigeschmack wenn man davon spricht das man noch “rechtzeitig den Absprung” gefunden hättte und damit ja alle anderen ähnlich alten oder älteren Ex-Kollegen ja indirekt sagt sie hätten es nicht geschafft und würde da jetzt versauern….

      Die Ironie bei Alexander Voigt war ja wohl, dass er mit seinem wahrscheinlich nicht schlecht dotiertem Areagames-festangestellterChefredakteursarbeitsvertrag bei den vielen Firmenübernahmen immer zu denselben Konditionen übernommen werden musste – und das über Jahre. Dass er einsieht, dass da viel Glück dabei war und es nicht bis zur Rente so weiterläuft, ist nachvollziehbar. Ich denke mal, diese Konstellation war schon einzigartig, die andere Alt-Spieleredakteure schlagen sich alle längst als Freiberufler durch und werden wohl nie mehr als feste Redakteure eingestellt werden, da sie einfach zu teuer sind im Vergleich zu den nachströmenden Jungschreiberlingen.

    • Spiritogre sagt:

      Die News Schreiber sind ja alles nur Freie und reich werden kann man da sicher nicht. Gerade so von Leben wenn man einen großen Output hat mag gehen. Und genau das ist das Problem, Masse generieren, die Qualität ist Nebensache. Und ja, ich meine damit auch Gamestar aber auch viele andere Portale.

      Ich hatte mich auch mal bei einem Onlineportal als Redakteur beworben, war so ein modernes Startup. Die wollten mich auch mit Kusshand nehmen, als ich dann aber hörte was die Zahlen wollten habe ich nur einmal laut gelacht. Damit können vielleicht 18 – 22-Jährige die bei Mami wohnen auskommen.

      Ich kenne leider sehr viele alteingesessene Redakteure, insbesondere aus dem normalen Zeitungsbereich, die heute ziemlich ausgebrannt sind und nur noch von der Hand in den Mund leben. Die werden gerne durch junge, motivierte Billiglöhner ersetzt. Eine Festanstellung, womöglich noch nach Tarif, ist quasi ausgestorben.

      Der Witz ist ja, es gibt mehr Zeitschriften als je zuvor und in einigen Bereichen verkaufen die sich auch nicht schlecht. Aber wie in vielen Gebieten gibt es gerade online einfach eine Marktüberflutung und ein Konzept, dass sich zum Großteil durch Werbung finanziert ist nur tragfähig, wenn das maximal zwei Leute machen, genug um da noch jemanden anzustellen fällt eher selten ab.

  9. UncleHo74 sagt:

    Dass sich aufwendigere Youtubechannels gegen den ganzen Rotz wirtschaftlich nicht rechnen, ist sehr traurig.

    Nun ja, andere sind aufwendig.. das Problem ist wohl eher..

    für die alten Recken interessiert sich in der heutigen Gamesleserschaft kaum einer mehr

    .. zumindest wohl nicht genug dass ein einfacher „Übergang“ in die „moderne“ Youtube Landschaft so einfach möglich wäre. Ist auch nicht jedem gegeben, ist ja was anderes Alleinhalter auf Youtube zu sein oder als Redakteur Texte zu schreiben. Wobei Fränkel da durchaus Qualitäten hatte (je nach Geschmack natürlich). Aber wir haben wohl einen „Generationenbruch“, wie das halt im Leben immer so ist… die Namen die einem selbst geläufig sind sagen den Jüngeren halt nix mehr.. und haben dementsprechend auch keinen Bonus, da kommen halt neue „Stars“ auf. Und mittlerweile ist auch Youtube, Twitch und Co. kein „junges“ Medium mehr.. höchstens für die Medienwissenschaftler, aber nicht für die äußerst schnelllebige Gaming-Szene.. die Positionen sind bezogen, der Kuchen ist verteilt, da noch (gewinnbringend) reinzukommen ohne dass es ein reines Hobby ist, dürfte mittlerweile sehr schwierig sein..

    Die Ironie bei Alexander Voigt war ja wohl, dass er mit seinem wahrscheinlich nicht schlecht dotiertem Areagames-festangestellter Chefredakteursarbeitsvertrag bei den vielen Firmenübernahmen immer zu denselben Konditionen übernommen werden musste – und das über Jahre. Dass er einsieht, dass da viel Glück dabei war und es nicht bis zur Rente so weiterläuft, ist nachvollziehbar.

    Hab ich auch so verstanden. Gerade die fallen natürlich hart wenn die nicht aufpassen und den berühmt-berüchtigten „Absprung“ nicht hinkriegen, de-facto ist da ja fast ein Berufsfeld untergegangen (wenn man das nur isoliert auf die Gaming-Magazine betrachtet) oder man kann zumindest sagen entsprechend dotierte offen Stellen dürften nur noch sehr, sehr spärlich mal auftauchen.. und es klang ja so dass sich eine mehrjährige Berufserfahrung in dem Bereich in der eigenen Vita für so manchen Arbeitgeber auch nicht gut macht.. also endet das gerne wohl in der Sackgasse.

    Ich fand den ganzen Podcast – so locker er auch über weite Strecken klang – ziemlich bitter wenn man auf die Zwischentöne achtete.. zumindest was die Gegenwart angeht und nicht die wohl deutlich spaßigere Vergangenheit („.. damals, als wir noch für ein mittelmäßiges Spiel für 1 Woche in die USA eingeladen worden sind..“). Hat mich etwas an das Youtube Video von David Hain erinnert wo er auch ja mit der Spieleredakteur Vergangenheit „abrechnete“.

    • Spiritogre sagt:

      Fränkel hatte ja auch extreme Nischentitel auf seinem Kanal. Davon ab muss man mit seiner Art erst mal zurechtkommen. Mir lag weder die PC Action sonderlich noch seine Art von Humor.

      Und ja, man muss mit der Zeit gehen. sogar ich habe inzwischen YT Channel und Twitch Kanal. Allerdings hapert es mit meiner technischen Ausstattung noch, sodass das bisher eher experimentell lief (schnelles Internet sollte bald kommen, mit gutem Mikrofon muss ich mal schauen).

      Allerdings verdiene ich natürlich kein Geld mit sondern mache das rein als Hobby unregelmäßig zwischendurch, wenn ich Lust habe. Ich zweifle allerdings ohnehin, dass die jungen Zocker mich alten Knacker sehen wollen … ^^ Ist halt wirklich nur aus Spaß und nicht wegen der Views oder Klicks, genau wie bei meinem Blog.

  10. bluntman3000 sagt:

    @Don Fishli: Danke für den Link zum Podcast, den hätte ich verpennt. Habe dann gleich eine längere Autofahrt vor mir und den Cast direkt mal „vorgeladen“.

  11. UncleHo74 sagt:

    @Spiritogre

    Na ja, sein Humor ist schon sehr speziell.. aber wird nicht immer erzählt man solle „sein Profil schärfen“ um nicht in der Masse unterzugehen?

    Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten, entweder man wird massenkompatibel und ist möglichst „glattgebügelt“, oder man hat halt ein bestimmtes Profil mit „Ecken und Kanten“ wobei das nicht jedem gefällt.. wobei auch Fränkel noch mal im Zuge der Diskussion darauf hinwies dass es sich dabei auch immer um eine „Internet Persona“ handelt die mit der realen Person gar nicht so viel zu tun haben muss, aber wohl gerade viele jüngere Zuschauer können das noch gar nicht trennen und nehmen vieles für bare Münze was sie dort sehen oder denken die Person die da im Video lustige Sachen macht wäre in der Realität auch so.

    Ich zweifle allerdings ohnehin, dass die jungen Zocker mich alten Knacker sehen wollen

    Kommt halt immer auf die Zielgruppe an, es sind ja NICHT NUR junge Leute die das schauen.. „The Mighty Jingles“ ist ja auch recht erfolgreich (wenn wohl auch nicht PewDiePie-erfolgreich, aber wer ist das schon..), und der Herr ist auch schon Jahrgang 1970….

    http://www.armchairgeneral.com/the-mighty-jingles-an-interview.htm

    • Petra sagt:

      aber wird nicht immer erzählt man solle “sein Profil schärfen” um nicht in der Masse unterzugehen?

      Das Gefühl hab ich bei den erfolgreichen Youtubern tendenziell nicht, dass die glattgebügelt sind. Das sind weitestgehend Originale, die sich im Laufe der Jahre nicht großartig verändert haben. Der Punkt ist nur: Die wirklich relevanten Youtuber machen das nicht erst seit gestern, sondern seit etlichen Jahren. Zum Rampensau-Talent gesellt sich dann im besten Fall gutes Timing und schlichtweg Fleiß – wer allein über 1.000 Minecraft-Videos raushaut, kassiert den Fame zurecht. Zu meinen, man könnte mit ein paar Dutzend Videos auf eine annähernd ähnliche Reiseflughöhe bei Abonnenten und Erlösen kommen, ist nicht nur ein bisschen naiv.

    • Spiritogre sagt:

      Es muss halt ein gewisses Talent zur Unterhaltung da sein. Aber eben auch Können. Ich mag z.B. die Art von Angry Joe überhaupt nicht aber wenn er ein Testvideo macht, dann hat das Hand und Fuß und ich kenne kaum einen anderen Tester, bei dem ich fast immer so bei den Wertungen mit übereinstimme. Das führt dazu, dass ich bei ihm aber auch nur Testvideos schaue.

      Bei Total Biscuit, the Cynical Brit, dessen ruhige aber bestimmte Art ich als sehr angenehm empfinde sieht es ähnlich aus. Ich habe zwar einen anderen Spielegeschmack und stimme bei ihm nicht mit allem überein aber seine Testvideos sind alle sehr gut ausgeführt. Bei ihm schaue ich wiederum auch gerne andere Videos etwa zu „politischen“ Themen bzgl. der Spielebranche, weil ich das Gefühl habe, hier ist einer mit Weitsicht, der kein Fanboy für irgend eine Seite ist, sondern ein vernünftiger Mensch. Entsprechend schaue ich bei TB auch gerne viele andere Videos, insbesondere auch den (fast) wöchentlichen Videocast mit Gästen (Co-Optional Podcast).

      Rocket Beans TV oder Hooked FM sind z.B. für mich nicht sonderlich interessant. Da mag ich die Podcasts (Plauschangriff, noch aus Game One Zeiten) sehr gerne, die Videos hingegen sprechen mich kaum an.

      Ich habe die Feststellung gemacht, dass ich persönlich eher ruhige Streamer (YT gucke ich eigentlich eher wenig in dem Bereich, eher halt Twitch) mag, mit angenehmer, ruhiger Stimme. Die sind natürlich relativ selten und meist spielen die auch eher ein Spiel jahrelang, das mich nicht interessiert, oder halt ständig irgendwelche Nischentitel, die mich ebenfalls nicht sonderlich faszinieren, zumindest nicht beim (nebenher) Zuschauen. Hier jemanden zu finden und auch noch zeitgleich immer schauen zu können ist eine Herausforderung … ^^

    • Gabumon sagt:

      Das ist übrigens ein Problem was wohl viele „etablierte“ Medien wie Gamestar, PCGames, 4Players, Gamersglobal etc etc haben. Viele Leser scheinen mit deren Wertungen absolut nicht mehr übereinzustimmen. Wundert mich nicht das die immer mehr relevanz verlieren und Leute lieber auf Amazon Wertungen gucken. Scheinbar haben riesige Downloadmengen, Day one Patches, Bugs eben doch merkliche Relevanz für viele.

      Sonst würde auch eine 88% für Fallout 4 (Die es defintiv nicht verdient hat bei der menge an unzulänglichkeiten. Was dann damit begründet wird das Modder das schon fixen. Das ist ein Offenbarungseid für Spieletester sowas zu schreiben…

      Bei den YOutubern ist das wohl eher so das viele denken „Das sind welche von uns“ obwohl die mittlerweile auch von den Publishern „gesponsort“ werden…

  12. UncleHo74 sagt:

    @Gabumon: Sorry, aber gerade die Amazon Wertungen sind für mich teilweise absoluter Bodensatz.

    Generell hat sich für mich die Hoffnung zerschlagen dass mit der „Crowd-Bewertung“ via Internet-Foren und Bewertungs-Systemen der Retailer sowas wie eine brauchbare Alternative zu den etablierten Systemen entwickelt.. Hier gibt es doch fast nur noch „digitale“ Bewertungen zwischen Jubel und totaler Abstrafung.. eingebettet in einer Kultur die keine Diskussion offen lässt. Mittlerweile lese ich wieder die „klassischen“ Spielerezensionen, trotz all ihrer Schwächen, denn die Alternativen sind für mich kaum welche und sind manchmal kaum erträglich… natürlich findet sich hier auch brauchbares, aber es gilt dort das gleiche wie bei allen Spieletests.. „hinterfrage alles“. Egal ob sich positiv oder negativ geäußert wurde.

  13. Calvero sagt:

    Habt ihr die erste Folge von „Press Select“ gesehen? http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/Allgemein/4888/2154559/Spielkultur-Fallout_4_Talkrunde_Press_Select_bei_Rocket_Beans_TV_mit_Wolf_Speer_Tobias_Kujawa_Simon_Kraetschmer_und_Joerg_Luibl.html

    Ich hatte den Eindruck, dass sich Jörg Luibl irgendwie unwohl gefühlt hat in dieser Albergruppe. Ok, für Rocket Beans Verhältnisse war es ja noch gesittet. Spätestens als aber der Themenvorschlag für die nächste Folge gemacht wurde, wollte er wohl nur noch weg:-)

    Die Sendung selbst hat Potential, leider wurde vieles nur angekratzt, bevor es hätte richtig spannend werden können.

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